Leipzig: Museumswinkel (realisiert)

  • zu #274:


    dieses einzelne dreieckige fenster in der erdgeschosszone des eckgebäudes fand ich seit den ersten visualisierungen unpassend, da es dem an sich gelungenem ensemble unvermittelt einen hauch 90er-jahre-wohnungsbau verliehen hätte. gut, dass für die integration des treppenaufganges doch noch eine innenstadtverträglichere lösung gefunden wurde.

  • ^ Da wäre ich bisher auch mitgegangen, jetzt wenn man es in echt sieht, ist mir aber irgendwie aufgefallen, dass es fehlt. Hat der Ecke dann doch noch ein wneig mehr Pepp gegeben. Die 90er-Assoziation würde wohl aufgrund der umliegenden Fassade nicht aufkommen.

  • LEIPZIG-INFORMATION ERÖFFNET


    Die Leipzig-Information hat heute um 14 Uhr ihr neues Domizil in der Katharinenstraße 8, genauer gesagt im Krier/Kohl-Bau, eröffnet. Dazu wird es morgen ab 9.30 Uhr einen Tag der offenen Tür geben. Es ist somit das erste Geschäft im Katharinum, welches eröffnet hat.



    Leider habe ich heute den Termin verpatzt, daher ein Bild von der LTM/Andreas Schmidt.

  • ...anbei noch ein Bild von heute morgen >>



    An der Katharinenstraße.


    Ich hät's jedoch irgendwie besser gefunden, wenn man sich im Eckhaus am Böttchergässchen niedergelassen hätte. So dass man bereits am Marktplatz von weitem die Leipzig-Tourist-Information sehen kann.



    Noch halten die Busse der Tourismusmarke "Leipzig Erleben" in der Richard-Wagner-Straße, plant man doch, sie ins Böttchergässchen zuverlegen.

  • Aktuelle Bilder von heute >>



    Der Eckbau an der Katharinenstaße Ecke Böttchergässchen.



    Erdgeschoss, Ladenzone.



    Eckgebäude am Neubau des SML.




    Erdgeschoss, Ladenzone.




    Zwischen Katharinum und Stadtgeschichtliches Museum Leipzig. Dazwischen das Museum der bildenden Künste Leipzig.



    Der Hinterhof vom Katharinum.



    Die Fassade sieht nach Industrie und typischen Hinterhöfen aus.

  • ^ bin von der innenhofsituation auch etwas entäuscht. auf den ersten blick ist für mich keinerlei verweilqualität erkennbar. schade.

  • Ich kann zwar kein wie auch immer geartetes Industrieflair entdecken, stimme aber der Beobachtung der vorrausichtlich geringen Aufenthaltsqualität zu. Zum Einen ist dies allerdings weniger der Fassade als den kaum vorhandenen Zugängen zu verdanken (1 Zugang am nördlichen Kopfbau, weiterhin eine Tür zum Treppenhaus sowie ein Notausgang), zum Anderen stellt sich mir die Frage, inwieweit hier Aufenthaltsqualität überhaupt gewünscht war. Schließlich ist im gesamten Katharinum keine Gastronomie vorgesehen und auch das Museum hat hier im Gegensatz zum südöstlichen Winkel (Museumscafé) nichts dergleichen zu bieten. Schade ist es trotzdem, definitiv ein negativer Aspekt des Projekts.

  • ...auch wenn ich heute nicht meinen Sonntagsspazierung durch die Altstadt gemacht habe und zufällig am Katharinum vorbei kam, folgen heute aber trotzdem Bilder >>




    Am Böttchergässchen.



    Der untere Teil wirkt so nach kaputter Fassade.




    Beliebte Sicht des Bürgers :D



    Blick von der Katharinenstraße auf das Böttchergässchen.

  • ... Katharinum, ist das schön :D



    An der Katharinenstraße.



    Ladenzone am Böttchergässchen.



    Fassade des Eckgebäudes des Katharinum.



    Balkonszene.



    Nächste Ladenzone am Böttchergässchen.

  • Find das Katharinum mehr als gelungen! Schlägt die Brücke zwischen alt und neu. Könnte mir gut vorstellen dort selber einzuziehen *gg


    Weiß jemand ob am anderen Ende des Museums (Brühl-Seite) auch solche Projekte angesetzt sind?

  • Der Eindruck vom Markt kommend (siehe 1. Foto in #290) ist fabelhaft. Das klare, unaufgeregte Äußere des von Fuchshuber & Partner gestalteten Eckgebäudes könnte besser kaum sein. Die ungewöhnliche Sprossung der Fenster erweist sich dabei als wahrer Glücksgriff. Der vom Büro Wiescholek & Spengler entworfene Abschluss im Böttchergässchen bleibt auch nach dem Fall der Gerüste grobschlächtig und irgendwie zu sehr bemüht darum, alle typischen Merkmale der umliegenden Gebäude (Bildermuseum, Pinguinhaus, Stadtgeschichtliches Musum - wenn man so will, auch die grauen Fassadenelemente des Plattenbaus in der Reichsstraße) zu vereinen.

