Bunter Mix aus Leipzig

  • Warum denn das? Sind die wahnsinnig gewesen?


    In der DDR wurden vor allem zwischen 1950 und 1980 viele Kirchen mutwillig zerstört (dazu gehört ganz sicher die Markuskirche), s. dazu http://www.kirchensprengung.de.
    In der frühen und späten DDR-Zeit fand aber auch eine recht rege Kirchenbautätigkeit statt. Auch in Leipzig gibt es gelungene Examplare aus den 1950ern und 1980ern; vielleicht kann ich bei gelegenheit einige Bilder einstellen.



    Und wie sieht der Platz jetzt aus? Verwildert oder zumindest hergerichtet?


    Eine einfach gestaltete Grünfläche, die als kleiner Park dient. Hier kann man die Stelle bei Street-View sehen.
    Das Stadtviertel drumherum (Reudnitz) ist ein gut erhaltenes Gründerzeitviertel. Leider wurde durch die Kirchensprengung gerade das schönste Gebäude zerstört.


    Hier ein Bild aus der Umgebung (Charlottenstr.):

    (Quelle: Eigenes Bild)

  • Tolle Bilder, ich finde es erstaunlich, dass ein so planmäßig angelegtes Stadtbild wie das Leipzigs aus einer leicht erhöhten Perspektive einen ähnlich pittoresken Anblick bietet wie eine "echte" Altstadt. Dies sagt einiges über die Stadtplanung des 19. Jahrhunderts aus. Eine verlorene Qualität.

  • Nun einige Bilder vom vielleicht besten Beispiel für Stalingotik in Deutschland: Der Ringbebauung am Roßplatz zwischen Goldschmidt- und Grünewaldstraße ("Ring-Café"). Dieses monumentale Gebäude wurde bis 1955 errichtet als Ersatz für die stark zerstörte größtenteils gründerzeitliche Vorgängerbebauung (aber auch einiges Älteres ging dort verloren, etwa das Palais "Zum Kurprinz" (Portal), das wohl etwa an der Ecke zur Grünewaldstraße (damals "Kurprinzstr.") stand). Hier sieht man einen Teil der Vorgängerbebauung, und hier das Ausmaß der Zerstörung.


    Mit diesem Bauprojekt wollte man repräsentativen Wohnraum für Mitglieder der Arbeiterklasse schaffen ("Arbeiterpalast"). Weitere ähnliche Bauvorhaben wurden in der näheren Umgebung auch realisiert.


    Das Gebäude besitzt zwei hohe Risalite in Anlehnung an den Ringbebauungsplan Leipzigs der 1920er Jahre, der einen Hochhausring vorsah:


    Früher mündeten drei weitere Straßen am Roßplatz (Roßstr. = Auguste-Schmidt-Str., Seeburgstr. sowie Sternwartenstr.), die durch den Neubau zu Sackgassen wurden. Diese Straßen sind zumindest für Fußgänger vom Roßplatz aus noch erreichbar durch die Durchgänge in den Erdgeschossen der beiden Risalite (hier rechts zu sehen):


    An der Grünewaldstr. überlebten einige Gründerzeithäuser. Das fünfstöckige Haus (auch 1955) übermittelt zwischen dem höheren Neubau links und dem Gründerzeithaus rechts:



    So sehen die erwähnten Durchgänge von Hinten des Nachts aus:


    Blick aus einem der Durchgänge auf (v.l.n.r.) City-Hochhaus, neues Uni-Hauptgebäude/Unikirche, Gewandhaus (hinter Bäumen) und Europa-Hochhaus:


    Hier findet man schöne interaktive Panoramabilder von diesem Gebäude (auch eine Innenansicht).


    (Quelle: Eigene Bilder)

  • Nun dass Weihnachten vorbei ist kommen noch einige Bilder vom Leipziger Weihnachtsmarkt abseits vom Hauptgeschehen am Marktplatz :glubsch::


    Augustusplatz mit Riesenrad:



    Nikolaikirchhof:



    Das Etagenkarussell war wieder da, nachdem es letztes Jahr abbrante:


    (Quelle: Eigene Bilder)

  • Die [URL=http://maps.google.de/?ie=UTF8&ll=51.330518,12.392524&spn=0.003714,0.009645&t=h&z=17]Johannisallee[/URL] ist eine wichtige nord-süd verlaufende Anliegerstraße im Osten Leipzigs, die die Straße des 18. Oktober mit der Prager Straße am Ostplatz verbindet.


