ÖV-Projekte: Tram, U-Bahn, S-Bahn, Bahn, Bus etc.

  • Neue Wohngebiete wird es da noch viele geben. Aber v.a. bei der Funkkaserne und Bayerkaserne. Und das wird von der Parkstadttram + Verlaengerung doch gut erschlossen. Neue Wohngebiete, wo du sie eingezeichnet hast, wird es leider nie geben (dort ist der Nordpark geplant...und die Gruenen werden niemals diesen ach so wichtigen Gruenguertel (der von den Panzern die da Uebungen gemacht haben, ziemlich verfahren ist) aufgeben oder reduzieren lassen).


    Bei der U3 sehe ich das anders, da hier in Ost-West Richtung mit der Schnittstelle zur Flughafen-S1, dem OEZ, Olympiagelaende, U2 Umsteigen und Muenchner Freiheit wichtige, attraktive Stationen liegen, die auch einigen Ost-West Verkehr aus sich heraus erzeugen. Das sehe ich bei der U26 ueberhaupt nicht. Und sicher, eine Tram wird nicht so attraktiv sein, wie eine U-Bahn. Aber beides zusammen bauen, macht in meinen Augen keinen Sinn.

  • ^
    Auch als eher Konservativer sehe den Erhalt der Heide für wichtig an, denn sie gehört zum Grüngürtel, der unbedingt erhalten werden muss. Im übrigen ist die Heide in einem äußerst naturnahen Zustand. Dein Verweis auf Panzer, die dort seit Jahrzehnten nicht mehr fahren, ist also völlig hinfällig.


    Zudem: Die ach so tollen Wohngebiete, die da in den letzten Jahren entstanden sind, reichen mir bis unter die Haut. Sozialfallen mit Ankündigung!
    münchner.

  • (at) Lug:
    Kann mich nicht wirklich umstimmen. Die U26 ist für mich die günstigste und eine vom Planungshoriont realistische Trasse. Sie erschließt neue Fahrgäste und bietet eine Direktverbindung zwischen den TU Arealen. Zudem kann die U2 Nord sinnvoll auf einen 5 Minuten Takt ausgebaut werden.


    Eine Eigene Stammstrecke für die U6 ist mittelfristig notwendig. Ich sehe aber dennoch nur begrenzt eine Realisierungsmöglichkeit vor 2018... Eine Linie quer durch die Stadt zeichnen ist für Ude und Co. einfach. Lassen wir erstmal eine Vorabstudie abwarten. Vor allem die Kreuzungsbahnhöfe Münchner Freiheit und Hauptbahnhof werden tricky!

  • Isek,
    Die Verbindung der TU-Areale haenge ich nicht hoch (wuerde durch die U9 auch kommen). Wenn die Elektrotechnik rauszieht, ist in der Innenstadt eh kein grosses Fachgebiet...wahrscheinlich ist es eh nur noch eine Frage der Zeit, bis die TU komplett rauszieht, auch wenn es derzeit offiziell noch anders lautet.
    Wahrscheinlich wird eine U9 eh am KNF scheitern. Bei der 2. Stammstrecke habens wir ja auch schon, dass bei Umgehungsbauwerken fuer stark genutzte Strecken der KNF ziemlich tief wird.



    münchner,
    wann die letzten Panzer gefahren sind weiss ich nicht. Vor mind. 2 Jahren wurde aber noch rumgesprengt. Und in der ganzen Gegend sieht man noch die Panzerspuren. Aber ich will gar nicht dagegen argumentieren, ich finde es gut, dass ein Nordpark entsteht. Allerdings bin ich fuer eine Randbebeauung am oestlichen Rand, westlich von den U6 Gleisen beim Bahnhof Froettmaning. Solch eine Infrastrukturinvestition, wie sie dort getaetigt wurde (Autobahnanschluss, U-Bahn, grosser zukuenftiger Park) sollte auch wirklich von Anwohnern genutzt werden.

