Heute gab es im Tagesspiegel einen Interessanten Beitrag zum Pergamonmuseum von Nikolaus Bernau.
Gegenstand ist die Kostenexplosion, Zeitverzögerung und und die addierte Ungersarchitektur- und eigentlich das sich erlauben eines Überdenkens dieser Architektur.
Dem Beitrag Bernaus zum Kritisierten Ungersbau stimme ich auf ganzer Linie zu.
Der Entwurf von 1999 wird bis zur neuesten Prognose der Eröffnung ins Jahr 2040 hinübergeschleppt und gilt heute schon als mental veraltete Exzellenzarchitektur, wenig einfühlsam und reflektierend im Bestand - und einem entwerferisch völlig aus der Zeit Gefallenen rücksichtslosen, kunstbemühtem Haltung die vielleicht in den 70ern gerade Mode war.
Die monumentale Ausdruckswesenheit der Architektur Messels wird von Ungers missachtet oder eher geringgeschätzt und mit recht gerümpeligen Additionen verunklart - für mich war der Ungersentwurf von Anfang an eine Missliebige unreife Dreingabe die dem Hof des Pergamonmuseums überhaupt nicht steht - vielleicht hat der vollendete Entwurf in 2040 ja ein gnädigeres Echo - weils dann wieder Retro ist - oder die Übung in wachsenden Ansprüchen und modernen Baumängeln besorgt ein weiteres Bauvorhaben in ansprechenderer zeitloserer Optik von nem anderen Architekten.