    An der Johannisallee oder in unmittelbarer Nähe befinden sich viele Uni-Einrichtungen: Unikliniken, Fakultäten für Medizin, für Physik und Geowissenschaften, für Chemie und Mineralogie, Institut für Botanik sowie mehrere Mensen und Wohnheime u.a..


    Desweiteren berührt die mit prächtigen alten Bäumen bestandene Johannisallee gleich vier verschiedene Parks/Grünflächen: Friedenspark, Botanischer Garten, Johannistal und Lene-Voigt-Park.


    Architektonisch ist die Allee ebenso interessant, da so ziemlich jeder Baustil zwischen Klassizismus und Postmoderne irgendwo vertreten ist.


    In folgenden drei Beiträgen einige leicht kommentierte Eindrücke aus der Johannisallee vom vorherigen Jahr, die besonders die architektonische Vielfalt der Straße darstellen sollen.


    Reformstil an der Ecke zur Str. des 18. Oktober mit DDR-Füllbau in der Mitte (linkes Eckhaus ist tatsächlich ein Wohnheim):


    Ecke zur Philipp-Rosenthal-Straße; rechts angeschnitten das "rote Klinikum":


    Das gründerzeitliche rote Klinikum in der Philipp-Rosenthal-Straße macht trotz Unsaniertheit noch einen guten Eindruck:


    An der anderen Ecke Johannisallee/P.-Rosenthal-Straße steht dieser Neubau (ca. 2000) der Fakultät für Chemie (dahinter Plattenbauwohnheim):
    (Gewissermaßen als moderner Schmuck wurden die ersten Ziffern der in den Naturwissenschaften sehr wichtigen Zahl e an der Fassade angebracht.)


    Der Botanische Garten von Leipzig (ältester botanischer Garten Deutschlands) grenzt direkt an die Johannisallee (gelbe Mauer).
    Noch erhalten ist dieses klassizistische Gärtnerhaus, im Hintergrund Neubauten der medizinischen Fakultät:


    (Quelle: Eigene Bilder)

  • Fast direkt ggü. vom Gärtnerhaus das Zentrum für Innere Medizin, Kardiologie u.a. in einem Gebäude wohl aus den 1930ern:


    Der größte Teil der Unikliniken liegt beiderseits der Liebigstraße, die die Johannisallee überquert.
    Blick in die Liebigstraße mit DDR-Gebäuden rechts bis mitte, dahinter klassische Moderne, links gründerzeitliches Gerichtsmedizinisches Institut und Rathausturm im Hintergrund:


    Das Botanische Institut in der Johannisallee befindet sich in einem 1950er/60er DDR-Bau, der mir ganz gut gefällt:


    Blick hin zum Ostplatz:


    Auf der anderen Straßenseite gehts ins Johannistal, die zweitälteste Kleingartenanlage Deutschlands, und eine nette Abkürzung für Fußgänger auf dem Weg in die Stephanstraße:


    (Quelle: Eigene Bilder)

  • Blick zum Ostplatz mit Johannistal hinter uns:


    Wir kommen nun zum Ostplatz; rechts angeschnitten ein Gebäude, das wohl noch aus der 1.Hälfte des 19.Jh. stammt (weiß jemand genaueres dazu?):


    Der Ostplatz ist einer von vier "Himmelsrichtungsplätze" in Leipzig.
    Hier mal ein Versuch einer Pano vom Ostplatz: (Größere Version (812kB))


    Am Ostplatz schneidet die Prager Straße die Johannisallee in zwei getrennte Teile; eine direkte Durchfahrt ist per Auto nicht möglich, weshalb die Johannisallee nördlich des Ostplatzes deutlich ruhiger ist:


    Und noch zwei schöne Fassaden aus diesem Abschnitt, einmal Gründerzeit:


    Und einmal Jugendstil:


    (Quelle: Eigene Bilder)

  • Jetzt, wo der Schnee bald wieder kommt, ein Paar Bilder vom Ende vergangenen Jahres:


    Die Elsterstraße, im Hintergrund das Neue Rathaus:


    Freigelegter Teil des Elstermühlgrabens, im Hintergrund entsteht künftig die Brücke für die Friedrich-Ebert-Straße:


    Friedrich-Ebert-Straße, im Hintergrund das Reichsgerichtsgebäude:


    Ehemaliges Gebäude des Reclam-Verlags, heute Reclam-Caree:


