Verkehrsprojekte

  • Straßenbahnhof Leutzsch wurde verkauft

    Der Straßenbahnhof Leutzsch, an der Rathenaustraße und gegenüber des ehemaligen Bahnhofs Leutzsch, wurde am vergangenen Freitag (14. März 2025) an die S&P Projektentwicklungsgesellschaft verkauft. Die LVB verfügen über einen Nutzungsvertrag, der erlaubt, dass die Gleis- und Hallenanlagen noch genutzt werden dürfen. Bis die Georg-Schwarz-Brücken und die bestehende Wendeschleife Philipp-Reis-Straße erneuert wurden, werden an der Rathenaustraße noch Straßenbahnen wenden. Des Weiteren ist eine neue befestigte Wendeschleife mit Ladestation für die Buslinie 74 geplant. In der ersten Wagenhalle steht noch eine Radsatzdrehmaschine, die solange dort verbleibt und genutzt wird, bis eine neue im "Technischen Zentrum Heiterblick" steht. Mit allem rechne man spätestens im Jahr 2030. Die Projektentwicklungsgesellschaft ist derzeit an neun Standorten in Leipzig vertreten und will mit dem nun ehemaligen Straßenbahnhof einen gemeinsamen Standort schaffen. Ein erster Entwurf zeigt, dass einige Gleise vor den Wagenhallen erhalten bleiben, auf der Freiabstellfläche entstehen drei Neubauten. Die gesamte Anlage soll zudem in einem öffentlichen Park umgestaltet werden. In den nächsten Wochen wolle man mit der Sanierung der Villa beginnen.

  • DAvE LE, diese Darstellung ist leider etwas einseitig. Ganz so unschuldig sind die LVB da sicher auch nicht. Jahrelang hat man den gedeckelten Zuschuss der Stadt ohne Murren hingenommen, anstatt eine entsprechende Lobbyarbeit zu suchen. Viele der aktuellen Gleissanierungen sind Kombiprojekte von Stadt, LVB, Stadt- und Wasserwerke, da geht es nicht ohneeinander.


    Auch so etwas wie die Erweiterung der Haltestelle Hbf. geht nicht mal einfach so, hier müssen andere Verkehrsarten berücksichtigt und ggfs. umgelenkt werden. Das kostet auch die Stadt entsprechendes Geld. welches knapp und manchmal eben nicht verfügbar ist. Da muss man priorisieren, und da stehen Kitas und Schulen glücklicherweise etwas weiter oben in der Liste (schon aufgrund der gesetzlichen Verpflichtungen der Stadt). Letztendlich muss bei großen Bauprojekten auch immer der Stadtrat zustimmen. Da sind manchmal eben auch dem Dezernat 6 die Hände gebunden...


    Auch die LVB machen aus meiner Sicht in Ihrer Planung jede Menge Fehler. Das fängt bei der mangelhaften Verknüpfung mit den S-Bahn-Linien an, setzt sich über eine mangelhafte Struktur des Busnetzes fort und endet bei solch verhältnismäßig kleinen Netzerweiterungen wie einer Süd-Ost-Kurve am Augustusplatz.

    Das die LVB nicht ganz unschuldig sind, stimme ich dir zu 100 % zu. Ich könnte jetzt Dinge aufzählen, aber ich lasse es. Erwähnen muss ich jedoch die zahlreichen Schienenbrüche, die in den letzten Jahren immer wieder aufgetaucht sind und nur notdurftig repariert wurden, sodass einige kurze Zeit später wieder aufbrachen. Die Nummer 1 ist die Klingerbrücke, seit Dezember 2023 gibt es dort zahlreiche Schienenbrücke und neue Schlaglöcher, die Käthe-Kollwitz-Straße ist da nicht besser dran. Vor allem die Gleisbettfüllung mit Ortbeton, hässlicher geht es nun wirklich nicht. Aber es ist die neue Mode, bis der Abschnitt grundhaft ausgebaut ist. Die Apelstraße wurde nun ebenso betoniert, die Wittenberger Straße (fit machen für die Linie 14) wird das wohl auch bekommen.


