hmm. irgendwie ist die oberste Fensterfront verändert worden!
Aber römischer Travertin hört sich ja schon mal gut an!
Hoffentlich bleibt es dabei! Denn nichts ist schlimmer als billige Steinvorhangfassaden!
Zumindest sieht der jetzige Entwurf nicht ganz so plattenbaumäßig aus wie die ersten Renderings vermuten ließen!

Upper Eastside Berlin (Neubau Ecke UdL/Friedrichstraße)
-
-
-
Oh, auch noch ein grüne Kupferdach (wo auch immer das hinkommen soll)! Sowas mag ich besonders! Was mir nur nicht so gefällt ist - selbst das Eckgebäude hat sich gebässert - der oberste Rücksprung beim hintersten Haus. Da wär ein Dreiecksgiebel vielleicht ganz schön gewesen...Beim zweiten würde es auch nicht schaden, aber dort ist das Staffelgeschoss nicht ganz so markant...Aber wie gesagt: Ich freu mich schon, wenn's losgeht!
-
Da bin ich ausnahmsweise mal einer Meinung mit der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, mehrere Häuser sehen einfach besser aus als ein durchgehender Block.
-
Find ich auch. Wobei das Dach von Eckgebäude nicht so mein Fall ist. Aber in 10 Jahren kann man das ja auch noch evtl. normal verkleiden, wenn das dann aus Bausünde verschrien sein sollte (was ich nicht glaube)...
-
Zitat von LeFay
Wobei das Dach von Eckgebäude nicht so mein Fall ist.
Meiner an sich auch nicht, aber sowas ist mir immer noch lieber, als Mal wieder ein Staffeldach...Ist eben was dazwischen
-
Ja das Dach vom Eckhaus hat typischen 80iger Jahre Mief, aber die Dreiteilung ist in Ordnung
-
Am 20. Juli ist erster Spatenstich:
http://www.morgenpost.de/conte…/07/10/berlin/840558.html
Klausi macht auch mit.
-
Der Thread kann jetzt auch mal umbennant werden, und zwar in: "UpperEastside". Kein scherz, so heißt das Projekt jetzt neuerdings.
-
peinlich.
nach fertigstellung und vermarktung wird man den titel doch wohl hoffentlich ad acta legen.
-
Das hab ich mir auch gedacht, unglaublich provinziell, möchtegern-weltstädtisch
-
Und eine Homepage mit Webcam gibts mittlerweile auch:
http://www.uppereastsideberlin.de/
Dort lernen wir, dass das Gebäude zwischen Paris und Moskau liegt (deshalb auch Upper Eastside) und an einem der wichtigsten Knotenpunkte Europas, nämlich zwischen BBI und HBF. Na wenn das nichts ist.
-
man sieht das gut aus.
-
Bei aller Kritik in diesem Thread, ob berechtigt oder nicht: Insgesamt ist das ein vergleichsweise sehr ambitioniertes Projekt, das eine ganz erhebliche Aufwertung dieser Ecke erwarten lässt. Projektname und besonders dessen Erläuterung ist allerdings wirklich lachhaft.
Die Webcam werde ich gleich in unsere Liste aufnehmen.
-
Bin auch positiv überrascht. Sieht wirklich klassisch elegant aus, irgendwie weltstädtisch... Mehr Stein und weniger Glas ist in jedem Fall gut
-
Ich finde es auch gut, dass man nicht wieder einen ganzen Block mit einem Haus zubaut, wie es z.B. beim Q205. Es mag ja auch in diesem Fall "ein Haus" sein, aber wenigstens sieht es von außen noicht so aus.
Was mich nur stört ist, dass das Haus zur Fr.str. hin eine Fassade hat und nicht auch in zwei unterteilt ist...Und vielleicht, hätte man auf den beiden Häusern zu den Linden sowas wie 3-Eck-Giebel oder so aufs Dach setzen können...So siehts etwas abgehackt aus. -
Ich finds ganz gut. Im Vergleich zum vorherigen Zustand mit dem alten Hotel eine wesentliche Verbesserung (obwohl man die Ecke vielleicht auch hätte bebauen können, ohne das Hotel abzureißen, indem man eine kleine Gasse für das Hotel freigehalten hätte. Aber gut: andere Diskussion).
