Skyline Plaza & Kap Europa

  • ^ Einen Grundumsatz sehe ich ebenfalls. Zu Messezeiten wird der Food-Court von hungrigen Messebesuchermäulen nur so wimmeln. Auch die schiere Zahl von 180 Geschäften wird einen gewissen Anziehungspunkt darstellen. Die hat kein geschlossenes Einkaufszentrum im engen Stadtradius. Echte herausstechende Merkmale sind außerdem eindeutig die große Zahl an Parkplätzen (eine echte Cash Cow in der Nähe der Messe), der Dachgarten mit dem deutschlandweit einmaligen Blick über eine Großstadt mit Skyline und ein Fitness-Zentrum mit Ausmaßen, die ihresgleichen suchen.


    Die FAZ griff gestern übrigens in einem Kommentar die Frage auf, ob das Skyline Plaza zum Selbstläufer werde. Den Artikel gibt es online. Fazit: Kein Selbstläufer, aber die Erfolgsaussichten sind gegeben. Und: Zu Zeiten des wachsenden Online-Handels wird der Bau als letzter seiner Art möglicherweise zum "Schluss-Stein mit Dachgarten".

  • Hier noch eine Visualisierung vom Food Court (würde zu gerne das Original sehen):


    - gefällt mir ziemlich gut, auch die "Seating Nests" -


    Screenshot (quelle: rheinmaintv):


  • Plaza und Kap

    Am Skyline Plaza geht man jetzt an mehreren Stellen die Lamellenfassade an. Im Westen sieht man sogar schon den Farbumschwung auf Violett in südliche Richtung. Um die Kurve am SW-Eingang dürfte es dann langsam in Blau übergehen. Die Ostseite würde dann grün bis gelb und die Nordspitze dann orange.
    Bin gespannt, wie das Regenbogenband dann aus den verschiedenen Blickwinkeln wirken wird. Und in die umgekehrte Blickrichtung bin ich auf das Anthrazit gespannt. Gegenüber dem Mövenpick sieht es ganz gut aus. Die Zierde wird dann noch reinkommen, wenn die schmalen Spiegelfronten von ihren Schutzfolien befreit werden. Auf den Effekt freue ich mich schon, denn er könnte interessant werden - je nachdem, was die Streifen spiegeln.


    Der letzte Kran ist weg. Den Rest müssen jetzt kleine Schreitkräne und Hebebühnen erledigen, oder ab und zu ein Autokran.


    Am Kap Europa setzt man an der Ostseite gerade die überdimensionalen Fensterrahmen. Das Glas steht auch schon bereit. Fehlt nur noch das Dach über dem Nordbalkon und die restliche Dachkonstruktion samt Eindeckung. Dann kann der Innenausbau starten (Klimatechnik ist schon im Bau) und auch der Fassadenbau.


    Nicht schlecht das Tempo. Das Kap Europa läuft irgendwie so fast lautlos nebenher. Andernorts wäre der nicht gerade kleine Bau eine Attraktion. Aber in Frankfurt sind wir halt verwöhnt mit Großprojekten - (die auch noch funktionieren).

  • Ein 3-Baustellenbild mit Kap Europa, Skyline Plaza (ohne Krane) und Baufeld Süd1



    die Lamellenfassade lässt jetzt schon das Endresultat erahnen




    die Ostseite des Skyline Plaza und die Nordseite des Kap Europa



    Bilder: thomasfra

  • ...und schwups, da ist am Kap Europa schon der erste Kran weg. Die Träger für das Vordach sind ja auch bereits gesetzt.


    Und am SkylinePlaza werden nun mit Hochdruck die Traversen für die Lamellenfassade angebracht.
    Die Stahlkonstruktion für das Dach über der Nordseite ist auch fast fertig. Da wird man bald mit dem Eindecken beginnen können. Bin gespannt, ob es tatsächlich farbige Felder werden, wie auf den Renderings zu sehen ist.

  • Auf den Webcams kann man die großen Fortschritte der letzten Tage ganz gut verfolgen, allerdings nur grob. In Ergänzung dazu ein aktueller Rundgang. Die Wurzel der Europa-Allee hat städtebaulich betrachtet ein Etappenziel erreicht. Die Baukörper stehen, später kommen der Hyatt-Hotelturm und die Blockbebauung des Telenorma-Areals im Vordergrund dazu: (Klicken für große Version)



    Die Verglasung des Skyline Plaza ist an allen Seiten fast abgeschlossen. Die Ostseite heute:



    Auch die Ostseite des Kongresszentrums wird jetzt verglast:



    An der Front sind die letzten Träger hinzugekommen:



    An der Nordostseite des Skyline Plaza werden die letzten Fassadenträger montiert. Bald kommen die Lamellen. Auf dem folgenden Bild sieht man auch die Fensterelemente mit kleinen "Netzen" aus Streckmetall ganz gut:



    Die Brüsseler Straße erhält einen neuen Belag:



    Die Plaza-Fassade bildet mit dem Mövenpick-Hotel einen schönen Korridor in der Den Haager Straße:



    Bilder: epizentrum


    Den Farbverlauf nach Violett/Purpur sieht man auf dem Bild andeutungsweise. Besser zeigt ihn dieses Bild. Und von der anderen Seite bleibt es beim zurückhaltenden Grau - allerdings in einer Abstufung von hell- zu dunkelgrau: Bild.

