Rund um den Potsdamer Platz

  • ^ Der Kiez zwischen Potse, Stresemann und Anhalter erwacht tatsächlich.


    Weiterhin gilt: die Quote-Funktion bitte maßvoll nutzen.

    Einfach wunderschön - ich würde mir so sehr wünschen, das man genau solche Möglichkeiten häufiger nutzt um die Aufenthaltsqualität mancher Orte zu erhöhen.

    Nur ein bißchen Aufklärung, statt Verklärung apropo Socialists etc. ;) Ich kann es nicht lassen ;)

    Wenn Kapitalismus NUR noch bedeutet das schöne Architektur denen vorbehalten ist, die genügend Geld haben um sich eine Wohnung für 1500€ kalt zu mieten, dann ist das nicht mein Kapitalismus bzw. eine negative Auswirkung des Kaptialsmus und deshalb bin ich aber noch lange kein Sozialist, sondern jemand dem Solidarität und Chancengleichheit und Allgemeinwohl als wichtig erachtet. Im Umkehrschluss müsste dieses Land ja von bestuckten und reich geschmückten Fassaden nur so Leuchten - bei dem ganzen Reichtum - tut es aber nicht - weil man Bestuckung NUR dazu nutzt um Preise in die Höhe zu treiben und natürlich geht es um maximale Rendite. Dem wird alles untergeordnet. Punkt. Basta. Aus. Wenn der Staat es nicht tut, Investoren tun es garantiert NICHT!

    WER das gut findet hat entweder genügend Geld oder ist sich selbst am Nächsten ;)

    Ich hingegen bin auch deshalb ein Befürworter unseres Berliner Schlosses und vieler Re-Bestuckungen - dort wo es passt und eine gewisse Altbausubstanz es nahe legt, da das Schöne - bzw. Architektur NICHTS mit dem Geldbeutel zu tun haben sollte. Sondern schöne Innenstädte ein Kulturgut ist, daß Allen gehört. Kultur darf niemals eine Frage des Geldbeutels sein. Ist es aber und das in vielen Bereichen zunehmend. Alternativlos? Quatsch!

    Deshalb ist ja auch die unsägliche Privatisierung der Innenstädte ein Fluch, insbesondere für dies Stadt Berlin. Die Investoren erwerben ganze Areale und gestalten Sie nach Ihrem "GUSTO" - oder sagen wir mit einer Mall nach der Anderen. Hier auch passend zu den Potsdamer Arkaden die kaum 2 Min. weiter mit der Mall of Berlin konkuriert - also ob eine Mall nicht genug gewesen wäre...Zumal 80% der Geschäfte austauschbar sind.

    Was man tun kann? Politisch dem Kapitalismus da wo er der Allgemeinheit und der Volkswirtschaft schadet mutig die Grenzen aufzeigen.

    Der Potsdamer Platz und die anliegenden Bereiche ist aber insgesamt für mich immer noch sehr gelungen - die Mischung machts!

  • Das klingt doch vielversprechend:


    Es klingt mehrfach durch, dass die Öffnung zum Kulturforum konzeptionell aber explizit auch (städte-)baulich vollzogen werden soll. Dass man mit dem Kulturforum, Staatlichen Museen und Philharmonie aber eben auch mit dem Architekten Helmut Jahn und den Berliner Stadtplanungsbehörden in "engem" Austausch stehe und das Sony Center als "zentralem Bestandteil eines attraktiven Quartiers" realisieren möchte, klingt gleichermaßen ambitioniert wie auch konkret. Auch Herr Jahn deutet eine erheblichen Weiterentwicklung an. Wie die Morgenpost gehe ich daher davon aus, dass ein recht massiver (städte-)baulicher Eingriff angedacht ist und hoffentlich auch umgesetzt werden kann. Ich bin äußerst gespannt auf die Pläne und hoffe auf ein klares Win-Win-Szenario für Potsdamer Platz und Kulturforum.

