Bauprojekte im Lyoner Quartier (Bürostadt Niederrad)

  • Mir gefällt der Entwurf auch gut. Behutsame Nachverdichtung, die Türme kommen danach immer noch schön zur Geltung und auch der neue Campus Charakter mit halboffenem Hof hat etwas. Hoffentlich wird das ganz noch etwas weniger kühl.


    Interessant dürfte auch die gegenüberliegende Strassenseite werden. Dort hat man ebenfalls ein denkmalgeschütztes Nestle Gebäude auf einen riesigen Areal. Bin gespannt was dabei herauskommt. Baumassenstudien dürften wohl im Hintergrund schon laufen.

  • Niederrad macht super Fortschritte. Dagegen kann man kaum was sagen. Auch das Olivetti-Projekt ist völlig in Ordnung. Ich hätte aber hier noch dichter gebaut. Ich mag nicht die grossen Abstände zwischen den Gebäuden. Sieht fast mehr aus wie fünf separate Gebäude als eine Einheit. Das nimmt viel von der Urbanität weg. Pluspunkte für die geräumigen und hohen Einzelhandelsflächen! Da liegt der halbe Erfolg.

  • Vielleicht noch ein paar schnöde Zahlen, die ich zum Olivetti-Campus erfragen konnte: 66.100 qm BGF sollen auf dem Gesamtareal am Ende in Neubauten und modernisiertem Bestand in Summe zur Verfügung stehen, davon 38.000 qm auf dem Grundstück, das derzeit noch die Blue Towers trägt. Insgesamt sind 42.500 qm Wohnfläche und 6.500 qm Gewerbemietfläche vorgesehen.


    Die vorhandene Tiefgarage soll beseitigt und eine neue unter beiden Teilgrundstücken angelegt werden.

  • Eurohaus (Lyoner Straße 24-26)

    Auf der Projektseite von Stefan Forster Architekten findet sich eine aktualisierte Visualisierung. Verändert wurde die Farblichkeit von weiß/creme zu anthrazit/rot, Materialität (Putz und/oder Klinker) sowie die Gliederung der Fassade. Sockel und Abschluss sind deutlicher abgesetzt, der Abschluss jedoch nur im obersten Geschoss statt in den beiden obersten. Siehe hierzu auch #49-#52 sowie #105 und zuletzt #210. Aktuell:


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    Zum Vergleich die Version von 2017:


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    Visualisierungen: Stefan Forster Architekten, Frankfurt


    Auf der Projektseite ist weiterhin davon die Rede, dass nach erfolgter Baugenehmigung zum Baubeginn erst ein Endinvestor zu finden sei.

  • Wenn man bedenkt, dass die Einträge #49-52 aus 2014 stammen, glaube ich erst an eine Veränderung, wenn tatsächlich was passiert. Mich würde es nicht wundern, wenn das Ganze am Ende genauso endet wie die Blue Towers. Die werden bekanntlich abgerissen...


    Ich fand den weißen Entwurf eigentlich sehr ansprechend, machte das Gebäude weniger massiv. Da aber in der Nachbarschaft jetzt einiges schon so hell gestaltet wurde, wäre der dunkle Entwurf mal was anderes. Weiß nur nicht, ob es optisch so toll ist, bei einem so breiten Gebäude auch noch die Horizontale zu betonen.

  • Bürohaus Herriotstraße 5

    Die Herriotstraße 5 ist ein denkmalgeschütztes Bürogebäude mit sieben Geschossen, das bis 1966 nach Entwürfen des Architekturbüros ABB um Otto Apel, Gilbert Becker und Hannsgeorg Beckert gebaut wurde. Bis 2020 ließ die ABG Holding nördlich und östlich des Bestands sieben Wohnsolitäre errichten, Herriotstraße 7 bis 19. Zur Herriotstraße 5 selbst hieß es zunächst, dass eine Umwandlung in ein Boardinghouse geplant ist. Danach sollte es weiterhin als als Bürohaus genutzt werden. Eine entsprechende Revitalisierung könnte auch erfolgt sein, zumindest zeigt epizentrums Foto in #387 ein Vermietungsangebot.