    Ja, die LVB hatten viele Jahre nicht den Arsch in der Hose!

    Das Derzernat 6 macht aber auch öfters, was es will und entscheidet am Stadtrat vorbei!


    Auch zum letzten Absatz stimme ich dir zu.


    Grundsätzlich ist es ein Geben und Nehmen und beide Parteien müssen Hand in Hand arbeiten. Das funktioniert logischerweise nicht immer oder zielführend. Beide Parteien müssen ebenso lernen, wie ein zukunftsfähiger ÖPNV umzusetzen ist. Die LVB haben viele Ideen, es mangelt jedoch an der Umsetzung, am Geld und am Wille, dies bei der Stadtverwaltung durchzuboxen. Auch dem Stadtrat sind öfters die Hände gebunden und sie wissen nicht, wo sie zuerst anfangen sollen.

  • Eine sechsgleisige Haltestellenanlage am Hauptbahnhof wäre wohl tatsächlich wünschenswert, aber der Platz gibt es einfach nicht her. Seitdem die Anlage so aussieht, wie sie aussieht, also seit 2006, nimmt - gefühlt - ein Großteil der Fahrgäste Null Rücksicht auf sich und andere. Viele rennen vor die Bahn oder den Bus, müssen unbedingt schneller sein, fahren mit dem Rad auf den Bahnsteigen und ins Fahrzeug rein, stehen in der Quere. Die Haltestelle ist immer noch zugebaut und unübersichtlich. Mit dem dritten Übergang wurde sich nun wirklich ins Aus geschossen, sodass der Mittelübergang am Steig A ein reinstes Chaos geworden ist.


    Schauen wir, wie LVB und Derzernat 6 in Zukunft weiter zusammenarbeiten und was am Ende bei rauskommt.

  • Thema "Umgestaltung Hauptbahnhofsumfeld" - Statt über eine sechsgleisige Haltestellenanlage am Hauptbahnhof wird gerade mal wieder über die MIV-Fahrstreifen zwischen Hauptbahnhof und Bimmel-Haltestelle diskutiert. Es gibt einen Antrag der CDU-Fraktion, einen korrigierenden Antrag der AfD-Fraktion und einen Verwaltungsstandpunkt. In einer Woche wird im Stadtrat darüber abgestimmt.

    https://ratsinformation.leipzi…DNR=2023192&refresh=false

  • Vom 24. März bis voraussichtlich Ende Oktober 2025 führen die Leipziger Gruppe und die Stadt Leipzig umfangreiche Arbeiten am Georgiring durch. Betroffen ist der Abschnitt zwischen den Kreuzungen Augustusplatz und Willy-Brandt-Platz. Die Maßnahme umfasst für eine sichere Ver- und Entsorgung die Erneuerung der Trinkwasserleitungen und Kanalsanierungen der Leipziger Wasserwerke, Arbeiten an der Stromleitung der Verkehrsbetriebe und die Straßensanierung durch das Mobilitäts- und Tiefbauamt der Stadt Leipzig.


    https://www.l-iz.de/politik/br…oktober-georgiring-619912


    https://www.leipzig.de/newsarc…orgiring-ab-24-maerz-2025

  • Thema "Umgestaltung Hauptbahnhofsumfeld" - Statt über eine sechsgleisige Haltestellenanlage am Hauptbahnhof wird gerade mal wieder über die MIV-Fahrstreifen zwischen Hauptbahnhof und Bimmel-Haltestelle diskutiert. Es gibt einen Antrag der CDU-Fraktion, einen korrigierenden Antrag der AfD-Fraktion und einen Verwaltungsstandpunkt. In einer Woche wird im Stadtrat darüber abgestimmt.

    https://ratsinformation.leipzi…DNR=2023192&refresh=false

    Zum Glück münden die Anträge der CDU zu Verkehrsthemen oft in rechtswidrigen Beschlüssen...