  • Man sollte die Bebauung wirklich westlich entlang der U6 nach Norden ziehen. Der Abstand zur nächsten Bebauung in Hochbrück ist dann immer noch sehr groß. Überhaupt bin ich nicht so der Fan von Grüngürteln und "Mindestabständen". Ich bevorzuge eher das Konzept von fingerartigen Grünstreifen, welche zwischen den Haupterschließungsachsen möglichst nah an die Kernstadt reichen. Ein solches Konzept bevorzugt die Erschließung durch einen leistungsfähigen schienengebundenen ÖPNV.

  • Der Fahrgastverband "Aktion Münchner Fahrgäste" kritisiert die Planungen für eine neue U-Bahn als zu ambitioniert. Trotz großer Ankündigungen habe München in den letzten 17 Jahren lediglich 3 Kilometer neue Trambahnstrecken fertiggebaut. Vor diesem Hintergrund seien Pläne, eine neue U-Bahn zu bauen, überzogen. Vielmehr müsse das Grossprojekt "Zweite S-Bahn Stammstrecke" jetzt Vorrang haben: http://www.tz-online.de/de/akt…enchen/artikel_53660.html

  • Wie hier im Thread bereits an anderer Stelle erwähnt, sind laut Untersuchungen die Münchner Fahrgäste die langsamsten Ein- und Aussteiger in Deutschland. Deshalb kann die Taktzahl der Züge nicht mehr erhöht werden. Aus Sicherheitsgründen sind zudem seit einiger Zeit - wie schon in anderen Städten umgesetzt - Glaswände mit Türen an den Bahnsteigen im Gespräch. Unklar bleibt derweil, ob sich dadurch die Ein-/Aussteigezeiten besser standardisieren lassen (in Paris und Hong Kong ließ sich mit Hilfe der Glasfronten ein 90-Sekunden-Takt einführen) oder ob die Haltezeiten dadurch eher wieder schwieriger zu kontrollieren sind....


    Quellen:
    http://www.merkur-online.de/lo…e-ubahnsteigen-25310.html
    http://www.tz-online.de/de/akt…enchen/artikel_53547.html

  • Vielleicht sollten sie wie in Japan die position der Tueren der U-Bahn bereits am Bahnhof markieren, somit kann man sich als Fahrgast schon mal darauf einstellen, wo man einsteigen will.

  • Sehe ich genau so, das wär' mal der erste Schritt, um das Ein-/und Aussteigen während der Haltezeiten ohne viel Kostenaufwand besser zu organisieren. Diese Glaswände aufzustellen, wäre dann wohl der nächste Schritt. Wenn man durch solche Massnahmen die Taktzahl der Züge deutlich verdichten könnte, wäre das in jedem Fall immer noch die preiswertere Lösung als gleich einen ganzen U-Bahn-Bypass zu buddeln....;)


    Übrigens sollte man sich solche Gedanken vielleicht auch mal für die S-Bahn-Stammstrecke machen. Vielleicht ließe sich durch einfache Eingriffe die eine oder andere Verzögerung in der Rushour vermeiden. Es dauert ja sicherlich noch ein paar Jährchen bis die Zweite Stammstrecke für die perfekte Entlastung sorgen wird :lach:

  • Wie sollen den bitte die Glaswände die Einsteiggeschwindigkeit erhöhen?
    Das ganze mit den Türen scheitert bei nicht Vollautomatischen Systemen praktisch immer an der Treffgenauigkeit des Haltes durch den U-Bahnfahrer. Und hat man dann Markierungen am Bahnsteig, wird die vermutliche Zeitersparnis beim Einsteigen durch das rantasten an die vorgegebene Position durch den Zugführer bestimmt aufgehoben.




    Zu den Türen am Bahnsteig gibts ausserdem zu sagen, das die an geschwungenen Bahnhöfen extrem teuer sind weil jede Türe dann einzeln angefertigt werden müsste. In Nürnberg wurde das für die U3 und die U2 angedacht und schnell wieder verworfen. Für die Sicherheit im Gleisbett sind nun Sensoren zuständig.



