Stadtschloss Berlin: Der Thread für den Wiederaufbau

  • Musterfassade

    Lieber Backstein, Du hast beim Schleichen die Fortschritte an der Musterfassade vergessen, vielleicht, weil die Backsteine nun hinter Putz verschwinden ;).
    Außerdem steht die Balustrade:

    Shot at 2012-04-04
    Leider bei Schmuddelwetter und mit dem Handy aufgenommen.

  • Voll hübsch, die Testfassade.


    Das U5-Bauschild steht da schon bestimmt seit drei Monaten.
    Ich meinte das aufregende Schloss-Bauschild auf der anderen Seite gegenüber des Staatsratsgebäudes.
    Sehr besuchenswert.
    :)

  • Eckrondell am Schlossplatz

    Lt diverser Quellen hat am Wochenende ein anonymer Spender 1 Million Euro auf das Spendenkonto überwiesen mit der Auflage diese für das Eckrondell am Schlossplatz (Rathausbrücke) zu verwenden!

  • ich bin verwirrt. ist das nicht das gleiche eckrondell für das ein unternehmerehepaar neulich schon 2 mio gespendet hat?

  • Durchaus interessante Diskussion hier zum Quartier gegenüber des Stadtschlosses (alias Marienviertel). Ich finde, man sollte dort eine Balance zwischen wertigen Rekonstruktionen (als Leitbauten) und edlen, klassischen Stadthäusern finden. State-of-the-art-Moderne kann Berlin auch noch allerorten vertragen, aber bitte nicht ausgerechnet auf seinem historischsten Grund.


    PS: Vielleicht die Diskussion dorthin verschieben?! :) Neubebauung Rathausplatz / Marx-Engels-Forum


    Welche Diskussion denn?? Ich denke den kleinen Ausflug 2 Seiten zuvor kann man hier noch drin lassen da der Bezug zum Schloss noch erkennbar ist.
    Bato

  • ist das schlecht, während die U5 von der Bundesrepublik Deutschland und dem Land Berlin "präsentiert" wird, reichts beim Schloss nur fürs Bauministerium. Echt sexy.
    Ein bisschen mehr auftrumpfen könnte bei diesem nationalen Projekt doch mal angebracht sein.
    ;)
    Eine weitere Frage, die sich mir unweigerlich aufdrängt: Warum um Gottes Willen gibt es nur die Rückansicht? Was ist mit der Schlossfreiheit samt Eosanderportal - läge doch AUF DER HAND? So eine Tafel ist schließlich Öffentlichkeitsarbeit, nimmt man halt zwei Ansichten...(?)

  • Wahrscheinlich will man möglichst viele kulturbeflissene, mit einem historischen Bewusstsein ausgestattete Ästheten gegen dieses Stella-Gerümpel an der Spree aufbringen. Clevere Idee! :daumen:

  • Schlossrondell - Übergang Alt zu Neu

    Beider Versionen wurden oben schonmal gezeigt, aber ich möchte sie nochmal nebeneinander Stellen (Quelle: Förderverein Berliner Schloss):


    Wenn man den Übergang vergleicht, so sieht man im zweiten Entwurf, dass Fenster in dem zürückspringendem Teil geplant sind, was oben nicht der Fall ist.
    Die Darstellung mit dem Bäumchen vor der kritischen Stelle ist zudem ganz schlechter Stil.
    Ich finde die untere Version absolut annehmbar. Der moderne Flügel findet so eine angemessene Anknüpfung an die historische Fassade. Fragt sich, welcher Entwurf der aktuelle ist?

  • Anstatt zu fragen, welcher der aktuellere Entwurf ist, würde ich mich eher fragen (weil viel aufschlussreicher!), von wem/woher die jeweiligen Entwürfe stammen. Bin mir relativ sicher, dass der obere Entwurf vom Förderverein stammt (samt schicken, balustradenumsäumten Vorgarten, historischer Gestaltung des Umfelds und Statuen auf der Dachbalustrade) und so wahrscheinlich niemals umgesetzt werden wird. Der zweite Entwurf hingegen kommt wahrscheinlich von der Stadtplanung selbst und gibt ein (leider) genaueres Bild ab, wie es wohl tatsächlich einmal aussehen wird. Deutlich steriler und detailarmer...
    Ich hoffe übrigens, da die historischen Fassade der Südseite nun nicht mehr in den Spreeflügel auslaufen wird, dass auch die Nordseite nicht mehr in den modernen Flügel auslaufen wird, sondern direkt an dieser breiten Fuge abgetrennt wird. Gefällt mir persönlich deutlich besser, wenn beides nicht direkt verwachsen ist.

  • Keiner der beiden Entwürfe ist "annehmbar", da muss ich Rotes Rathaus widersprechen. Auch für Freunde der minimalistischen Stella Fassade, die es sicher irgendwo gibt, kann es keinesfalls befriedigend sein, der historischen Fassade eine fensterlose, glatt verputze quasi Brandmauer daneben zu stellen. Das ist mir absolut unverständlich, man sollte sich doch wenigstens etwas Mühe geben können es so erscheinen zu lassen, dass etwas Harmonie möglich ist. Klar hat der Rennaissance Teil einen Kontrast zu der barockfassade dargestellt und es war auch damals nicht einheitlich aber so? Mit dem Blick von der Spree auf die neue Fassade kann ich leben aber von der Seite drauf zu schauen wird wohl immer ein Wehrmutstropfen bleiben.

