Quartier Central (ehemals Güterbahnhof Derendorf)

  • am Cafe LesHalles 09.08.2011

    Heute habe ich neue Fotos gemacht - an einer Stelle wurde bereits das Geländeniveau erreicht:







    Auf dem ersten Foto sieht man links die im Aufbau befindliche Schaufassade. Was man derzeit davon erkennen kann, wirkt austauschbar und würde mich nicht zum Mieten animieren.


    Im EG des Gebäudes hinter der Schaufassade (Backstein plus abgerundeter metallischer Aufbau) wird ein Informationsbüro für LeFlair eingerichtet - zwei Straßenblocks von dieser Investition entfernt etwas verwunderlich.

  • Da das Gebäude lediglich eine Büroimmobilie wird und kein Wohnhaus, hast du nicht einmal die Möglichkeit etwas zu mieten...;)


    Das Informationsbüro für Le-Flair gibt es mittlerweile seit über einem Jahr.

  • ^ Natürlich kann man auch Büroflächen mieten, obwohl ich etwas befördert werden müsste, um Entscheidungen darüber zu treffen. Hier zitiert das DEAL-Magazin Aussagen einiger Unternehmer über die Bedeutung der Individualität. Zum Beispiel der Chef der renommierten Firma HIH sagt, die zunehmende Standardisierung von Produkten und Dienstleistungen verstärke die Notwendigkeit der Betonung anderer Differenzierungsmerkmale wie die Gestaltung des eigenen Bürositzes. Die weichen Faktoren müsse man angemessen gewichten. Auf dem hart umkämpften Düsseldorfer Büromarkt kann man sich eine 08/15-Fassade gar nicht leisten.

  • ^ Die Nachricht kann man positiv interpretieren - die Nachfrage nach Büroraum im QC ist so groß, dass selbst Flächen im öden Objekt zum Baubeginn fast vollständig vermietet sind. Dies sollte genauso Pandion ermutigen (Büros in den Sockelbereichen an den Wohntürmen) wie auch mögliche Käufer der letzten übriggebliebenen Grundstücke.


    Heute habe ich noch die Baustelle an der Franklinbrücke dokumentiert - immer noch keine Anzeichen des Bauens weiter östlich, obwohl die Baumasse auf den hier bekannten Visualisierungen viel weiter reicht. An der blinden Wand des Nachbarhauses (links im Bild) erkennt man Ansätze einer Rampe oder Treppe vom Niveau der Franklinbrücke nach unten - die jedoch anders geführt wird als die große Treppe auf den Entwurfszeichnungen entlang der Brücke.



  • 15.08.2011

    Neuer Fotobericht von mir - der Rohbau des nördlichen Teils von LeFlair ist praktisch fertig. Die gewaltige Wand im Süden wird mit den gleichen Bruchsteine-Platten belegt, wie das angrenzende Gebäude der Trafostation:





    Im Süden ist ein Fassadenteil fertig - da er künftig hinter dem Bürobau an der Franklinbrücke versteckt werden soll, hielt sich der Gestaltungsaufwand in Grenzen:





    An der Franklinbrücke arbeitet man derzeit an den Decken über dem KG. Mit Staunen habe ich gesehen, dass einer der KG-Räume mit Erde verfüllt wurde. In Düsseldorf dürfte jede Fläche kostbar sein, einen zusätzlichen Abstell-/Archiv-/Technikraum könnte man irgendwann gebrauchen:





    Ohne Foto - an der LaCour-Baustelle wurde eine Werbetafel mit einer Visualisierung angebracht, die in etwa diesem Bild entspricht.

  • Bei der angesprochenen Baustelle direkt an der Franklinbrücke handelt es sich eventuell um dieses Bauvorhaben für ein Wohn- und Geschäftshaus.


    Das Bürogebäude ist noch nicht im Bau - hier würde die Baustelle in Richtung Osten fast bis an die neue Marc-Chagall-Straße reichen.

  • Das kann ich mir gut vorstellen, da eine Lärmschutzwand ja den Schall auch reflektiert. Wegen ähnlicher Probleme sind schon Verfahren für Neubaugebiete gescheitert.


