Natürlich sind die Verbesserungen okay, aber der ganze Zustand dort ist doch grotesk. Aber es passt auch irgendwie zu Deutschland. Man zieht in die Großstadt und will dort „Bullerbü“ und verbringt seine Freizeit auf einer Fläche des absoluten nichts. Klar, ich verstehe schon den Charme so etwas mitten in der Stadt zu haben, und trotzdem ist es eigentlich ein Armutszeugnis und vor allem ein Zeichen dafür das wir in Deutschland eigentlich kaum mehr etwas zukunftsfähiges hinbekommen und das Ganze den Menschen dann als „Feel-good-Lösung“ und „Fortschritt durch Verzicht“ verkaufen. In anderen Metropolen hätte man einen Teil der Fläche vernünftig bebaut und auf dem Rest schon längst die notwendige Infrastruktur für freizeitmöglichkeiten gebaut.
Nachnutzung Flughafen Tempelhof
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Wie das RBB heute morgen berichtet hat, plant der Senat ( schwarz-rot / CDU/ SPD ) trotz vor 10 Jahre Mehrheit der Bürger gegen den Neubau für Wohnungen am Rand des ehemaligen Flughafens Tempelhof. 740.000 der Berliner waren dagegen der Planung des Senat. Nach der Wiederholungswahl im vergangenen Jahr vereinbarte die neu formierte schwarz-rote Koalition einen neuen Anlauf für eine Randbebauung. Dazu müsste das Gesetz geändert werden. Das Thema wurde bzw. War auch die Monaten davor ein Thema.
Meiner Meinung nach finde ich es nicht schlecht, wenn es außerhalb des Gelände Wohnungen entstehen. Auf der andere Seite finde ich ,wenn das Volk gewinnt auch deren versprechen halten sollen. Erinnert mich bisschen an den Flughafen Tegel , wo die Mehrheit für den Offenhaltung waren aber das zum anderen OT. In Berlin ist es nötig Wohnungen zu bauen daher wäre es sinnvoll.
Unter anderen zum Thema:
1:Opposition sieht Provokation
2: CDU: Wohnungsmangel lässt keinen Verzicht zu
3: Kritik aus der Opposition
Quelle: RBB 24 Berlin
Auch das Entwicklungsstart.de wurde berichtet heut Abend.
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Flughafen Tempelhof als Messe- und Konzertstandort
Wie die Berliner Morgenpost heute berichtet, wollen Reinhard Müller und weitere Berliner
Unternehmer (darunter der frühere Präsident der IHK Werner Gegenbauer) dem Berliner Senat
eine Lösung für die Nachnutzung des Flughafens Tempelhof vorschlagen.
Der Plan sieht eine Verlagerung von Teilen des Messegeländes in und an das Terminalgebäude vor,
ergänzt durch eine Veranstaltungs- und Konzerthalle.
So soll das aussehen, in der Mitte die runde Konzerthalle und links und rechts
je drei Messehallen:
(Bilder aus urheberrechtlichen Gründen geurlt)
https://i.postimg.cc/RVMTNG8C/tempelhof1.webp
© Philipp Meuser | Berliner Morgenpost
https://i.postimg.cc/7hqSJYKt/tempelhof2.webp
© Günther Wicker | Berliner Morgenpost
Ein Blick von oben bei Nacht:
© Euref Consulting
Die Hallen mit 200.000 Quadratmetern sollen für 800 Millionen Euro gebaut werden.
Die runde Veranstaltungs- und Konzerthalle soll bis zu 12.000 Besucher fassen.
Die Halle bekommt eine drehbare Bühne, so dass von hier aus auch Freiluftkonzerte
für bis zu 100.000 Menschen auf dem Vorfeld möglich sind.
Werner Gegenbauer ist Betreiber der Max-Schmeling-Halle und des Velodroms und
ist sich sicher hier eine Lücke im Veranstaltungsbereich zu schließen.
Reinhard Müller ist davon überzeugt, dass die Idee wirtschaftlich ist.
Zudem hat das Land Berlin keine Idee für die wirtschaftliche Nutzung des
ehemaligen Flughafens und außerdem sind die Messehallen am Funkturm
marode und der Neubau des Autobahndreiecks Funkturm wird den Verkehr um
das Messegelände erheblich beeinträchtigen.
Das neue Konzept lässt sich schrittweise verwirklichen (wie beim Euref Schöneberg) und damit
Mieteinnahmen generieren um weitere Etappen zu finanzieren.
Als besonderer Clou wäre eine eigene S-Bahnstation möglich.
Der Flughafen verfügt über einen unterirdischen Gleisanschluss, den
man an die Ringbahn anschließen kann.