  • Bin ich eigentlich der einzige, der sich anstatt dieser "modernen" Fassade, wenns schon nicht historisch sein darf, eine wirklich moderne Fassade gewünscht hätte? Vielleicht eine tolle organisch wirkende Glashaut oder etwas dekonstruktivistisches?
    Ich tue mich schwer an Stellas Gestaltung überhaut eine Gestaltung zu entdecken. So trist und langweilig wie eine DDR-Platte...

  • Naja, wichtiger finde ich, dass der moderne Teil wirklich so wertig aussehen wird wie auf der zweiten Animation, denn auf der ersten sieht man Fugen im modernen Anbau und das wirkt wie ein Plattenbau. Vielleicht sogar mit Absicht so dargestellt, um eine entsprechende Assoziation des modernen Teils herzustellen und die Ablehnung der modernistischen Elemente zu befördern.


    Wie dem auch sei, ich denke inwieweit das Schloss detailreich sein wird entscheidet sich am Ende in der Spendenbereitschaft, also z.B. auch ob es die Figuren auf dem Dach geben wird etc. Ich kann mir auch sehr gut vorstellen, dass das Schloss nach und nach immer detailreicher werden wird und schließlich sehr klassisch aussehen wird, von der rückwärtigen Fassade mal abgesehen. Die moderne Fassade zur Spree hin finde ich aber ästhetisch und auch gesamtperspektivisch gar nicht so schlecht. Denn an der Museumsinsel werden wir eine ähnliche Melange aus alt und neu haben, siehe z.B. die James-Simon-Galerie. Dadurch rücken Museumsinsel und Stadtschloss als stilistisch verwandtes Ensemble enger zusammen. Mal abgesehen davon fände ich die zusammengeschusterte historische Spreefassade ziemlich unpassend, denn sie war baugeschichtliches Stückwerk und wahrlich nicht die schöne Seite des originalen Vorbildes. Sprich: Meiner Meinung nach macht diese moderne Interpretation Sinn und ist nicht stilistische Willkür.
    Jenseits der Spree erstreckt sich ja auch die modernistische Ost-Innenstadt und bietet somit einen guten Anknüpfungspunkt für die moderne Schlossrückfassade.



  • Quelle: Schloßverein

    Ich finde die untere Version absolut annehmbar. Der moderne Flügel findet so eine angemessene Anknüpfung an die historische Fassade. Fragt sich, welcher Entwurf der aktuelle ist?



    Das soll "angemessen" sein? Der Blick aus den Nordostfenstern des Rondells fällt direkt auf eine Betonwand? Das ist doch viel zu eng für das Rondell!


    In der Brutalität des ersten Entwurfes von Stella war der Stilwechsel noch nachvollziehbar, hier ist der Übergang indiskutabel. Die einizige Möglichkeit, etwas mehr Harmonie herzustellen, wäre die nächsten Fensterachsen der Spreefront von Schlüter mit zu rekonstrieren und die neue Spreefront auf den Restteil zu beschränken, der östlich hervorspringt.



    (C) gemeinfrei

  • Bin ich eigentlich der einzige, der sich anstatt dieser "modernen" Fassade, wenns schon nicht historisch sein darf, eine wirklich moderne Fassade gewünscht hätte? Vielleicht eine tolle organisch wirkende Glashaut oder etwas dekonstruktivistisches?
    Ich tue mich schwer an Stellas Gestaltung überhaut eine Gestaltung zu entdecken. So trist und langweilig wie eine DDR-Platte...


    Ne, bist du nicht. Man muss sich immer vor Augen halten, dass das Schloss 116m breit und 25m hoch sein wird. Eine dermaßen langezogene Fläche kann einen ganz schön "erschlagen". Das Positive: die Spree schafft genügend Raum damit der Schlosskörper mit der "modernen" Fassadenseite nicht negativ auf andere Gebäude/Plätze abstrahlt. Negativ: In der Breite und Höhe wirkt diese Seite arg monoton.
    Etwas Organisches hätte diese Wucht vielleicht ein wenig abgemildert.
    Der Übergang von alt zu neu ist in der Tat grottenschlecht gelöst.

  • Die Kubatur bietet in meinen Augen immerhin die Möglichkeit die Fassade später nochmal zu verändern bzw individueller zu gestalten. In welcher Form auch immer.


    Jenseits der Spree erstreckt sich ja auch die modernistische Ost-Innenstadt und bietet somit einen guten Anknüpfungspunkt für die moderne Schlossrückfassade.


    Angesichts einer immer wieder im Raum stehenden Umgestaltung selbiger sollte das allerdings nicht als Referenz dienen.

  • Bin ich eigentlich der einzige, der sich anstatt dieser "modernen" Fassade, wenns schon nicht historisch sein darf, eine wirklich moderne Fassade gewünscht hätte? Vielleicht eine tolle organisch wirkende Glashaut oder etwas dekonstruktivistisches?


    Nee, bist du nicht. Ich sehe darin auch ein Chance. Ich finde zwar eine reine Rekonstruktion auch gut, verstehe aber auch nicht diese energische Abwehr.


    Das wird eine einmalige Sehenswürdigkeit Berlins.


    Aus meiner Sicht würde es auch ein gutes Gegenüber für eine historisierendes Marienviertel abgeben.