Rund um den Gendarmenmarkt

  • Wie oft hatten wir jetzt eigentlich schon die Geschichte "Grüner Park = 19. Jahrhundert = historisch korrekt"? Es stimmt halt nicht. Die "grüne Phase" war eine wilhelminische Besonderheit und in meinen Augen ein Irrweg. Ich wiederhole mich gern: Der Gendarmenmarkt ist als europäischer Stadtplatz konzipiert und als solcher gepflastert. Gedacht für Versammlungen, Feste und Märkte. Nicht als Schmuckplatz. Ähnlich wie die Piazza del Populo in Rom, die Plaza Mayor in Madrid oder, um mal ein anderes Beispiel zu wählen, der Luisenplatz in Potsdam. Nur beim Gendarmenmarkt beharren viele auf einer kurzen Phase in der Kaiserzeit, als gespflasterte Plätze zu Miniparks umgebaut wurden.


    Versteh ich nicht. Und was mich wirklich befremdet, sind die Versuche, die Beibehaltung einer historisch und für die Nutzung sinnvollen Gestaltung als ideologische Verirrung zu delegitimieren. Die Grünen, eine "fragwürdige" Beteiligung, "Ostalgie". Als wäre der Wilhelminismus ein Gebot des gesunden Menschenverstands, Schinkel und Friedrich Zwo aber quasi linksgrün-versiffte DDR. Leute!


    Was die Klimafrage angeht: Hier wurde mehr getan als man sieht. Das Regenwasser läuft nicht mehr ab, sondern versickert langsam in Zisternen. Schwammstadt. Gegen andere und größere Bäume an der Nordwest-Ecke hätte ich nichts. Den Bestand dafür abzuholzen, erschiene mir aber übertrieben.

  • Selbst Armin Laschet und der Tagesspiegel finden die "Steinwüste" nicht zeitgemäss: Link

    Und er schreibt wenigstens selbstreflektierend, dass er "gar nicht den Versuch machen will, Berliner Kommunalpolitik zu verstehen". Der hat vielleicht zwei, drei Bilder und Social Media Beiträge gesehen und sich nicht damit beschäftigt, welche Anforderungen an diese Fläche eigentlich gestellt werden und wofür sie effektiv genutzt werden soll.


    Das ist eine Ausrede, die für DAF-Mitglieder nicht gelten kann, da wir das alles mehrfach durchgekaut haben. Natürlich ist Skepsis bei der erstmaligen Betrachtung gerechtfertigt, denn das Paradigma der "Steinwüsten-Plätze" ist längst überholt. Das heißt aber nicht, dass es punktuell nicht noch sinnvoll wäre, Plätze mit einer weitestgehend durchgängigen soliden Oberfläche zu bauen. Andere Forumsmitglieder haben sich Mühe gegeben und Zeit investiert, Beiträge zu schreiben und mit weiterführenden Links, Fotos und Darstellungen anzureichern, die die Faktenlage vor Ort darstellen. Die Nutzungsansprüche, die deshalb verbaute Technik, das innovative Regenwassermanagement, die Barrierefreiheit, etc. pp.


    Da stößt es mir ehrlich gesagt sauer auf, wenn langjährige Forumsmitglieder, die diese Diskussionen offensichtlich mitbekommen haben, bzw. daran beteiligt waren, selbige einfach ignorieren und stur ihre üblichen vier, fünf Zeilen Politik, Grüne, Ideologie, DDR, copy+paste runterrattern. Sorry, das ist für mich nur noch Empörungsfetischismus und Spam.

  • Und trotz aller clever verbauter Technik scheint die Neugestaltung ja nicht besonders gut anzukommen, wie mittlerweile auch der Focus berichtet. Ob einige wenige Bäume am Rand und aufgestellte Sonnensegel ausreichen wird der nächste Hochsommer zeigen. Am oben genannten (und baumfreien) Plaza Mayor in Madrid hält sich im Sommer zumindest niemand freiwillig auf.

  • Hach ja... der liebe Fokus berichtet also...


