Dresden: Waldschlösschenbrücke [realisiert]

  • Ich habe mich bisher nur als Radfahrer gewundert, warum es trotz des tagsüber vorbeifahrenden Verkehrsstroms so dermaßen leise auf der Brücke ist, geradezu still, auch an der Tunneleinfahrt, so als schwebten die Fahrzeuge. Ich guckte mir daraufhin den Asphalt an. Er hat eine sehr grobe Oberfläche, so als ob eine letzte Kieslage nur teilweise eingewalzt wurde. Ist das eine Variante des lärmreduzierenden, offenporigen Asphalts? Gut vorstellbar, um den Wohnlagen ringsum ein permanentes Lärmrauschen von der Brücke zu ersparen. Oder ist es eine Oberflächenart, die schlechter Glatteis bildet, weil Wasser in der Porigkeit und Quergefälle abfließt? Kann sein, dass es sich etwas rauer drüberfährt. Ob es uneben ist, kann ich noch nicht beurteilen. Eine gewisse Rauigkeit und kleine Unebenheiten sind meines Erachtens zu Beginn normal und fahren sich mit der Zeit ab.

  • Leider kenne ich mich mit Asphaltarten viel zu wenig aus. Aber deine Erklärungen klingen logisch. Hinsichtlich Glatteis könnte wegen der steileren Brückenauffahrt seitens der Johannstadt tatsächlich so ein Belag zur Verwendung gekommen sein. Dass sich das abfährt, ist schwer zu hoffen!

  • Was hier noch fehlt, sind Fotos von der fertiggestellten Waldschlösschenbrücke. Vorgestern bin ich dort mal entlangspaziert und ich persönlich muss sagen, dass sie mir gefällt. Und wie Elli Kny in Post #141 erwähnt hat, muss ich auch sagen, dass es trotz des vielen Verkehrs unglaublich ruhig war. Man hat unterhalb der Brücke so wenig gehört, dass man auch hätte denken können, dass gerade kein Auto über die Brücke fährt. Wenn das bewusst so geplant worden ist, dann herzlichen Glückwunsch. Es hat geklappt. ;)




    Im Moment werden noch die Geh- und Radwege hergestellt sowie Pflasterarbeiten im Bereich der Fundamente durchgeführt. Ich bin der Meinung, dass man hier den asphaltierten Weg gleich um ein oder zwei Meter breiter hätte ausführen können. Auf diesem Teil des Elbweges schubsen sich zu Stoßzeiten die Fußgänger, Radfahrer und Inlineskater gegenseitig von der Strecke. Aber gut, ich will mich nicht beklagen. Der Weg ist ja ansonsten in gutem Zustand.







    Und noch ein letzter Blick aus einiger Entfernung:


  • Also wie ich mich im Straßen- und Tiefbauamt informieren konnte, wurde weder offenporiger, noch sonst irgendein spezieller Asphalt eingebaut. Die Unebenheiten konnten ebenso noch nicht beurteilt werden. Die scheinbare Stille auf der Brücke ist wohl doch der Offenheit des Raums und dem Wind zuzuschreiben. Viel zu hell ist es nachts auf der Brücke aber trotzdem. Die Beleuchtungsrichtlinie hat wieder über die Gestaltung und den gesunden Menschenverstand gesiegt. Aber meines Erachtens kann man LEDs doch unproblematisch abdimmen - in (ferner) Zukunft.

  • Landschaftbau am Waldschlösschen


    aktuell erfolgt endlich die finale gestaltung des umfeldes des rechtselbischen brückenkopfes. mutterboden wird an den elbwiesen aufgebracht, die schütthügel am hang werden abgetragen. seit monaten wartet man auf diese fertigstellung, aber es wird sich noch um allemöglichen rechnungen vor gericht gestritten und die baufirmen glänzten durch nichtstun.

  • Waldschlösschenbrücke wird 1


    das projekt ist immer noch permanenter dauerbrenner der lokalmedien und vieler anderer. ständig erscheinen artikel und berichte zu allem möglichen rund um diese brücke. in den kommentaren wird die grundtiefe zwei-spaltung der stadt zum thema deutlich, die sich wohl nun eine ganze generation halten wird und für dauerstichelei sorgt.


    zum 1. geburtstag der brücke gibts nun torte und die SäZ schreibt einen zeigbaren und kurzen überblick über das erste lebensjahr:
    sz-online - das-erste-jahr-der-waldschloesschenbruecke
    oder etwas genauer:
    sz-online - ueberraschungen-am-waldschloesschen



    ^älteres foto

    Einmal editiert, zuletzt von Elli Kny ()

  • kurze Nachbetrachtungen zur Waldschlösschenbrücke


    es geht um blitzer, led-leuchten, kosten und fledermäuse sowie den stand zu den neuen parkplätzen am altstädter brückenkopf


    das kurzvideo entbehrt nicht einer gewissen komik - auch des herrn strassenbau-amtsleiters
    baubeobachter der woche

  • Der Freistaat bezahlt ja 90% des Projekts - bezieht sich das auf den ersten Kostenvoranschlag oder auf die endgültigen Kosten?
    (Zumindest bei SAB-Projekten in Privatunternehmen wird ja am Ende abgerechnet und nur der Fördersatz wie etwa hier 90% steht fest - das würde bedeuten, dass die Brücke für Dresden etwa 18 Mio. EUR gekostet hätte abzüglich der Förderung)


    Die Brücke spart durch kürzere Wege übrigens 3.000 Liter Kraftstoff pro Tag und damit 7,1 Tonnen CO2. Kürzere Fahrzeiten und weniger Staus kommen hinzu.


    Mit durchweg Tempo 50 statt Tempo 30 könnten noch ein paar weitere Tonnen CO2 gespart werden, aber da hat die Hufeisennase ja etwas dagegen. :)