© Euref AG
Quelle:
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Wow, das ist mal Visionär und mit Hinsicht auf den Ausbau am Dreieck Funkturm / Stadteingang-West absolut nachvollziehbar und sinnvoll. Besonders gefällt mir der Anschluss an das S-Bahnnetz mit Shuttle-System um das Gelände. Damit wäre es als Messestandort auch deutlich angebunden und zentraler als die jetzige Messe. Da der Senat es seit Jahrzehnten nicht auf die Reihe bekommt: Gerne! - Ich fürchte aber, dass da jetzt schon einige Denkmalschützer, Kleingeistige Politiker und Wutburger Schnappatmung bekommen. So viel Vision und Willen zur proaktiven, pragmatischen Verbesserung auf einen Haufen können die heutzutage nicht mehr ab. Ich wünsche gutes gelingen.
Mal eine Idee die mir da direkt kam, als ich den Halbkreisförmigen Shuttle-Service gesehen habe: Wenn man wirklich eine Randbebauung plant - Warum nicht gleich einen Kreis aus dem Shuttle machen, der alle Seiten des Feldes und damit die existierenden und zukünftigen Randbebauungen miteinander verbindet? - Noch ist Platz da. Welche Transportart dieser Shuttle dann haben wird, kann man ja anhand von dem zu erwartenden Fahrgastaufkommen entscheiden - Ob S-Bahn, Tram, Magnetbahn oder gar z.B. eine Seilbahn - Da gibt es ja einige Möglichkeiten. Quasi ein Mini-Ring innerhalb des Rings. Ein wenig wie der Shuttle um den JFK Airport der auch an das restliche Bahnnetz anschließt.
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Ich fürchte aber, dass da jetzt schon einige Denkmalschützer, Kleingeistige Politiker und Wutburger Schnappatmung bekommen.
Super: Gleich mal vorab alle potentiellen Kritiker als kleingeistige Wutbürger mit Schnappatmung abgestempelt. Das trägt wirklich zu einer sachlichen Debatte bei. Danke.
Zum Messekonzept: Die Idee finde ich erstmal charmant. Eine stärkere Nutzung als Messegelände kann ich mir gut vorstellen. Auch gegen zusätzliche Hallen hätte ich nichts einzuwenden. Hier scheinen mir die neuen Hallen allerdings eher eine Konkurrenz für die alten Hangars zu sein – und zur Belebung der Büroflügel (meines Wissens das Hauptproblem) tragen sie auch nichts bei. Dazu käme, dass bestehende Messen wie die Velo Berlin genau das Vorfeld bespielen (und benötigen), das dann bebaut wäre. Na ja, ist eine erste Skizze. Vielleicht lassen sich da Lösungen finden.
Zum Verkehrskonzept: Mehr Bahn finde ich immer gut. Hier vielleicht fast zu engmaschige Stationen, und die Anbindung an den westlichen Ring ist nicht optimal gelöst. Aber das ließe sich entwickeln. Was mich stört, ist das ca. 500 Meter (!) lange Parkhaus genau dort, wo sich das Feld mit am besten für Wohnbebauung eignen würde. Diese Idee ist ein Überbleibsel der autogerechten Stadt – belastend und völlig überflüssig, wenn die Bahnanbindung stimmt.
Konzertkonzept: Hier sehe ich einen klaren Nutzungskonflikt. Wenn das nördliche, das westliche und das südöstliche Feld mit Wohnungen bebaut werden (was ich befürworte), können auf dem Feld keine Freiluftkonzerte mit 100.000 Leuten stattfinden. Das würde schon der Lärmschutz nicht erlauben.
Mein erstes Zwischenfazit: Ich sehe Potenzial und freue mich, wenn Schwung in die Debatte kommt. Zuende gedacht ist das aber noch nicht.
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Inzwischen gibt es Reaktionen der Politik auf die Vorschläge den ehemaligen Flughafen
Tempelhof als Messestandort zu Nutzen.
Stadtentwicklungssenator Gaebler (SPD) findet den Vorschlag interessant, es müsse aber noch
einiges geklärt werden. Er gibt auch zu, dass es bisher kein anderes wirtschaftlich tragfähiges
Konzept gibt.
Wirtschaftssenatorin Giffey (SPD) ist wohl etwas sauer, weil Sie erst aus der Berliner Morgenpost
von der Idee erfahren hat, findet Sie aber auch interessant.
Gaebler und Giffey wollen sich mit Reinhard Müller treffen.
Der Regierende Bürgermeister Wegner (CDU) kannte den Vorschlag bereits, wollte sich aber
auf der Ministerpräsidenten-Konferenz noch nicht dazu äußern.
Wie yourrulez richtig vermutet hat, gibt es schon erste Bedenken wegen dem Denkmalschutz.
