Spittelmarkt-Thread

  • Auf jeden Fall eine Verbesserung zu vorher. Was mir besonders gefällt, sind die veränderten schmalen Stirnseiten, sind jetzt nicht mehr so langweilig, und die Arkade von der Seite, da jetzt die Höhen angepasst sind und die Pfeiler nicht mehr ganz so wie Streichhölzer wirken.
    Allerdings gefallen mir die Fenster in der 2. Ansicht von links in den beiden Staffelgeschossen nicht so recht. Sieht ein wenig ungeordnet aus und passen nicht zu den darunter liegenden. Das ist bei der 3. Ansicht von links besser gelöst, dort wirkt es sehr gut.


    :2cents:

  • Also ich jedenfalls bin sehr beeindruckt. Mich erinnert die neue Version an die Hamburger Kontorhaus-Architektur: Fritz Schumacher läßt grüßen. Hut ab!

  • Ernst,


    wobei der Kontorhaus-Eindruck vermutlich eher an der Materialwahl und den Proportionen liegt. Für beides bin ich nicht verantwortlich. Allerdings hätte ich mir - wie schon weiter oben mal geschrieben - einen unglasierten, eher rötlichen Stein gewünscht, statt des glasierten Graublauen. Vermutlich hätte das die von Dir positiv empfundene Wirkung noch verstärkt.



    porteño,


    die Unterteilung der Staffelgeschosse ist in der Tat suboptimal. Der Grund dafür ist, dass die Hotelzimmer mit ihren Normmaßen, entgegen der sonstigen Organisation, hier wegen der geringen Gebäudetiefe quer zur Ausenwand/ zum Flur angeordnet sind. Daraus resultiert ein größerer Achsenabstand. Ausserdem gehen die Bäder hier notgedrungen über die gesamte Tiefe. Bei gemeinsamer Nutzung von einem Strang für zwei Zimmer (gespiegelte Anordnung) ist relativ wenig Spiel für die Austritts-Positionen. Aber ich denke, dadurch, dass die Ansicht hier je nach Betrachtungswinkel stärker variiert, ist das Problem nachrangig (Du erkennst das vielleicht, wenn Du die großen Bilder anklickst und auf die Perspektiven schaust).

  • Ah daher kommt das. Das könnte man aber lösen, indem man die Spiegelung aufhebt und jedem Zimmer einen Strang gibt oder die Bäder mit Fenstern versieht, bietet sich eigentlich an, wenn die eh über die gesamte Tiefe gehen und wäre auch mal eine schöne Abwechslung, Tageslicht in einem Hotelbad zu haben.


    Wie viel Sterne wird das Hotel haben, vier? Dann werden es so 25 m² je Zimmer sein, oder?

  • Das Hotel hat zwei Sterne. Du liegst mit Deiner Quadratmeter-Schätzung ziemlich weit daneben ;) (ich weiß nicht, ob ich die konkreten Zahlen hier benennen kann; aber ein paar Maßangaben finden sich auf den großen Bildern). Entsprechend gering fällt der Platz in den Bädern aus. Über Fenster verfügen sie bereits. Da die über den Duschen angeodnet sind, sehen sie eher wie Schießscharten aus. Aber selbst wenn man die Fenster anpasst, bis zum Boden reichen und klar wären sie trotzdem nicht. Das differierende Achsmaß bliebe trotzdem erhalten. Die Sache mit den getrennten Strängen konterkarriert den Punkt 'Budgetfreundlichkeit' deutlich ;). Hier würde das die Kosten sogar noch potenzieren, da man die einzelnen Stränge der Staffelgeschosse auch jetzt schon mühsam an denen der Regelgeschosse vorbei führen muss. So eine Lösung muss zwischen Bauherr, Betreiber und Architekt abgestimmt werden. Ich kann mir nicht vorstellen, dass MotelOne diesem Aufwand zustimmt, damit die Ansicht einer einzelnen Wand geringfügig verbessert wird, wenn man gerade orthogonal draufblickt. So weit mir bekannt, tun die sich bereits mit den querliegenden Räumen sehr schwer.

  • Vielen Dank für die Fenster an den Seitenwänden. Dieser Trend, bei freistehenden Mauern keine Fassadengliederung einzubauen, sollte gebrochen werden.

  • Einen Artikel über das Projekt 'Motel One' und seine Umgebung bringt die Berliner Zeitung


    unter anderem:
    - die Wohnungen in den Hochhäusern an der Leipziger sind anscheinend sehr beliebt... vielleicht sollten diejenigen, die den Totalabriss fordern, noch mal nachdenken
    - die Wohnungsbaugesellschaft Mitte (WBM) und neun Wohnungseigentümer haben Widerspruch gegen die Baugenehmigung für das „Motel One“ eingelegt, Grund sind Schallscutz und Verschattung, obwohl es detaillierte Studien mit gegenteiligem Ergebnis gibt
    - der Projektentwickler des Motels beabsichtigt weitere Flächen in der Nähe anzumieten um das Einzelhandelsangebot in der Nähe zu verbessern (m.E. gibt es dort im Moment gar nichts)
    - Baubeginn ist September

  • Ein paar bunte Bilder habe ich noch, die ich Euch nicht vorenthalten will ;). Zuerst zweimal der bisherige Plan, dann die überarbeitete Variante:



  • Zum Thema Petriplatz auf der Fischerinsel gibt es Neuigkeiten. Noch dauern die Ausgrabungen an, danach sollen Bauarbeiten starten.


    http://www.berlinonline.de/ber…g/berlin/107270/index.php


    Der Block mit dem alten Bauministerium soll abgerissen werden, nur das alte Kaufhaus bleibt erhalten. Die Breite Straße wird wieder verengt. 2010 soll es losgehen.
    http://www.flickr.com/photos/aleman/435215371/sizes/o/ (links im Bild, rechts ein Block aus den 90ern)
    http://maps.live.de/LiveSearch…ne=12400733&style=b&lvl=1


    Der Block daneben Richtung Wasser soll wohl erhalten bleiben.
    http://www.stadtentwicklung.be…rung/extra/17-1plan.shtml


    Hier gibts noch Bild des zerklüfteten "Platz"
    http://www.flickr.com/photos/mrp46/1027643849/sizes/l/

  • Eigentlich schade, dass man dann genau die drei schönen Fassaden zwischen Gertrauden- und Scharrenstraße verdecken wird. Aber die Entwicklung finde ich gut. An der Bauabsperrung zu den Grabungen hin gibt's eine Galerie zum Umbau der Fischerinsel.


    Die Gertraudenstraße ist auch nach der Verengung (?) noch viel zu breit. Muss man denn unbedingt die Tramtrasse vorhalten? Wahrscheinlich, damit sie ihren Zeitplan einhält und nicht im Stau steht, würden die Gleise in die Fahrbahn integriert. Schön anzusehen ist das natürlich nicht -Grünsteifen in Mehrspuriger -das sieht aus wie ein Zubringer, kaum Verbesserung gegenüber vorher - aber das ist die Gertrauden wohl auch...

  • Die Breite (auch am Spittelmarkt) wegen der Straßenbahngleise, bessergesagt wegen dem Mittestreifen stört mich auch am meisten. Bes., weil sie teilw. auf dem Grundstück der Kirche liegt. Wer weiß, ob die je kommen wird... Bin mal gespannt, was dann an der Breiten Straße entsteht. Wie breit war sie denn ursprünglich?


    Aber 2000 Gräber auf soner kleinen Fläche sind schon krass...Die Idee mit dem Museum finde ich gut - das mit dem Glashaus über den Fundamenten weniger, außer man rekonstriuert den Turm. Dann haben die "Rückwärtsgewandten" was, um sich zu freuen und die "Vorwärtsgewandten" ihren Kontrast ;). Das mit den Kurfürsten-Särgen klngt auch nach einem spannenden Projekt! Dass man da beim Umzug in en Dom nicht besser aufegpasst hat, sodass sie verlorengehen konnten...

  • Spittelmarkt

    Es heißt ja kritische Rekonstruktion, d.h. man muss auch heutige Verkehrsverhältnisse in die Planungen einfließen lassen. Nur weil eine Straßenbahn auf schnuckeligen, kleinen Kopfsteinpflastersträßchen hübsch anzuschauen ist, wird man sie nicht bauen. Eigene Fahrspuren sind bei Straßenbahnen schon von großem Vorteil.

  • Es gibt Details zu der Brückenlösung: die historische Gertraudenbrücke wird teilweise abgerissen, dann verbreitert für den Autoverkehr und wieder "nach altem Muster" aufgebaut. Die moderne Autobrücke daneben wird völlig entfernt. Damit rückt der Verkehr wieder ein par Meter Richtung Norden dichter an die Häuser ran, dies ermöglicht ja erst den Bau einiger neuer Häuser am südlichen Spittelmarkt.


    Die Gesellschaft Historisches Berlin fordert stattdessen: "Die alte Gertraudenbrücke sollte unangetastet bleiben" und "Den Verkehr über die Brücke nur in eine Richtung leiten, die Gegenrichtung über eine neue schmale daneben."


    http://www.berlinonline.de/ber…/print/berlin/231658.html


    Bilder der alten Brücke:


    http://www.flickr.com/photos/hajo-ed/2589715211/

  • Diese Aktion und auch die Reaktion waren ja irgendwie vorauszzusehen...Wäre die jetzige Brücke denn überhaupt noch in der Lage, den starken Autoverkehr aufzunehmen? Aber Hauptsache, die neue Brücke kommt weg! Ist vielleicht auch irgendwann mal eine neue Mühlendammbrücke in Planung?


    paderwan
    Das erste deiner Bilder zeigt die Grünstraßenbrücke, eine Brücke weiter Fluss aufwärts.

  • Ich habe gesehen, dass an der Breiten Straße schon ein Paar neue, eigentlich recht gut aussehende Kandelaber aufgestellt wurden. Wie die Schuppmanns, nur ohne das ganze Blattwerk. Auf jeden Fall besser, als die Peitschenmasten, die die Straße bisher beleuchtet haben...



    Das ist der Blick aus dem Rückspiegel, also spiegelverkehrt.

  • Die stehen am neuen Bordstein. Der westl. Bürgersteig wurde/wird verbreitert, um der Straße ihre ursprüngliche (?) Breite zurückzugeben. Schau mal auf Seite 13. Da steht einiges dazu.

  • Hier das ganze noch mal aus der Nähe. Inzwischen scheinen alle Peitschen durch diese neuen Laternen ausgetauscht wurden zu sein...




    Eine genauere Beschreibung des Bauvorhabens...