  • Für mich als Laie klingt das so, als ob man das SonyCenter Richtung Kulturforum öffnet, also auf der Seite das Gebäude weiter „aufreißt“ und Bürofläche wegnimmt. Damit sich das rechnet, wird man auf der Seite verdichten und in die Höhe bauen müssen. Vielleicht zwei Türmchen auf der Seite? Höher als die Hochhäuser direkt am Potsdamer Platz wird man aber bestimmt nicht bauen dürfen. Wüsste ansonsten nicht, wo man an dem Gesamtkomplex sonst noch größere bauliche Veränderungen vollziehen könnte. Aber natürlich alles erstmal reine Spekulation.

  • Interessant. Ich kann mir zwei Varianten vorstellen.


    kulturforum37jsl.png

    Bildcopyright@google earth/maps, overlays by me


    Gelb: Der Teil kommt weg, um einen großzügigen Zugang zum Kulturforum zu schaffen. Allerdings müsste diese Geschossfläche dann woanders drauf und da käme Orange ins Spiel.


    Orange: Dort steht bereits ein (niedriges) Hochhaus, das man auch vermutlich nicht so einfach aufstocken könnte. Man könnte daher nur Orange ebenfalls mit Gelb zusammen abreißen und dort ein neues Hochhaus entwickeln. Das müsste sich dann allerdings auch lohnen und ob ein 70-100m Türmchen diesen Umbau für den Investor lohnend macht, ist fraglich, der wird eher auf zusätzliche BGF spekulieren wollen, als viel Geld in die Hand zu nehmen, nur um die alte Masse neu zu verteilen. Ich denke schon, dass es dort entweder zwei kleinere Türme sein müssten oder ein Turm mit deutlich mehr als 100m.

  • Der Potsdamer Platz ist architektonisch ein absolutes Highlight, einzig fehlt im Aufenthalts & Lebensqualität. Der Ort ist zu 99% auf reinem Tourismus ausgelegt, leider. Gastronomie ist vorhanden, aber mit zu viel Massenplazierung von Tischen & Stühlen, daran muss gearbeitet werden. Es braucht mehr Balance in der Sache und eine Ausrichtung, die eben auch Berliner anspricht. Also auch mehr Grün, mehr Flair vom Boden aus (ansprechende Optik, nicht auf Masse, sondern Flair ausgerichtete Gastro. Mit Bäumen, Blumenpötten etc. einem netten Eiscafe - ohne Schnick Schnack) damit der Ort in 20 Jahren nicht wieder vor dem Aus steht, sprich mehr "Identifikation" mit dem Ort.😅


    Bauliche Maßnahmen sind zu begrüßen, aber bitte mit Konzept, Logik und Nachhaltigkeit!

  • Ich glaube nicht dass man so massiv in die Substanz eingreift und ganze Gebäudeteile abreißt, eher dass das Erdgeschoss und evtl. der erste Stock der Gebäudeteile zur Ben- Gurion Strasse geöffnet werden, ggfs. mit direkten Durchsichten zur Philharmonie.


    Mehr Grün unter dem Zelt wäre auch schön, wie ein Mini Botanischer Garten... Oder passender wäre ein japanischer Garten, schließlich ist die Dachkonstruktion ja der größte "Fujiyama" außerhalb Japans

  • Den Komplex Potsdamer/Leipziger-Platz finde ich total gelungen und ich mache mir um das Leben dort auch keine Sorgen.

    Das funktioniert jetzt schon 20 Jahre super – warum sollte es einfach mir nichts-dir nichts wieder absterben?


    Nicht so toll finde ich die Einbettung des Platzes in die weitere Umgebung, die ihn nicht wie das Zentrum sondern eher die Kante einer Stadt wirken lassen.


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    Super gestört hat mich schon immer der seltsame Tilla-Durieux-Park, der – sorry – in meinen Augen gar kein Park ist sondern eher ein Deich oder ein Teletubby-Hügel oder sowas und mit seinem Mangel an Gestaltung verbunden mit seiner Dimension die ganze Gegend einen Tick öder macht und durch die Hügelform eine Sichtbarriere darstellt.


    Hier könnte man soviel schönes machen. Eine versenkte Plaza mit Stufen zum Sitzen, eingelassene Messing-Breitengrade o.ä., Bäume Bäume Bäume, ein cooles Wasserspektakel, eine Sonenuhr, oder all das über die Länge abwechselnd oder oder oder...

