Bauprojekte bei RB Leipzig + Neugestaltung Stadionumfeld

  • Wenn man das ganze Marketing-blabla ausblendet bekommt man in diesem Video einen Eindruck von den Veränderungen im Lichtkonzept des Stadions

    Dazu ein paar Bilder...



    ...eigentlich wollte ich nur kurz das neue "innovative Entertainment-Beleuchtungskonzept" der Baracke am Eingang im Bild festhalten,

    aber dann ergab sich die Gelegenheit zu einem kleinen Stadionrundgang:



















    Das alte Lichtkonzept:



    Hat man das Stadion nicht umbenannt??:lach:

    Wozu denn das...? Es handelt sich um ein Stadion... es liegt 7min vom Hbf und der "Altstadt" entfernt...

    also ziemlich zentral... oder nicht?

  • ^ Starke Performance Rundling! Das alte Lichtkonzept hatte ja irgendwie auch was...

    Vom PSG-Spiel hat ein bekannter Youtube-Vlogger (kannte den nicht, bin damit also offiziell alt) s/eine Stadiontour ins Netz gestellt bei der man ebenfalls einen ersten Eindruck bekommt.

    Ab Minute 03:02 gehts los:

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  • Ich habe gestern das Super-Cup Finale "RB gegen Bayern" im TV gesehen und dabei ist mir aufgefallen, wie (optisch) unglaublich weit weg die Zuschauerränge vom Spielfeldrand weg sind. Darüber hinaus auch noch begrenzt durch eine extrem hohe Mauer. Bei einigen Kamera-Einstellungen bekam man den Eindruck, das Spiel findet in einem Beton-Raum ohne Zuschauer statt. Warum hat man bei den aufwändigen Umbau-Maßnahmen der RB-Arena die Ränge nicht weiter ans Spielfeld herangezogen? Genug Platz wäre (auch unter Einhaltung der Sicherheitsbestimmungen) mit Sicherheit da. Ich finde es jedenfalls schade, weil sich die Atmosphäre der Ränge so nicht wirklich aufs Spielfeld überträgt...

  • ^ Ich habe mal gelesen, dass das von der Statik her schwierig ist und damit teuer. Grundsätzlich hast du absolut Recht. Für mich das einzige wirkliche Manko von einem ansonsten sehr gelungenen Stadion.


    Bei dem Video zur Spielerpräsentation bekommt man einen guten Eindruck vom Umbau insgesamt:

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    Überflüssiges Vollzitat des Vorposts gelöscht.

  • Das mit der Statik halte ich eher für vorgeschoben. In der Fanszene ist die Erweiterung Richtung Spielfeld quasi Dauerthema und wird von einer breiten Mehrheit begrüßt. Es gibt ja auch gute Gründe dafür, der ästhetische benefit ist nur einer davon. Für die erste Ausbaustufe, die nun zu Ende geht, hatte der Verein wohl darüber nachgedacht aber sich dann dagegen entschieden. Begründet wurde das zum einen mit einem schlechten Kosten-Nutzen-Faktor – es würde für relativ wenig neue Plätze (m.W. irgendwas um die 5000) der Aufwand zu hoch sein bzw. wolle man erst abwarten wie sich die Zuschauerzahlen künftig entwickeln. Zum zweiten müssten beim Herunterziehen der Ränge Netze vor den Fanblöcken installiert werden. Darüber hinaus könnten die Ränge eh nicht bis ganz ans Spielfeld gezogen werden. In der ganzen Diskussion geht es allerdings immer nur um optische Dinge oder um eine bessere Stimmung. Alles gut und schön – das hässliche kitschig-bunte Banner vor der noch hässlicheren Betonwand ist in der Tat ziemlich abtörnend und englisches Stadionfeeling kommt so auch nicht auf. Ein wichtiger Punkt wird dabei aber immer vergessen und sollte auch von den Fans viel öfter an den Verein herangetragen werden und zwar das Thema Sicherheit. Nicht nur einmal kam es bisher zu Stürzen über die Brüstung. Bis dato gab es zum Glück nur Knochenbrüche und dergleichen aber irgendwann kommt eine_r so blöd unten auf das da noch schlimmeres passieren kann. Zweiter Sicherheitspunkt betrifft die Evakuierung in den Innenraum bei Gefahrenlage. Bei dieser hohen Wand sähe das im Ernstfall fast so aus wie bei World War Z wo die Zombies über die Mauer in Jerusalem fallen. Für mich ist das Ding daher auch ein Sicherheitsmanko und wird m.M.n. irgendwann sowieso wegfallen auch weil die Zuschauerzahlen weiter steigen werden.


    Btw.: Bei der Festwiese scheint es mit den Arbeiten zur Durchwegung loszugehen.

  • ^ Bzgl. Sicherheit und Brüstung:


    Das ist allerdings auch nur ein vorgeschobenes Argument. Es gibt Bauvorschriften zu Höhen von Brüstungen und Geländern sowie zu Flucht- und Rettungswegen. Also wer da bewusst runter springt, dem ist nicht zu helfen. Auf Brücken könnte ich auch über das Geländer klettern und runter springen, da würde auch keiner auf die Idee kommen diese abzubauen. Und bei einer Gefahrenlage will keiner in den Innenraum, da wollen eher alle weg in die andere Richtung.


    Unnötiges Zitat des Vorposts gelöscht.

