Baugeschehen: Zentrum

  • Die Freie Presse berichtete am 12.07. über die möglichen Pläne, das Gesundheitsamt aus dem Gebäude Am Rathaus in einen Neubau zu überführen (https://www.freiepresse.de/che…r-denkbar-artikel11597697). Aus meiner Sicht eine gute Idee, bietet doch ein Rückbau des aktuellen Gesundheitsamtes gute Möglichkeiten für eine Quartiersentwicklung im Bereich An der alten Post. Hier würde sich die Möglichkeit bieten, die beiden Ecken zu schließen und direkt an die alte Post anzubauen. Durch eine qualitätsvolle Architektur mit hohem Wohnanteil und Gastronomie und Gewerbe im Erdgeschoss könnte der recht schöne aber komplett tote Platz nachhaltig belebt werden. Für einen Neubau gibt es außerhalb des Zentrums zahlreiche Flächen. Gut gefallen würde mir die Ecke Theaterstraße/Hartmannstraße. Gemeinsam mit einer Wohnnutzung in Richtung der Schmidt-Bank-Passage sowie Gewerbe im Erdgeschoss würde hier auch eine sehr deutliche Lücke am Ring geschlossen werden.

  • Das sind nur sehr wilde Ideen mit dem Neubau, ich würde das nahezu ausschließen. Im Vergleich mit einer Verlängerung des Mietvertrages am jetzigen Standort kann das eigentlich nicht wirtschaftlicher sein (was ich allerdings beim Technischen Rathaus auch gedacht habe). Eher wäre ein Umzug in ein anderes Mietobjekt wahrscheinlich. Von städtebaulichen Träumen am jetzigen Standort würde ich noch mehr Abstand nehmen, es gäbe dann erst mal nur ein leerstehendes Bestandsgebäude - auch da wäre eine Neuvermietung höchstwahrscheinlich wirtschaftlicher als Abriss und Neubau, an die sich auch nur eine Mietersuche anschließen würde.


    Mein Tipp: Man wird sich irgendwie einigen und bleiben, wo man ist.

  • ... es kann doch ins alte eins-Gebäude Augustusburger Straße gezogen werden. Dann entsteht ein Ämtercampus, was Synergien bringen kann, das Gebäude wird wieder genutzt und das alte Gesundheitsamt kann umgenutzt werden. Vielleicht baut man Wohnungen rein oder endlich ein Hostel in Bestlage... oder Teilabriss und Vergrößerung des Platzes an der Alten Post...

  • In den Kunstsammlungen kann man sich bis zum 31. Oktober zwölf Entwürfe von Architekturstudenten der TU Dresden für einen Erweiterungsbau für eben jene Institution ansehen. Einer der Entwürfe ist im Freie-Presse-Beitrag zu sehen (trotz Bezahlschranke). Und ich rede mal nicht um den heißen Brei herum, auch wenn ich damit die Niveauerwartungen hier im Forum deutlich unterschreiten dürfte: Ich kann solchen Müll nicht mehr sehen.

  • Ich finde den Entwurf auch nicht so toll... Wenn ich das Bild im Freie-Presse-Artikel richtig deute, ist die Stelle für den Neubau der kleine Plattenbau an der Käthe-Kollwitz-Straße. Hier hoffe ich ja eher auf eine ganzheitliche Weiterentwicklung und Verdichtung der Fläche und nicht auf einen einzelnen Solitär, wie im Bild zu sehen. Ein Solitär wäre auf der kleinen Grünfläche zwischen Oper und Kirche denkbar, dort wo die Tiefgaragen-Einfahrt liegt. Ich hoffe, dass hier Stadt und Freistaat nochmal die Bebauung des gesamten Areals hinter der Parteisäge überdenken und nicht - wie in den bisherigen Planungen zu sehen - auf eine Aneinanderreihung von Solitären setzen. Das wäre diesem innerstädtischen Quartier mit seiner wichtigen Gelenkfunktion zwischen Innenstadt und Brühl gegenüber nicht gerecht.

  • Das neue Eins-Gebäude sowie das neue Super 8-Hotel wurden diese Woche fertiggestellt:


    Hotel

    https://www.radiochemnitz.de/b…in-der-innenstadt-702190/

    https://www.sachsen-fernsehen.…feiert-eroeffnung-982301/

    -> architektonisch finde ich das Hotel-Gebäude ok, auch wenn es ein paar Verbesserungsmöglichkeiten gäbe

    -> Kritikpunkte sind z.B. der Dachübergang zum Schocken

    -> das Gebäude ist zum Platz hin ohne direkte Zugänge! und wirkt deswegen "verschlossen" wie man es von der Galerie Roter Turm kennt

    -> so wird es mit weiterer Innenstadtbelebung schwierig

    -> ein Hotel-Restaurant/Cafe scheint es im Erdgeschoss zu geben, dessen Einrichtung für mich zumindest gewöhnungsbedürftig ist

    -> nett wäre vielleicht noch ein Zugang für die Öffentlichkeit vom Stephan-Heym-Platz aus in das Restaurant/Cafe sowie ein kleiner Außengastronomiebereich vor dem Haus auf dem Platz

    -> bisher leider so gut wie keine Begrünung vor dem Gebäude auf dem Stephan-Heym-Platz (sowie im gesamten Innenhof dieses Karrees wozu eben auch der Eins-Neubau, das Freie Presse-Haus, Archäologiemuseum usw. gehören)



    Eins-Zentrale

    Die neue Eins-Zentrale wurde ebenso "symbolisch" übergeben. Neben dem Kundenzentrum sollen im Erdgeschoss wohl auch zwei kleinere Einzelhandelsflächen mit insgesamt rund 300 Quadratmetern im Erdgeschoss vermietet werden.

    - Ab November beginnen die Umzüge der Eins-Mitarbeiter*innen ins neue Haus

    - 450 moderne Arbeitsplätze stehen zur Verfügung

    - Sechs Etagen sowie zehn Parkebenen sind auf 13.500 Quadratmetern Fläche entstanden

    - für Mitarbeitende und Gäste gibt es insgesamt 350 PKW-Stellplätze in der Tiefgarage sowie einem Parkhaus im Innenhof


    Video Baudokumentation:

    Externer Inhalt www.youtube.com
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    Video-Beitrag Sachsen-Fernsehen https://www.sachsen-fernsehen.…emnitz-uebergeben-981479/


    Kritik am Chemnitzer Eins-Neubau: abgeschottet und zu wenig Lokale (mit Bezahlschranke)

    https://www.freiepresse.de/che…ig-lokale-artikel11769340


    https://www.fay.de/de/?sev_pro…d-geschaeftshaus-chemnitz

    https://www.immobilienmanager.…ue-eins-zentrale-22012021

    3 Mal editiert, zuletzt von waldkauz ()

  • Die Kritik daran, dass eine Firmenzentrale nach außen abgeschottet ist, ist ziemlich albern. Es handelt sich dabei um eine völlig andere Nutzung als bei der Galeria Roter Turm. Wer an dieser Stelle ernsthaft weitere Ladenlokale fordert, hat die Entwicklung im (sterbenden) Einzelhandel verschlafen und keine Ahnung von der Mikrolage, die Geschäfte an dieser Stelle von vornherein aussichtslos macht. Die beiden Ladenlokale konnten bisher übrigens nicht vermietet werden, "in ein paar Wochen" könne man laut EinS vielleicht mehr sagen.

  • Sehe ich nicht ganz so. Die Gebäudefront entlang der Bahnhofstraße ist auf knapp 100 m komplett zu, außer Schaufenstern und einem kleinen Seiteneingang (oder Notausgang?) nichts was großartig zur Belebung beitragen könnte. Mitten in der City, nebenan Bahnhaltestellen und auch gleich die Zenti. Für ein paar Geschäfte im Erdgeschoss wäre die Lage vielleicht schon interessant.

  • Ich bin da einer ähnlichen Meinung: auch wenn die Gewerbeflächen vielleicht aufgrund des Wandels im Einzelhandel aktuell nicht vermietbar sind, finde ich, dass EINS-Energie als Konzern auch eine gewisse Verantwortung an dieser zentralen Stelle trägt. Auch gerade im Hinblick auf das Kulturhauptstadtjahr kann ich mir hier eine kreative bzw. künstlerische Nutzung sehr gut vorstellen. Egal welche Nutzung dort Platz findet - es wird den Teil der Innenstadt beleben und das sollte Ziel aller städtischer Akteure sein. Wirtschaftliche Interessen (Miete) sollten dabei nicht an erster Stelle stehen.