  • @Dave


    gerade der dritte Überweg am Hbf ist Gold wert, entlastet dieser die schmalen Bahnsteige vom Längsverkehr an die jeweiligen Enden. Auf der Innenstadtseite muss der früher oder später auch kommen.


    Mehr Gleise als jetzt scheitern am Bauwerk der S-Bahn unter der Erde. Dies ragt so weit hoch, dass kein normgerechter Unterbau möglich ist und ohne Beschädigung der Abdichtung nicht einfach irgendwas draufgefricket werden kann. Denn: Ampeln umprogrammieren und dann sind die Probleme weg. Ist billiger und machbar.

  • Straßenbahnhof Leutzsch wurde verkauft

    ...Des Weiteren ist eine neue befestigte Wendeschleife mit Ladestation für die Buslinie 74 geplant. ...

    ich hoffe nicht!! Der 74er wendet dort, weil aktuell die Anzahl der Umläufe begrenzt ist, mehr geht gerade nicht. Doch unzweifelhaft gehört dessen Endstelle an die S-Bahnstation Leutzsch. Alles andere wäre wieder so ein Rückfall in alte LVB-wir-ignorieren-alle-anderen-ÖPNV-Träger-Zeiten.

  • Die Ergebnisse der Verkehrsbefragung aus dem Jahr 2023 sind da: https://www.l-iz.de/wirtschaft…rkehr-ruckgang-miv-620613


    Die Entwicklung beim ÖPNV zeigt, dass der Ausbau bis Ende 2026 der LVB absolut notwendig ist, genauso wie das S-Bahnnetz 2.0 ab Ende 2026, damit man dort den Anteil steigern kann. Durchs Deutschland-Ticket ging es 2024 ja bereits spürbar nach oben.


    Spannend wäre die Entwicklung des Modal-Splits für die umliegenden Kreise. Gibt es hier Zahlen? Wirkt sich ja letztlich stark auf den Verkehr in Leipzig aus.


    Die neuen Zahlen des Kraftfahrzeugbestands sind auf Ortsteilebene für Leipzig da: https://statistik.leipzig.de/s…e.aspx?cat=11&rub=1&per=y


    Insgesamt gehen die Zahlen leicht nach oben, bezogen auf die einzelnen Ortsteile gibt es allerdings Unterschiede.

  • Nunja, aber das S-Bahn-Netz wird leider ab Dezember zusammen gestrichen. Hart, aber leider Realität.


    Ab Dezember gibt es auf dem Grünauer Ast nur noch den 30-Minutentakt. Die S10 nach Grünau wurde in der Neuvergabe nicht (!) berücksichtigt. Genauso wird zum Beispiel in den Abendstunden auf (fast) allen Linien nur noch stündlich gefahren. Also nichts mehr mit halbstündlichen Möglichkeiten um abends nach Eilenburg, Wurzen, Borna oder Altenburg zu kommen. Absolut erschreckend. Und dafür soll dann der Pendler sein Auto abschaffen!? So funktioniert das nicht.

  • Bin ich voll bei dir. So wie ich es verstehe, wird es diese Reduktion für ein Jahr geben und ab Ende 2026 wird es wieder mehr?

  • Leider ist dem nicht so. Lediglich die S2 wird ab 2026 wieder bis Gaschwitz fahren, anstatt Connwitz, und die S6 ab 2026 wieder durch den CTL.


    Die abendlichen Kürzungen bleiben bis 2038 (!!!) und die S10 nach Grünau setzt auch mindestens bis zur kommenden Ausschreibung für 2038 aus.


    Haarsträubend. Leider null mediales Echo. Interesse der Stadt dafür leider auch gleich Null. Da erscheinen viele öffentliche Statements zum Thema Verkehrswende gleich mal in einem ganz anderen Licht.