Schloßstraße

  • Sowohl am Boulevard Berlin als auch im Schloss-Straßen-Center tut sich etwas.


    Am Rohbau des Boulevards direkt am alten Wertheim-Gebäude hängt nun ein großes Plakat, auf dem Saturn auf den künftigen "größten Elektronikmarkt Berlins" aufmerksam macht. Saturn wird mit Fertigstellung des neuen Einkaufszentrums von der gegenüberliegenden Straßenseite umziehen. Was dann aus den freigewordenen drei Etagen in der Schloßstraße 110 wird ist fraglich.


    Zugleich leert sich das Schloss-Straßen-Center. In den letzten Wochen und Monaten schlossen (höhö) immer mehr Geschäfte, nun ist im Erdgeschoss bis auf den Cyberport-Store und ACom-PC alles leer. Im Schaufenster des früheren Zara hängt der Hinweis, dass man in den Boulevard umziehen wird.


    Aber es gibt Umbaupläne. Der Haupteingang wird in Kürze geschlossen, dann ist das Center nur noch über den Seiteneingang in der Bundesallee und wohl über die U-Bahn zu erreichen. Insgesamt 5.000 qm werden ab März 2012 von Primark genutzt, einer irischen Textilhandelskette. Damit dürfte das Center zumindest vorerst nicht leer stehen. Wenn man sich mal überlegt, sechs von einstmals 30 Geschäften gibt es noch (FitnessFirst nicht mitgezählt).



    (Quelle: Mein Handy)

  • Hoffentlich wird aus den Textilplänen nichts. Ich finde, das Center müsste endlich ganz geschlossen werden. Es ist einfach hässlich. Am besten wäre der Abriss. Umbauen könnte man es vielleicht noch zu einem Erlebnisschwimmbad oder Hotel. Von außen jedoch ist das Ding genauso hässlich wie einst das Hertie oder Held.
    Es gibt einfach zu wenig Leute mit Geld UND Ideen!
    Ein kleiner japanischer Garten auf dem Grundstück hätte doch auch etwas. Mehr Ambiente für die Schlossstr., nicht nur 08/15-Konsumtempel! Sonst gibt es für viele Menschen keinen Grund, extra in die Schlossstr. zu kommen. Genau das ist aber der Überlebensfaktor einer Einkaufsstr., die wettbewerbsfähig sein will. Die anderen Bezirke ziehen nämlich auch nach und rüsten auf. Ganz elementar ist auch die Frage, was mit der Straße nach 20:00 Uhr passiert. Da fühlt man sich dann wie in Recklinghausen!

  • ^
    Also solche Äußerungen bringen mich immer tierisch auf die Palme!!!


    Abriss, Abriss, Abriss.... scheinbar kennen manche keine Alternativen!
    Sicherlich ist das SSC nicht unbedingt ein eleganter Bau, und auch die Stelle wo es steht dafür nicht unbedingt der Bringer, aber man sollte doch froh sein das es scheinbar immer noch Alternativen zur Nutzung gibt! Oder?
    Außerdem..... welcher Besitzer lässt ein Gebäude abreißen welches noch nicht so lange steht, nur weil es bestimmten Leuten nicht gefällt!
    Oder?
    Und wie bitte soll man da n Erlebnisschwimmbad draus machen???
    Über sowas kann man echt nur lachen!


    Sicherlich wären größere Stadthäuser mit oben Wohnungen und unten Geschäfte und Lokale ne bessere Alternative gewesen, aber so ist die Realität zur Zeit nun mal nicht!
    Also machen wir das beste draus und hoffen das nach dem Umbau das SSC etwas "offener" daher kommt!
    Ich fände es zb besser wenn man die unteren Etagen zur Straße hin öffnen würde, damit dort zb Lokale, Eiscafes etc hin kämen!
    Anhand der Passanten die zur U-Bahn wollen oder auf den Bus warten, sicherlich ne Überlegung wert!



    Was mich als Anwohner der Schlossstraße viel eher ärgert....
    Da haben die die Schlossstraße echt so schön gemacht, mit besseren Gehwegen und aufgeräumteren Mittelstreifen, wo das Gras grün & gepflegt ist, und dann steht rechts und links am Mittelstreifen usw überall Unkraut! Das verschandelt echt alles! Warum wird da nicht mal öfters was gegen gemacht?
    Man putzt die Straße so raus und schafft es nicht mal Unkraut zu zupfen! :mad:

  • @ebony...
    das mit dem Erlebnisschwimmbad war eher ironisch gemeint. Es gibt rein gar nichts, was man aus diesem Gebäude machen kann, wollte ich damit sagen. Es geht nur darum, Kritik zu üben an Dingen, die immer noch verbrochen werden. Dass man die Situation vielleicht irgendwie "retten" kann und eine nichtssagende Kompromisslösung aus dem Gebäude basteln kann, bleibt unbestritten.
    Gerade mit so heftiger Kritik möchte ich mich an die Verursacher dieser architektonischen Katastrophen direkt wenden.

