Leipzig: Ring-Messehaus und Entwicklung nördliches Zentrum

  • Gelegentlich wird von Besuchern bemängelt, dass im DAF "kein gutes Bildmaterial" zu finden sei...

    Den Kollegen aus dem APH solltest Du nicht ernst nehmen. Der kann nur googlen und verlinken. Eigene Fotos hat der noch nie gezeigt. Typischer Kritiker...

  • Bonava macht sich langsam nackig. Die wertvollen graumellierten Platten sind nun verschwunden.:/


  • ^ sieben Geschosse auf einer Höhe in welcher der Gründerzeitler nebenan 5 Geschosse unterbringt. Diverse kleine Wohnungsgrundrisse pro Etage anstatt halb- und ganz Etagenwohnungen wie beim Gründerzeitler nebenan. Dadurch entstehen dann auch Erker mit doch recht merkwürdigen und völlig untypischen kleineren Seitenfenstern. Da man ja ansonsten kaum noch Fassadenfläche hat. Bei den ganzen Wohnungsschnitten und gedrungenen Etage um alles erdenkliche dort aus der Fläche rauszuholen.


    Weder Bauherr*inn noch Architekt*innen haben hier einen Beitrag zum Stadtbild geleistet. Keine Idee mit so einem Raum in einer engeren Straße samt Tramschienen umzugehen. Keine gestalterischen Mittel angewendet welche die Merkmale der gebliebenen Gebäude auf der "Grenzstraße" zwischen Waldstraßenviertel und Nordvorstadt aufgreifen. Hier hat man einfach nur "Fläche gekloppt". Erbarmt wurde sich nur mit angedeutetem Fassadenraster und einer stimmenden Farbgebung.

  • Ich kann hedges nur zustimmen, aber so ist es wenn genug Geld am Markt ist. Das sind alles Leute die es übrig haben.

    Die Preise liegen zwischen 4.781 bis 7.185 € / qm. Das ist schon ein starkes Stück und dann noch innenliegende Bäder und eine EPS gedämmte Fassade.

    Das kann und wird sich für die Eigentümer nie rechnen.


    Wir können nur hoffen, dass die Politik langsam begreift, dass Baugenossenschaften und Wohnungsgenossenschaften mehr Geld zum Bauen bekommen um diesem Wahnsinn gegenzusteuern.

  • Waren das noch Zeiten, als der Wohnungsleerstand in Leipzig noch annähernd 20 Prozent betrug. unsanierte Altbauten dem Untergang geweiht waren und wir davon sprachen, dass in der lauten Pfaffendorfer Straße die nächsten 1000 Jahre niemand mehr freiwillig hinziehen wird. 12 Jahre später haben wir Bonava in der Pfaffendorfer und ich habe gerade nochmal geguckt: Eine 142 Quadratmeter große Wohnung kostet tatsächlich über 1 Mio Euro - und die ist verkauft worden. Einfach irre!


    Zitat von hedges


    Dadurch entstehen dann auch Erker mit doch recht merkwürdigen und völlig untypischen kleineren Seitenfenstern.


    Hier weicht man von der Visualisierung ab, warum auch immer. Auf dem noch nicht sehr aussagekräftigen Bild von LEonidas sieht es erstmal nach einer Verschlechterung aus. Ansonsten will ich den Neubau nicht ganz so verreißen wie meine beiden Vorredner. Dafür, dass wirklich brachial viel (Rendite-)Fläche optimiert wurde, wirkt die Fassade recht gut gestaltet und proportioniert.

  • ^Man darf auch nicht vergessen, dass sich dieses Projekt in einem Abschnitt der Pfaffendorfer Str. befindet, der relativ eng und dunkel ist, und durch den Auto- und Straßenbahnlärm auch sehr laut. Daher finde ich dieses Projekt für diesen Standort mehr als angemessen. Und die Fassadengestaltung ist bei Meilen besser als das, was z.B. im Waldstraßenviertel so verbrochen wird (ich sage nur Fregestraße & Co.).


    ^^^Was die Geschosshöhe angeht finde ich es gut, dass im Zentrum hochgradig verdichtet gebaut wird - in diesem Fall 63 Wohnungen auf engstem Raum. Und solange ich nicht darin wohnen muss ist ja alles schick - wer München-Preise auch in Leipzig zahlen wer dem wünsche ich viel Glück.

  • Die gute Nachricht ist, dass sich wahrscheinlich niemand auf den Millionär-Balkons verlaufen wird, da diese sehr überschaubar gestaltet sind - sehr praktisch, wie ich finde:

    iojggt2g.jpg Bild: meins, für‘s Volk


    Plus: wem einsam werden sollte, dem kucken wahrscheinlich bald die Bewohner dieses im Bau befindlichen Nachbargebäudes in der Lortzingstraße regelmäßig auf den Teller - vice versa sicherlich. 😁

  • Weitere Bilder:








    Der Altbau direkt neben dem gegenüberliegenden Apartment-Bunker (wohl die Nr. 10) ist übrigens eingerüstet,

    ganz im Hintergrund die Ecke zur Emil-Fuchs-Straße:



    Den Kollegen aus dem APH solltest Du nicht ernst nehmen.

    Ach, ein bisschen Spaß muss sein... :saint:

  • ^Faszinierend, diese unterschiedlichen Grauschattierungen! 😉

    Ich bin vor ein paar Tagen auch an dem Gebäude vorbeigekommen, und das erste was mir aufgefallen ist war das doch recht billig aussehende Blech für das Dach und die Regenrinnen. Das mindert den Gesamteindruck nochmal deutlich, zumal ja hier viele hochpreisige Wohnungen entstehen und die ein oder andere Mark für ordentliche Materialien eigentlich drin sein sollten.

    Ich warte aber mit meinem Gesamturteil erst mal ab und hebe mir aber meine Entrüstung auf, bis das Gebäude in allen Grautönen vollständig entrüstet ist.

  • Momentan wird bekanntlich die Pfaffendorfer Straße 12 saniert. Das Nachbarhaus in der Humboldtstraße wurde dabei miteingerüstet. Ob man hier auch saniert entzieht sich allerdings meiner Kenntnis.

    Es handelt sich um dieses Gebäude:

    humboldtstr.12ywj9m.jpg

    Eigenes Bild

  • Ich habe gerade nochmal im Buch "Über den Dächern von Leipzig" Luftaufnahmen aus den 1920er Jahren angesehen. Demnach war das Gebäude auch dann nicht höher, wird also jetzt ggf. zum ersten Mal über sich hinauswachsen.

  • ^ Das niedrigere Zwischengebäude ist lt. Denkmalliste ein Anbau mit Tordurchfahrt, der zum benachbarten Eckhaus Pfaffendorfer Str. 12 gehört, das sich in der Sanierung befindet. Somit steht es ebenso unter Denkmalschutz, was eine Aufstockung im Prinzip verbietet.

  • ^Der kleine Kerl ist inzwischen auf seine mehr als doppelte Größe angewachsen und macht seinen Nachbarn in der Höhe Konkurrenz. Die hiesige Bauwirtschaft hat ihn mit großen gesprossten Fenstern geklont: