Berliner Stadtverkehr (Straße, Bus, Bahn, Wasserwege, Gebäude)

  • Trotz gewisser gestalterischer Parallelen ist der Vergleich mit Rathenau und Herzl in Nürnberg unpassend.


    Trotz guten schriftlichen Ausdrucksvermögens ist der Kommentar unpassend.

    Natürlich habe ich die U-Bahnhöfe miteinander verglichen und nicht die Personen.

    Mir geht es um die Architektur und Gestaltung, dies ist nämlich

    ein Architekturforum und kein historisches Kolloquium.

    Die Idee, dass sich Ansichten verändern bei Bewegung ist ein passendes und schönes

    Motiv für einen Bahnhof.


  • . Das Bismarck-Mosaik ist eine peinliche historische Verirrung. Dem in Deutschland bestehenden Überfluß an Bismarck-Denkmälern hätte man - wenn überhaupt - eine historisch-kritische Auseinandersetzung entgegenstellen müssen.


    Geht's noch?

    Bismarck war Einer der bedeutendsten Deutschen des 20 Jahrhunderts.

    Dass er - nach heutigen Masstäben - auch kontrovers diskutiert wird, tut dem keinen Abbruch und ist auch nachvollziehbar.

    Und wenn es in Deutschland an etwas bestimmt nicht mangelt, dann an kritisch historischer Auseinandersetzung. Diese wird - gerade bei Bismarck - bis zum Exzess betrieben. Um neue Erkenntnisse geht es dabei schon lange nicht mehr, sondern nur noch um Deutungshoheit


    Und in diesen Falle geht es aber einfach nur um eine Ubahnhaltestelle eine Platzes, der nach ihm benannt ist. Und ich halte dieses Mosaik für grossartig und passend.

    Um mehr geht es hier nicht. Völlig unnötig hier ein Fass aufzumachen.

  • Bismarck war Einer der bedeutendsten Deutschen des 20 Jahrhunderts.

    Des 19. Jahrhunderts. Der prägende Reichskanzler des 20. Jahrhunderts hieß anders. Und "Bedeutendste Deutsche" finde ich als Kategorie grundsätzlich mäßig interessant. Aber nein, ich habe nichts gegen ein Bismarck-Mosaik in der Bismarckstraße. Das gehört da hin und gefällt mir gut.


    Einerseits kann ich das Bedauern von Der Kritiker gut nachvollziehen: Da wurde eine Zeitschicht des Berliner U-Bahnbaus getilgt. Andererseits finde ich diese Fliesen von Kahfeldt so gut und so berlinerisch, dass sich mein eigenes Bedauern in engen Grenzen hält. Muss ich mir dringend mal in 3D angucken.

  • Was ich an der U7 sehr mag ist die Zeitreise, die man auf der Fahrt ins Stadtzentrum unternimmt, angefangen mit den postmodernen Bahnhöfen der 80er Jahre, nach und nach zurück bis in die 20er Jahre mit einer völlig anderen Architektur. Es ist bedauerlich, dass dieses Kontinuum nun gestalterisch aufgebrochen wurde mit dieser an die 1920er Jahre angelehnten Neugestaltung. Abgesehen davon gefällt mir das neue Aussehen allerdings deutlich besser, besonders natürlich auf der U2-Ebene. Ich denke man hätte den Bereich der U7 im Ursprungsdesign belassen sollen, das mir auch gut gefallen hat. Dennoch ist hier ist ein wunderschöner, hochwertiger, sehr Berlin-typischer Bahnhof entstanden.

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    Der U-Bahn Architekt der Bahnhöfe West-Berlins der 1970er bis 90er Jahre war Rainer G. Rümmler. Als Senatsarchitekt war er qua Amt mit jedem Bahnhof gestalterisch betraut und das gefiel nicht jedem. Es gab Stimmen, die architektonische Wettbewerbe anstelle seiner Arbeit forderten. Der Modellbahnhof dafür sollte Blissestraße werden, kam aber anders. Der Entwurf für Blissestraße vom Ende der 1960er Jahre wurde dann im U-Bahnhof Schloßstraße verwirklicht (Schüler&Schüler-Witte). Deshalb gab es für Rümmler von seinen Gegnern eine verordnete Saure-Gurken-Zeit Mitte der 70er mit Kostenbeschränkung. Eben zu jener Zeit, als die Gestaltung der Bahnhöfe Halemweg, Charlottenburg-Nord (Jakob-Kaiser-Platz), Bismarckstraße und Rohrdamm anstand. Rümmler hat diese Bahnhöfe nachweislich nie wirklich gemocht. Im Falle Rohrdamm konnte er eine aufwendigere Gestaltung noch durchsetzen. Hätte man ihn damals gelassen, wäre Bismarckstraße opulenter ausgefallen. Insofern ist es nicht so schade. Die anderen genannten Bahnhöfe wurden mittlerweile auch renoviert.


    Die nachfolgenden Beiträge zur Architektur verschiedener Berliner U-Bahnhöfe wurden in einen passenden Thread in der City-Lounge verschoben.

  • Ersatzneubau Bahnbrücken in Lichtenberg über die Ostbahn und die Nöldnerstraße


    Zuletzt hier


    Nach fast ein halbes Jahr heute ein Update.


    Noch ist viel Arbeit. Nicht mehr lange, kann der Verkehr der DB aufgenommen werden. Ein Blick aus der Nöldnerstraße.


    © Johannes_9065


    Etwas längst fertige neue Brücke ⬇️

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    Einmal editiert, zuletzt von Johannes_9065 () aus folgendem Grund: Alle Bilder nochmals neu hochgeladen, da die Sicht nicht mehr geöffnet Haben

  • Das ist ja ein ziemlicher Betonriegel geworden, alle Achtung. Schön ist anders. Wenn man sich da die Google-Streetview-Aufnahmen anschaut mit den baumbestandenen Böschungen wird der Kontrast sehr deutlich.

    Worüber ich mich maßlos aufregen könnte ist die Tatsache, dass die Stadt hier offensichtlich nicht auf der Aufweitung des Querschnitts unter den Brücken bestanden hat. Gerade der nördliche Gehweg der Nöldnerstraße ist unter der Brücke viel zu schmal.

  • Ich habe keine Daten parat aber rein subjektiv ist die Überführung jetzt deutlich breiter und luftiger als vorher. Auf dem Foto wirkt die Situation beengter als sie in Wirklichkeit ist.

    Einmal editiert, zuletzt von Ammfeld ()