    Nun wird sich die Nutzung doch ändern. Der Rüsselsheimer Projektentwickler Merkur Development Holding hat mit dem Umbau in ein Wohngebäude begonnen. Eine Baugenehmigung liegt seit dem vierten Quartal 2021 vor (PM). 42 Wohnungen mit gesamt 3.200 Quadratmeter Wohnfläche werden entstehen. Die Bauarbeiten sollen im ersten Quartal 2023 abgeschlossen sein. Die Planung des Umbaus haben LMG Architekten, Kronberg im Taunus, übernommen. Weitere Informationen einschließlich Grundriss auf dieser Seite des Projektentwicklers.


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    Foto (von 2015): Schmittchen

  • Schnelle Bilder aus der nordöstlichen Ecke des Quartiers - die Dachterrassen an der Südseite des Deka-Neubaus (zuletzt hier) jetzt mit Gehölzen:


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    Der Neubau dürfte inzwischen komplett bezogen sein. Gearbeitet wird noch an der Tiefgarageneinfahrt.


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    Beim Projekt "Kanso" sollten die Fassadenarbeiten dem Ende zugehen. Viel davon sieht man nicht, das Gebäude ist rundum verhüllt. Fast rundum ...


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    Bilder: Schmittchen


    In Bau ist mittlerweile das Projekt Saonestraße 8-10. Gearbeitet wird an den Untergeschossen. Zu sehen sind ein Kran und Schriftzüge der Bauunterunternehmung Markgraf.

  • Das Projekt "Kanso" schreitet voran. Das Gebäude ist jetzt zumindest teilweise entrüstet. Die Auskragungen und die zweifarbige Verklinkerung verleihen dem eigentlich recht simpel gestrickten Gebäudequader eine interessante Fassade. Die Kopfseite zur Hahnstraße ist noch nicht ganz so weit - da reiche ich zu gegebener Zeit ein Bild nach.





    Nebenan geht die größere Baustelle "StadtwaldBlick" ebenfalls seiner Vollendung entgegen. Die Sockel zum Kanso hin wurden bereits rot verklinkert. Der Rest ist verputzt und wird weiß gestrichen - dadurch geht es schneller als beim Kanso, wo ja alles vollverklinkert wurde.



    alle Bilder ©ChriSto

  • Und hier wie versprochen der Ausblick auf die "Balkon-Seite". Ging schneller als erwartet. Das Logo ist schon dran, nur noch die Geländer an den Balkonen fehlen.


    ©ChriSto

  • Büroimmobilie "Prisma" Hahnstraße 55 wird umgebaut

    Lange war das "Prisma" Sitz der Deka. Seit deren Umzug an die Lyoner Straße steht das elfgeschossige, von den Stuttgarter Architekten Auer Weber entworfene Gebäude leer. Jetzt wurde bekannt, dass das als "Single-Tenant-Immobilie" konzipierte Gebäude mit rund 42.450 m² Mietfläche verkauft wurde. Käufer ist ein Joint Venture von Patron Capital Advisers und Sonar Real Estate, Verkäufer ein Fonds der Commerz Real.


    Die neuen Eigentümer planen eine Modernisierung und Neupositionierung des Landmark-Bürogebäudes aus dem Jahr 2002 für eine Multi-Tenant-Nutzung. Dabei wird auch die Gebäudetechnik, besonders die Klimatechnik, auf den neusten Stand gebracht. Die Flächen im Erdgeschoss, inklusive der beeindruckend hohen und offenen Lobby, sollen für die Öffentlichkeit geöffnet werden. Durch Gastronomie- und Fitnessangebote möchten die Eigentümer den Wandel des ehemaligen Bürostandorts hin zum "Lyoner Quartier" unterstützen, heißt es in einer aktuellen Meldung von Sonar Real Estate.


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    Bilder: Sonar Real Estate


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    Bild: Beggi


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    Bild: Commerz Real

  • Da bin ich ja echt froh, denn es hatten sich hartnäckig Gerüchte gehalten, das Gebäude würde abgerissen (was ich so gar nicht verstanden hätte).

    Eine Öffnung für die Öffentlichkeit ist sehr zu begrüßen - die "Willkommens"-Lage nah an der S-Bahnstation lädt ja auch dazu ein und wird sicher dazu beitragen, das Quartier noch attraktiver zu machen.

