Sonstige Bauprojekte innerhalb der Wallanlagen

  • Danke. Deutlich ist die Aussage des Bauschilds leider nicht, was das Bauvorhaben erwarten lässt. Konkreter war im vergangenen Dezember ein FAZ-Artikel in der Reihe "Auf und zu". Hinter die noch abgeklebte Schaufensterfront zieht demnach das Einrichtungshaus Frick, das seinen Laden in der Kaiserstraße 28 verlassen muss. Der Mietvertrag wurde gekündigt, der Eigentümer hat andere Pläne mit den Räumen, heißt es.


    Interessanter ist die in dem Artikel auch erwähnte Möglichkeit, die noch vorhandene Passage zwischen Kaiserstraße und Große Gallusstraße wieder zu aktivieren. Diese geht auf die 1900 eröffnete Kaiser-Wilhelm-Passage zwischen den Liegenschaften Kaiserstraße 10 und Große Gallusstraße 5 zurück. Nach den Kriegszerstörungen wurde die Blockrandbebauung ab Mitte der Fünfzigerjahre neu errichtet. 1962 wurde die Passage als "Gas-Passage" wiedereröffnet, weiterhin betrieben von den Stadtwerken, die ihren Kunden dort die Segnungen eines Gasanschlusses im Haushalt nahe bringen wollten (wie an gleicher Stelle schon seit 1927, Foto). Später wurde die Passage geschlossen und zuletzt war dort der Fitness First Women Club, das erwähnte Fitnessstudio für Frauen.


    Frühjahr 2021, der Verlauf der ehemaligen Passage im Blockinneren ist ganz gut an der blassgrünen Dachhaut zu erkennen:


    Bild: https://www.deutsches-architektur-forum.de/pics/schmittchen/exabload/rrrrrccccccfajr7.jpg

    © Stadtvermessungsamt Frankfurt (Orthofotos 2021)

  • Schäfergasse 33 geräumt

    Gerade hat das Möbelhaus Bretz als letzter Mieter die Schäfergasse 33 verlassen. Aus Mieterkreisen war zu hören, dass die Liegenschaft im letzten Jahr den Eigentümer gewechselt hat. Die Stadt Frankfurt habe sie von einer Versicherung erworben. Weitere Informationen zur Zukunft des Gebäudes sind nicht bekannt.


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  • Kurt-Schuhmacher-/Allerheiligenstraße

    Die in Schmittchens Beitrag #1316 damals noch für 1. Halbjahr 2021 prognostizierte Eröffnung von tegut könnte sich jetzt wohl mit einem Jahr Verspätung verwirklichen. Entlang der Allerheiligenstraße und der Albusstraße wurde mit dem Einbau der Fenster begonnen.


    dsc03240bu8je9.jpgBlick Allerheiligenstraße Richtung Kurt-Schumacherstraße


    Hier zur Erinnerung ein Auszug aus dem Bauschild mit den vorgesehenen Nutzungsänderungen. Vom 1.-4. OG ist ja Wohnen vorgesehen. Für die Verwirklichung dieser Nutzung finden sich bisher noch keine Anzeichen.


    Nutzungsaufteilung und Nutzungs­änderung von 1 Verkaufseinheit im EG bis 4.OG in 2 Nutzungs­einheiten und Wohnen, 1. Nutzungseinheit mit Verkauf und Erweiterung der Verkaufsfläche (Lebensmittel) und die 2. Nutzungseinheit in Laden (Bäckerei) und Schank- und Speisewirtschaft ( Imbiss) im EG sowie in Wohnen im 1. bis 4.OG mit 42 WE, Fassadenänderungen und brandschutz- statisch und lüftungsrelevante Grundrissänderungen im KG, EG und Aufstellung von Kühl- und Lüftungsgeräten auf dem Dach in einem Wohn- und Geschäftshaus



    dsc03242bakjtu.jpg


    Hab dann mal beim Entwurfsverfasser Graf Architekten aus Montabaur nachgefragt. Dort war zu erfahren, dass es an der Kurt-Schumacher-Straße und an der Allerheiligenstraße ab dem 1. Obergeschoss alles beim Alten bleiben wird. Dort sei eine Umwandlung in Wohnraum nicht vorgesehen so dass sich der Auftrag hier nur auf die Umgestaltung des EG erstreckt. Eine Natursteinfassade (vermutlich Granit) sei für den Eingangsbereich des tegut vorgesehen.

    2 Mal editiert, zuletzt von Serendip ()

  • "WMF-Haus" (Bethmannstraße 58 / Kaiserstraße 15)

    Inzwischen ist auch das beim letzten Update Ende September noch nicht fertige Erdgeschoss sichtbar. Schriftzüge und eventuell weitere Details fehlen noch, doch das Ergebnis des aufwendigen Umbaus plus Aufstockung lässt sich nun beurteilen. Im Großen und Ganzen ist das Resultat aus meiner Sicht überzeugend. Eine Vorher-Nachher-Gegenüberstellung gibt es in diesem Thread.


    4998_bethmannstrasse_58_und_kaiserstrasse_15.jpg
    Bild: Schmittchen

  • Projekt "Taurus", Biebergasse 6-10 / Börsenplatz 7-11

    Die 2. Etage zur Biebergasse bekommt nun die Decken/ bzw. die 3. Etage die Bodenplatte. Die Lücke zwischen den beiden Nachbargebäuden füllt sich sichtbar.




    Bilder: Skyview

  • Projekt "Taurus", Biebergasse 6-10 / Börsenplatz 7-11

    Am Fassadenmuster auf dem Börsenplatz gibt es jetzt keine "Experimentalflächen" mehr wie zuvor. Vermutlich ist es final.


    5005_taurus_boersenplatz.jpg


    Der Stein in Nahansicht. Wird wohl Jura-Kalkstein aus der Region Fränkische Alb sein.


    5006_taurus_boersenplatz.jpg


    Teile der Musterfassade wirken erstaunlich filigran.


    5007_taurus_boersenplatz.jpg
    Bilder: Schmittchen

  • Große Bockenheimer Straße 24 (Eckhaus Freßgass und Meisengasse)

    Nach diesen Beiträgen im Thread "Eat! Drink! Shop 'til you drop!" habe ich mir die Freßgass 24 einmal angesehen. Für mich sah nichts nach einem geplanten Umbau für Discount-Einzelhandel aus. Zumal das Erdgeschoss dafür zu verwinkelt sein dürfte - und wahrscheinlich auch zu klein. Das Grundstück ist gerade einmal 706 m² groß. Eigentümer seit 1995 ist die Aachener Grundvermögen, ein Immobilienunternehmen im Besitz mehrerer katholischer Bistümer.


    5022_fressgass_24.jpg


    Vielmehr sah für mich alles nach einem bevorstehenden Abbruch aus. Das 1956 errichtete Gebäude schien komplett entmietet zu sein. An den Gebäudeaußenseiten waren bereits Bauteile demontiert. An vier Stellen neben dem Gebäude waren offene Schächte mit freigelegten Versorgungsleitungen zu sehen (wie sweet_meat im anderen Strang schon schrieb), vorbereitet für das Trennen durch die dafür Zuständigen. Zwei kleinere Bagger standen bereit.


    5023_fressgass_24.jpg


    Den kleinen Innenhof konnte man 2009 vom Maintower aus sehen, als damals das Nachbarhaus mit dem Apple Store neu gebaut wurde.


    5024_fressgass_24.jpg


    Was ich der Schaukästen wegen immer für einen Mini-Ladenlokal hielt (aber nie näher angeschaut habe), ist lediglich ein Eingang zu einer Treppe nach oben. Die Initialen am Sockel gehörten einem Juwelier, der hier früher einen Laden hatte.


    5025_fressgass_24.jpg
    Bilder: Schmittchen

  • ^+^^

    Ich finde das sogar etwas bedauerlich. Ok, der Zustand und die Veränderungen über die Jahre, haben kein Schmuckstück daraus gemacht, aber mir hat die Aufteilung der Baukörper und das ein oder andere Detail immer sehr gut gefallen, weil es für mich ein positives Beispiel für Gestaltungswillen war, denn es in den 50ern ja auch mal gab, wenn man sich Mühe geben wollte. Die Epoche verschwindet in der Innenstadt so langsam ganz oder zumindest hinter modernen Fassadenumbauten. Aber klar ist auch, dass auf dem Grundstück sicher viel mehr "geht", was Ausnutzung und Höhen betrifft.

  • Dass so ein Gebäude mitten im historischen Herz von Frankfurt steht und stehen bleiben darf ist ein Schande. Egal wie man das Ding poliert es wird nie reinpassen.

  • Wer soll dem Haus die Erlaubnis entziehen, stehen bleiben zu dürfen? Auf welcher Grundlage? Fettucine, das ist unterkomplexer Phrasendrusch, tut mir leid.

  • Die Architektur der 1950er- und 1960er-Jahre ist keine Schande. Sie hat ihre Qualitäten und Berechtigung wie jede andere auch, gerade dieses Gebäude mit dem eleganten Flugdach und der gläsernen Setzkasten-Fassade. Davon abgesehen: Fast 80 Jahre nach dem Kriegsende sollte man anerkannt haben, dass die meisten Bombenlücken nicht mit Rekonstruktionen bzw. etwas Dir Passendem gefüllt werden konnten oder wollten.

