Leipziger Wohnungsbau

  • Danke für die Bilder.


    Zitat von DrZott

    An der Elsterstraße entsteht ein weiterer Neubau - quasi Rücken-an-Rücken mit dem Neubau Gottschedstraße:


    Da fällt mir ein, dass das städtebaulich wichtige Eckgrundstück Gottsched-/Elsterstraße ja neu bebaut werden sollte. Angeblich schon im Juni, jetzt sieht es auf den Bildern jedoch so aus, als ob noch nicht einmal das Grundstück vom Grünzeug beräumt wurde. Es soll ein Wohnungsneubau mit 8 Wohneinheiten bis Ende 2013 entstehen. Entwickler sind die Künne Immobilien Gruppe. Die Architektur steuert das Büro Langheinrich + Manke bei, die vor kurzem bereits dieses hier umstrittene (für meine Begriffe jedoch gelungene) Wohnhaus fertiggestellt haben.


    Das Projekt wurde hier schon einmal vorgestellt, ich weiß, Bilder aber m.E. noch nicht direkt eingebunden. Markant an diesem Neubau ist die abgerundete Ecke. Gefällt mir gut, aber seht selbst:






    Visualisierung: Langheinrich + Manke Architekten

  • Ist das im Zuge der Elsterstraße so eine Art Schaufassade?? Ist wahrscheinlich die einzige Chance, an diesem spitzwinkligen Grundstück einigermaßen gescheite Grundrisse und "Hinterhofbalkone" zu kreieren. Sehr schönes Projekt - in der Tat.
    Ihre Beobachtung ist richtig: am Grünzeug hat sich nicht das geringste getan.

  • Diese pergolaartige Fassadenverlängerung haben L+M ja bereits in anderer Form bei den Stadthäusern in der Audorfstraße angewendet, vielleicht wird es ja ihr Markenzeichen ;)


    Laut Bauschild sind jedenfalls sämtliche Einheiten bereits verkauft, es ist also mit einem baldigen Baubeginn zu rechnen. Meine Vorhersage von Seite 2, der Frühling 2008 sei der letzte für das Gestrüpp an der Ecke, hat sich allerdings nicht ganz bewahrheitet :) Interessant, wie es immer wieder zu solchen Neubau- und Sanierungsballungen kommt, die Elsterstraße wird nach Fertigstellung der Neubauten und der Sanierungen von Haus Leipzig und Kulturbundhaus einen völig anderen Charakter haben als noch vor wenigen Jahren. Wenn es jetzt nur noch mit der Kanalfreilegung etwas schneller gehen könnte...

  • Neubau Hohe Straße 60


    Den Neubau in der Hohen Straße im Musikviertel kann man von weitem schon erkennen >>



    An der Ecke Haydnstraße. Dieses Gebäude hebt sich heraus und sitzt farblich ganz gut.



    Nahaufnahme. Hatte gerade eine Führung, deshalb nur von der Seite.

    Einmal editiert, zuletzt von DAvE LE () aus folgendem Grund: Hausnummer ergänzt...

  • ^ meiner Meinung nach absolut gelungen! Obwohl man sich nur bei der Traufhöhe am Blockrand orientiert hat, fügt sich das Gebäude sehr gut in den Bestand ein. Trotzdem ist man einen radikal anderen Weg gegangen und hat sich mit Farben und Materialien einen mutigen Kontrast getraut. Die abgerundeten Eisenverkleidungen lassen die Fassade und das Fassadenmaterial weniger streng wirken. Die Farbgestaltung ist nicht häufig in Leipzig anzutreffen, lässt aber die meist hellen Putzfassaden der Neubauten langweilig wirken. Und die gewellte Abgrenzung zu den Nachbargebäuden hebelt den Fakt der ungleichen Fensterlinien aus.


    Ein Gebäude das sich abgrenzt ohne ein Solitär zu sein. Das ganz im Sinne des Kompetenzzentrums am Simsonplatz. Ich hoffe davon sehen wir in Zukunft mehr in der Stadt.

  • Das hoffe ich nicht. Das Gebäude übertreibt es für meinen Geschmack etwas mit dem anders sein. Das braun hätte ich wohl gegen ein silber-grau eingetauscht und vorallem bündig mit den Nachbarn abgeschlossen. Hier ist jetzt ein Vorsprung von gut 20-30 Zentimetern zu den Nachbarfassaden der durch den krasse Farbunterschied sehr hervorsticht. Alles in allem drängt sich das Gebäude zu sehr in den Vordergrund.


