Wettbewerb: 10 besten Hochhausstandorte in München

  • Wettbewerb: 10 besten Hochhausstandorte in München

    Angesichts der neuen Stadtpolitik, daß wieder Hochhäuser mit mehr als 100 Meter Höhe erlaubt werden sollen, kam ich auf die Idee, diesen Wettbewerb auszurufen. Es geht darum die 10 Hochhausstandorte zu finden, die einem am liebsten sind, bzw am besten zur Stadt passen, bzw die jetzigen Hochhäuser am besten ergänzen.


    Damit keine gegenseitige Beeinflussung stattfindet, sollte diese Suche unabhängig voneinander stattfinden. Bitte schickt deshalb eure Standorte (zB als Google Maps Karten oder was auch immer), als private Nachricht an mich. Ich werde Anfang Oktober alle Vorschläge anonym veröffentlichen. Bitte denkt daran, dass es genau 10 Standorte sein müssen.

  • Mir persönlich würde ein richtig guter Cluster am Georg-Brauchle-Ring genügen. Dort könnte man in gestaffelter Anordnung ruhig 8-10 Hochhäuser mit sagen wir 80 m bis 180 m ohne weitere Konfliktpunkte realisieren. Dann kann man auch mal die U1 in der HVZ im 5 Minuten Takt bis zum OEZ führen. :lach:


    Ansonsten gibt es noch den Heimeranplatz, wo man weitere Hochhäuser (vielleicht auch Wohnen!) bis 120 m bauen sollte.


    Parkstadt Schwabing wäre natürlich der Wahnsinn. Insbesondere östlich der A9! Leider sehe ich hier die Sichtachsen-Hysterie.


    Ansonsten kann man ruhig am Ostbahnhof Wohnhochhäuser bis 80 m realisieren.


    Ganz vergessen sollte man den Arabellapark nicht. Warum kann man nicht dort mehr nachverdichten?


    oh! Es müssen 10 Standorte sein? Ich bastle dazu noch eine nette GMaps Karte.

  • Als jemand der in München eine Stadt sieht, in der Hochhäuser absolut nichts zu suchen haben, würde ich ebenfalls für eine Realisierung in gebündelter Form und an einem Standort weit außerhalb des mittleren Ring plädieren.

  • ^^


    Was heißt hier "ebenfalls"? Ich plädiere primär für die Schaffung urbaner Räume. Ob jetzt das Hochhaus 60 m oder 160 m wird, ist erstmal unerheblich. Dazu bieten sich auch Standorte INNERHALB des Ringes an: Wie etwa am Ostbahnhof und im Bahnhofsviertel.

  • Das auf absehbare Zeit mehr als 10 Standorte umgesetzt werden, ist in München unrealistisch, deshalb eine Begrenzung auf 10 Standorte.


    hiTCH-HiKER, gerade von einem Hochhauskritiker wäre es auch interessant, wo er 10 Standorte für Hochhäuser in München auswählen würde, ohne im Nebulösen zu bleiben.

  • Also ich finde schon dass 50er Jahre Hotel am Bahnhof störend von der Silhouette her, da müssen keine 100m Häuser hin. Was sich meines Erachtens anbietet ist der Bereich zwischen Frankfurter Ring und Nordring.
    Wie schon genannt, eine Nachverdichtung Arabellapark. Georg Brauchle Ring ist ebenso keine schlechte Wahl. Auch die Gegend ums SZ Hochhaus würde sich zu einem Cluster eignen und wäre sicherlich auch mit den Plänen der Stadtverwaltung einer Achse vom Ostbahnhof zur Messe in Einklang zu bringen.


    Nicht im Stadtgebiet aber interessant:


    Von der Sichtachse reizvoll wäre ein Überbauung der ehemaligen Startbahn Neubiberg. Allerdings müsste der Nahverkehrsanschluss dringend verbessert werden. (U5 Verlängerung ab Neuperlach Süd)


    Unterföhrung zwischen Heizkraftwerk Nord und Gewerbegebiet Unterföhring.


    Leider schon anderweitig überplant:
    Das Fleckchen südwestlich der Autobahnausfahrt München Daglfing (dort dann gleich 3 Stück)


    Totale Umplanung erfoderlich:
    Freiman insbesondere an der Heidemannstraße, beispielsweise auf dem Grundstück von Autobus Oberbayern

  • Das auf absehbare Zeit mehr als 10 Standorte umgesetzt werden, ist in München unrealistisch, deshalb eine Begrenzung auf 10 Standorte.


    hiTCH-HiKER, gerade von einem Hochhauskritiker wäre es auch interessant, wo er 10 Standorte für Hochhäuser in München auswählen würde, ohne im Nebulösen zu bleiben.