    2 Mal editiert, zuletzt von epizentrum () aus folgendem Grund: hell- zu dunkelgrau

  • „Schöner Korridor“ in der Den Haager Straße? Zum Glück sind Geschmäcker verschieden. Für mich sind Ansichten wie diese eher ein Zeichen dafür, zu was für einer seelenlos-menschenfeindlichen Monotonie moderner Städtebau verkommen kann. Das erschreckt umso mehr, wenn man den Qualitätsverfall gegenüber gerade mal zwei Jahrzehnte älteren Quartieren wie dem Deutschherrnviertel oder dem Westhafen sieht. Der Straßenraum ist wieder wie in den 1970ern zum reinen Durchfahren degeneriert.


    Trotzdem natürlich vielen Dank für die Fotos!

  • ^ Man könnte meinen, dass die Passage abweisend wirkt. Allerdings zeigt das Bild nicht, dass sich auf der rechten Seite hinter dem voll verglasten Erdgeschoss das Mövenpick-Restaurant (mit netten Blickmöglichkeiten zu den Speisenden und ihren Speisen) in und natürlich in der Mitte der Haupteingang mit Rezeption etc. befinden. Das wirkt beim Vorbeigehen durchaus einladend. Am Ende der Den Haager Straße befindet sich noch der Eingang zur BNP Paribas. Ich hoffe nur, dass sich auch das Erdgeschoss des Skyline Plaza entlang der Straße halbwegs öffnet. Ansonsten bliebe der linken Seite die Schaufensterflanierfunktion mit Sehnsucht auf das jeweilige Straßenende (= Eingänge ins Einkaufszentrum).

  • Man man, ihr habt aber echt hohe Ansprüche an selbst die kleinste Straße. Selbst wenn die Straße so bleiben würde, fänd ich das für eine Nebenstraße vollkommen in Ordnung. Gerade die Zufahrt zum Skyline Plaza über die Europaallee wird imposant und grün genug. Außerdem soll, soweit ich das in Erinnerung habe, an der Stelle, an der jetzt noch die Container-Stadt auf der anderen Seite des Plazas steht eine Parkanlage oder zumindest eine Grünfläche entstehen. Zusätzlich mit einem Dachgarten finde ich ist hier für ausreichend große Grünflächen gesorgt - vor allem wenn man bedenkt, dass es ein Einkaufszentrum ist.


    Übrigens vergesst ihr, dass wir noch Winter haben. Die Bäume auf der linken Seite werden den Eindruck schon verändern, wenn sie grün sind. Ohne den Zaun aber mit der Begrünung wird die Straße schon besser aussehen ;)

  • Ich schliesse mich Trelonist an. Das Europaviertel ist ja eigentlich das Messe-Quartier.


    Wie ein Hafenviertel von Wasser, Kränen, Brücken und Backsteinbauten lebt, kann man von einem Messeviertel große Baukörper, Schienen, Hotels und Hallen erwarten. Das ist alles vorhanden.


    Leider ist ausser der historischen Messehalle und dem kleinen Park der ehemaligen Hohenzollern-Anlage keine alte Bausubstanz mehr erhalten, die dem neuen Viertel eine Verankerung geben könnte. Mir fällt da zum Beispiel Leipzig oder Köln ein. Ich finde gerade die enge Strasse am Mövenpick interessant und typisch für Frankfurt.

  • Aber gerade auch die jüngeren Bauten der Messe sind doch ein Beispiel für abwechslungsreiche postmoderne Architektur. Das wird völlig konterkariert von der Monotonie der jetzt neu entstehenden Bauten.

  • Die Bauten empfinde ich nicht als monoton. Es sind eben große Formen, bedingt durch deren Funktion als Einkaufszentrum bzw. Großhotel. Das kann/darf/soll es in einer Großstadt auch mal geben.


