2 Thesen zur Wohnanlage Limburgerstraße:
1) das wird noch ewig dauern
2) die Ecklösungen der DDR-Platten waren auch nicht schlechter
2 Thesen zur Wohnanlage Limburgerstraße:
1) das wird noch ewig dauern
2) die Ecklösungen der DDR-Platten waren auch nicht schlechter
Für den Bau von 201 neuen Wohnungen der LWB finden auf dem Grundstück Johannisallee aktuell bauvorbereitendende Arbeiten statt.
Hier ein paar Bilder von gestern:
Den erfolgten Baustart hat die LWB auch offiziell bekanntgegeben, zusammen mit den bereits bekannten renderings von (verdächtig mit Efeu zuhangenen) 7-Geschossern, die an der Stelle bestimmt niemanden stören und eher für sinnvolle Nachverdichtung sorgen (REWE und Trams 2 & 16 und Bus 60 gleich nebenan).
©555Farang maps
^ off topic question: Waren die vertikalen Mittelachsen der Hochhäuser^(Typ LE) mit dem hohen Glasanteil schon zu DDR-Zeiten so oder kam das erst später? Im letzten DD-Tatort im TV, welcher jene Dinger in LE-Grünau zeigte, sah man das auch dort. Das wundert mich, denn ddr-typisch ist sowas ja nicht - zumindest nicht an Typenhochhäusern, oder? Dort scheint ja unten der Eingang zu sein, und hochwärts dann die Treppenhaus- und Fahrstuhllage.
Das war beim Typ Erfurt oder PH16 - so die offiziellen Bezeichnungen dieses Typ Punkthochhauses - schon bauzeitlich so. Dieses Segment des Gebäudes, von dem du sprichst und das auf deinem Foto zu sehen ist, war immer nach Norden orientiert (da man so nur zwei Wohnräume dem dunklen Norden "opfern" musste). Ansonsten liegt dort das Treppenhaus, der Haupteingang ist jedoch dem westlichen Segment zugeordnet und die zwei Fahrstühle liegen innen.
^ Danke und wieder was dazugelernt. Beim Typ Erfurt nahm ich bislang nur diesen hier wahr, welcher ca. 13 mal besteht in EF, und welcher WHH 5/17 heisst,
weil er sogar 17 Etagen hat. Mir gefällt er fast am besten von allen DDR-Hochhaustypen. Den PH16 gibts tatsächlich in Erfurt auch ca. 12 mal (habe nur grob gemapst), aber ich denke in Leipzig noch viel häufiger. Der für mich "leipziger" Bautyp ist also ursprünglich und bauhistorisch der "erfurter" Bautyp. Nungut. Wer's ganz ganz genau wissen will, dem sei diese wohnhochhaeuser.pdf empfohlen, da gehts über alle Hochhaustypen in der DDR.
Circa 40 gab es in Leipzig, 27 gibt es noch.
Die während der Baumaßnahme Gorkistraße als Interimsparkplatz genutzte Fläche in der Schmidt-Rühl-Straße wurde mit dem Hinweis versehen, dass der Parkplatz zu räumen ist, da es sich im LWB Baugrund handelt.
Jetzt habe ich auf der LWB Seite allerdings nichts gefunden, was auf anstehende Aktivität an entsprechender Stelle hindeutet.
Nach etwas Google-Recherche habe ich dann ein LWB-Dokument aus 2015 gefunden, in dem es heißt:
"Gemeinsam mit dem ASW führt die LWB das Modellprojekt Kooperatives Wohnen in dem Geschosswohnungsneubau Schmidt-Rühl-Straße durch."
Sollte dieses Projekt jetzt etwa in die Umsetzung gehen?
Hier der Link zur Stelle in Google-Maps
^ Danke und wieder was dazugelernt. Beim Typ Erfurt nahm ich bislang nur diesen hier wahr, welcher ca. 13 mal besteht in EF, und welcher WHH 5/17 heisst,
weil er sogar 17 Etagen hat. Mir gefällt er fast am besten von allen DDR-Hochhaustypen. Den PH16 gibts tatsächlich in Erfurt auch ca. 12 mal (habe nur grob gemapst), aber ich denke in Leipzig noch viel häufiger. Der für mich "leipziger" Bautyp ist also ursprünglich und bauhistorisch der "erfurter" Bautyp. Nungut. Wer's ganz ganz genau wissen will, dem sei diese wohnhochhaeuser.pdf empfohlen, da gehts über alle Hochhaustypen in der DDR.
Leider ist die von Dir verlinkte PDF sehr unvollständig und enthält viele WHH-Projekt aus DDR-Zeiten nicht. Hier ein etwas detaillierterer Beitrag:
https://bauarchivddr.bbr-serve…-13-1-erfurt-whh-5-17.pdf
Wer sich eine Übersicht zu den DDR-"WHH" verschaffen will, wird hier fündig:
https://bauarchivddr.bbr-serve…uch/wohnungsbau/index.htm
Archivbestand/3 industrieller Massenwohnungsbau/3.4 Plattenbauweise/3.4.14 Wohnhochhäuser (WHH)/3.4.14.2 Projekte
@ ADMIN: richtiges Thema?