Mich würde nur interessieren, wieso man sich heute so vebissen dagegen wehrt, Balkons oder kleine Austritte als Gestaltungselement der Fassade aufzunehmen. Ein repräsentativer Balkon in der ersten oder zweiten Etage über 3 bis 4 Fensterachsen auf der Lindenseite hätte ein wenig mehr Auflockerung gebracht und auch etwas Schatten gespendet. Das Gebäudeensemble hätte so mehrere Ebenen.
Warum wehrt man sich nur gegen ein wenig mehr Plastizität am Gebäude.
Man könnte argumentieren, die vertikale Ausrichtung der Fassaden (fühle mich etwas an Wertheim in der Leipziger Straße erinnert) ließe keinen repräsentativen Balkon über 4 Fensterachsen zu. In diesem Falle hätten es aber auch kleine Austritte gebracht.
-
Vielleicht liegt die Abwesenheit von Balkonen darin begründet, dass bei heutigen Kosten, dem Straßenlärm etc. es kaum ein Bauherr wagt, Geld für repräsentative Dinge auszugeben, die zumindest an Büro- und Hotelbauten sowie bei Einzelhandelflächen kaum einen Nutzwert bieten? Schon mal darüber nachgedacht?
Ein Balkon ist hierzulande auch ein recht teures Unterfangen. Schon einfachste Nachrüstanlagen aus feuerverzinktem Stahlprofil mit Faserzementauflage liegen mittlerweile pro m² bei etwa einem Viertel bis der Hälfte dessen, was der Quadratmeterpreis des umbauten Wohnraumes ausmacht. Laut Wohnflächenberechnungsverordnung ist bei Angabe und Kostenberechnung zur Vermietung i. d. R. ein Viertel bis maximal die Hälfte der m²-Anzahl für Balkone anzusetzen. Es bringt bei Wohnbauten derzeit aber dennoch etwas, da dank der hohen Leerstandsquote Mietwohnungen ohne Balkon prinzipiell schwerer an den Mann zu bringen sind.
Teuer macht einen Balkon vor allem, dass er in unseren Klimaregionen zwingend vom beheizten Nutzraum abgekoppelt werden muss, um nicht als Kältebrücke zu fungieren. Das bedeutet vor allem erhöhte Kosten für das statische System. Für Loggien gilt prinzipiell das Gleiche. Weiterhin ist es nicht sinnvoll, mit Kühldecken und ähnlichem Pipapo (O-Ton Kurt Krömer :D) aufwändig klimatisierten Büro- und Geschäftsräumen eine simpel zu öffnende Balkontür zur Seite zu stellen. Dass er über die funktionale Bedeutungslosigkeit indirekt heute gängigen Architekturauffassungen widerspricht, sollte eh klar sein. Die in der Friedrichstadt üblicherweise in den Staffelgeschossen untergebrachten Wohnungen verfügen hingegen meist über vorgelagerte Terrassen, die durch den Fassadenrücksprung eh beinahe automatisch entstehen. Die höheren zu erreichenden Deckenlasten bei öffentlichen und quasi-öffentlichen Bauten würden einen "Bürobalkon" zusätzlich verteuern.
Ganz abgesehen davon ist es für viele Architekten ein Greuel, mit ansehen zu müssen, wie selbst die aufwändigsten Balkone bzw. deren Brüstungen von privaten Mietern durch Bastmatten, Langnese-Sonnenschirme, Stapelstühle aus braunem Plastik etc. verschandelt werden. Das macht selbst vor den besseren Lösungen (z. B. den lackierten Lochblechfeldern vor Edelstahlrahmen in der Kreuzberger Eisenbahnstraße) nicht halt, wie ich selbst schon schmerzlich erfahren musste.
Ein kleiner historischer Exkurs: Viele von Euch können es sich sicher kaum vorstellen, aber die typischen "Berliner Balkone", wie sie zahlreich zwischen 1895 und 1910 in den einfacheren Gegenden (wie z. B. dem Friedrichshain) entstanden sind, jene, die etwa eineinhalb bis zwei Meter breit sind,gewöhnlich 80 Zentimeter auskragen, einen Stahlprofilrahmen mit Wellblechauflage besitzen und eine massiv errichtete Brüstung tragen, sind vorrangig nicht zum Aufenthalt, sondern zum Lagern von Kohlen errichtet und auch genutzt worden.
-
Hallo AeG,
Ich bin kein Architekt. Deswegen habe ich auch nur ganz lieb in die Runde gefragt.