Die neuen Hallen würden die Sicht aus dem Terminal auf das Tempelhofer Feld verstellen.
Hier ein Blick aus dem Terminal auf die runde Konzerthalle:
© Euref Consulting
Die Terminalgebäude könnten wiederum weitere Messe-Flächen aufnehmen, außerdem hätten dort lt.
Reinhard Müller 3 Hotels mit je 500 Zimmern Platz.
(kurze Hintergrundinformation: Reinhard Müller ist Bauingenieur und hat im Jahr 2000 jeden Raum des
Flughafens Tempelhof besichtigt und untersucht im Auftrag einer Immobiliengesellschaft. Er kennt sich dort
also bestens aus und ist der Meinung die alten Gebäude sind in einem ziemlich guten Zustand)
Und wie Architektenkind schon bemerkt hat, sieht die Politik auch Probleme beim Lärmschutz für die Wohnungen
der möglichen Randbebauung. Allerdings nicht wegen der Freiluftkonzerte, sondern wegen dem
LKW-Lieferverkehr.
Quelle:
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Weiß man bei der Messe Berlin schon von seinem Glück? Wie stehen die Erbringer des Vorschlags mit der Messe Berlin in Verbindung, wenn überhaupt?
So richtig hat mich die Euphorie noch nicht gepackt. Wieso soll "ein Teil" der bereits existierenden Berliner Messe auf dasTempelhofer Feld verlegt werden? Ist ein Aufsplitten auf zwei Standorte notwendig? Wirtschaftlich? Sinnvoll? So einen immensen Wow-Faktor hat das Feld auf die globale Business-Gesellschaft dann auch wieder nicht. Und architektonisch würde ich nicht mehr als das gute alte senkrecht-waagerecht-senkrecht-waagerecht erwarten, dafür wird spätestens der Denkmalschutz sorgen. Die Visus halte ich für Augenwischerei um einen Fuß in die Tür zu bekommen (Klassiker). Man stelle sich alleine die Menge an fehlenden Infrastrukturelementen, Beschilderung und Haustechnik vor, die nötig werden, um dem Wust an Bauvorschriften und Normen gerecht zu werden. Es wird letztendlich auf funktionale Architektur hinauslaufen und dann auch so aussehen.
Von mir aus muss man es nicht wieder komplizierter machen als nötig. Wenn Geld für die Messe da ist, soll man es doch in die Sanierung des ICC stecken und den historischen Standort stärken. "Unsere nächste Konferenz im 70ger Jahre High-Tech-Futurismus". Das wäre mit Sicherheit ein Pull-Faktor par Excellence. Man würde sich auf Instagram nicht davor retten können.
Das ehemalige THF-Empfangsgebäude schreit natürlich nach einer öffentlichen, kulturellen Nutzung, aber der im Rahmen dieses Vorschlags implizierte Maßstab und die Nutzung überzeugen mich nicht. Der Fokus muss hier auf Wohnbebauung liegen.
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Bei aller Begeisterung bin ich ziemlich skeptisch.
Die Grundsatzfrage lautet doch: Sind zwei Messestandorte überhaupt wirtschaftlich tragbar für Berlin. Das kann ich mir beim besten Willen kaum vorstellen. Mit Bestimmtheit lässt sich sagen, dass dieses Projekt mehrere Milliarden kosten dürfte und mindestend zehn Jahre dauert, wenn man mehr als ein paar provisorische Bretterbuden hinbauen will.
Diese Investitionen dürften sich nur rechnen, wenn man einen gänzlich neuen Messestandort gründet, z.B. wie es München mit der Verlagerung nach Riem gemacht hat.
Als Ersatz- oder Ergänzungsstandort wie es hier angedacht ist, kann ich mir das nur schwer vorstellen, wie soll sich das rechnen?
Ebenso halte ich die Durchsetzbarkeit dieses Projekt, wenn es mehr als ein weiteres Provisorium sein soll, für äusserst unwahrscheinlich.
Wohnungsbau und Messe sind unvereinbar, das ist einfach so, vor allem wenn man bedenkt, dass man einen Grossteil des Feldes ja offen und frei zugänglich lassen wollte. Es ist ja nicht so, dass man Tempelhof neu planen könnte. Klar kann man am entgegengesetzten Ende und an der Ringbahn entlang Wohnungen planen aber selbst das, dürfe schwierig werden.