    Streng genommen müsste auch auf der Ostseite der Bahntrasse auch eine Lärmschutzwand errichtet werden; ich kann mir dort allerdings soetwas nicht vorstellen (zumal dort auch alte und große Bäume "im Weg" stehen).
    Moderne Schallschutzfenster wären dort vermutlich angebracht.

  • Keine neuen Infos, aber zwei neue Visualisierungen zu den "Hoch"bauten.


    http://www.rp-online.de/region…t-390-wohnungen-1.1691286


    Ich kann dieser Kindergartenarchitektur nichts abverlangen. Man könnte sich ruhig im Ausland ein Beispiel nehmen. Mit Rotterdam gibt es auch in der Nähe ansehnlicheren Wohnhochbau. Oder selbst das Portobello im Hafen...


    EDIT: Hier in FFM geht es auch ansehnlich. Gleiche Höhe, ähnlicher Grundriss
    http://www.deutsches-architekt…hp?p=310181&postcount=284

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  • ^ Laut Artikel wurde das Grundstück für das zweite Hochhaus von Pandion verkauft, was hoffen lässt, dass die Gestaltung von der des ersten Wohnturms abweichen wird - was die Wohnungen darin attraktiver machen wird. Mich ärgern im RP-Artikel eher die genauso reflexartigen, wie unreflektierten Sprüche über vermeintliche "Ghettos" und "soziale Berennpunkte". Das Wohnhochhaus Portobello gibt es seit 2003 - noch nie habe ich beobachtet, dass darin irgend etwas sozial brennen würde.


    Bei LeFlair gab es die nächste Teilenthüllung und neue Web-Präsenz, die ich der Infotafel vom zweiten Foto entnommen habe:





    An der Franklinbrücke bestätigte sich die Behauptung mamamias - gebaut wird ein Haus mit 8 Drei-Raum-Wohnungen (die Tafel an der Wand des Nachbarhauses), 2 Penthouse-Wohnungen und einem Ladenlokal, gestaltet wird es ähnlich wie LeFlair. Mich freut, dass es selbstbewußt um eine Etage höher sein wird als das ältere Haus links von ihm. Die Baustelle erreicht das Niveau der Franklinbrücke:







    Le Klotz am Cafe Les Halles:





    Alle Fotos heute von mir gemacht.

  • Ich dachte neben die Franklinbrücke kommt das neue Bürohaus "DreiEins"?


    Das DreiEins soll auch neben der Brücke gebaut werden, aber eben nicht dort, wo sich derzeit die kleine Baustelle befindet; vermutlich muss erst eine Vermietungsquote erreicht werden, bevor mit dem Bau des Bürogebäudes begonnen werden kann.

  • Ich glaub ich bin im falschen Film. Es beschweren sich jetzt die Bewohner des Quartier Central ueber den Bau der Wohntuermchen. Angeblich will man nie von Gebaeuden dieser Hoehe gewusst haben. Hier ein paar Highlights:


    - Eigentümer und Mieter ärgern solche Wohntürme, die nicht geplant waren, als sie dort eine Wohnung kauften oder mieteten.


    - "Ich wusste von Bürogebäuden, die geplant waren ... Nun sollen wir auf drei riesige Wohntürme gucken ... 900 Euro warm zahle ich für 60 Quadratmeter, da darf man doch wenigstens frühzeitig erfahren, dass man einem 18-stöckige Bauten vors Fenster stellt."
    (Anmerkung: Wen juckt es ob man auf Buerobauten oder Wohnbauten der gleichen Groesse schaut? Uebrigens: Willkommen in der Grossstadt. Den Blick auf Wiese und Kuehe gibt es in Meerbusch zum gleichen Preis.)


    "Ich wusste ja, dass dort etwas gebaut werden soll – auch zum Schallschutz ...Aber von 55 Meter hohen Häusern war zuvor nie die Rede. Wir haben einen tollen Blick auf die Bahnstrecke, vor allem nachts, wenn die beleuchteten Züge vorbeifahren. Und nun sollen wir vor eine Wand gucken – das ist mehr als ärgerlich."