  • SSC

    Also abreissen ist wohl eine Schnappsidee.Das Gebäude ist erst ca.zwei Jahre eröffnet und mit Sicherheit noch auf Jahre kreditbelastet.


    Die Innenarchitektur des SSC ist allerdings wirklich suboptimal,vor allem der Eingangsbereich und das gesamte Erdgeschoss sind total unattraktiv.
    Ausserdem hat von Anfang an der Branchenmix nicht gestimmt.
    Zu viele Schuhläden,zuwenig umsatzstarke Marken,kein echter Passanten Magnet.
    Einzig Cyberport ist eine Bereicherung im Media Markt und Saturn Einerlei.


    Die Schloßstrasse als solches ist mehr als die Einkaufsstrasse für Steglitz.Sie strahlt auf den gesamten Berliner Süden und das dahinterliegende Umland aus.Man sieht,gerade in der Adventzeit sehr viele Autos mit TF,PM,LDS Kennzeichen.
    Die Schloßstrasse hat fast alles,was man braucht.Geschäfte und Warenhäuser,Kino,Theater,in den Seitenstrassen gute Restaurants sowie Anwälte und Ärzte aller Fachrichtungen.Was noch fehlt,sind Bars für den Abend.Da gibt es definitiv zu wenig,das Cafe Melanie ist bisher eines der wenigen brauchbaren Adressen.


    Mit der Eröffnung des Boulevard Berlin,dürfte sich zudem die Parkplatzsituation für Einkaufshunrige verbessern.Vor allem im mittleren Teil der Schloßstrasse war diese bisher nicht wirklich befriedigend.Am WE wurden die Kräne am Boulevard bis auf einen abgebaut.Der Rohbau steht.


    Meine Frau und ich gehen auch häufiger zum Einkaufen in die Schloßstrasse.Ich kenne auch viele Leute,die in Schmargendorf oder Grunewald wohnen und regelmässig zur Schloßstrasse zum Einkaufen fahren.

  • Wir kaufen auch fast ausschließlich in der Schloßstrasse ein. Schade das das SSC nicht läuft, war aber zu befürchten. Vorschlag: Eine Computerzockhölle, Gastronomie und irgend etwas was für Leben (auch bei Nacht) sorgt.

  • Ich war heute auch mal wieder in der Schloßstraße. Das SSC Trauerspiel habe ich mir natürlich auch mal wieder angetan. Der Primark, der nächstes Jahr aufmachen soll, ist meiner Meinung nach die ideale Rettung für das Center. Wenn der Laden aufmacht, dann werden viele Leute aus der ganzen Region dorthin pilgern. Die Marke gibt es in Ostdeutschland noch nicht, ist aber sehr begehrt. :daumen:

  • Steglitz

    Ja,wir sind in Steglitz


    Wenn man schon mal vor Ort ist,darf auch ein Blick auf den Bierpinsel nicht fehlen




    Blick in die Schloßstrasse in Richtung stadtauswärts,mit dem Kreisel und dem Turm des alten Rathaus.




    alles eignene Bilder,gemeinfrei

  • Hab mich neulich mal gefragt, was mit diesem ziemlich vernachlässigten und nun leerstehenden Gebäude Schlossstr. 30 passieren wird...


    Mit etwas Unterstützung habe ich dann das hier gefunden. Der Entwurf stammt vom Büro Anderhalten, die u.a. schon das Bundesministerium für Ernährung etc. geplant haben.


    Ist ja mal wieder ein Meisterwerk an Unkreativität :nono:. Sieht aus, wie der andere Neubau an 2 Ecken weiter. Zumal dafür ein (wenn auch recht mitgenommener) Altbau weichen muss :Nieder:...

  • Ich frage mich - angesichts der aktuellen Diskussionen um die Errichtung einer Straßenbahnlinie durch die Schloßstr. - , ob die Fahrbahn für den KFZ- Verkehr die Trasse der Straßenbahn aufnehmen soll. Dann müsste doch die Schloßstr. vernünftigerweise für den individuellen Durchgangsverkehr gesperrt werden, was aber aufgrund der fast parallel verlaufenden Autobahn eigentlich kein Problem sein sollte.