    Das ganze wirkt wie ein riesiges Stück weißes Papier und man will einfach nur machen...


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    Das zweite Problem ist das Ausfransen der Stadt in diese schlecht lesbare Gegend in Richtung Musikinstrumente-Museum und Kulturforum – wenn ich am Leipziger Platz stehe und in Richtung Kulturforum blicke, kommt mir das immer so vor wie eine riesige Westernstadt.

    Hier werden die neue Galerie und die sonstigen Umbaumaßnahmen bestimmt gutes bewirken.


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    Marco

  • Laut tip ist das SC Berlins "enttäuschendstes Bauwerk". Schon ein ziemlich polemischer Artikel. Gewiss hat das ganze Areal seine Schwächen. Aber das liegt nicht allein an ihm, sondern auch an der Nachbarschaft.


    https://www.tip-berlin.de/sony…DS2Xk5_DS3dkDWplpSlj5Tv0U


    Als es da noch ein Kino gab, war ich jede Woche dort und es war gut was los. Mag sein, dass sich dort zu 99% Touristen aufhalten. Und wenn schon...Das ist für mich kein Grund zu behaupten, dass es nicht funktioniert. Das ist nun mal in einer Großstadt mit 2 etablierten Haupt- und diversen Subzentren so. Da verschlägt es den Eingeborenen eben nur ein paar mal im Jahr dort hin.


    Ich würde sagen, das SC ist eher eine Passage zwischen ÖPNV, Kultur, Büros, Grün und Gastro und kein Einkaufzentrum. Als diese erfüllt es seinen Zweck vollkommen.


    Ein paar kleine Änderungen können natürlich nicht schaden.


    Bonteburg: Der Vergleich mit den Teletubbies ist genial! :D

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  • Ich weiß nicht, wo diese Gewissheit herkommt, dass am Potsdamer Platz nur Touristen unterwegs seien. Hat jemand mal eine Statistik dazu erstellt oder ist das ein urbaner Mythos, der sich irgendwann als Gewissheit etabliert hat? Ich zumindest bin öfter mit Freunden und Kommilitonen am PP gewesen, vor allem wegen des Cinestar Kinos. Leider hat das ja nun geschlossen.

  • Durch die Schließung des Kinos ist der Publikumsverkehr schon deutlich zurückgegangen, was auch die Restaurants im Gebäudekomplex zu spüren bekommen haben. Diesen Ankermieter mit überzogenen Forderungen zu vergraulen, dürfte man mittlerweile bereut haben. Insofern lief es auch schon vor der jetzigen Corona-Krise nicht mehr so gut.

    Da bedarf es dringender Veränderungen. Für mich klingt der Artikel auch nicht nach rein kosmetischen Eingriffen. Da wird mehr geplant sein, wenn der Baustadtrat schon frühzeitig einbezogen wird und Jahn große Ankündigungen macht.

  • Ich weiß nicht, wo diese Gewissheit herkommt, dass am Potsdamer Platz nur Touristen unterwegs seien. Hat jemand mal eine Statistik dazu erstellt oder ist das ein urbaner Mythos, der sich irgendwann als Gewissheit etabliert hat? Ich zumindest bin öfter mit Freunden und Kommilitonen am PP gewesen, vor allem wegen des Cinestar Kinos. Leider hat das ja nun geschlossen.

    Das ist ein Vorurteil das sich in Berlin hartnäckig hält. Das gleiche gilt im übrigen für die East Side Mall, das "Alexa" usw. Kommt aus meiner Sicht vor allem aus der "alternativen" Ecke, die sich sonst nur auf Flohmärkten und Second-Hand Shops rumtreiben und ihre Meinung besonders laut kundtun.

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    So richtig konkrete Maßnahmen lassen sich da jetzt aber auch nicht herauslesen was zum spekulieren einlädt.


    Meine Vermutung ist, dass keine einzelnen Gebäude abgerissen werden (und mglw. durch Neubauten ersetzt werden).
    Warum auch? Die Bestandsbauten sehen immer noch modern aus, sind strukturell in guter Verfassung, können aber durch gezielte Änderung der Grundrisse und Modernisierung der Innenausstattung erheblich aufgewertet werden.

    Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass ähnlich wie beim jüngst vorgestellten Revitalisierungsprojekt Cule der trendige Campus-Gedanke Einzug hält. Und somit weg vom Fokus auf Flächenmietern hin zu kleinteiligen Crowdworking Spaces mit flexibel gestaltbaren Grundrissen. Der ganze EG-Bereich wird vermutlich wesentlich öffentlicher gemacht werden. Zudem sind auch Fassadenneugestaltungen und ein neues Begrünungskonzept (siehe Beitrag von TwistedRoad) denkbar.


    Der Abriss von Bestandsbauten macht m.E. nur Sinn wenn dadurch mehr neue BGF gebaut werden darf. Ein Hochhaus wie es Berliner vorschlägt (orange) wäre jedoch teuer im Bau, langwierig in der Planung (neuer B-Plan) und brächte nicht mehr Fläche. Ingesamt also ein sehr ungünstiges Kosten-Nutzen-Verhältnis.


    Auch der Abriss des gelbmarkierten Gebäudeteils erscheint mir nicht sinnvoll. Wozu sollte man einen großzügigen Zugang zum Kulturforum schaffen? Potsdamer Platz und Kulturforum sind zwei komplett unterschiedliche Stadtquartiere. Im Bereich zwischen Tiergartenstraße, Ben-Gurion- und Potsdamer Straße stehen sich das Sony Center und das Musikinstrumenten-Museum geteilt durch eine sechsspurige Straße mit Mittelstreifen gegenüber. Was will man da verbinden? Irgendwelche interessanten Sichtachsen gibt es auch nicht die hiervon profitieren würden.

    Man sollte sich eher Gedanken über den Bereich zwischen Stabi und Stage Theater machen. Dort lässt sich noch am ehesten eine bessere Anbindung der beiden Quartiere erreichen.

  • Solange das „Sony Center“ dieses schiefe, asymmetrische Zirkuszelt an der Spitze aufweist, kann man den Potsdamer Platz abschreiben; eine Verschandelung, ein ungeschlachtes Monstrum! Die fragwürdige Symbolik eines fernöstlichen „Heiligen Berges“ darf doch keinesfalls die Optik ausgerechnet des Berliner Zentrums bestimmen. Noch dazu ist Sony an diesem Ort gar nicht mehr präsent. Eine überdominante Fremdadaption, die Sputnikkugel auf dem Fernsehturm mitten in der Hauptstadt, sollte doch wirklich reichen. Eine normale flache Kuppel muss her!

  • Noch dazu ist Sony an diesem Ort gar nicht mehr präsent.

    Der Komplex gehört Sony nicht mehr, aber Sony hat seine Deutschland Niederlassung noch dort. Zudem zieht Sony Music auch nach Berlin um (wenn auch an die Bülowstrasse), warum sollen sich dann japanische Mitarbeiter nicht auch ein wenig heimisch fühlen in Berlin?

    Also ich schaue ganz gern auf das Zelt, eine luftige Architektur...ich kann da kein Monstrum verorten...


    Sorry, was ist eigentlich eine "normale" Kuppel, gibt es auch abnormale Kuppeln und wenn ja, wodurch zeichnen die sich aus???

  • Ameisenbaer Da habe ich ganz schlechte Nachrichten für Dich: Die dominanten Türme des Potsdamer Platzes lehnen sich an amerikanische Vorbilder an, prägende historisierende Bauten wie Reichstag, Museumsinsel und Brandenburger Tor entstammen griechischer Architekturtradition. Da ist so viel fremdadaptiert, dass Du die ganze Stadt abschreiben kannst. Und da Fremdes offenbar auch Fremde anlockt, haben wir die Innenstadt auch noch ständig voll Touristen, sozusagen eine Fremdadaptation der Fremdadaptation. Babylon Berlin. Ein stadtgewordener Albtraum 😉


    Im Ernst: Gerade die illuminierte Kuppelkonstruktion empfinde ich als ebenso zeitlos gelungen wie spektakulär und als kongeniale Ergänzung für die Hochhaustürme. Für mich ist genau das ein Beispiel für ein herausragendes Ensemble moderner Architektur in der Stadt. Im ED-Thread wurde ja gerade darüber philosophiert, ob es so etwas in Berlin überhaupt gibt: Hier kommen selbst die Kinofassaden vergleichsweise spektakulär daher. Das gesamte Areal versprüht mE ambitionierten Gestaltungswillen und ich bin heilfroh, dass man für die städtebauliche Weiterentwicklung des Sony Centers wieder das damalige Architekturbüro beauftragt.