  • Und ich dachte wirklich mal, dass die ganze Neubebauung der Innenstadt einzig dem Zweck dient diese zu beleben. Und somit eben genau die Erdgeschossbereiche ihre Ladengeschäfte erhalten müssten, weil eben ohne diese eine angestrebte Belebung kaum funktionieren kann. :keineahn:


    In der Innenstadt gibt es bereits mehrere große Gebäude, die "für sich" in der Stadt stehen: Sie wirken recht abweisend und verschlossen, weil es über lange Strecken keine Geschäfte oder Zugänge im Erdgeschoss gibt: nicht nur die riesige Galerie Roter Turm, sondern auch das Peek & Cloppenburg-Gebäude direkt neben dem Rathaus ist so ein Beispiel, teilweise auch der Bau der Galeria Kaufhof. Ob die Stadt aus solch offensichtlichen Fehlern mal lernt und nicht sogar noch extra jedesmal wiederholt..?

  • Tag24 berichtete letzte Woche nochmal über den Beitrag Studierender der TU Dresden zur Erweiterung der Kunstsammlungen zwischen Parteifalte und dem König-Albert-Museum: https://www.tag24.de/chemnitz/…itzer-parteisaege-2162415


    Hat sich zufällig jemand die Ausstellung der Entwürfe angeschaut? Ich bin leider nicht mehr rechtzeitig in Chemnitz. Interessiere würde es mich aber sehr ;)


    Im Artikel steht nochmals, dass es sich um Gedankenspiele handelt und hier seitens der Stadt noch keine Planungen erfolgen. Die Depots der Kunstsammlungen sind aber voll, eine Erweiterung - laut Bußmann - wäre notwendig. Einen Erweiterungsbau, der sich in ein größeres städtebauliches Konzept auf dieser Brachflächen einfügt, würde ich ausdrücklich begrüßen. Gerade auch im Hinblick auf die Frage, was nach der Kulturhauptstadt 2025 bleibt.

  • Tag24 berichtete letzte Woche nochmal über den Beitrag Studierender der TU Dresden zur Erweiterung der Kunstsammlungen zwischen Parteifalte und dem König-Albert-Museum: https://www.tag24.de/chemnitz/…itzer-parteisaege-2162415


    Hat sich zufällig jemand die Ausstellung der Entwürfe angeschaut? Ich bin leider nicht mehr rechtzeitig in Chemnitz. Interessiere würde es mich aber sehr ;)


    Im Artikel steht nochmals, dass es sich um Gedankenspiele handelt und hier seitens der Stadt noch keine Planungen erfolgen. Die Depots der Kunstsammlungen sind aber voll, eine Erweiterung - laut Bußmann - wäre notwendig. Einen Erweiterungsbau, der sich in ein größeres städtebauliches Konzept auf dieser Brachflächen einfügt, würde ich ausdrücklich begrüßen. Gerade auch im Hinblick auf die Frage, was nach der Kulturhauptstadt 2025 bleibt.

    Beitrag und Galerie nochmal bearbeitet:


    https://de.share-your-photo.com/2de08f148f/album


    Leider etwas bescheidene Bildqualität und keine Gewähr für hundertprozentig korrekte Sortierung der Bilder. Welche Bilder zu einem Entwurf gehören, sieht man am Bildtitel welches dann jeweils mit der gleichen Zahl für den jeweiligen Entwurf gekennzeichnet ist.


    Am besten gefällt mir dieser Entwurf:

    c5cf02a322_album.jpg


    Architektonisch für mich durchaus interessant, es ist auch ein Park mit vorgesehen. Nicht so gut finde ich die Positionierung des Baus hinter der Parteisäge (am Durchgang), der eine Verbindung zwischen Innenstadt und Brühl versperrt. Wobei der eigentliche "Kernbau" für den Erweiterungsbau der Kunstsammlungen durchaus passen würde, um so eine interessante Achse zwischen Innenstadt und Brühl / Theaterplatz schaffen zu können.