    Überhaupt,
    warum schaut die MVG nicht mal genauer hin was die in Nürnberg so anstellen? Auf der Stammstrecke U2/U3 werden nach der Inbetriebnahme der automatischen Züge auf der U2 die Züge zu Spitzenzeiten im 100 Sekunden Takt, also sogar unterhalb der 1,5 Minuten Grenze verkehren. Derzeit gibt es ja nen Mischbetrieb zwischen der konventionellen U2 mit Signaltechnik und vollautomatischer U3 auf einem 6 km langen Teil des Netzes, die konventionellen Züge können auf die automatischen Züge maximal im 200 Sekunden Takt folgen.



    Hier in Moskau fahren die Züge im 90 Sekunden Takt, wobei die Linien keine Abzweigungen besitzen und das die Sache vielleicht erleichtert.



    D.

  • In Muenchen ist denke ich das Problem, dass auf der U3/U6 Linie mit dem Odeonsplatz und Marienplatz direkt hintereinander 2 attraktive Umsteigepunkte existieren. Bei beiden muessen die Fahrgaeste Richtung suedliches Ende des Bahnsteigs weggehen, bzw kommen sie von dort her. Ergo questschen sich alle immer in die suedlichen Teile vom Zug rein, waehrend die mittleren und noerdlicheren Teile vom Zug fast leer sind.
    Und das quetschen dauert dann...da aus einem gerammelt vollem Zug es auch einiges dauert, bis alle raus sind, die raus wollen und alle wieder rein sind, die rein wollen.
    Vielleicht sollte man Odeonsplatz und Marienplatz wirklich so ausbauen, dass man an einer Seite aussteigen kann, waehrend man von der anderen Seite einsteigt (auch wenn das sicher sehr teuer waere).

  • Bis zu meinem Aufenthalt in Moskau bin ich auch immer jedem Zug hinterhergerannt und hab mich notfalls noch reingequetscht. Da die Züge hier so häufig fahren, rennt in ner station niemand dem zug hinterher. reinqutschen muss man sich allerdings trotzdem.


    und da die abstände zwischen den zügen so knapp bemessen sind (90 sec) schließen die türen immer nach kurzer zeit - egal ob die leute drin oder draussen sind. ich sag euch, das bringt die leute beim ein- und aussteigen in schwung!
    und wer schon mal ne tür hier zugehen hat sehen, vermeidet es von ihr eingequetscht zu werden. tatsächlich funktionierts. wer an der nächsten raus will, quetscht sich während der fahrt in richtung tür. (tatsächlich will ich aber nicht zu diesen vorsinnflutlichen verhältnissen raten, aber die verantworlichen in München sind wohl doch etwas sehr einfallslos)



    im münchen müssten die zugtakte erhöht werden (siehe system in Nürnberg). das mit der baulichen ungleichgewichtung an den bahnhöfen ist natürlich ärgerlich, aber in moskau gibts es auch solche stellen, die leute stellen sich aus eigenem interesse aber drauf ein und laufen eben die paar meter am bahnsteig. wenn der nächste zug in kürze kommt ist das ja auch kein wirklicher zeitverlust.



    die neuen u-bahnen in nürnberg haben übrigens auch eine türtechnik, die nach einer gewissen aufenthaltszeit schließen - egal ob alle drin oder draussen sind. allerdings nimmt "die tür" rücksicht auf eingeklemmte menschen oder gegenstände und öffnet die tür kurz wieder ein wenig, so dass "man" oder "etwas" sich befreien kann. sie öffnet aber nicht mehr komplett, so dass nach ner weile alle benutzer wissen das reinspringen nix bringt!



    Also: Höhere Zugdichte anstreben, mehr Platz im Eingangsbereich der Waggons schaffen (Die A-Wagen, und im grunde auch die B-Wagen sind diesbezüglich alles andere als zeitgemäß), bessere Türtechnik.
    Das sind meine Vorschläge.