    Zur Folge hätte dies zum einen, dass die Schloßstr. als Einkaufsmeile attraktiver wird: Komfortablere Erreichbarkeit durch zuverlässigeren ÖPNV auf Straßenebene (im Vergleich zum heute im Stau stehenden Bus); Lärmreduktion; frei werdende Straßenflächen.


    Gelöst werden müssten zum anderen allerdings folgende Aufgaben:


    Wie verhält es sich mit dem Anwohner- und Lieferverkehr in der Schloßstr. und den abgehenden Straßen? Kann man diese Regionen durch andere Straßen erschließen?


    Welche Möglichkeiten gibt es, den Autoverkehr reibungslos von der Rheinstr. / Bundesallee auf die Autobahn umzuleiten und am Steglitzer Kreisel wieder staufrei zu verteilen?
    Langfristig ist die Verlängerung der Westtangente - im Gegensatz der ursprünglichen Planung - als unterirdische Bundesstr. bis hin zum Tiergartentunnel zu erwägen, um die Bundesstr. 1 - gerade im Bereich der Potsdamer Str. - zu entlasten. Von diesem Plan könnten dann viele Stadtquartiere profitieren. Überdies würde auch der reibungslose Betriebsablauf der Straßenbahnlinie nach Steglitz gewährleistet werden.

  • Ganz interessanter Abendschau-Beitrag. Ein Beitrag von 1964 zur Schlossstr. wird wieder aufgegriffen und man vergleicht etwas. Manche alte Ansichten (z.B. Schildhornstr. ohne Bierpinsel) sind wiederum verglichen mit heute etwas ernüchternd. Der letzte Satz, dass die Schlossstr. in West-Berlin die Nachfolge der Leipziger angetreten habe, ist auch ne interessante Aussage.

  • Der letzte Satz, dass die Schlossstr. in West-Berlin die Nachfolge der Leipziger angetreten habe, ist auch ne interessante Aussage.



    ... nur verwunderlich wenn man nicht weiss, dass die leipziger straße vor dem krieg die umsatzstärkste einkaufs- und geschäftsstraße berlins wenn nicht deutschlands war. ;)
    aber stimmt, der beitrag war sehr interessant, klar sah es etwas spröde aus in der schlossstraße zu der zeit, war ja fast alles neu gebaut, aber trotzdem ein recht einheitlches und geschlossenes ensemble.

    2 Mal editiert, zuletzt von ARCADIEN ()

  • Manche alte Ansichten (z.B. Schildhornstr. ohne Bierpinsel) sind wiederum verglichen mit heute etwas ernüchternd.


    Besonders ernüchternd ist in meinen Augen der Anblick der Straßenbahnschienen. Die fehlen heute leider, weil der Senat nicht in die Gänge kommt, die notwendige M2-Verlängerung nicht nur bis zum Kulturforum, sondern gleich ganz bis zum Rathaus Steglitz voranzutreiben. Die würde den nicht nur zur Rush-Hour völlig überfüllten und chronisch verspäteten und langsamen Bussen eine echte Abhilfe verschaffen.

  • noch besser wäre es, zumal die schlossstrasse in großen teilen nur noch einspurig zu befahren ist, die seit urzeiten angedachte u-bahnlinie 10 zu bauen immerhin existieren hier schon die entsprechenden bahnhöfe mit tunnelstutzen am kleistpark und innsbrucker platz bereits und diese bis rathaus steglitz schnittpunkt mit der u9 weiterzuführen wäre genial.

  • Ähm...Ist die inzwischen nicht schon größtenteils einspurig? Oder zumindest 1,5spurig. Nur eben an den großen Kreuzungen an den Enden bedarf es eben etwas mehr Platz.
    Mir erschließt sich der Nutzen der U10 (im Bereich Steglitz/Schöneberg) nicht so wirklich. Es gibt doch die S1, die parallel verläuft. Das wär doch dasselbe, wie die U5-Verlängerung Unter den Linden.
    Mir wär lieber, der Bierpinsel samt Brücke käme weg. Es ist natürlich ein einmaliges und besonderes usw. Gebäude, was für den Erhalt spräche. Aber es ist auch einmalig und besonders hässlich und zudem nutzlos. Restaurants kann man auch auf Bodenniveau unterbringen oder im obersten OG des Kreisels. OK, die Brücke hat schon mehr nutzen, aber hässlich bzw. störend isse trotzdem.