  • Der Abriss von Bestandsbauten macht m.E. nur Sinn wenn dadurch mehr neue BGF gebaut werden darf. Ein Hochhaus wie es Berliner vorschlägt (orange) wäre jedoch teuer im Bau, langwierig in der Planung (neuer B-Plan) und brächte nicht mehr Fläche. Ingesamt also ein sehr ungünstiges Kosten-Nutzen-Verhältnis.

    Das meinte ich ja, dass es mit einem weiteren HH nur Sinn macht, wenn mehr BGF gebaut werden darf. Ich kann mir aber auch vorstellen, dass so ein HH relativ schnell bewilligt werden kann, wenn die Baukommission mitspielt. Stutzig macht mich vor allem der Satz des Investors, der die "attraktivste Immobilie Deutschlands" bauen möchte. Den Satz muss man erstmal sacken lassen. Attraktiver als die Elbphilharmonie, attraktiver als "Four"?! Der Satz klingt dermaßen hochtrabend, dass ich mir einfach nicht vorstellen kann, dass hier blos ein bischen Fassadenaufhübschung betrieben wird. Nach eigenen Angaben plant Oxford Properties in Berlin&Paris Fuß zu fassen und betrachtet das Sony-Center (die bislang einzige Euro-Immobilie im Portfolio) als eine Art "Brückenkopf" für das Eindringen in den europäischen Raum. https://www.oxfordproperties.com/corp/en/portfolio/europe


    Wenn man sich das Portfolio anschaut, dann fällt auf, dass Oxford Properties alles andere als "Billigheimer" sind und im Schnitt sehr hochwertige Projekte entwickeln. Das lässt hoffen.

  • Solange das „Sony Center“ dieses schiefe, asymmetrische Zirkuszelt an der Spitze aufweist, kann man den Potsdamer Platz abschreiben; eine Verschandelung, ein ungeschlachtes Monstrum! Die fragwürdige Symbolik eines fernöstlichen „Heiligen Berges“ darf doch keinesfalls die Optik ausgerechnet des Berliner Zentrums bestimmen. Noch dazu ist Sony an diesem Ort gar nicht mehr präsent. Eine überdominante Fremdadaption, die Sputnikkugel auf dem Fernsehturm mitten in der Hauptstadt, sollte doch wirklich reichen. Eine normale flache Kuppel muss her!

    Das ist ein Witz, oder? Eines der interessantesten architektonischen Highlights der Stadt, zumal der letzten Jahrzente, soll also durch eine olle flache Kuppel ersetzt werden? Außerdem bestimmt es nicht die Optik des Berliner Zentrums, weil das Berliner Zentrum deutlich größer als Potsdamer Platz ist und genügend weitere Gebäude hat, die dieses und dessen Skyline prägen (z.B. Fernsehturm, Siegessäule). Aber ja, es ist ein prägendes, weil spektakuläres und einzigartiges Element der Skyline, das internationalen Wiedererkennungswert hat. Dass das Zelt durch seine Gestaltung den Fujiyama nachahmt und nicht "einfach ein Zelt" ist, macht das Zelt eher noch erhaltungswürdiger. Umso mehr, weil es auf die Geschichte des Sony-Centers als ehemaligen Sony-Standort verweist.


    Ganz ehrlich, ich bin nicht ganz sicher, ob der Kommentar hier vor Ironie trieft (aber in dem Fall sehe ich nicht den Bezug zu vorherigen Kommentaren) oder ernst gemeint ist.


    In jedem Fall aber herzlich Willkommen im Deutschen Architekturforum!