    Was ich übrigens an dem Artikel interessant finde ist, dass die tatsächlich beteiligten und mit der Sache vertrauten Personen parteiübergreifend versuchen, mehr Sachlichkeit und Fakten in die Debatte zu bringen. Beim Fokus wird das zumindest erwähnt. Im Kommentar der Morgenpost kommt der zentrale Nutzungsanspruch des Platzes als Veranstaltungsfläche und das innovative Regenwassermanagement überhaupt nicht zur Sprache. Wenn dann auch noch der Versiegelungsexperte Bjarne Mädel den Daumen nach unten zeigt, ist die Sache natürlich gelaufen.


    Mal im Ernst, als grundsätzlich leidenschaftlicher Verfechter von Stadtgrün komme ich mir ein bisschen komisch dabei vor, eine solche Maßnahme verteidigen zu müssen. Aber sie ist nun mal gut begründet und für sich genommen vernünftig umgesetzt, der angepeilte Nutzen für die Stadtbevölkerung gewährleistet und gleichzeitig zeitgemäße "Schwammstadt"-Prinzipien angewandt (Grade letzteres scheint für Zeitungsartikel wohl zu komplex zu sein). Die Eindimensionalität, Oberflächlichkeit und Teilweise Ignoranz, mit der die Angelegenheit öffentlich diskutiert wird, ist frustrierend

  • Gegen andere und größere Bäume an der Nordwest-Ecke hätte ich nichts. Den Bestand dafür abzuholzen, erschiene mir aber übertrieben.

    Die Bäume haben eine begrenzte Lebenserwartung und müssen regelmäßig nachgepflanzt werden. Die Kronen sind zu niedrig um drunter zu gehen und der Wert für das Stadtklima gering. Sie erstrecken sich auf der ganzen Nordseite und teilweise auf der Südseite. Damit hat der Platz übrigens durchaus einige Grünflächen. Die Beteiligung weniger Hundert Anwohner, die inzwischen altersbedingt zum Teil nicht mehr dort wohnen, hatte zum Erhalt geführt, trotz gegenteiliger Sachlage und ja - aus offensichtlicher Hauptstadt der DDR-Nostalgie - sowas soll es hier im Osten geben, auch wenn ihr es nicht glaubt.


    Was die steinerne Platzfläche betrifft, gehe ich mit, dass dies zentralen europäischen Stadtplätzen angemessen ist.

  • Die von Architektenkind angeführten europäischen Stadtplätze geben meiner Auffassung nach zunächst eine ganz andere Situation und Atmosphäre wieder: Die Piazza del Populo in Rom ist von Bäumen und Park umringt - zur Mittagszeit im Sommer sucht man sich dort ein Plätzchen unter riesigen Bäumen. Am Plaza Major in Madrid wandelt man unter kühlen Arkaden die den Platz säumen.

    Der Gendarmenmarkt ist ein von allen Seiten mit Autoverkehr umfahrener Platz.

    Dass der zentrale Platz Baum und Grün frei ist, so wie er ursprünglich angelegt wurde, gefällt mir gut, die äussere Begrenzung hätte ich mir schon grüner gewünscht, zumal schon der Bebelplatz völlig grünfrei ist.

  • Mein Beitrag wurde offenbar nicht abgesendet, daher doppelt sich nun manches.


    Wie schon geschrieben wurde: Auch in durchaus heißen Ländern gibt es solche Plätze und das wohlgemerkt seit Jahrhunderten und Jahrtausenden. Das ist ein wichtiger Teil der DNA unserer Städte und auch heute noch ergänzend zu Parks wichtig, um die Gesellschaft zusammen zu bringen.

    Diese Plätze werden zwar zumindest im Hochsommer und dann speziell zur Mittagszeit tatsächlich wenig attraktiv sein, ansonsten aber wird es dort über weite Teile des Jahres und im Sommer dann ab spätem Abend durchaus Aufenthaltsqualität geben. Dass man das dem leeren, bislang noch sterilen Platz direkt nach der Bauphase noch nicht ansieht, ist ja klar und auch nichts Neues für unser Forum.