  • Pinsel-Kreisel-Sperrmüll

    ^^
    Am besten Bierpinsel und Kreisel kommen weg. Und Brücke. Dann könnte man dort wieder eine schöne Stadtansicht etablieren. Ein gemütliches Gefühl.


    Es wäre nicht so pseudomodern und künstlich. Ich würde für den Kreisel eine schöne historisch orientierte Blockrandbebauung hinsetzen, die dort wieder normale Proportionen hinbringt und ein Altberliner Stadtgefühl.


    Ich finde den Kreisel deplatziert.


    Ich kann die Nostalgiker zwar ein bißchen verstehen, aber auf dieses Symbol kann Steglitz, denke ich, verzichten. Maßvolle Bebauung würde den Hermann-Ehlers-Platz wieder richtig schön machen.


    Das ist ja wie so eine Art zweiter Palast der Republik. Erst saniert, dann ausradiert. Man könnte Steglitz wieder so richtig schön machen und stärker den "Nobler-Vorort"-Charakter wiederherstellen.

  • Finger weg vom Bierpinsel und der Tiburtius Brücke.Steglitzer wissen die gute Verkehrsanbindung zu schätzen.Die Strecke über die Schildhornstrasse ist gleichzeitig auch Ausweichstrecke bei A 100 Stauproblemen und ist eine der meistbefahren Strassen im Berliner Süden.


    Gerade jetzt,wo der Boulevard Berlin fertig geworden ist,kommt dieser Verkehrsverbindung eine noch grössere Bedeutung bei.Hauptzufahrt für Liefer und Parkverkehr ist die Schildhornstrasse.Es wurde an der Auffahrt zur Tiburtius Brücke extra eine Abbiegeampel errichtet.


    Für den Pinsel fehlt immer noch ein tragbares Konzept,die Pächter waren Kapitalschwach oder hatten nicht die nötige Fortune.




    Manche Leute scheinen sich ausser Blockrand in historisierender Form überhaupt nichts Anderes mehr vorstellen zu können.Da könnte ich echt eine Bluthochdruck bekommen,wenn ich so was in geballter Form lese.


    Ich war letzte Woche Donnerstag um ca.11.00 Uhr in der Schloßstrasse es war bei schönem Wetter voll Passanten.

  • Ich nutze sie zwar kaum, aber sage ja, die Brücke ist zwar eine räumliche und optische Trennung, der beiden Straßenhälften, gibt den ranzigsten 30m der Straße ein Dach und ist dafür verantwortlich, dass die sicher mal recht anschauliche Florastraße (wie auch viele Ecken von Schöneberg oder um die Yorckstraße rum ;)) zu einer Art Abstellkammer mit ein paar gammeligen Häusern und Parkplätzen geworden ist, aber sie hat durchaus eine Funktion. Was man vom Bierpinsel nicht behaupten kann, selbst wenn da eines Tages mal 3tklassige Restaurants einziehen sollten...Sowas gehört in ein Museum für modern(d)e Kunst. Seine Daseinsberechtigung ergründet sich lediglich in seiner Einzigartigkeit.

  • Wenn ich mir die Bilder vom Pinsel anschaue, muss ich sagen, dass er zwar früher auch schon keine Schönheit war, aber wenigstens ein erträgliches Aussehen hatte. Durch den neuen Anstrich sieht der Pinsel aus wie ein haufen Müll.

  • Bierpinsel

    Ich kann die vollkommene Ablehnung des Bierpinsels hier im Forum nicht nachvollziehen und sie erstaunt mich auch etwas. Unter Architekturhistorikern ist das Gebäude längst eine Ikone. Es gehört zu den wenigen Exemplaren der in den 60er/70 Jahre auftretenden Weltraumarchitektur (auch "Space Age"), zu der auch das ICC oder die Autobahnüberbauung Schlangenbader Straße gehören. Er gehört eigentlich längst unter Denkmalschtuz. Ein wichtiger Vertreter dieser Strömung, das ev. Konsistorium in der Bachstraße, musste ja schon letztes Jahr den Abrissbaggern weichen...
    Der Bierpinsel ist jedenfalls markant und vor allem außergewöhnlich. Er drückt dem Ort doch erst seinen Stempel auf (was man von der hier gewünschten Blockrandbebauung nicht wirklich behaupten kann).
    Was die aktuelle Farbgebung betrifft: Das ist meines Wissens nach nur ein temporäres Kunstprojekt.