  • Dieses Gebäude ist ein Beispiel für eine hochwertige und maßstabsgerechte Architektur der Nachkriegszeit welche den historischen Kontext respektiert und und auf Grund einer filigranen Detaillierung als ein gelungener Beitrag dieser Epoche eine dauerhafte Berechtigung hat.

  • Häh, wo bitteschön respektiert dieses Gebäude denn auch nur ansatzweise den historischen Kontext? Die Maßstäblichkeit steht doch im kompletten Widerspruch zu dem was vorher dort stand und dem wenigen das halbwegs unbeschadet den Krieg und den katastrophalen Wiederaufbau überlebt hat.

    Es ist für sich gesehen sicherlich nicht das schlechteste Gebäude aus seiner Zeit, in solch seelenlosen Vierteln wie dem Riedberg oder Europaviertel würde es wohl sogar als ein echter Hingucker bewertet. Aber in der Altstadt gibt es leider keine sonderlich prickelnde Figur ab. Und gerade das Bauschild kann man ja wohl einfach nur noch als Frechheit auffassen.

  • Rahmhof mit Schillerpassage

    Unaufgeregt wird die Schillerpassage zur Zeit bei laufendem Betrieb umgebaut. Begünstigt wird dies durch einen niedrigen Vermietungsstand der Passage. Die nach dem letzten Beitrag zum Thema geplante Gestaltung ist beim Zwischenergebnis allerdings nur bedingt wiederzuerkennen. Ein paar Eindrücke:


    5026_schillerpassage.jpg


    In Richtung Ausgang Taubenstraße noch der alte Zustand mit der vor gut 30 Jahren eingebauten Spiegeldecke ...


    5027_schillerpassage.jpg


    ... in Richtung Ausgang Schillerstraße ist bereits umgebaut.


    5028_schillerpassage.jpg


    Ein Umbau des heutigen Eingangs, wie auf der Visualisierung im vorigen Bild erkennbar, kommt eher nicht. Die Türen wurden offenbar bereits erneuert, an alter Position (Thumb links). Beim kleinen Platz unter dem gläsernen Rondell ist noch nicht erkennbar, was geschehen soll (mittlerer Thumb).


    Bild: https://www.deutsches-architektur-forum.de/pics/schmittchen/5030_schillerpassage.jpg   Bild: https://www.deutsches-architektur-forum.de/pics/schmittchen/5029_schillerpassage.jpg   Bild: https://www.deutsches-architektur-forum.de/pics/schmittchen/5031_schillerpassage.jpg


    Die wunderbare Kuppel über dem Eingang Schillerstraße wird hoffentlich nicht verändert. Bisher sind keine Absichten solcher Art ersichtlich.


    5032_schillerpassage.jpg


    An der Rahmhofstraße gibt es noch keine Hinweise auf die Rückkehr der "Mutter Ernst". Zu sehen gibt es auch nichts, denn alle Scheiben sind sorgfältig abgeklebt. Die Eröffnung verschiebt sich auf Juni 2022, ist bei Facebook zu lesen, die Sanierungen für den Brandschutz seien sehr aufwändig.


    5033_schillerpassage.jpg

    Bilder: Schmittchen

  • Albusstraße 19-21


    Eine Baugrube! Davon hat main1a schon Anfang Dezember geschrieben. Wenn das in der Geschwindigkeit weiter geht, wird das bestimmt in Juni 2029 fertig sein.


  • An der Staufenmauer 11


    Vorgestellt von Schmittchen in Beitrag #1376 und zuletzt mit interessanten Rückansicht von Epizentrum in Beitrag #1481. Nun ist auch das an der Vorderseite geplante Ladenlokal umgebaut und der neue Pächter ist eingezogen. Die Architektur ist tatsächlich reizarm, bei dem neuen Pächter handelt es sich allerdings um einen Ableger eines der Top 10 Restaurants von Frankfurts feiner Küche, dem Iimori Kaiseki. Mehr dazu hier


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    Blick Richtung Durchgang zur Konstabler Wache


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  • Zeitgemäße (und nicht überraschende) optische Anspruchslosigkeit. Man könnte höchstens behaupten, im Sinne des kulinarischen Mieters auf ein reduziertes Design gesetzt zu haben. Aber mal ehrlich: es gab irgendwann mal Pläne, diesen Abschnitt AUFzuwerten. Da müsste man jetzt an der Straße schon einiges machen, um DAS noch auszugleichen.