    Das wird sich schon noch beleben.


    Für Events während der warmen oder gar wirklich heißen Monate wird man dann vermutlich mit Sonnensegeln, Überdachungen und vielleicht ja tatsächlich auch etwas Grün in Kübeln arbeiten.

    Und zumindest an den Rändern gibt es ja auch einige Bäume. Aber da sehe auch ich noch einiges Optimierungspotenzial.

    Für andere beliebte Events im Laufe des Jahres wie den Weihnachtsmarkt wird man das entsprechend nicht brauchen und froh über die flexible Fläche sowie die gute Infrastruktur sein.


    Eine spannende Frage wird aber bleiben wie man Urbanität und Ökologie besser miteinander vereinbaren kann. Die verlinkte Lösung aus annodazumal wird es mE aber nicht sein. Solche Wiesen passen weder zur intensiven heutigen Nutzung noch zum heutigen Klima und hätten auch gar keinen hohen ökologischen Mehrwert. Denn so eine Wiese müsste man regelmäßig bewässern, wohingegen dadurch kein hochwertiges Biotop und auch kein großer Beitrag zur Frischluftversorgung entsteht. Das Thema Versiegelung bzw Versickerung wurde hier ja auch anders gelöst.

    Sinnvoller fände ich allgemein, wenn man vorhandene Grünflächen aufwertet/klimagerecht ertüchtigt sowie ggf wo möglich und sinnvoll auch ergänzt und ansonsten weiter an Themen wie Dachbegrünung aber auch vertikaler Begrünung arbeitet.

  • Weiß nicht, wieso man son Trara macht. Ja, ich hätte etwas Grün auch schön gefunden, z.B. um den Platz in 3 Teile (Dom🌷Konzerthaus🌷Dom) zu unterteilen. Aber an sich sieht er doch aus, wie davor, also keine Verschlechterung. Ein Park passt eben nicht zum Konzept mit Open Air Konzeten und Weihnachtmarkt. Man könnte ja mobile Kübelpflanzen auftsellen über die wärmeren Jahreszeiten, wie im Lustgarten oder die Schlossparks.

  • ^ Wieso müssen denn dort Konzerte stattfinden? Und Bäume stören einen Weihnachtsmarkt nicht.

    Konzerte finden mal temporär statt, die Betonwüste hingegen hat man das ganze Jahr.

  • Nun, es ist dort mit dem Konzerthaus ein bedeutender Konzertstandort gegeben, daher liegt es nicht so fern auf dem Platz Konzerte zu veranstalten. Das macht dann bei dem Hintergrund und der zentralen Lage schon was her, ähnlich wie in Koblenz am Deutschen Eck.


    Ich finde ja, dass der Gendarmenmarkt ein bisschen ins Abseits geraten ist, der Bär tobt woanders, daher schadet es nicht, hier die ein oder andere Veranstaltung abzuhalten und dafür dann auch die Infrastruktur bereit zu halten.


    Rein optisch finde ich ihn großartig, genau so wie er ist und das ganz ohne Ostalgie, denn die Wirkung kam m.E. erst mit der Wiederherstellung der Platzränder nach der Wende.

  • Der Gendarmenmarkt ist ein von allen Seiten mit Autoverkehr umfahrener Platz.

    Stimmt. Das ist ärgerlich und sollte nicht so sein. Bin sofort dabei, zumindest die Charlotten- und die Markgrafenstraße zu schließen und gestalterisch in den Platz einzubinden. Gerne auch mit Bäumen.

  • Ich denke, dass bei der Planung die Berücksichtigung des Verkehrs, der Anlieferung, des Brandschutzes, der Vermarktung und Medienbedürfnisse, der Marktnutzung und der Nutzung zum Zwecke von Demonstrationen und ähnlichem regelmäßig der Vorrang vor einer begrünten Freifläche gegeben wird (siehe auch insb. Südfläche am Humboldtforum).