    Mehr Comedy gibt es hier: http://www.rp-online.de/region…eue-hochhaeuser-1.1706396


    EDIT: Erste Visualisierungen (die zugegebenermassen wesentlich besser aussehen als was nun wirklich kommt) gab es bereits im Februar 2009. siehe http://www.deutsches-architekt…php?p=210472&postcount=85

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  • ^ Leider kann ich nicht lachen, wenn ich sehe, wie manche Medien unkritisch beliebig absurden Unsinn abdrucken - vielleicht in Bemühung um Leserschaft, der die Bildzeitung zu intellektuell und zu ausgewogen ist. Wer im QC eine Wohnung kaufte, musste zumindest nach "Quartier Central" gegoogelt haben - die offizielle Quartierspräsenz zeigt seit Jahren eine städtebauliche Vision, zu der vom Anfang an Hochhäuser gehören (auf dieser Visualisierung aus dem Jahr 2002 gibt es südlich von der Franklinbrücke nicht drei Hochhäuser, sondern sogar fünf). Wie kann irgend jemand behaupten, er sei "nicht informiert" und "überrascht"? Man hätte nur die Web-weit - nicht nur hier im DAF - im Überfluss vorhandenen Infos lesen müssen.


    Einzelne 55 Meter hohe Wohntürme in Entfernung von gut 100 Metern bedeuten einen Querschnitt von 1:2 bis 1:5 - von soviel Weitblick kann man in der Innenstadt nur träumen. Die Straße auf der anderen Seite der Interboden-Bauten hat einen Querschnitt von 1:1 und gut ist. Im Westen von LeFlair wird man 10-12 Meter vor den Fenstern ungefähr 10-15 Meter hohe Anbauten der Altbauhäuser mit beinahe blinden Wänden haben.


    Schon wieder kommen Sprüche vom möglichen sozialen Gefälle - und das wegen Bauten mit Luxuswohnungen und Concierge-Diensten von Bewohnern der Wohnhäuser mit durchschnittlichen und einigen besonders kleinen Wohnungen. Eher hätten sich die künftigen Bewohner der Wohntürme Sorgen wegen der Quartiere westlich des Parks machen können.


    Sorry für die harten und sarkastischen Worte, doch ich habe es satt, dass jede etwas größere Baustelle gleich vom absurden und in den Medien breit gewälzten Genörgel begleitet wird. Gleichzeitig sollten die Investoren der Wohntürme mit besonders ansprechenden Entwürfen so viel Schärfe vom Meckern wie möglich nehmen - eine pulkartige Reihe von drei sehr ähnlichen Hochhäusern sieht die jahrelang bekannte Rahmenplanung tatsächlich nicht vor.

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  • Wer etwas Negatives sucht, wird immer fündig!
    Das ist wohl eher das gleiche Problem wie mit dem „gefühlten Steuersatz“ – auch ich kann keinen großen Unterschied zwischen einem Bürohaus und einem Wohnhaus feststellen, von wo aus mir jemand auf meinen Balkon schauen könnte. Der Abstand ist hier wirklich ausreichend.


    Mich stört eher die langweilige Anordnung der Hochhäuser in einer Reihe; die Wirkung einer Wand wird durch die Ausrichtung der Perspektive noch massiv verstärkt.


    Im ursprünglichen städtebaulichen Entwurf zum Quartier waren versetzt angeordnete Hochhäuser vorgesehen; gemäß B-Plan wäre diese Anordnung auch möglich gewesen. Das hätte sicherlich etwas gefälliger gewirkt, als die durchgehend wirkende Front.


    Die Hochhäuser sollen meines Wissens nach von verschiedenen Büros entworfen werden (HPP baut wohl das erste); sie sollten also nachher auch unterschiedlich aussehen. Das würde dann auch schon wieder anders wirken, als auf der aktuellen Visualisierung.


    Das neue Wohnquartier westlich des Parks verfügt übrigens auch über ein ähnliches Service Konzept; es dürfte somit also im Quartier Central kein soziales Gefälle geben (eher noch zur direkten Umgebung).


    Wohnhochhäuser (und andere große Wohnanlagen) funktionieren heute nur noch mit Concierge Service und dergleichen. Bei den Baukosten für solche Immobilien dürften die Wohnungen sowieso nicht für "Otto-Normalverdiener" interessant werden, selbst wenn man es als Bauherr oder Stadt wollte.

