Leipzig: Alte Messe + Revitalisierung "Kohlrabizirkus"

  • Messehalle 12


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    Update zum Um- und Neubau der historischen Messehalle in ein modernes Verwaltungszentrum (städtische Ämter und Gewerbezentrum) für ca.1500 Angestellte.


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    Zwischen den beiden erhalten gebliebenen historischen Portalen wird aktuell die Baugrube für den Verwaltungsneubau ausgehoben - unter Erhalt der denkmalgeschützten Bausubstanz:


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    Blick von Resten des Südportals…


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    zurück zum Nordportal (Sowjetischer Pavillon):


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    ©555Farang


    Wenn fertig in 2024:


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    s&p

  • ^ + ^^ es handelt sich dabei um weitere Ansiedlungen auf der Alten Messe, welche die Stadt als "BioCity-Campus" vermarktet. Neben der hier schon genannten Erweiterung des dortigen Max-Planck-Instituts zum "Max-Planck-Campus" und dem Umbau des ehemaligen Sowj.-Pavillons für Biotech-Bereiche, hat die Stadt auch einen städtebaulichen Wettbewerb für die Flächen rund um die ehemaligen Großmarkthallen entwickeln lassen und will diesen im Januar 2023 vorstellen. Laut LVZ wollen hier mehrere Entwickler Bauten für Lifescience errichten.


    Kann also durchaus sein, dass der Beitrag der 'Stadtbau AG' für das Gebiet am Bayerischen Bahnhof nur spiegelverkehrt dargestellt ist. Zumindest würde die Beschreibung passen.


  • Neujahrsupdate alte Messe

    Bio Square

    Baugrube fertig und wohl noch kein Rohbauer gefunden

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    Hornbach

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    Verwaltungszentrum Messehalle 12


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  • Die LVZ schreibt, dass die Stadt Leipzig den Bereich Alte Messe / West neu beplant und dazu ein Ideenwettbewerb stattgefunden hat. Die Ergebnisse werden ab dem 18.01. ausgestellt im Stadtbüro am Burgplatz.


    Worum geht es? Um 37 Hektar quasi rund um den Kohlrabizirkus. Entstehen soll ein Gewerbeareal. Westlich des Kohlrabizirkus soll ein Stadtplatz zur S-Bahn hin enstehen. Ein Radweg in Richtung Markkleeberg soll eingeordnet werden. Kohlrabizirkus und Lokschuppen sollen prägende Funktionen erhalten. Ein neuer Grünzug soll zudem Naturbereiche verbinden. Zudem sollen drei Bürohochhäuser enstehen. Genaueres werden wir wohl erst in der kommenden Woche erfahren. Hauptansiedlungen soll es in den Bereichen BioTech, Medizin und Lebenswissenschaften geben, auch kommunale Ämter oder Teile der Universität könnten dort angesiedelt werden. Bedarf ist wohl entsprechend da.


    Kritisiert wird die Herangehensweise der Stadt, da der benachbarte Bereich Bayrischer Bahnhof nun schon seit dem 18. April 2012 per Bauleitverfahren beplant wird und das nun schon seit fast 13 Jahren immer noch nicht abgeschlossen ist...


    In einem Nebensatz wird erwähnt, dass die geplante Großsporthalle nicht mehr in den Bereich der alten Messe soll, sondern in den Leipziger Norden...

  • Laut LVZ wird am 18.01.23 der Sieger für den städtischen Ideenwettbewerb für einen neuen Technologiepark am Kohlrabizirkus ("Alte Messe/West") präsentiert und im Stadtbüro im Neuen Rathaus ausgestellt. Im Rahmen dieses Wettbewerbs wurde das Areal zwischen Bahn, Richard-Lehman-Str., Zwickauer Str. und Semmelweißstr. betrachtet (inkl. eines Zipfels südlich der Richard-Lehmann-Str.).


