Zur Residenz am Waldplatz: Auf den fünf Grundstücken sollentatsächlich fünf Gebäude entstehen, das kleine Eckgrundstück zum Waldplatz ist aber nicht Teil des Vorhabens. Ich bin gespannt, ob das heißt, dass dort zunächst eine Brandwand entsteht und ein späteres Bauvorhaben dann die delikate Aufgabe haben wird, auf geringer Grundstücksfläche dem Waldplatz die südwestliche Fassung wiederzugeben. Kann toll werden, oder richtig in die Hose gehen.
Die anderen Bauvorhaben zeigen, dass der Anspruch an Neubauvorhaben in Leipzig weiter steigt, da möchte ich aber nochmal die Straße des 18. Oktober 11 herausheben, gerade dort halte ich die Erweiterung im ähnlichen Baustil für sehr wichtig und richtig, und würde mir wünschen, dass das Ganze künftig noch weitergeführt wird. Auf jeden Fall ein Entwurf, der weitaus stilsicherer daherkommt als die sonst etwas kitschig angehauchten Projekte der Atrium.
Gar nix anfangen kann ich mit den Elisenhöfen und kann mir eigentlich nicht vorstellen, dass dort ein solch einförmiger Block mit großen Sichtbetonanteilen durchgewunken wird. Hier würde ich mir definitiv eine bessere Aufteilung wünschen, die Stadtbau kann das doch eigentlich, trotz seiner Grobschlächtigkeit macht das der ebenfalls von bbl stammende Neubau in der Rochlitzer Straße besser. Insgesamt hat man bei den Stadtbau-Wohnprojekten den Eindruck, dass die Qualität bei sich ständig vergrößernden zu bebauenden Grundstücksflächen simultan sinkt, gehörten deren Projekte vor ein paar Jahren eigentlich immer zu den Highlights.