    So oder so steht das Ganze unter dem Vorbehalt, dass wir östlich der Straße eine abgesperrte, noch nicht einmal besonders weit fortgeschrittene Baustelle sehen (und ferner Beurteilungen offenbar auf einem einzigen Foto und nicht auf persönlichen Erfahrungen beruhen). Ob das sinnvoll ist oder nicht mag jeder für sich beurteilen. Jedenfalls ist der bekannten Planung zufolge hier auch von außen zugängliche Gastronomie vorgesehen, die nach Schließung der Läden noch geöffnet sein soll und im Sommer sicherlich Tische und Stühle vor die Tür stellt. Bestimmt werden an der Straße später noch Bäume gesetzt. Und zum Mövenpick hat epizentrum oben schon etwas geschrieben.

  • Dachgarten-Gastronomie

    Eine der letzten offenen Fragen zu den Betreibern der einzelnen Bereiche ist geklärt: Das Dachgarten-Restaurant wird von der Gastronomiekette Alex (Web) betrieben. Auf 1.600 Quadratmetern Innen- und Außenfläche sind verschiedene Café-, Bar- und Restaurantbereiche geplant. Die Küche soll zentral und komplett einsehbar platziert werden. Außen wird es drei ganz unterschiedlich gestaltete Terrassen geben. Darüber hinaus ist im Erdgeschoss ein "Mini-Alex" mit 80 Quadratmeter Fläche geplant. Weitere Informationen in einer aktuellen Pressemitteilung.


    Der Dachgarten soll zeitgleich mit den Einkaufsbereichen eröffnet werden, also am 29. August 2013. Dann wird auch schon etwas wachsen in diesem Bereich, denn wenn ich es richtig sehe, wird auf der Fläche des Gastronomie-Dachgartens gerade Substrat für die kommende Begrünung ausgebreitet.


    Das folgende Pressebild ist zwar aus Hamburg (Alsterpavillon), doch wird es von der Wiesbadener Gastronomiekette zur Illustration der heutigen PM verwendet, also wird für Frankfurt wohl Ähnliches geplant sein:



    Bild: Mitchells & Butlers Germany GmbH

  • ^ Dass Alex die Schlüsselgastronomie - quasi die Rechtfertigung für den Namensteil "Skyline" - betreiben wird, finde ich schade. Die wenigen Male, die ich mich zum Besuch des Alex' im Metropolis-Kino überreden ließ, klappte der Service hinten und vorne nicht, und von der Qualität des Essens will ich gar nicht reden. Andere Gastronomen beweisen, dass sie Massen besser abfertigen können. Wie auch immer, den ein oder anderen Besuch werde ich mir nicht nehmen lassen. Bei der Aussicht.

  • Das deutet zumindest schon mal darauf hin das die Preise des Rooftop-Restaurants sich in einem vernüftigen und mainstream-tauglichen Rahmen bewegen werden. Bisher war ich vom Service und der Qualität der Speisen (z.B. im Metropolis) auch nicht gerade angetan, aber ich lass mich auch gerne postiv überraschen und bin mal gespannt was ALEX daraus macht.

    2 Mal editiert, zuletzt von sweet_meat () aus folgendem Grund: Vertipper.

  • Der lag da nicht umsonst. Heute war Richtfest und in einer Pressemitteilung dazu schreibt die Messe, man liege im Zeitplan und plane die Inbetriebnahme des Kap Europa im Sommer 2014.


    Interessant auch der Hinweis von Uwe Behm, Geschäftsführer der Messe Frankfurt, auf die ausgebuchten bestehenden Räumlichkeiten. 2012 war ein Rekordjahr, 112.000 Kongressteilnehmer bedeuten für Congress Frankfurt eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr um 13 Prozent. Laut Behm besteht "eine Notwendigkeit, dass wir für unsere Kunden im wachsenden Bereich der Kongress- und Tagungswirtschaft zusätzliche Angebote eröffnen". Das Kap Europa wird auf vier Veranstaltungsebenen einen Saal für 1.000 Personen, einen teilbaren Saal für 600 Personen sowie zwölf weitere Tagungsräume bieten. Während das Congress Center auf dem Messegelände der PM zufolge ideal für große Veranstaltungen mit erweitertem Flächenbedarf ist, bedient das Kap Europa den Bedarf nach Plenarsälen und vielen kleineren Räumen.


    Eine Visualisierung, die zwar so ähnlich schon bekannt ist, aber eine erweiterte Perspektive zeigt:



    Bild: Messe Frankfurt Venue GmbH

  • Interessant auch der Hinweis von Uwe Behm, Geschäftsführer der Messe Frankfurt, auf die ausgebuchten bestehenden Räumlichkeiten.


    Umso unverständlicher ist mir im Nachhinein der ganze Hickhack in der Planungsphase vor Baubeginn, als es darum ging die Messe Frankfurt als Partner für dieses Vorhaben zu gewinnen. Damals zierte sich die Messegesellschaft noch, obwohl sie schon damals im Kongressgeschäft trotz Krise hart an der Kapazitätsgrenze operierte.