Und dennoch: Wer Geld zum Bauen hat, der sollte auch Geld für eine anständige Fassade haben. Ich habe auch nicht den Nutzwert eines Balkons im Sinn gehabt. Einzig liegt er für mich in der Fassadenauflockerung und einer gewissen Belebung des Straßenbildes. Die drei Gebäude sind zwar von unterschiedlichen Architekten. Dennoch sind sie sich recht ähnlich. Ich plädiere auch nicht für kleine Erkerchen und Balkons in jedem Geschoß. Ich hatte lediglich angeregt in der ersten oder zweiten Etage einen Balkon nicht übermäßiger Tiefe anzubringen. Dies wäre im übrigen auch nichts ungewöhnliches. Es gibt so einige Beispiele (auch Büro- und Hotelbauten) bei denen genau dieses Gestaltungselement zur Anwendung kommt.
Und genau in diesem Punkt unterscheiden sich unsere Sichtweisen, AeG. Du siehst den (Nicht-)Nutzen eines Balkons und stellst die Kosten gegenüber. Ich ziehe den Nutzenbegriff etwas weiter. Ich sehe auch einen gewissen ästhetischen Aspekt, der letzten Endes wieder dem Vermieter nutzt. Bei einer Leerstandsquote von 9 bis 10% kann man sich als Mieter schon ganz gut aussuchen, wo man hinzieht. Nun kann man einwenden, daß Friedrichstraße und UdL Topadressen sind und daß der Vermietungsstand dort möglicherweise besser ist als anderswo. Völlig frei machen von den ästhetischen/gestalterischen Ansprüchen der potentiellen Mieter kann sich der Eigentümer aber dennoch nicht.
Nun, ich habe nicht gesagt, daß ich die Häuser grundsätzlich ablehne. Im Gegenteil. Ich empfinde sie als eine wirkliche Bereicherung an dieser Stelle. Nur die Fassaden hätten aufgelockerter wirken können. Gerade und besonders in einer Repräsentationsmeile wie Unter den Linden, einer Straße, die eigentlich nur so strotzt vor Dingen, die scheinbar keinen weiteren Euro wert sind, weil sie die Mietfläche nicht erhöhen (Vasenaufsätze, Vorfahrten, Kandellaber, Risalite, Figurenprogramme usw.).
Dagegen mutet die Forderung nach einem einzigen Balkon/Austritt nun wirklich spartanisch an.
Wenn nur das Kostenargument zählt, dann können wir auch Platte machen. Aber das will ja auch niemand.
-
... und auf dem Einband steht in großen Lettern: DON'T PANIC!
Was ich sehe, ist nicht automastisch meine Sichtweise, rallekoffskaja. Ich habe lediglich Sachargumente aufgeführt, die nunmal unter den gegenwärtigen Bedingungen dazu führen, dass der Balkon an genannten Bauten nicht sonderlich populär ist. Was ich davon und von anderen Merkmalen aktueller Architektur halte, steht auf einem ganz anderen Blatt :).
Ich wage auch zu behaupten, dass die Vermietung eines Gebäudes nicht primär daran gebunden ist, ob ein "spartanisches" (O-Ton rallekoffskaja) Schmuckelement mehr oder weniger an ihm haftet. Mehrere davon mögen die Chancen hierfür sogar senken, schließlich müssten sie zunächst per höherer Mieteinnahmen eingefahren werden.
Hemprich und Tophoff planen im Übrigen rückversetzte Balkone/Terrassen über den Sockelgeschossen der Bauten gegenüber der East Side Gallery, ähnlich, wie sie an Hopp's Blöcken E und G in der Karl-Marx-Allee zu finden sind. Aber auch dort sind a) Wohnnutzung vorgesehen und b), erstmal abwarten, ob's dabei bleibt.
Alles in allem solltest Du Dich an der derzeitigen Situation erfreuen. Wer weiß, was kommt? Meine Vermutung ist, dass wir uns durch zunehmende Monopolisierung im Bauwesen, immer ungerechterer erscheinende Vergabepraktiken, schleichende Bildungsabnahme und zunehmend abnormaler werdende Gesetzgebung immer mehr in Richtung Vereinheitlichung und Verflachung begeben.
-
Eine komische Frage:
Ist auf der Mauer des Hauses ganz rechts auf der Webcam eine alte Werbung zu Tage gekommen, die noch aus der Zeit vor dem Bau des Hotels Unter den Linden stammt?
Schwer zu erkennen, vielleicht lohnt sich das ja.