    Waldstraße im Neuschnee:


    Demo in der Innenstadt - nördlichster Abshcnitt der Nikolaistraße:


    Leipziger Naschmarkt - von links nach rechts: Handelshof, zeitgeschichtliches Forum, Mädlerpassage, Altes Rathaus


    Eingang zur Mädlerpassage:


    Der Handelshof gesehen von der Terasse des Kaufhofs:


    Nochmal, im Hintergrund das Alte Rathaus:


    Blick von gleicher Stelle in Richtung Nikolaikirche:


    Noch einmal der Naschmarkt, diesmal mit Alter Börse, Goethe Denkmal und Altem Rathaus:


    Augustusplatz mit Oper:


    Noch einmal der Augustusplatz - Uniriese und Neubau Universität


    Neuschnee am 24., kurz bevor der Straßenbahnbetrieb eingestellt werden musste:

  • Straßenkreuzung Naunhofer Straße / Schönbachstraße in Leipzig-Stötteritz (s. auch http://fc-foto.de/19169631:(


    NO-Ecke:


    NW-Ecke (Nikolaigymnasium, 1914-1916):


    SW-Ecke:


    Die SO-Ecke ist nicht so interessant, also gehen wir eine Straße weiter zur Marienbrunnenstraße, SW-Ecke:


    Die Gebäude sind Teil des ab 1896 bis in die 1930er hinein bebauten Villenviertels "Marienhöhe". Es finden sich dort viele eigenartige (wenn auch meistens kleinere) nachgründerzeitliche Villen.
    Freilich stehen in Berliner Randbereichen solche Villen zuhauf (ja zu Hunderten) herum, dafür aber nicht im Schatten des größten Denkmals Europas:


    (Quelle: Eigene Bilder)

  • Und noch ein kleiner Nachschub.


    Blick durch die Münzgasse im Süden der Stadt



    Blick durch Peterskirchhof / Magazingasse in der nördlichen Innenstadt



    Markt



    Spiegelung Münzgasse vs. Petersteinweg wieder im Süden der Stadt



    Bilder: Cowboy

  • Bunt geht's weiter rund um den Möbiusplatz.
    An seiner Westseite diese Häuserreihe mit hölzernen Altanen wie man sie noch hier und da in Leipzig findet:


    Am Rande des Platzes schlengelt sich die Oststraße gen Innenstadt:


    Parallel zur Oststraße verläuft die Eilenburger Straße.
    Hier die Ecke zur Robert-Volkmann-Straße:


    Eilenburger Straße in Richtung Möbiusplatz (Bäume rechts hinten):


    Jugendstil:


    Eingangssituation in der Robert-Volkmann-Straße:


    (Quelle: Eigene Bilder)

  • Konnte am langen sonnigen Wochenende einige Bilder in den photogenen südlicheren Regionen Leipzigs machen:


    Neues Rathaus:


    Karl-Tauchnitz-Str.:


    Etwas Grünes:
    Johannapark:


    Am Elstermühlgraben (Höhe Julburg):


    Wunderbar bunte Blumenbeete im Clara-Zetkin-Park:



    Simsonplatz:


    Dann noch ein Paar Ecken in der Südvorstadt:







    Friedenspark mit Russischer Gedächtniskirche:


    (Quelle: Eigene Bilder)

  • Wem's zu Wohl is', zieht nach Gohlis. Dieser vor allem im 19. Jh oft gebrauchte Reim für diesen Stadtteil ob seiner gehobenen Wohnlage gewinnt heute zunehmend wieder an Bedeutung. Im Krieg halbwegs verschont worden, zu DDR-Zeiten kaum angefasst und heute zu circa 90 Prozent saniert, dazu Innenstadt, Zoo und Auenwald gut zu Fuß erreichbar, erfreut sich Gohlis wieder großer Beliebtheit.



    Ausblicke über die Dächer von Gohlis und den angrenzende Vierteln.


    Blick nach Nordwesten über Gohlis bis Möckern. Links die Kirchturmspitze der Friedenskirche (wird nicht mehr kirchlich genutzt) und in der Mitte der Turm des Schiller-Gymnasiums.




    Blick nach Norden bis zum Stadtteil Eutritzsch.



    Blick nach Osten zur Michaeliskirche.



    Gleicher Blick mit Zoom



    Blick nach Westen mit Spitze des Gohliser Schlösschen



    Blick nach Süden.

    Bilder: Cowboy