    Der bereits festsehende Siegerentwurf sieht wohl u.a. auch drei Bürohochhäuser vor. Die geplante Großsporthalle ist dort nicht mehr berücksichtigt.

    Hauptsächlich soll Gewerbe aus Biotechnologie, Medizin, Lebenswissenschaften, sowie Sport, Kultur und Freizeit angesiedelt werden. Ein Radschnellweg von der City bis Markkleeberg ist an der östlichen Seite der Bahnstrecke vorgesehen. Jedoch wird auch von Konlikten mit den Grundstückseigentümern gesprochen, da sie wohl nicht ausreichend in die Planung einbezogen wurden.


    Ich bin gespannt: https://www.lvz.de/lokales/lei…ROZS3IAKN22PY676ZFGE.html

  • https://vollack.de/projekte/cll-citylab-leipzig


    Die Alte Messe belebt sich weiter. Die Brache zwischen Hornbach und Stadler wird bebaut. 👍

    Hier der Bereich an der Puschstraße, der für die beiden Vollack-Gebäude vorgesehen ist:

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    Hatten wir ggü. schon die Rückseite der Halle 15 (Stadler)?!

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    Im thread schon mehrmals gezeigt die in natura ziemlich beeindruckende Baustelle der Halle 12:

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    Am Ende der Straße erkennt man das im Bau befindliche Gymnasium an der Philipp-Rosenthal- Ecke Prager Straße, das den dortigen Stadtraum aufgrund seiner Größe schon jetzt merklich aufwertet:

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    Tour Alte Messe exit:

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    Eigene Bilder

  • Die LVZ schreibt, dass die Stadt Leipzig den Bereich Alte Messe / West neu beplant und dazu ein Ideenwettbewerb stattgefunden hat. Die Ergebnisse werden ab dem 18.01. ausgestellt im Stadtbüro am Burgplatz.

    ....

    Bevor morgen der Siegerentwurf vorgestellt wird ein kleiner Rundgang über das Areal rund um die ehem. Großmarkthalle:

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    Blick hinüber zur Veterinärmedizinischen Fakultät der Uni:

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    Im Hintergrund der Magazinturm der Nationalbibliothek:

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    Einmal um 180 Grad gedreht:

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    Nebenan befindet sich der alte Lokschuppen, der ebenfalls revitalisiert werden soll:

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    Westliche Seite der Halle:

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    MDR-Zentrale im Hintergrund:

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    Blick Richtung Südvorstadt:

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    Nördliche Front der Halle:

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    Entlang der Straße An den Tierkliniken - Uni-Tiermedizin, Magazinturm und irgendwo dahinten lugt noch die Russische Gedächtniskirche hervor:

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    In der Nordhalle spielen die Icefighters Eishockey und nebenan befindet sich mit dem Institut für Zukunft einer der besten Clubs Deutschlands:

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    Die Tour endet mit einem Blick zurück zu den größten Massivkuppeln ihrer Zeit:

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    Eigene Bilder

  • ^ So langsam sickern die ersten Informationen zur geplanten Neugestaltung des Areals durch - die Stadt Leipzig berichtet ebenfalls.


    Demnach hat das Berliner Büro de+ architekten gmbh zusammen mit BACHER Landschaftsarchitekten den ersten Preis gewonnen. Ein teaser wurde auch schon veröffentlicht:


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    de+ architekten


    Der Siegerentwurf überzeugte wohl die Jury durch die „klare Integration des Bestandes“ rund um die ehemalige Großmarkthalle. Hervorgehoben wurden weiterhin:

    • die ruhigen Blockstrukturen in dem Quartier
    • der geplante kleine angerförmige Park als grünes Zentrum
    • die Anpassung an die städtebaulichen Strukturen der gegenüberliegenden Tierkliniken entlang der Zwickauer Straße

    Wobei das natürlich nur der erste Wurf ist - später soll ein detaillierter Masterplan erarbeitet werden, der wiederum in den zukünftigen Bebauungsplan für das Areal (ab 2025/2026) einfließen soll.