  • aber gerade die Südfläche am Humboldtforum die du jetzt als Bsp. nennst, soll jetzt nachträglich mit großem Aufwand begrünt werden....

  • Die Bäume haben eine begrenzte Lebenserwartung und müssen regelmäßig nachgepflanzt werden. Die Kronen sind zu niedrig um drunter zu gehen und der Wert für das Stadtklima gering. Sie erstrecken sich auf der ganzen Nordseite und teilweise auf der Südseite. Damit hat der Platz übrigens durchaus einige Grünflächen. Die Beteiligung weniger Hundert Anwohner, die inzwischen altersbedingt zum Teil nicht mehr dort wohnen, hatte zum Erhalt geführt ...

    Genau die von dir beschriebenen Bäume mit niedrigen Kronen haben mir immer gut gefallen, obwohl ich mit Ostalgie nicht viel am Hut habe. Diese Bäume haben das regelmäßige Bodenraster aufgenommen und in der Begrünung fortgeführt. Diese Regelmäßigkeit in der Begrünung hat dem Platz gut getan. Schließlich ist der Gendarmenmarkt ein repräsentativer Platz und kein Landschaftspark im englischen Stil!


    Leider kann ich diese Bäume auf den Bildern der verlinkten Artikel nicht sehen. In den Artikeln wird zwar viel geschrieben, aber wenig Bildmaterial gezeigt.


    Wie kommst du darauf, dass der Wert für das Stadtklima gering ist? Auch wenn die Bäume als Schattenspender für die Menschen zu niedrig sind, haben sie dennoch einen hohen Wert fürs Stadtklima (Stichwort: Verdunstungskälte). Jedes Grün in der Stadt leistet einen Beitrag fürs Stadtklima.

  • Die Bäume haben eine begrenzte Lebenserwartung und müssen regelmäßig nachgepflanzt werden. Die Kronen sind zu niedrig um drunter zu gehen und der Wert für das Stadtklima gering.

    Woher hast du das mit der begrenzten Lebenserwartung? Das mal einer abstirbt passiert sicherlich, aber für mich sind die vom Alter und damit auch Größe her unterschiedlich.

    Wer es nicht vor Augen googelt einfach "Gendarmenmarkt Bäume"

  • Hab tatsächlich mal kurz recherchiert und Kugelahorn scheint eher nicht der ideale Stadtbaum zu sein:

    - geringere Schattenwirkung als Bäume mit größerer Krone

    - geringere Verdunstung = Kühlung als Bäume mit größeren Blattflächen aber zugleich empfindlicher für Hitzeschäden als andere Arten

    - Krone eignet sich zwar zum Nisten für Vögel hat aber nicht die passenden Strukturen für Insekten, zudem keine passende Futterquelle für Vögel oder aber Bienen und andere Insekten


    Über die Optik kann man sicher geteilter Meinung sein. Ich finde sie jetzt nicht so verkehrt. Aber in der Summe gibt es sicher bessere Stadtbäume und auch am Gendarmenmarkt könnte man da mittelfristig mehr herausholen.


    Übrigens: Da es ja u.a. auch um das Thema Schatten ging. Ganz nebenbei habe ich gelesen, dass es neben den diversen Anschlüssen jetzt auch viele verborgene Verankerungen für Sonnenschirme gibt, sodass diese keine klobigen Standfüße mehr brauchen. Vielleicht sollte man ja wirklich mal abwarten, bis die ersten Veranstaltungen stattfinden. Dann wird man ja live erleben, wie gut die verschiedenen Aspekte gelöst werden. Und ich kann mir gut vorstellen, dass man in der Tat auch für etwas (mobile) Begrünung sorgen wird. Die entsprechende Kritik ist jedenfalls sicher angekommen.