Die Verkehrsanbindung wäre ein weiterer Knackpunkt. Der Tempelhofer Damm ist jetzt schon ein Desaster ebenso die Kreuzung zum Mehringdamm. Ein gewaltiger Ausbau der Zufahrtswege wäre notwendig, um den zusätzlichen Verkehr aufzunehmen. Dafür sehe ich keine Chance und nebenbei bemerkt eine Messe ohne Parkhaus wäre einfach nur realitätsfremd. Die notwendige Infrastruktur ist gewaltig um solche Standorte vernünftig und effizient zu betreiben. In kürzester Zeit müssen An- und Abbau erfolgen. Dazu braucht man nun mal LKW's ohne Ende. Mit dem Lastenrad ist das etwas schwierig. Das ist ja auch ein Grund warum München aus der Innenstadt raus ist. Man bräuchte eine neue Ausfahrt von die Stadtautobahn die direkt zur Messe führt. Anders wäre es nicht möglich.
Wenn man ehrlich ist, wäre mindestens die Hälfte des gegenwärtigen Areal betroffen.. Und eine Messe - wie ein Flughafen - sollte zukunftsfähig also erfweiterungsfähig sein, wenn man schon Milliarden investiert. Das ist auch bei dem gegenwärtigen Gelände im Westen ja immer wieder problematisch gewesen, das ja seit Jahren bei manchen Messen auf seine Grenzen stösst.
Das hiesse auch, dass die gesamte Planung Tempelhofer Feld aus einer völlig anderen Perspektive heraus geplant werden müsste.
Und der Freiraum, der ja bisher alles verhindert hat und immer als unantastbar beschworen wiird, würde extrem beeinträchtig werden.
Der Widerstand gegen dieses Projekt wäre vorprogrammiert. Das hat auch wenig mit Wutbürger oder kleinkarierten Politikern zu tun, sondern mit objektiven völlig konträten Interessen. Von daher bin ich gespannt wie sich das weiterentwickelt.
Und was mich noch zweifeln lässt: Der Senat hat es seit 20 Jahren nicht geschafft Nägel mit Köpfen für das gegenwärtige Messegelände zu machen. Hat Berlin dermassen geschadet durch Nichthandeln. Keine ICC Sanierung, einen provisorischen Kubix für die Deutschlandhalle usw. usw. Der Messe und Kongressstandort Berlin wurde sehenden Auges degradiert. Das wäre verglichen mit diesem Projekt hier wesentlich vernünftiger, einfacher und kostengünstiger gewesen. Die Milliarden wären beim ICC und einer richtigen Aufwertung dort besser angelegt.
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Historisch interessant ist, dass das Tempelhofer Feld zunächst als Messestandort favorisiert wurde, bevor in den 1920ern/30ern die Messe am heutigen Standort entstand. BTW böte der Umbau des AD Funkturm ja auch die Chance, zusätzliche Flächen für die Messe zu generieren.
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Die Idee scheint noch nicht tot zu sein. Aber wieder mal typisch Berlin: Stadtplanung wird jetzt in die Hände von privaten Projektentwicklern gelegt, Frau Giffey agiert im sichtbaren Interessenkonflikt gleichzeitig als AR-Mitglied der Messegesellschaft und für die Wirtschaftsförderung zuständige Senatorin. Das hat Potenzial.
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^Laut Giffey (Artikel) hat sich die Messe am alten Standort nach Corona wieder erholt, ist vorerst ausgebucht, es fließen 70 Millionen Euro Investitionen in den nächsten zwei Jahren und man dürfe den traditionellen Standort aufgrund seiner wirtschaftlichen Bedeutung nicht gefährden.
Mag sein, dass die Idee vorher noch einen schwachen Puls hatte. Jetzt aber nicht mehr.
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Am ehemaligen Flughafen Tempelhof, laufen die letzen Etappe des Sanierung des Dach seit Mai dieses Jahres.
Die Gesamtlänge beträgt 1.2 Km. Seit 2012 begann man mit der Sanierung. Grund für die lange Verzögerung der Sanierung ist laut Bericht da es zu wenig Geld gab. Hier wurde alter Beton abgebaut & Edelstahl verstärkt und mit Beton verschlossen. Seit 1995 steht das ehemalige Flughafen unter Denkmalschutz und ist auch Europa größter Denkmalschutz( Gebäude)
2026 soll die komplette Sanierung Feritg werden. Als nächste Ziel soll es sein, dass Besucher auch das Dach begehen können , wenn es abgeschlossen ist.
Quelle: BZ { mit Bild}
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An zwei Wochenenden im September hat sich der vom Senat eingesetzte Bürgerrat mit der Zukunft des Tempelhofer Feldes beschäftigt. Am Ende hat sich eine deutliche Mehrheit gegen eine Randbebauung des Tempelhofer Feldes ausgesprochen. Laut Senator Gaebler soll dieses Votum in die Ausschreibung eines Ideenwettbewerbes für das Tempelhofer Feld einfließen. Dieser Ideenwettbewerb soll am 13. November starten und bis Mai 2025 laufen.