  • ^ Um nicht alles schlecht zu reden, die Blockstruktur finde ich super. Aber! Es steht in unmittelbarer Nähe ein 191m hoher Turm. Warum sehe ich im ersten Entwurf nicht mal EIN Hochhaus mit 100m Höhe? Alle reden über Klimaschutz, Wohnraum und Büros (egal ob für Großfirmen oder Startups) und dann kommt sowas? Man hat die Chance ein ewig großes Areal neu zu gestalten. Aber es kommen dann nur so Klötzchen mit 5-6 Stockwerken, zum Teil auch löbliche 7 oder 8, ausgenommen die Hochpünktchen auf der anderen Seite (und die sind auch nur so ein Haufen Elend), aber wo spiegelt sich die Aufbruchsstimmung in Leipzig in der Baubranche wieder? Leipzig hat seit etlichen Jahren einen super Hype und Ruf. Aber man muss dann auch mal auf den Zug aufspringen und sich nicht kleiner machen als man ist. Ich verlange nicht solche Projekte, wie in FFM vom Umfang und der Höhe. Aber wie viel Wald und wie viel Ackerland müssen noch dran glauben, bis man es in Europa, speziell in Deutschland versteht, nicht mehr in die Breite, sondern in die HÖHE zu bauen. Ich warte sehnlichst auf diesen Tag.

    Aber warten wa ma ab, wat die Zeit so mit sich bringt.

    Ach und um noch einmal nachzutreten: Die Zeit, bis jemand mal in die Puschen kommt (egal ob Bauherr oder Stadtrat), also zu Planen (am besten nicht 20 Jahre) und dann auch mal anfängt zu bauen, ist bodenlos! Stichwort: Leipzig 416, Parte- HH, HH Goerdelerring, ...


    Trotzdem danke Farang für den Beitrag!

  • ^ Yup - was auch immer aus den 3 geplanten Bürohochhäusern geworden ist? Seit Hivepark hatte ich mich auf eine deutlich höhere Bebauung gefreut, zumal der direkte S-Bahn-Anschluss auch die Kapazitäten für ein sehr viel dichter bebautes Quartier bieten würde…

  • ^ Warum sehe ich im ersten Entwurf nicht mal EIN Hochhaus mit 100m Höhe? Alle reden über Klimaschutz,

    Oh Gott, wieder diese Hochhaus- Diskussion. Der ökologische Fußabdruck von Hochhäusern ist grottig, der CO2- Ausstoß wesentlich höher als im Flachbau (https://baubiologie-magazin.de…ern-lebenswert-und-dicht/). Und deutlich teurer ist der Bau (und damit auch der Unterhalt) auch noch.


    Wer soll also in einem Hochhaus an dieser Stelle wohnen, wer soll die Mieten bezahlen können? Für die, die diese Mieten zahlen könnten, ist der Standort sicher keine attraktive Stelle. Und selbst wenn es Büros sein sollen, auch diese Preise wären für die in Leipzig ansässigen Firmen schlicht nicht bezahlbar. Oder soll die Stadt dort auf 30 Stockwerken Sozialwohnungen bauen? Dann wäre man im Schwarzbuch der Steuerzahler auf Seite 1 zu finden...

  • ^man darf aber nicht nur den einzelnen Bau betrachten, sondern die ganze Stadt. Und da gebe ich Constantin recht. Innerhalb der Stadt ist es wichtig, in die Höhe zu bauen, um mehr Platz in der Fläche zu haben, damit die Menschen auch halbwegs atmen können. Zumindest an solchen Stellen, an denen man die Chance hat, die Flächen neu zu gestalten.

    Einmal editiert, zuletzt von Nuperus ()

  • ^Für mich steht neben den Kosten außerdem die Frage, wo man bitte einen (oder mehrere) 100m Trumm hätte platzieren sollen?
    "Vorne" an der Semmelweisstraße ist jedenfalls kein Platz, zumal ich das im Kontext mit Lokschuppen und Kohlrabizirkus unangebracht fände. Wenn überhaupt, wäre vielleicht der Standort geeignet gewesen, der auch im Hivepark-Projekt gewählt worden ist. Ob das nun die Bebauung fernab von jeglichen betriebswirtschaftlichen Betrachtungen attraktiver gemacht hätte...für mich eher nicht.


