Weltkulturerbe Zollverein [Sanierung & Bau]

  • Rolltreppen zum Ruhrmuseum/Kohlenwäsche saniert

    Sie ist nicht nur ein beliebtes Fotomotiv, sondern auch der bunteste Weg in das größte Zechengebäude des UNESCO-Welterbes Zollverein: die orangefarbige Rolltreppe hinauf in die Kohlenwäsche. Nach 18 Jahren wurden die Fahrtreppen erneuert und erstrahlen dank der Unterstützung des Regionalverbands Ruhr (RVR) passend zum 25-jährigen Jubiläum der Route Industriekultur in neuem Glanz.

    58 Meter Länge misst die in Deutschland höchste freistehende Fahrtreppe auf dem UNESCO-Welterbe Zollverein. Sie bringt Besucher in 90 Sekunden direkt auf die 24-Meter-Ebene der Kohlenwäsche. Dort werden die Gäste vom Besucherzentrum Ruhr empfangen genauso wie vom Ruhr Museum, dem Café Kohlenwäsche und einer Buchhandlung. Von hier beginnt zudem der Aufstieg in das Portal der Industriekultur.

    Quelle: https://www.zollverein.de/news…erstrahlt-in-neuem-glanz/

    Beisteuern zur Meldung zu diesem architektonisch hochinteressanten Kultur-Standort der Industrie möchte einige Fotos von einem Besuch 2020.

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    Alle Fotos hanbrohat: Unter Beachtung des Urheberrechts gemeinfrei

  • Umbau der Wasserhaltungsstandorte

    Zum Nachbergbau gehört die Reglung der Wasserhaltung gemäß Grubenwasserkonzept für die Schächte im Ruhrgebiet. Nicht alle Gruben werden mehr benötigt und können verfüllt werden. Einige Reservestandorte bleiben erhalten bzw. der Umbau zu Brunnen sind momentane Maßnahmen und Handlungsprozesse der dafür verantwortlichen RAG AG. Eine Ewigkeitsaufgabe, wobei es gilt, die Unkosten durch neue Techniken so gering wie möglich zu halten.



    07. November 2024. Zeche Zollverein


    Der Standort Zollverein, mit seinen beiden Schachtanlagen 2 und 12, wird im Rahmen des Grubenwasserkonzeptes durch uns umgebaut. Das Konzept sieht den Umbau zu einem sogenannten Reservestandort vor. Dies bedeutet, dass im Bedarfsfall die Möglichkeit geschaffen werden soll, Grubenwasser auf Zollverein zu heben.

    Hierfür werden beide Schachtanlagen zu einem Brunnenbetrieb umgerüstet und mit einer Hüllrohrtechnik ausgestattet. Der Ringraum wird mit Beton verfüllt, sodass ein mögliches Abpumpen von Grubenwasser durch die Hüllrohre mittels Tauchpumpen sichergestellt werden kann.


    Nachdem der explosionssichere Abschluss der Grube Zollverein bereits Anfang 2023 erfolgte und der Schacht 12 unmittelbar in die Regelverfüllung (ca. 1000 m Teufe) ging, musste der Schacht 2 für einen Regelrhythmus zur Verfüllung mit einer erweiterten Fördertechnik ausgestattet werden.


    Für die Errichtung der sogenannten Sedrunwinde mussten eigens hierfür konzeptionierte Fundamente und Seilscheibenverlagerungen konstruiert und gefertigt werden. Die Winde wurde auf einem Verlagerungsrahmen gegründet, um den schweren Anforderungen der Hakenlast genüge zu tun. Die Errichtung der Winde erfolgte auf der Baustelle in gemeinsamer Zusammenarbeit mit unserer Tochtergesellschaft der OLKO-Maschinentechnik. So konnten alle Komponenten wie der Windenrahmen, Trommel, Bremsen, Hydraulik, zwei Motoren und zwei Getriebe vor Ort montiert und in Betrieb genommen werden. Nach mehreren umfangreichen Abnahmen durch die Sachverständigen der DMT und der Montage des Befahrungskorbes konnte die Anlage in Betrieb genommen werden. Dies war der Startschuss, um auch am Schacht Zollverein 2 die Regelverfüllung zu beginnen.


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    Sedunwinde - ein Monster. Foto und Text: Thyssen Schachtbau


    Die aktuelle Projektplanung sieht eine Fertigstellung der Verfüllung der beiden Schächte im März 2025 vor. Folgen werden die Arbeiten zum Rückbau der errichteten Anlagen. Zudem wurden für die Gesamtmaßnahme ca. 65 t denkmalgeschützte Bauteile demontiert und für den Wiedereinbau eingelagert.