    7 Mal editiert, zuletzt von waldkauz ()

  • Die Bazillenröhre, die das Zentrum der Stadt mit dem Sonneberg verbindet, ist nach der Sanierung nun eröffnet worden. Das Ergebnis enttäuscht mich leider. Hier (https://www.freiepresse.de/che…der-offen-artikel11806795) findet man ein Bild des sanierten Fußgängertunnels.


    Meiner Meinung nach hätte man das Kunstprojekt Aorta (https://www.baunetz.de/meldung…tlichen_Raum_7360986.html) der Gegenwarten 2019 hier als Dauerzustand belassen können.

  • Oh, das sehe ich aber anders. Den Tunnel hätte man nicht freundlicher gestalten können. Das indirekt strahlende Licht, das hell geschlämmte Ziegelgewölbe und die steinsichtigen Sandsteinwände finde ich ziemlich gut gemacht. Da hätte die dunkle rot leuchtende Röhre schon ein ganz anderes Gefühl ausgelöst.
    Ich hoffe, dass die Röhre jetzt für Auge und Nase in dem Zustand bleibt oder zumindest immer wieder in diesen Zustand gebracht wird.

  • Danke für die vielen Bilder, Waldkauz. Spannende Ergebnisse. Dennoch bin ich von den Entwürfen nicht wirklich überzeugt. Wir befinden uns hier im Zentrum der Innenstadt - warum plant man derart raumverschwendend und niedrig? Gerade in Kombination mit den Plänen von Speer kann und muss hier ein dichtes innerstädtisches Quartier mit einer Mischung an unterschiedlichen Nutzungen entstehen. Ich begrüße die Erweiterung der Kunstsammlungen ausdrücklich - und finde hier auch einen Solitär die richtige Form. Eine Aneinanderreihung von Solitären kann aber nicht die Lösung sein.


    1. "Kunst und Kulturquartier Chemnitz" (die ersten Bilder in deiner Galerie)

    Den Neubau der Kunstsammlungen empfinde ich von der Kubatur her als recht angenehm, den Entwurf aber eher langweilig. Gut gefällt mir der kleine Platz der zwischen der Erweiterung der Kunstsammlungen und den Neubauten hinter der Parteifalte entsteht. Als unnötig empfinde ich die Grünfläche zwischen den Neubauten und der Parteifalte - diese wird die meiste Zeit des Tages im Schatten liegen und wohl eher weniger stark frequentiert. In der Umgebung gibt es zahlreiche schönere Grünflächen. Zudem sind mir die Neubauten hier der Parteifalte zu offen und zu niedrig.


    2. "Ein Zentrum für die Gegenwarten"

    Kubatur und Entwurf des Erweiterungsbaus gefällt mir sehr gut. Die städtebauliche Figur ähnelt der der vorherigen Planung. Als großen Nachteil empfinde ich die L-förmigen Gebäuderiegel westlich des Erweiterungsbaus in Richtung Heck-art. Diese verstellen hier eine sinnvolle Weiterentwicklung der Plattenbauzeilen, die laut Speer-Plänen langfristig zur Dispossition stehen. Neubauten dort würden den Status Quo dauerhaft zementieren. Das kann nicht gewollt sein. Immerhin sind die Neubauten aber schon etwas höher, wie in der vorherigen Planung.


    3. "Museumsquartier im Park"

    Die städtebauliche Figur gefällt mir sehr gut. Die Öffnung des Parks in Richtung Mühlenstraße mag ich - vor allem weil der Park fest umgrenzt ist. Man hat den Entwurf hier von dieser Seite aus kommend geplant, mit Kopfbau zum Park hin. Die flankierenden Gebäude machen von Höhe und Dichte für mich auch Sinn. Etwas zusammenhangslos steht das Heck-art einer dem westlichen Neubauriegel. Hier wäre eventuell noch eine bessere Integration des Gebäudes notwendig. Den Entwurf zum Erweiterungsbau selbst finde ich recht postmodern und etwas aus der Zeit gefallen. Ansonsten aber auch mein Favorit.


