Marstall - neues Nutzungskonzept [in Schwebe]

  • Interessant, dass offenbar auch mal der Arnulfpark als Standort angedacht war.
    Ob sich die Gegner mit dem Klenze-Reko-Konzertsaal "ködern" lassen? Wohl eher nicht.

  • Die Alternative Residenzpost hätte aber auch "was" gehabt. Obwohl ich Herrn Braunfels persönlich nicht mag, gefällt mir seine Idee mit der Reko des Marstalls. Find ich sogar besser als der Entwurf vom Büro Schultes, wo der "alte" Raum von Rampen und Treppen durchschnitten worden wäre.

  • Laut Print SZ ist das Projekt einen Konzertsaal im Marstall unterzubringen gestorben, da man in dem Marstall keinen Konzertsaal mit "perfekter" Klangqualität unterbringen kann. Deshalb wird ein Neubau an komplett neuer Stelle untersucht. Möglicher Kandidat wäre zwischen der Von der Tann-Str und Galeriestr hinter dem Staatsministerum für Landwirtschaft.

  • Danke, das hatte ich am Wochenende auch gelesen. Mittlerweile steht der Beitrag auch online:
    http://www.sueddeutsche.de/z5y…eistaat-zur-Einsicht.html


    Unpassend ist es natürlich, dass sich die Stadt München hier ein weiteres Mal als Bremse in der Kulturpolitik hinstellt und sich ob des Scheiterns des Projekts nun freudig selbst auf die Schulter klopft. Grundsätzlich ist eine hochwertige Akustik natürlich absolut notwendig bei einem Konzertsaal-Neubau, allerdings wäre es wünschenswert, dass sich mal alle um die Sache bemühen anstatt sich über gegenseitige Zuständigkeiten und Parteipolitik zu profilieren.


    Den Alternativ-Standort an der Von der Tann Straße fände ich übrigens auch recht reizvoll für einen Konzertsaal.


    Hier weitere Beiträge zum Thema:
    http://www.merkur-online.de/na…onzertsaal-mm-758412.html
    http://www.ad-hoc-news.de/mars…l-fuer--/de/News/21304457
    http://www.br-online.de/br-kla…ignet-ID1273589136936.xml

  • Ach, die Idee dort in den Finanzgärten das neue Odeon zu bauen gab es bereits in den 20er Jahren ...
    Der Bauplatz ist doch nicht geeignet - auf allen vier Seiten würde ein Neubau von der Bestansbebbauung abgetrennt und eingekesselt(im Süden der lange Riegel der Hofgartengalerie, im Osten das Prinz-Carl-Palais, im Westen das monumentale Landwirtschaftsministerium, im Norden die dicht befahrene von der Tannstraße). Zudem liegen in den Finanzgärten die letzten Reste der Müchner Bastionen - die kann und wird man nicht abreissen. Außerdem geht direkt darunter der Altstadtringtunnel durch - sicher nicht gut für die Akkustik! Baut ein neues Innenministerium zwischen Staatskanzlei und Prinz-Carl-Palais und verwendet das alte Odeon wieder - die andere Idee sind doch nur Murks.

  • Ich schließe mich PaBr an. Der Marstall ist meiner Meinung nach nicht als Konzertsaal geeignet, da er viel zu langgezogen ist und die Umgebung zu wenig Atmosphäre hergibt.


    Am Odeonsplatz - dem ursprünglichen Standort - wäre dagegen eine charakteristisch passende Umgebung vorhanden. In der Nähe finden sich zahlreiche Cafés, Bars und Restaurants, die nach dem Konzert besucht werden könnten. Außerdem bietet der Odeonsplatz mit Feldherrnhalle, Theatinerkirche und Hofgarten wesentlich mehr Atmosphäre als der Marstallplatz, in meinen Augen strahlt der Odeonsplatz gar italienisches Flair aus!


    Übrigens war das alte Odeon bis zu seiner Zerstörung weit über München hinaus für seine exzellente Akustik bekannt und der beliebteste Konzertsaal der Stadt. Bereits während des Wiederaufbaus 1951/52 kritisierten hochrangige Kulturschaffende, dass hier mangels geschichtlichen Interesse ein steriles Verwaltungsgebäude entstehen soll!


    Ausgerechnet auf der Internetseite des Bayerischen Innenministeriums habe ich nun einen sehr interessanten Überblick über die Geschichte des ehemaligen Odeons gefunden (auch die vier PDF-Dokumente am Ende der Seite sind sehr lesenswert): http://www.stmi.bayern.de/mini…/geschichte/detail/06175/

  • Marstallplatz vor dem 2. Weltkrieg

    Links: Marstall, National- und Residenztheater, Allerheiligen-Hofkirche
    Rechts: Festsaalbau der Residenz und Hofgarten




    Quelle: Bildarchiv Foto Marburg