  • RP: "Hochhäuser besser als Büros"

    Anfang September tat die RP, was eine seriöse Zeitung gleich getan hätte - sich die andere Seite anhören und sie zitieren. Alexander Fils vom Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung erinnert, dass noch vor einem Jahr die dortigen Bewohner sich massiv beschwert haben, dass östlich des Parks nicht doch endlich gebaut wird. Die Baupläne werden von der SPD mitgetragen, die jedoch stark für Wohnungen statt Büros im QC ist. (Als Düsseldorfer Einpendler halte ich den Standort für besser erreichbar als z.B. die fast benachbarte Tannenstraße, wo doch Büros errichtet werden - und hoffe, dass die letzten Baufelder mit Büros - auch in seit Jahren vorgesehenen Hochhäusern - bebaut werden.)


    Pandion sagt, die geplanten Hochhaus-Wohnungen seien bezahlbar und befänden sich unterhalb des Hochpreissegments. Ich sehe hier übrigens eine weitere Paranoia - baut man durchschnittliche Wohnungen, drohen manche gleich mit "sozialen Gefällen". Baut man Luxuswohnungen, nörgeln manche, diese seien für Mieter und Familien mit geringem und durchschnittlichem Einkommen unbezahlbar. Gemeckert wird offensichtlich immer - egal, was man tun oder unterlassen würde.


    Dass die Pläne auch vor Jahren Hochhäuser - lediglich anders angeordnete - vorsahen, hat die RP, die die Visualisierung mit deutlich veränderten Plänen unterschreibt, wohl noch nicht mitgekriegt. Selbst ein paar Sekunden des Googelns sind diesem Blatt zuviel Recherche.

  • 08.09.2011

    Ich habe die Webseite des Projektentwicklers Tecklenburg-Bau über das mehrmals erwähnte kleine Projekt an der Franklinbrücke gefunden - 1.109 Qm Wohnfläche. Auch eine Visualisierung ist da - die große Wand am linken Rand der Fassade, die die Balkone der Penthose-Wohnung vom Nachbarhaus isolieren soll, ist deutlich zu üppig geraten. Die Farben hätten nicht so blass sein müssen.
    Heute wurden die ersten Bodenplatten auf dem Level der Franklinbrücke verlegt.


    Die LeFlair-Baustelle hat keine festen Baukräne mehr. Am Cafe LesHalles wurden diese Woche die ersten Säulen und Wände des Erdgeschosses betoniert.


    Anders als die RP zitierte die Welt vom 05.09 den Vorsitzenden des Ausschusses für Planung und Stadtentwicklung Alexander Fils, Hochhauspläne an dieser Stelle seien nicht neu - und sie würden den Anwohnern besseren Lärmschutz als Flachbauten bieten. Normalerweise seien in der Nachbarschaft Wohnbauten mehr als Bürobauten erwünscht, weil sie an den Wochenenden nicht dunkel bleiben und der Entwicklung der Infrastruktur förderlich seien.
    Baudezernent Bonin erwartet ähnliche Bewohnerstruktur der Wohnhochhäuser wie jene der derzeit lautstarken Anwohner. Baustart ist 2. Quartal 2012.

  • Baudezernent Bonin erwartet ähnliche Bewohnerstruktur der Wohnhochhäuser wie jene der derzeit lautstarken Anwohner. Baustart ist 2. Quartal 2012.


    Noch mehr davon? Der "Wutbürger" ist halt zur Zeit in Mode! :)

  • Aus dem Welt-Artikel stammt dieses Zitat: "Das Grundstück für das zweite Gebäude muss der Entwickler noch erwerben, hat eine entsprechende Kaufoption: "Das ist nur noch eine Frage von Tagen." "


    Ich hoffe da kann man dann bald mit neuen Visuaisierungen rechnen.


    Was mich verwundert ist die Aussage, der Bau des ERSTEN Hochhauses beginne im 2. Quartal 2012. Ich dachte das Gebäude, dass derzeit neben dem Les Halles errichtet wird, würde das erste Hochhaus beinhalten?