    Ich würde mir solche Archtitektur, wie auch das Gebäude am Simsonplatz welches ich dort auch nicht für richtig platziert halte, lieber nebeneinander im Ensemble wünschen als verstreut. In einer Straßenzeile wo es gelungen ist die Mehrheit der Gebäude zu erhalten sollte man den Bruch nicht zwanghaft suchen.

  • Zu #1033 / #1034:


    Die Architektur halte ich aus den von dir beschriebenen Gründen für gelungen, die Farbwahl jedoch keinesfalls. Mit einer ähnlich pastellosen Farbe wie bei Leipziger Gründerzeitbauten üblich hätte das Gebäude echtes modernes Bauen im Bestand bedeutet, dieser jetzt stärkstmögliche Kontrast erscheint wieder mal bestenfalls als stadtraumschädlicher Rülpser eines zu groß geratenen Architektenegos.


    Bis auf die Abscheulichkeit in der Paul-Gruner-Straße kann man bei den Neubauprojekten der jüngeren Zeit aber tendenziell eine höhere bauliche als auch architektonische Qualität als noch vor ein paar Jahren feststellen. Sehr erfreulich. Ob dies auf die langsam auch in Leipzig anziehenden bzw. höher erzielbaren Mieten zurückzuführen ist?

  • Danke für die Fotos des Neubaus in der Hohen Straße 60. Vor ca. zwei Wochen stand ich schon davor, das Gebäude war noch eingerüstet, aber äußerlich fertiggestellt. Ebenso ziemlich beeindruckt war ich von der ausdrucksstarken Wirkung. Die architektonische Besonderheit wird hier, wie schon beim Neubau in der Schwägrichenstraße, fast ausschließlich über die metallenen Balkonelemente gezeichnet.


    Eines der Kritikpunkte hinsichtlich dieser Visualisierung war ja meines Wissens, dass der Neubau zu grau werden könnte. Die Bilder von Dave entkräften dies. Und auch sonst passt er genau an diese Stelle. Ein Nebeneinander mit anderen aktuellen Neubauten wie von Saxonia gewünscht hätte nicht die gleiche Wirkung gehabt. Das gilt auch für das Ärzte-Zentrum. Genauso lässt der Neubau die beigen Fassaden der Gründerzeitler nicht langweiliger aussehen, sondern hebt sie durch den starken Kontrast m.E. noch hervor, wie auch umgekehrt, dass der bräunliche Ton des Neubaus erst im Zusammenspiel mit den hellen Gründerzeitfassaden zur Geltung kommt.



    Noch ein Detailfoto von vor zwei Wochen. Bei den anderen Fotos auf meiner Festplatte stört noch das Gerüst.

    Bild: Cowboy

  • Genauso lässt der Neubau die beigen Fassaden der Gründerzeitler nicht langweiliger aussehen, sondern hebt sie durch den starken Kontrast m.E. noch hervor, wie auch umgekehrt, dass der bräunliche Ton des Neubaus erst im Zusammenspiel mit den hellen Gründerzeitfassaden zur Geltung kommt.


    Na, ein Glück, dass das kein Totschlagargument ist bzw. nicht auch Anwendung auf einen Flakbunker in einer Reihe von Gründerzeithäusern finden könnte... wobei, halt, letzte hat man als Wohnbauten getarnt.

  • Also ich muss zugeben, dass mich das Rostbraun und der Dachaufbau bisher nicht unbedingt überzeugen. Muss ich mir mal in Natura anschauen.


    Ich habe auch noch ein paar Bilder von meinem letzten Besuch beizusteuern. Zunächst nochmal die rege diskutierte Körnerstrasse 19 - ich finde, der Bau wirkt in Natura besser als auf Bildern, was wohl auch an den Details liegt - so den hölzernen Fensterrahmen und dem kritisierten Schrägdach. Zunächst die Frontalansicht:


    Hier die Fenster:



    Und nochmal im Strassenkontext:


    Ich bin auch kein Fan von horizontalen Fensterbändern, aber hier finde ich sie doch recht gelungen.


    Die Hoffassade präsentiert sich klassischer, auffällig sind die (vermutlich eloxierten) gelochten Balkonbrüstungen:


    Im Kontext:


    Im gleichen Innenhof sichtbar sind die rückwärtigen Fassaden der gerade fertiggestellten Stadthäuser in der Niederkirchner Straße:


    Würde ich insgesamt zu den etwas besseren Stadthaus-Fassaden in Leipzig zählen:


    Schließlich noch die längst fertiggestellten aber noch nicht abgerüstet gezeigten Stadthausneubauten in der Gustav-Mahler-Strasse 23-27. Wie bereits diskutiert, wirken die Gebäude zwischen zwei sanierten Gründerzeit-Brandwändern etwas deplaziert. Mit ein wenig Wartezeit hätte sich dort sicherlich auch Geschosswohnungsbau gelohnt:



    Neuigkeiten von der Planungsfront gibt es auch:


    Grassistrasse 32


    In das bisher nur von einem einzigen übrig gebliebenen Gründerzeitler bestandene Geviert zwischen Ferdinand-Rhode-und Grassistrasse sowie Haydn- und Robert-Schumann-Straße kommt Bewegung: nach den unlängst angekündigten Neubauten Ferdinand-Rhode-Straße 25 und 27 findet sich jetzt ein Exposé zur Grassistrasse 32, auch wieder geplant von der pmhle, im Netz:



    Quelle: pmhle



    Quelle: pmhle



    Quelle: pmhle


    Finde ich relativ gelungen, nette Details (Gliederung, nach Süden gerichtete Fensteröffnungen) und Holz mag ich einfach ;)


    Stadthäuser Lotzestrasse


    Auch in Gohlis-Nord tut sich etwas. Verkehrsgünstig um die Ecke von Kreuzung von Landsberger und Max-Liebermann-Straße gelegen werden momentan Stadthäuser geplant:

    Quelle: Künne Immo



    Quelle: Künne Immo

  • Grassistrasse und co

    Danke für die Neuigkeiten. Erstmal schön, dass die Stadt auch in einem so abgeräumten Baufeld wieder in geschlossenen Blockrand bauen lässt. Bis auf das nördlich angrenzende Karree scheint das ja in der direkten Umgebung nicht (mehr) der Fall zu sein. Genau in diesem Karree würde ich mir etwas mehr Abwechslung a la Hohe Straße 60 wünschen. Der neuere Entwurf ist so mittelmäßig in meinen Augen. Als Lückenfüller in einer ansonsten geschlossenen Straßenfront geeignet aber hier, wo man keine Rücksicht nehmen muss, zu brav angesetzt. Ferdinand-Rohe-Straße 25 und 27 sind da leider noch trister ausgefallen.

    Einmal editiert, zuletzt von Saxonia ()

  • Ohne das jetzt genau zu wissen, nehme ich ganz stark an, dass alles östlich der Ferdinand-Rhode-Strasse früher vollständig im Blockrand gebaut war, während es westlich dann die Stadtvillen- bzw. reine Villenbebauung war. Die Abwechslung wird m.E. kommen, wenn die zahlreichen noch fehlenden Blöcke von anderen Bauträgern umgesetzt werden. Es liegt aber in der Natur der Sache, dass die fast vollständige Neubebauung eines Blocks weniger zur Extravaganz einlädt als eine Lückenschliessung wie im genannten Beispiel.

  • Das ist aber schade. Wenn man nur, ich nehm den Begriff ma auf, extravagant ist um irgendwo Unruhe reinzubringen oder zu stören führt sich die zeitgenössische Architektenschaft ja selbst ad absurdrum. Die ganzen Gründerzeitquartiere wurden ja auch in wenigen Jahren neu aus dem Boden gestampft und mit optischen Reizen hat man da auch oft nicht gegeizt.

    Einmal editiert, zuletzt von Saxonia ()

  • ^ Naja, Extravganz lebt doch per se davon, sich vom Drumherum abzuheben. Wenn alles extravagant ist, ist eben nichts mehr extravagant :) Das gilt ja auch für die von dir angesprochenen Gründerzeitquartiere: mit optischen Reizen wurde wahrlich nicht gegeizt, viele Blöcke sind sich aber dann doch zu ähnlich, als dass manwirklich von Abwechslung sprechen könnte und wenn sich doch einmal etwas abhebt, ist es eher ein einzelnes Gebäude.

  • Aktuelle Impressionen von den Parkvillen auf der Ferdinand-Lassalle-Allee. Bei meinen letzten Besuch wurde nur an der ersten Villa gebaut. Heute sind schon alle drei im Rohbau fertig:



    Die letzte der drei Villen



    Straßensituation - im Vergleich zu Vorzustand: Urbanität ++



    Das mittlere Wohngebäude



    Villa Claire



    Straßensituation



    Und von mir auch nocheinmal die Hohe Straße. Also ich finde den Bau bei näherer Betrachtung gelungen. Er ist verspielt und eine echte Alternative zur Lego-Stein-Architektur. Viele Leute blieben sogar begeistert vor dem Bau stehen:





    __________________


    Generell sind mir auch in der Gegend rund um das Zentrum erstaunlich viele Neubauprojekte aufgefallen. (Leider hat es geregnet und ich konnte keine Fotos machen) Am Westplatz wird gebaut. In gründerzeitlichen Wohngebieten werden Lücken durch moderne passende Neubauten geschlossen. Durch die vielen Altbauten fällt hier in meinen Augen der ein oder andere "Fehlgriff" auch nicht so sehr auf.