  • Mich würde interessieren, ob die Probleme der energetischen Unterschiede (Hitze auf der südöstlichen Seite und zu kalte Räume auf der nordöstlichen Seite) mittlerweile behoben waren. Aber bei einer Renovierung, bei der "besonders die Klimatechnik, auf den neusten Stand gebracht" wird, scheint das auch als Schwachpunkt ausgemerzt werden.

  • Das Projekt "Kanso" von der Saonestraße, ergänzend zu den Fotos in #389 f.:


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    Auch von der Saonestraße der "StadtwaldBlick" der Nassauischen Heimstätte, weiße Putzfassade mit einem zweigeschossigen Sockel aus rotem Klinker:


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    Auf einem 8.000 Quadratmeter großen Grundstück entsteht anstelle eine Rechenzentrums und eines kleinen Bürohochhauses eine große Wohnanlage mit insgesamt 203 Wohnungen. Ein Innenhof wird an drei Seiten von einer achtgeschossigen Mantelbebauung eingefasst. Um eine gute Belichtung des bepflanzten Innenhofs zu ermöglichen, erhielt der Wohntrakt an der Südseite nur drei Geschosse.


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    Gut 600 Meter weiter südwestlich entsteht an der Lyoner Straße das "Little Ruby". Der Name wird auf den benachbarten, bereits fertig gestellten "Ruby Tower" zurückgehen, das zu einem Wohnturm umgebaute ehemalige Steigenberger-Hochhaus. Voraussichtlich im Mai 2022 werden die Wohnungen bezugsfertig. Das Parkhaus in den unteren Geschossen mit 230 Stellplätzen scheint bereits in Nutzung zu sein.


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    Das Büro Stefan Forster Architekten hat das gesamte Ensemble geplant.


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    Ebenfalls von der GWH entwickelt wird die reine Wohnbebauung südlich des Hochhauses und "Little Ruby". Ein Bauabschnitt im Westen ist im Rohbau fertig. Vom größeren zweiten Bauabschnitt steht erst teilweise das Erdgeschoss. Hier stand noch lange ein altes, inzwischen abgerissenes Parkhaus (hier letztes Foto). Fertig gestellt wird der mäanderförmige Riegelbau eine S-Form haben.


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    Bilder: Schmittchen

  • Am Projekt "Kanso" fanden heute wieder sehr spannende Montagearbeiten statt. Anscheinend bekommen die Balkone an der Hahnstraße einen leuchtenden Rahmen. Nach den überraschend sehr dunklen Brüstungen an den Balkon hier ein weiteres interessantes Detail, das man so aus den Visualisierungen vgl Bautafel unten rechts nicht unbedingt gesehen hat. Hatte mich schon gewundert, dass hier noch der Beton sichtbar war.


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  • Mit der Fertigstellung der Außenanlagen für das DEKA-Gebäude ist nun auch die Wegeverbindung Saonestraße - Lyoner Straße wieder vorhanden und begehbar.


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    An dieser Stelle ist zu ergänzen, dass auch die TG-Zufahrt zum Herriott neu zugeschnitten wurde. Man fährt jetzt von der Hahnstraße kommen geradeaus auf die Zufahrt zur Tiefgarage. Vorher war die Zufahrt seitlich angelegt. Die neue Wegeverbindung, die wir hier sehen, wurde an die bestehende Durchwegung zwischen Herriott's und DEKA angeschlossen. Eine sehr ansprechende Gestaltung.


    Auf dem vorletzten Bild erkennt man auch schön, dass beim entstehenden neuen Hotel hinter dem Projekt LivinIt das EG errichtet wird.

  • Das Deka Gebäude wirkt beeindruckend, auch wenn es kein Hochhaus geworden ist. Bilder die Tage.

    Kanso ist fantastisch geworden.