Gestern wurde vom Stadtrat eine Veränderungssperre für die Innere Westvorstadt beschlossen. Dies umfasst im konkreten Fall auch die Fläche des Parkplatzes an der Gottschedstraße inkl. Baumbestand: https://www.lvz.de/lokales/lei…IJGJG5JO3TW53XLXAGTY.html
Ein privater Grundstückseigentümer wollte dort Wohnhäuser mit Läden und anderen Gewerbeeinheiten im Erdgeschoss errichten. Ein Grundstückstausch konnte nicht vollzogen werden da die Stadt über keine wertgleichen Flächen in zentraler Lage mehr verfügt.
Auf dieser Aufnahme hinter dem Centraltheater angedeutet die Vorkriegsbebauung an besagter Ecke:
Da stockt mir oft der Atem, wenn ich solche Fotos sehe. Wie traumschön dieser Blick einst war!
Ich bin hin- und hergerissen, ob mir eine (gelungene!) Bebauung oder ein Park mit Spielplatz an dieser Stelle lieber wäre. Am liebsten wäre mir Bebauung mit integriertem Spielplatz im Vorgarten oder Hof und massig Straßenbäumen.
Woran liegt es eigentlich konkret, dass ausgerechnet die LWB immer wieder architektonisch unangenehm auffällt?
Bei der letzten Veranstaltung in der Reihe "Netzwerk Baukultur Leipzig" wurde eine ähnliche Frage gestellt...
Und zwar von Sebastian Schröter (Sero Architekten) - der Schatten links im Bild - an Thomas Dienberg - zweiter von rechts -
...es wäre in Diskussionen (zuvor war das Gestaltungsforum Thema) schwierig, Bauherren von guter Architektur im Sinne der Gestaltungs-Richtlinien zu überzeugen, wenn sich die Stadt bei ihren eigenen Bauwerken nicht daran hält. Als Beipiel wurden LWB-Neubauten genannt.
Dienbergs Antwort: Es sei geplant, sich demnächst mal mit der LWB zusammenzusetzen und dieses Thema zu besprechen.
Zur freundlichen Erinnerung: Er ist seit 2020 Bürgermeister für Stadtentwicklung und Bau sowie Aufsichtsratsvorsitzender der LWB, die sich in ihrem Headquarter voller Stolz mit prächtigen Bildern ihrer Architektur-Highlights schmückt...
...und auch im Hinblick auf andere Bauten, bspw. Schulen, konnte der Baubürgermeister nicht zusichern, dass einfachste baukulturelle Ansprüche in Zukunft erfüllt werden.
Ich weiß nicht, ob das Objekt Graßdorfer Str. 26 mit dem in der Edlichstr. 15-17 zusammengehört...
Blick aus der Edlichstr. - nachfolgend "Fußweg" in der Graßdorfer:
...und auch beim aldi sind derzeit Wohnungen im Angebot,
Herrmann-Liebmann-Str. 73:
Umfeld:
Meine Güte... Bei der LWB stinkt auf jeden Fall etwas vom Kopf her. Wer oder was da stinkt, weiß ich nicht genau. Herrn Dienberg würde ich schon abnehmen, dass ihm Qualität wichtig ist. Warum es niemand anzupacken scheint, die LWB auf den richtigen Pfad zu schieben, verstehe ich nicht. Bei allem Fokus auf die Quantität muss es doch trotzdem möglich sein, einen gewissen ästhetischen Standard hochzuhalten.
Viele private Bauvorhaben, die hier gezeigt werden, sind besser als die LWB-Ware, es geht also. Die Beispiele aus Rundlings oberem Beitrag sind mir trotz einiger Unzulänglichkeiten auch ganz sympathisch, dank grundsätzlich richtiger Stoßrichtung und einiger schöner Details.
Ich hoffe irgendwie sehr, dass die LWB beim Matthäikirchhof doch nicht zum Zuge kommt oder in Sachen Gestaltung extrem entmachtet wird. Dort wären deren Fehltritte wirklich maximal fehlplatziert.
Beim Projekt "das brand" finden auf dem Grundstück in der Brandvorwerkstr. 23 Bauvorbereitungen statt. Laut Website ist Baubeginn Anfang 2025.
Laut elektronischem Amtsblatt wurde eine Baugenehmigung für die Errichtung von 8 Mehrfamilienhäusern in der Kirschbergstr. 59-61 erteilt. Sind dazu Visualisierungen bekannt?
^ Keine Visus aber Eindrücke vom Baugrund:
Kirschbergstraße 59-61
Eine Visualisierung gibt es dagegen vom Neubauprojekt Kirschbergstraße 31-33:
Quelle: https://rendity.com/de/investments/kir31
Aktuell steht auf dem Grundstück noch dieser Bestand:
Zur Zeit finden Bauarbeiten auf dem Grundstück Kurt-Eisner-Str. 59 statt:
Planung:
Quelle: https://www.cityinvest-gmbh.de/
Ebenfalls im Bau ist die Mühlholzgasse 24:
Im Forum schon bekannt ist das fertiggestellte Eliseneck in der Südvorstadt. Konnte es mir nun auch live und in Farbe anschauen und finde das Ergebnis in Ordnung:
Eigene Bilder
Beuchaer Str. 17
Von weitem betrachtet, fügt es sich durch die Dachgestaltung recht gut ein...
...je näher man der Sache aber kommt,
...desto unschöner wird es.
Ein perfektes Beispiel dafür, dass Fraktalität als an die Natur angelehntes architektonisches Prinzip enorm wichtig ist und beim Entwurf offenbar nicht mehr verstanden oder aus anderen Gründen nicht mehr angewandt wird.