    So ein Punkthochhaus ist außerdem auch immer aus Sicht von eventuellen Verschattungen kritisch zu sehen (das Areal liegt quasi in Nord-Süd Ausrichtung). Ich hoffe doch mal, dass viele der Gebäude entsprechend mit PV-Anlagen auf den Dächern ausgestattet werden sollen. Direkt gegenüber steht bald eine Sporthalle mit Sportplatz auf dem Dach.


    Vielleicht hätte man noch ein, zwei 40-50 Meter Türmchen setzen können, analog zu dem kleineren geplanten Hochpunkt an der Richard-Lehmann-Straße.

    Aber wie gesagt, es handelt sich um einen ersten Wurf und der finale Bebauungsplan ist noch in weiter Ferne.

  • Oh Gott, wieder diese Hochhaus- Diskussion. Der ökologische Fußabdruck von Hochhäusern ist grottig, der CO2- Ausstoß wesentlich höher als im Flachbau (https://baubiologie-magazin.de…ern-lebenswert-und-dicht/). Und deutlich teurer ist der Bau (und damit auch der Unterhalt) auch noch.


    Wer soll also in einem Hochhaus an dieser Stelle wohnen, wer soll die Mieten bezahlen können? Für die, die diese Mieten zahlen könnten, ist der Standort sicher keine attraktive Stelle. Und selbst wenn es Büros sein sollen, auch diese Preise wären für die in Leipzig ansässigen Firmen schlicht nicht bezahlbar. Oder soll die Stadt dort auf 30 Stockwerken Sozialwohnungen bauen? Dann wäre man im Schwarzbuch der Steuerzahler auf Seite 1 zu finden...

    Irgendeinen Tod musste sterben!

    Wenn es um die Bezahlbarkeit geht, wird ein Anteil von bezahlbaren Wohnungen festgelegt. Es ist eben alles nur eine Sache des wollens. Und mal was von Hybrid- HH gehört? Bunte Mischung aus Hotels, Büro, Wohnen (hoch- und/ oder niedrigpreisig) und im Sockel Gastro und oder sonstige Läden. Heutzutage gibt es unendlich viele Möglichkeiten, man muss bloß mal anfangen zu gestalten. Un ni ewig immer über alles debattieren, sondern auch mal zu nem Schluss kommen! Und die Projekte umsetzen.

  • Aufs Erste wirkt der Entwurf gar nicht so verkehrt. Die Chance, etwas in die Höhe zu bauen, würde ich trotzdem nicht aus den Augen verlieren wollen. Ob es direkt 100m sein müssen, weiß ich nicht. Aber wenn man sich an der Zwickauer Straße an den beiden PH 16 Häusern (ca. 60 m) Ecke Arno-Nitzsche-Straße Orientiert und in dem kleinen Cluster Haema Blutspende, Richard-Lehmann- und Zwickauer Straße etwas mehr an an die 50m Marke geht und somit ein paar dutzend Wohnungen mehr unterbekommt, wäre das aus meiner Sicht eine Überlegung wert. Da sind wir auch nicht "bei der ewigen Hochhausdiskussion".

  • Ich muss jetzt mal ganz blöd fragen: Um Wohnungsbau geht es doch bei diesem Projekt gar nicht? So wie ich ich es bisher mitbekommen habe, soll doch ausschließlich Gewerbe entstehen.

  • ^ Davon gehe ich auch aus. Interessant finde ich, dass der Lokschuppen und das angrenzende Grundstück mit beplant wurden - soweit ich weiß, gehörte das zum Bayerischen Bahnhof. Ob da ein Grundstückstausch stattgefunden hat?