    P.S.: Wenn man durch die Stadt läuft hört man aus jeder Ecke: "Diese ganzen alten Häuser. Das ist ja der Wahnsinn. Bei uns gibt's sowas nicht mehr. Klasse." Solche Aussagen, machen stolz in so einer schönen Stadt zu wohnen, auch wenn es noch das ein oder andere zu tun gibt. :)

  • Stadthäuser Limburger Straße



    An der Limburger Straße, westlich von der gleichnamigen Brücke.



    Blick auf die Garagen-Ein-/Ausfahrten und Zugänge zur Haustür.

  • Zentrum-West


    Die Neubauten in der Elsterstrasse haben jetzt teilweise die Traufhöhe erreicht:






    Mit dem Eckbau zur Gottschedstraße ist bisher aber nicht begonnen worden. Dafür ist man beim Neubau Gottschedstrasse 43 (im vorvorherigen Bild ist die Rückseite zu sehen) ziemlich weit, die Traufhöhe wird wohl der der nebenstehenden Altbauten entsprechen:


    Man kann schon mal konstantieren, das Stadthaus "rectangle" wird es schon mal nicht.


    Musikviertel


    Im Musikviertel ist sowohl mit dem Bau der Ferdinand-Rhode-Straße 24-26 aka. Quartier am Park (rechts) als auch mit der Haydnstraße 8-10 (links) begonnen worden:


    Der aktuellste Stand für das Quartier am Park ist wohl dieser hier:

    Quelle: pmhle


    Vorher gab es noch folgende Variationen - 2010:

    Quelle: pmhle


    Vorher gab es noch folgende Variationen - 2011:

    Quelle: pmhle


    Schade, die runde Ecke hat mir gefallen.


    Der Bau nebenan wird jetzt augenscheinlich von den Kollegen geplant, die folgende bunkerige Visualisierung unter dem Namen "Haus Boscha" im Angebot haben:

    Quelle: die Kollegen



    Quelle: die Kollegen


    Nach allem, was man bisher sehen kann, wird es dieser Entwurf aber mit Sicherheit nicht. Ebenfalls zur Erinnerung, es gab bereits folgende durchaus gefälligen Entwürfe - Auspurg, Borchowitz + Partner, 2011

    Quelle: Auspurg, Borchowitz + Partner


    Und Königwanderer, 2009:


    Und auch von mir noch zwei Bilder des Neubaus Hohe Straße 56, bei Sonnenschein kommt die Fassade gut:



    Zentrum-Süd


    Wie schon berichtet, der gerade fertiggestellte große Baukomplex zwischen Schletterstraße und Hohe Straße wird erweitert:


    Die teilverspiegelten Glasgeländer an den Balkonen sorgen bei Sonnenschein für interessante Reflektionen, leider kriegt man das auf Fotos nicht so richtig eingefangen:


    An der Ecke Karl-Liebknecht-Straße/Grunerstraße (vermutlich Karl-Liebknecht-Straße 24) wurde tatsächlich mit dem Bau begonnen, ein Entwurf oder Informationen dazu, was da gebaut wird, sind mir aber nicht bekannt. Ich denke aber mal, hier kann man davon ausgehen, dass ebenfalls Wohnungen entstehen werden:


    Südvorstadt


    An Stadthausneubauten kommt man allerdings wieder nicht vorbei ;) Zunächst diese hier in der Lößniger Straße 34-36:


    Und dieses bisher so nicht gezeigte Ensemble in der Scharnhorststraße:

  • ^ Die Stadthäuser auf den letzten beiden Bildern entstehen wenigstens auf städtebaulich wenig anspruchsvollem Terrain und fügen sich dort recht gut ein. Wichtig ist, dass Lückenbebauungen im Gründerzeitgürtel wieder mittels Geschosswohnungsbau erfolgt. Der Trend geht erfreulicherweise wieder eindeutig in diese Richtung. Danke für die Bilder.

  • UNITAS-Neubau "Apels Bogen"


    Heute, 8. September 2012, 11.00 Uhr bis 16.00 Uhr, lädt die UNITAS zu einem Tag der offenen Tür zu ihrem Objekt "Apels Bogen" am Westplatz (nicht am originalen) ein. Anlaufpunkt ist die Musterwohnung in der Käthe-Kollwitz-Straße 35. Hier findet die Vorstellung des Neubaus statt, dazu folgen zwei Vorträge um 11.30 Uhr und 13.00 Uhr.


    Quelle: Leipzig Fernsehen


    Ein Teil der Balkone wurden bereits montiert, wie ich gestern Abend beobachten konnte.