    Also 10 Standorte kann ich mir jetzt auch nicht aus dem Ärmel schütteln, aber wo ich Hochhäuser für akzeptabel und durchaus wünschenswert halte, ist zum Beispiel entlang der Autobahnen im Stadtgebiet.
    Etwa entlang der A8 (im südlichen Teil liegt auch angrenzend die angesprochene Neubiberger Start- und Landebahn, ein guter Standort, aber meines Wissens Landschaftsschutzgebiet), A9 oder A94.


    Ein riesiges Hochhaus mitten ins Nichts zu stellen, wie etwa beim Klotz "Uptown" geschehen oder in kleinerem Stil die Schwesternschule am Rotkreutplatz, das halte ich für eine rücksichtslose Zerstörung des Stadtbilds zu Kommerzzwecken. Wohingegen die Hochhäuser entlang der A9 städtebaulich ganz gut dort hin passen, da habe und hätte ich auch für zukünftige Projekte kein Problem mit.


    Von Wohnhochhäusern und ähnlichen Maßnahmen zur Verdichtung halte ich übrigens überhaupt nichts. Der Mensch fühlt sich in diesen Bunkern auf Dauer nicht wohl und früher oder später hat man einen weiteren sozialen Brennpunkt sowie eine Bausünde mehr an der Backe.


  • Ein riesiges Hochhaus mitten ins Nichts zu stellen, wie etwa beim Klotz "Uptown"


    Gerade das was manchen heute aufgrund fehlendem architektonischen Anspruch stört, könnte sich langfristig städtebaulich positiv auswirken. Wenn nun Uptown schon steht, kann man das als Initial für eine weitere intensive Nutzung auch mit hohen Gebäuden in diesem Gebiet sehen. Vielleicht kann man dann so etwas wie eine Konzentration an diskreten Stadtorten im Stadtgebiet erreichen. Verkehrspolitisch ist das nur zu Begrüßen, da die U-Bahn schon lange fertig gebaut wurde.


    geschehen oder in kleinerem Stil die Schwesternschule am Rotkreutplatz, das halte ich für eine rücksichtslose Zerstörung des Stadtbilds zu Kommerzzwecken.


    Ich störe mich erstaunlich wenig an der Schwesternschule. Im übrigen passt hier der Zusammenhang mit "Kommerz..." noch am wenigsten. Aber Hauptsache man hat immer eine Totschlagargument parat. Der böse Kapitalismus und der böse Kommerz machen in München die Viertel kaputt... :nono: Es wäre schön, wenn man aus rein städtebaulichen Instrumenten einen Gegenpol schaffen würde! Aber ich sehe dort auf weiter Flur nichts was hier München zukünftig bieten könnte.




    Von Wohnhochhäusern und ähnlichen Maßnahmen zur Verdichtung halte ich übrigens überhaupt nichts. Der Mensch fühlt sich in diesen Bunkern auf Dauer nicht wohl und früher oder später hat man einen weiteren sozialen Brennpunkt sowie eine Bausünde mehr an der Backe.


    Da fehlt mir jede Begründung? Man kann gerade zu auch das Gegenteil hier in den Raum werfen und gerade hohe Wohnhäuser als die Rettung im Angesicht knapper Ressourcen propagieren. Dass Stadtplanung auch mit Wohnhochhäusern funktioniert beweisen unzählige Städte rund um den Globus - auch vor unserer Haustür in den Niederlanden oder in Wien. Also bitte besser mal differenzierter beobachten als einfach in den Raum werfen, dass sich "Menschen in so Bunkern nicht wohl fühlen". ;)


  • Ich störe mich erstaunlich wenig an der Schwesternschule. Im übrigen passt hier der Zusammenhang mit "Kommerz..." noch am wenigsten. Aber Hauptsache man hat immer eine Totschlagargument parat. Der böse Kapitalismus und der böse Kommerz machen in München die Viertel kaputt... :nono: Es wäre schön, wenn man aus rein städtebaulichen Instrumenten einen Gegenpol schaffen würde! Aber ich sehe dort auf weiter Flur nichts was hier München zukünftig bieten könnte.


    Ich finde die Schwesternschule wie kaum ein zweites Gebäude (vielleicht noch das nh-Hotel am HBF) in München ein Paradebeispiel für Stadtplanung ohne jegliche Gedanken und Visionen. Es ist ein reiner Zweckbau mit keinerlei Bezug zur Umgebung und er verschandelt das ansich sehr schöne Viertel mit historischer Bausubstanz rund um den Rotkreuzplatz. Du hast recht, dass der Kommerz hier keine Rolle gespielt hat, das hatte ich mehr auf den O2-Turm bezogen. Aber ich frage mich ernsthaft, wer so ein gruseliges Betongebäude ohne Bestechung genehmigt. Selbst für die mit anderen Maßstäben zu behandelnden 70er Jahre gehört das Gebäude zu den Tiefpunkten der Münchner Architekturgeschichte.
    Ich persönlich würde ja die Schwesternschule und das "Uptown"-Hochhaus eher Zurückbauen als zum Anlass zu nehmen diese Viertel mit weiteren Hochhausbauten zu belasten, aber man muss natürlich realistisch bleiben und einen tragbaren Kompromiss finden.