  • ^ Natürlich hat ein kleinerer Baum eine geringere Schattenwirkung und Verdunstung als ein größerer Baum. Das ist eine Binsenweisheit. Eine Rasenfläche ohne Baumbestand führt zu überhaupt keiner Verschattung. Und dennoch hat eine Rasenfläche einen positiven Effekt fürs Stadtklima. Für mich ist das auch gar nicht das große Gesprächsthema, weil es meiner Meinung nach am Gendarmenmarkt vor allem um die Repräsentativität gehen sollte, und erst nachrangig ums Stadtklima. Dieser wunderbare Stadtplatz hat auch eine repräsentative Funktion. Es wäre sehr schade, wenn großkronige Bäume den Blick auf den Deutschen und den Französischen Dom verdecken bzw. beeinträchtigen würden. Es ist ja nicht so, dass Berlin sonderlich gesegnet wäre mit vorzeigbaren Prachtbauten. Die wenigen Gebäude dieser Kategorie, die es in Berlin gibt, sollten weder durch Bauplanen noch durch großkronige Bäume verdeckt werden.

  • ... Die wenigen Gebäude dieser Kategorie, die es in Berlin gibt, sollten weder durch Bauplanen noch durch großkronige Bäume verdeckt werden.

    ... da muss ich Dich leider enttäuschen, werter Architektur-Fan .


    Laut diesem Artikel auf SPON und der Umweltverwaltung Berlin:

    https://www.spiegel.de/panoram…42-4b4f-9760-ad0a28a3452d


    .... wurden am Rand des Gendarmenmarktes bereits japanische Bäume gepflanzt, die eine Krone von bis zu 18 Metern Durchmesser im ausgewachsenen Zustand erreichen werden. Und sie sollen sehr hitzeresistent sein.

  • ^ Natürlich hat ein kleinerer Baum eine geringere Schattenwirkung und Verdunstung als ein größerer Baum. Das ist eine Binsenweisheit. Es wäre sehr schade, wenn großkronige Bäume den Blick auf den Deutschen und den Französischen Dom verdecken bzw. beeinträchtigen würden

    Es ist aber ebenso eine Binsenweisheit, dass größere Bäume ihre Krone oft in entsprechend größerer Höhe ausbilden. Daher wird man die Gebäude dann oft trotzdem noch ähnlich gut sehen können (von Mitte Herbst bis Mitte Frühling ohnehin). Wie nun mehrfach geschrieben: Vielleicht sollte man auch dieser Freifläche einfach mal etwas Zeit geben.


    Und zumindest ich bin sehr froh, dass man dort keine Rasenfläche ohne Bäume angelegt hat. DAS ist nämlich auch noch so eine offene Baustelle für die Zukunft, gerade wenn es immer heißer und ggf. auch trockener werden sollte. Im Grunde sollte Rasen (besser Wildwiese) aber auch ohne Klimawandel idealerweise immer im Verbund mit vertikaler Bepflanzung wie Bäumen und Sträuchern angelegt werden. Das reduziert die Verdunstung/ das Vertrocknen, reduziert also den Bedarf an künstlicher Bewässerung und verbessert zudem auch sonst deutlich den ökologischen Mehrwert.

  • … ergänzend zu meinem vorherigen Beitrag möchte ich noch anmerken, daß man vielleicht wirklich abwarten sollte, wie sich das Ensemble entwickelt. Bäume und Gärten brauchen Zeit um sich zu entfalten. Und am Rand finde ich große Bäume angemessen.

    Vielleicht, und ich habe einige Zeit gebraucht, um das zu erkennen, ist es eher dieses recht dominant und für meinen Geschmack zu grobe Raster, das hier den Maßstab vorgibt, das irritiert. Meiner Erinnerung nach war es vor der Neuverlegung keineswegs so dominant wie jetzt. Ich hatte es schon einmal geschrieben, wahrscheinlich wäre ein stinknormales Berliner Pflaster in Fischschuppendesign, dieses mit den Bögen, Ihr wisst schon, die bessere Wahl gewesen. Einfarbig anthrazit- farben, wäre es nicht in Konkurrenz zu den historischen Gebäuden getreten, die sich jetzt ein wenig wie auf einem Schachbrett ausmachen.