    Einmal editiert, zuletzt von TLpz_ ()

  • ^^ Außer dieser Fan hier ist keiner der bisher Verunglückten freiwillig da runter gekracht. Und selbst der hat sich den Fuß gebrochen obwohl er sich runterhangeln wollte. Mir fällt auch ehrlich gesagt kein Stadion in Dtl. ein, dass so eine hohe Mauer im Innenraum hat. Es gab mal vom MDR bei der Sendung Echt eine Folge über die Sicherheit im Zentralstadion bei dem ein Offizieller von der Feuerwehr die Höhe bemängelt hat da man die Ränge darüber nicht leeren kann. Es könnte natürlich auch sein, dass der Verein die Mauer dauerhaft erhalten und die Werbeplane irgendwann durch eine zweite elektronische Bande ersetzen will um noch mehr Einnahmen zu generieren (ist ja in vielen Stadien inzwischen Usus).

  • Die hohe Bande in ihrer Aktuellen Form mit den übergroßen Bullen und Spielern ist über die Jahre schon zu einem Art Wahrzeichen für die Red Bull Arena geworden, zumindest sieht es ungewohnt aus, wenn in der CL oder im DFB Pokal alles abgehangen wird. Die Idee mit der Digitalisierung der Fläche ist allerdings auch gut möglich - natürlich für Werbung. Grundlegend könnten große umlaufende Videowände (Beispiel Mercedes Benz Stadium Atlanta, SoFi Stadium Inglewood) auch einen gewissen Hub im "Event-Charakter" im Fußball verleihen - aber sowas "aufregendes" scheitert am Ende wohl sowieso am DFB / DFL. Wenn selbst Bilder des VAR im Stadion zu aufregend für die alten Herren ist.


    Derzeit kann ich mir nicht vorstellen, dass neue Sitzplätze hinzugefügt werden. Gegen Köln bei bestem Fußballwetter wurde durch Seiten wie RB-Fans selbst samstags noch massiv die Werbetrommel gerührt, weil noch Tickets verfügbar waren - ab 16 Euro für Vollzahler.

  • Die immer wiederkehrende Diskussion ändert sich nicht, auch wenn sie noch Jahre dauert. Wenn die Bande mit Rängen verbaut werden soll, dann müssten jegliche Sicherheitskonzepte neu geplant werden. Es bräuchte Zäune und Plexiglaswände im Gäste- sowie Fanblockbereich. Sehr hohe Netze hinter den Toren. Außerdem müsste die Erreichbarkeit des Innenraums dennoch gewährleistet werden. Die Rechnung geht sicher schwierig auf mit ein paar wenigen Reihen an Erweiterung. Da sehe ich in weiter Zukunft eher noch den Oberrang über B und D als realistische Erschließung bzw. Erweiterung an.


    Gegenwärtig ist die Ausstattung in der Technik und Infrastruktur aber auch als Vereinsstadion eher das primäre Kriterium. Was sich ja nun langsam verdeutlicht. Nicht zuletzt mit der kompletten Ausstattung mit roten Sitzen, Merch, Hospitality, etc. pp.



    PS: im Ursprungsland des Fussballs (ja sorry an alle Italiener welche das jetzt lesen), im Vereinigten Königreich, sind so sehr große Stadien bei Vereinen übrigens nicht typisch. Die großen reichen da selten über eine Kapazität von 60.000 hinaus. Das hat auch viel mit der hochwertigen Ausstattung mit welchen nicht nur generell höher Eintrittspreise generiert werden sondern auch dem Business-Faktor durch Logen, Skyboxen, Hospitality etc. Überall in den Bereichen hat RB alles auf den neuesten Stand gebracht. Die geplante zweite Bauphase beim Stadion hat ja immer noch die Kapazitätenerweiterung auf 57.000 Plätze geplant. Wird aber erstmal nicht umgesetzt.

    Des Weiteren wird nun bald das Hauptgebäude aus DDR-Zeiten wohl komplett an RB übergehen und dann dementsprechend umgebaut.




    ^ ein Spiel mit rund 90% Auslastung in der Hauptferienzeit und gegen Köln (welche ihr Kontingent nicht ausgeschöpft haben), ist sicher kein Kriterium für spätere strategische Verwirklichungen. Ich habe schon in Tottenham und bei Arsenal sowie in New York für die NBA, kurzfristige Schnäpper gemacht. Das hat über eine komplette Saison und dem Yield für 17 Heimspiele Bundesliga plus UEFA-Wettbewerbe nix zu sagen.

    4 Mal editiert, zuletzt von hedges ()

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    Quelle: SHA ARCHITEKTEN

    Weitere Infos gibt es hier: https://sportbild.bild.de/bund…trale-79486332.sport.html

    Ein sehr gutes Beispiel für eine Vogel-feindliche Architektur. Große Glasfassaden, in denen sich gegenüberliegende Bäume spiegeln, sind eine Todesfalle für geschätzte 18 Millionen Vögel in Deutschland. Die Pflanzenwände, die offenbar im Inneren vorgesehen sind, wären an der Fassade besser angebracht, aus praktischen Gründen, aber auch, um dieses Hochregal in Hausgröße ein wenig freundlicher zu gestalten.

  • ^sehr richtig. Und dann passiert, was passieren muss: Tote Vögel vor dem Bau, Anwohner/Passanten beschweren sich, der Tierschutz wird hinzugezogen und am Ende sehen die Glasfassaden nach hilflosen Versuchen mit kleinen Klebestreifen und geklebten Vögeln aus wie jene an der Glasverbindung am Neubau Max-Liebermann-Str./Ecke Bremer Straße: Mit Milchglasfolie vollständig abgeklebt.
    Ich verstehe nicht, warum Architekten so etwas nicht lernen/wissen respektive warum die Behörden so etwas final genehmigen.
    Ansonsten finde ich das Ding gar nicht so übel, die Idee von meinem "Vorredner" mit den bepflanzten Fassaden finde ich auch sehr gut und würde dem Gebäude sehr gut stehen.