    Da fehlt mir jede Begründung? Man kann gerade zu auch das Gegenteil hier in den Raum werfen und gerade hohe Wohnhäuser als die Rettung im Angesicht knapper Ressourcen propagieren. Dass Stadtplanung auch mit Wohnhochhäusern funktioniert beweisen unzählige Städte rund um den Globus - auch vor unserer Haustür in den Niederlanden oder in Wien. Also bitte besser mal differenzierter beobachten als einfach in den Raum werfen, dass sich "Menschen in so Bunkern nicht wohl fühlen". ;)


    Der Grund warum solche Hochhaus-Bauten im Großraum München früher oder später stets zu sozialen Brennpunkten wurden, ist wohl die Tatsache dass es jede Menge Alternativen gibt schöner und lebenswerter zu wohnen.
    Wenn ein Mensch keine Wahl hat, wie in Hong Kong oder Manhatten, dann wird er sich auch in einem Hochhaus einrichten können.
    Aber derart anonym und mit Fremden Raum an Raum zu wohnen, das liegt ganz sicher nicht in der Natur des Menschen, sondern klappt nur aufgrund dessen Anpassungsfähigkeit an widrigste Lebensumstände.


  • Ich persönlich würde ja die Schwesternschule und das "Uptown"-Hochhaus eher Zurückbauen als zum Anlass zu nehmen diese Viertel mit weiteren Hochhausbauten zu belasten, aber man muss natürlich realistisch bleiben und einen tragbaren Kompromiss finden.


    Und wie soll das Gebiet um den Georg-Brauchle-Ring und der nördlichen Landshuter Allee genutzt werden? Weitere 4 stöckige Bürogebäude mit Vorgärtchen? Dagegen spräche eine städtbauliche Dominante, die sich in das Gebiet 1 km westlich des Olympiaparkes wunderbar einfügen würde. Das wäre nur die konsequente Weiterentwicklung im Sinne der damaligen Olympiaplanungen. Damals hatte man ja bewusst auf neue Konzepte gesetzt, die sich gegenüber der gewachsenen Münchner Ursuppe abgrenzen.



    Der Grund warum solche Hochhaus-Bauten im Großraum München früher oder später stets zu sozialen Brennpunkten wurden, ist wohl die Tatsache dass es jede Menge Alternativen gibt schöner und lebenswerter zu wohnen.


    ... aber eben nur für eine gewisse Schicht an Hochverdienern. Natürlich ist der Schwabinger Altbau auf 150 qm und 3.5 m Zimmerhöhe schön! Aber wer kann sich das für 2 Millionen leisten? Ich würde zentrumsnah ohne Zögern in ein architektonisch gut anzusehendes Wohnhochhaus mit zeitgemäßer Ausstattung für 3000 Euro pro qm einziehen.

  • Ich würde zentrumsnah ohne Zögern in ein architektonisch gut anzusehendes Wohnhochhaus mit zeitgemäßer Ausstattung für 3000 Euro pro qm einziehen.


    Genau, also entwickelt es sich, wie Hitch-Hiker meinte, zu einem sozialem Brennpunkt.


    Ein kleiner Scherz...

  • Da ist jetzt wirklich mal langfristige Stadtplanung gefragt.


    Wer soll das in München machen? Die Ergebnisse der Gutachten zur "Langfristige Siedlungsentwicklung" lassen weiter auf ihre Veröffentlichung warte (angestrebt war hier der Sommer 2011). Ferner tauchen nichteinmal auf der Hauptseite des Referats für Stadtplanung und Bauordnung diese wichtigen Themenpunkte mehr auf.


    http://www.muenchen.de/Rathaus/plan/37596/index.html


    Überhaupt ist diese Seite so schlecht strukturiert und mit derart wenig Inhalt gefüllt, dass man allein aus dem Internetauftritt der Stadtplanung auf deren Arbeiten schließen kann.

  • Hoffentlich entstehen dann auch Wohn-Hochhäuser, wie z.B. der 107m hohe Gewa-Tower, der in Fellbach, das östlich an Stuttgart angrenzt, entstehen soll.


    Dazu gibt es hier im Forum auch schon einen ausführlichen Thread.

  • Wow! Das sind ja in der Tat hochinteressante Planungen da drüben in Stuttgart, Kompliment! So etwas im nördlichen Schwabing oder Bogenhausen wäre genial und würde einen atemberaubenden Blick über die City-Skyline zu den Alpen ermöglichen.