    4. "Kulturinsel Chemnitz"

    Mit der Kulturinsel kann ich recht wenig anfangen: Zwar gefällt mit der Entwurf für den Erweiterungsbau, ansonsten lassen die einzelnen Quadrate aber jegliche Auseinandersetzung mit dem Ort vermissen. Für eine Stadtrand-Lage voll ok, für das Zentrum einer 245.000-Einwohner Stadt aber aus meiner Sicht vollkommen ungeeignet.


    5. "Grüner Kulturcampus"

    Für mich eine Vollkatastrophe. Hier spare ich mir jegliche Worte...


    6. "Zirkulation"

    Der Entwurf für den Erweiterungsbau gefällt mir persönlich überhaupt nicht - er versprüht einen sehr spröden 80er-Jahre Charme ohne Spannung oder Eleganz. Alleine schon die Fensterformate auf dem Rendering treiben mir die Tränen in die Augen. Die städtebauliche Figur hingegen finde ich sehr spannend. Diese lässt sich dann auch in Zukunft weiterentwickeln. Auch die Durchwegung des Museums (sofern diese öffentlich zugänglich ist) finde ich gelungen und ein schönes Bild für die Öffnung der Kunstsammlungen nach außen.


    7. "Chemnitzer Schmuckkästchen"

    Schon den Namen finde ich für die Chemnitzer Kunstsammlungen eher weniger repräsentativ. Die Chemnitzer Kunstsammlungen haben spätestens seit der Sammlung Gunzenhauser einen exzellenten Ruf. "Schmuckkästchen" finde ich etwas "patronizing". Der Entwurf selbst kann mich auch überhaupt nicht überzeugen: zu wenig dicht, zu offen und raumgreifend für diese Stelle.


    8. "Kulturquartier Chemnitz"

    Ähnlich wie der vorherige Entwurf. Städtebaulich aus meiner Sicht eine Katastrophe. Lediglich die Figur des Erweiterungsbaus gefällt mir. Das Rendering der Fassade ist aber auch super langweilig.


    9. "Ankerpunkt Kultur(Hauptstadt)"

    An sich ein ganz interessanter Entwurf, allerdings macht es städtebaulich für mich keinen Sinn... Warum inszeniere ich die westliche W-förmige Hinterhof-Situation der Parteifalte mit diesen Torgebäuden, um dann dort kleine Pavillons reinzustellen? Und warum lasse ich den ganzen östlichen Bereich in Richtung Straße der Nationen dann derart leer? Dort würde eine Torsituation ja viel mehr Sinn machen... An sich eine gute Idee aber komplett fehlplatziert, wie ich finde. Die Idee, das Museum auf die Käthe-Kollwitz-Straße zu stellen, finde ich hingegen gelungen. So rückt der Erweiterungsbau dichter an das Bestandsgebäude und man kommt am Neubau quasi nicht vorbei. Die Fassade hingegen überzeugt mich dann wieder überhaupt nicht.


    10. "Polygonhof"

    Kubatur und Fassade gefallen mir ausgezeichnet. Sehr schöner, moderner Entwurf. Auch die offenen Innenhöfe finde ich eine sehr schöne Idee. Der Entwurf arbeitet zudem mit der kompletten Öffnung der Parteifalte. Mich überzeugt das nicht, weil ich glaube dass das Gebäude schon recht wichtig ist für die Wirkung von der Brückenstraße. Die Einbindung der anderen Gebäude in das Quartier finde ich nur mäßig gelungen. Es wirkt etwas verstellt und wirr auf mich.


    11. "Knotenpunkt Kulturmitte"

    Städtebaulich gefällt mir der Entwurf sehr gut. Die einzelnen Baukörper könnten gerne noch etwas höher sein und dichter stehen. Auch die freie Fläche zwischen Museumsneubau und Heck-art braucht es meiner Meinung nach nicht. Sehr schön finde ich die Figur die der Wien-Form der Parteifalte gegenüber steht. Auch das Museum selbst gefällt mir ausgezeichnet - sowohl von der Form als auch von der Fassade. Mein absoluter Favorit!


    12. "Museumserweiterung Kulturquartier Chemnitz"

    Überzeugt mich wieder nicht: zu wenig dicht, keine schönen Verbindungen und Wegebeziehungen und zu viele Riegel, die in die Gegend gestellt wurden. Lediglich die Funktionsmischung sagt mir zu.