  • Cowboy - Der Eindruck vom Markt kommend (siehe 1. Foto in #290) ist fabelhaft. > Da kann ich glaube besser weiterhelfen >>



    Zwischen Marktplatz und Altes Rathaus mit Blick auf die Katharinenstraße.

  • ^ Danke für diese Ansicht. Mit dem Katharinum, das die historische Bebauung in der Katharinenstraße und im Böttchergässchen wieder aufgreift sowie der Neuanlegung von Reichsstraße und - ganz aktuell - vom Salzgässchen nach historischem Vorbild, wird deutlich, wie fehl das sog. Pinguinhaus in städtebaulicher Hinsicht ist. Ohne hier groß eine Diskussion über den Verbleib dieses Gebäudes vom Zaun brechen zu wollen, aber gerade auf obigem Bild macht sich das Fehlen einer bündigen Platzkante zwischen Altem Rathaus und Katharinum deutlich bemerkbar. Seine Jahre scheinen mir gezählt...

  • Das klare, unaufgeregte Äußere des von Fuchshuber & Partner gestalteten Eckgebäudes könnte besser kaum sein.


    Sorry, wenn ich den Satz mal so rausgreife, aber das klingt wie aus der Phrasendreschmaschine eines Architekturwettbewerbes. Klar hätte mit dekonstruktivistischen Ansätzen weit schlimmer kommen können als mit dieser klassischen Lochfassade, aber seien wir ehrlich, mehr als 08/15 ist dieser Bau nicht. Als Lückenfüller hielte ich solchen Minimalismus vielleicht für angebracht, aber hier sprechen wir ja von einem gestaltenden Element des Stadtraums, da mit diesem Gebäude die Blockrandbebauung einsetzt. Etwas mehr Gestaltung und Originalität gerade in Anbetracht der Formenvielfalt, die man vom Markt aus erblickt, hätte man sich schon wünschen können.

  • Ich stimme zu ! Mich stört aus dieser Perspektive vom Markt aus vor allem die nicht vorhandene Dachlandschaft, welche sonst in der Leipzger Innenstadt im angrenzenden Bereich doch sehr abwechslungsreich und anschaulich ist ! Ansonsten halte ich diesen Mueumswinkel schon für sehr gelungen !

  • laut fuchshuber & partner wurde der eckbau so gestaltet, dass er auch noch nach einer etwaigen neubebauung des "pinguinhaus"-geländes inklusive der damit einhergehenden verschmälerung von südlicher katharinenstrasse und böttchergässchen stadträumlich funkionieren würde. quasi im vorgriff darauf wurde auf die ausprägung einer "schaufassade" in richtung markt verzichtet.

  • Auch wenn ich mir ebenfalls eine stärkere Eckausprägung gewünscht hätte, leichtet das durchaus ein. Es sei auch daran erinnert, dass die Kubatur der Museumsumbauung bereits mit Bau desselben festgelegt wurde - bis auf kleine Ausnahmen (wie hier durch das Hochziehen der Fassade bis auf die Ebene des Staffelgeschosses, was es so am Winkel des stadtgeschichtlichen Museums ja nicht gibt) und Sprünge muss also in einem engen Rahmen gebaut werden, der beispielsweise Schrägdächer nicht zulässt. Dies sicherlich auch aufgrund der geringen Gebäudetiefe.

  • RMA, meinen Satz, den du aufgegriffen hast, hatte ich bereits in #295 insoweit revidiert, als dass der Blick vom Markt auf das Katharinum doch nicht so optimal erscheint wie zuerst von mir behauptet. Der Grund dafür liegt aber eben nicht an der minimalistischen Architektursprache der Ecke Katharinenstr./Böttchergässchen (Minimalismus ist übrigens nicht gleich bedeutend mit 08/15), sondern, wie dj tinitus und ich begründet haben, am rückversetzten Pinguinhaus zwischen Altem Rathaus und Katharinum. Dieses stadträumliche Defizit, wie es sich auf Daves Bild in #294 geradezu aufdrängt, kann nur durch Abriss und Neubau an historischer Platzkante auf dem Pinguinhaus-Geländes beseitigt werden. Dann wird auch ersichtlich, dass eine aufwändiger gestaltete Fassade der Fuchshuber-Ecke eigentlich nicht erforderlich ist.

  • Nur wer die städtebauliche Situation wirklich kennt wird auch die Winkelbebauung einschätzen können. Es geht bei dem F+P Bau nicht um eine Raumkannte für den Markt sondern ist ganz auf die Katharinenstraße und das 'Museumsquartier' ausgerichtet. Wie schon vorher erwähnt wird hoffentlich recht bald der 1970'er Block verschwinden und eine neue Bebauung den Raum bis zum Alten Rathaus wieder schließen. Damit hätte der Markt wieder eine fast geschlossene Randbebauung.


    Den Vorwurf des 08/15 kann hier auch nicht teilen. Die sehr klare und sachliche Struktur des Gebäudes ist durchaus gut gelungen. Keine Spur von einem undefinierten Neubau an dieser Stelle, ganz im Gegenteil. Meines Erachtens schließt der F+P Bau an die relativ klare Struktur der Alten Waage im linken Vordergrund an. Diese Alte Waage wiederum hat eine für Mitteldeutschland typische weiße Renaissance Fassade die meistens eher zurückhaltend wirken.