    Das "Little Ruby" ist okay, ich vermisse allerdings irgendeine Art von deutlicherer Raffinesse. Die "Mäcklerische" Aussparung am Eingang ist mir zu wenig. Denn auf die Entfernung wirkt der Klinker nicht, da ein sehr kleiner Klinkerstein gewählt wurde. Leider fallen die interessanten Spielereien in der Klinkerfassade nur aus der Nähe auf. Für die Größe des Parkhauses (untere 4 Etagen) gibt es recht wenig Wohnungen; ausgehend von dieser großen Grundfläche wäre vielleicht eine etwas aufregenderer Kubatur möglich gewesen und evtl. damit einhergehend ein etwas mehr an Wohnungen (wobei man auch wieder nicht weiß, welche Vorgaben es gegeben hat):


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    Bilder: Adama

  • Bilder Nachtrag zum DEKA Neubau:


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    Bild: https://fvgffm.de/img2/deka035akei.jpg Bild: https://fvgffm.de/img2/deka02cpjwi.jpg Bild: https://fvgffm.de/img2/deka04anj7s.jpg


    Bilder: Adama



    Zum "Anter Carree" noch folgendes Video (falls schon bekannt, kann man diesen Absatz gerne löschen):


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  • Das zuletzt unter #356 erwähnte Umbauprojekt Lyoner Straße 11/11A wurde laut einer Pflichtmitteilung von Evan mehrheitlich an Unimo verkauft, allerdings mit aufschiebenden Bedigungen angesichts einer derzeit laufenden Restrukturierung. Außerdem wird das ganze Geschäft erst vollzogen werden, wenn die Projektgesellschaft den geplanten Verkauf der Einheiten im Teileigentum umgesetzt und abgerechnet hat.


    Die beiden Gesellschaften sind sich nicht vollkommen fremd: Evan entstand vor rund fünf Jahren aus einer Umstrukturierung von Unimo und bis heute gibt es Überschneidungen bei den Aktionären, wie mir auf Anfrage gesagt wurde.


    Zusätzlich war noch zu erfahren, dass derzeit die Baufertigstellung für das Ende des zweiten Quartals 2023 angestrebt wird. Drei der sieben Gewerbeeinheiten im Erdgeschoss seien an Gastrokonzepte vermietet.

  • Olivetti Campus aus #369

    Auf dem Gelände werden seit einigen Tagen Probebohrungen / Bodenaufschlüsse ausgeführt. Zunächst im Bereich Lyoner / Straßburger Straße, jetzt zw. den Blue Towers und der Lyoner Straße 30.

  • Hallo allerseits,

    ich bin Rud aus Niederrad, lese hier schon länger mit und wollte euch einige (eigene) Schnapschüsse aus einem heutigen Rundgang im Lyoner Viertel nicht vorenthalten.

    1) Am Olivetti-Campus wird mit der Arbeit begonnen, neben den bereits erwähnten Bodenaufschlüssen, beginnt auch schon die Einrüstung (oberes Foto, links):


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    2) Das Projekt Livinit wird mittlerweile mit Einzugsdatum 2023 beworben (ich glaube vorher war es schon einmal 2022 und sogar schon 2019, Verzögerung wohl aufgrund wirtschaftlicher Verwerfungen), trotzdem sieht es von außen weiterhin nicht nach Fortschritt aus, der Status Quo sieht aus wie vor 3 Jahren, obwohl hier durchaus Bauarbeiter vor Ort sind. Diese Ruine wird die Bereitschaft der Innenstadt-Mitarbeiter der Deka, nach Niederrad zu ziehen nicht verbessern.


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    3) Beim Projekt am Ende der Saonestrasse hat sich sehr viel getan, wobei ich weiterhin nicht weiß ob das ein Hotel wird (so sieht es aus) oder ein Appartmentgebäude (das hatte ich auch schon einmal gelesen):


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    4) Das ehemals von Worldline genutzte Gebäude unten an der Hahnstrasse (die sind mittlerweile im Atricom) wird wohl weiterentwickelt, aktuell steht es lehr aber die apoprojekt (die machen u.A. Transformationsprojekte) scheint sich des Themas anzunehmen.


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    5) Das AnkerCarree zeigt von außen keinen Fortschritt, hier tut sich seit Monaten wenig, so wirkt es zumindest für Passanten


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    6) Kanso und Mainblick entwickeln sich gut. Das Kanso ist auf der Zielgeraden, sogar Kita-Mobiliar, Matratzen, Fernseher usw. sind schon drin. Das Mainblick ist auch weit, wobei es von der Rückseite noch eingerüstet ist.


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