    D.

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  • hier noch ein Artikel zum Thema einer potentiellen U9.
    Zitat MVG Chef König

    Dieses Konzept hätte noch weitere erfreuliche Nebeneffekte: Es entstünden attraktive neue Direktfahrmöglichkeiten anstelle heutiger Umsteigebeziehungen, etwa aus dem Süden zum Hbf., vom Hbf. in den Münchner Norden und vom Marienplatz in Richtung Feldmoching. Das wiederum würde die kritischen Umsteigebahnhöfe in der Innenstadt deutlich entlasten, so dass dort eventuell auf teure Umbauten verzichtet werden könnte. Das verringert dann rechnerisch auch das Finanzierungsdelta der neuen Strecke. Nebenbei entstünde eine Direktverbindung vom Hbf. zum Stadion und nach Garching und evtl. sogar die Chance für einen weiteren Bahnhof an der Theresienwiese (=Oktoberfest).
    Wir finden: Dieses Konzept ist es wert, genauer untersucht und weiterverfolgt zu werden. Dazu müssen jetzt natürlich sowohl die baulichen Bedingungen, insbesondere für die jeweiligen Einfädelungen ins Bestandsnetz, genauer untersucht als auch die Betriebszenarien mit entsprechenden Fahrgastprognosen bewertet werden. Das werden wir jetzt gemeinsam mit den einschlägigen Dienststellen der Stadtverwaltung umgehend beginnen.

  • In Muenchen ist denke ich das Problem, dass auf der U3/U6 Linie mit dem Odeonsplatz und Marienplatz direkt hintereinander 2 attraktive Umsteigepunkte existieren. Bei beiden muessen die Fahrgaeste Richtung suedliches Ende des Bahnsteigs weggehen, bzw kommen sie von dort her.


    Hallo,


    meines Erachtens kann man speziell am Marienplatz sehr viel erreichen, indem man den direkten Zugang von der S-Bahn zur U-Bahn sperrt.
    Durch Einbau von Sperren - zumindest in der HVZ - werden Fahrgäste durch die neuen Seitenstollen an den Bahnsteigen so geleitet, dass sie erst ca. in Bahnsteigmitte auf den U - Bahnhof gelangen. Somit steigen die Fahrgäste gleichmäßiger verteilt - also schneller - in die U -Bahn ein.


    Durch diese sehr kleine Maßnahme kann man - glaube ich - große Wirkung erzielen.


    Holger

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    Ich denke auch, die Wirkung wäre groß, aber ehr großes Chaos. Schränkt man die Zugangswege ein, wird der Fahrgastwechsel länger dauern, da weniger Türen zu Verfügung stehen. Abgesehen davon müssten die Sperren für Aussteiger durchlässig sein, damit würden sich aber wieder Leute durchquetschen wollen.

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    Ich denke auch, die Wirkung wäre groß, aber ehr großes Chaos. Schränkt man die Zugangswege ein, wird der Fahrgastwechsel länger dauern, da weniger Türen zu Verfügung stehen. Abgesehen davon müssten die Sperren für Aussteiger durchlässig sein, damit würden sich aber wieder Leute durchquetschen wollen.


    Hä??? Das verstehe ich jetzt nicht. Niemand möchte eine Türe zusperren. Es ist vielmehr so, dass alle Fahrgäste heute vom Bahnsteigende zur U - Bahn gelangen, da die Zugangswege sowohl von S - Bahn als auch von der Fußgängerzone direkt am Bahnsteigende zusammentreffen (der Fußgängerverkehr aus Richtung Marienhof ist zu vernachlässigen). Würde jetzt ein Teil der Fahrgäste so umgeleitet, dass sie erst in Bahnsteigmitte auf den U - Bahnsteig gelangen können, würde die U - Bahn gleichmäßiger ausgelastet.


    Heute ist es so, dass sich die Fahrgäste Richtung Münchner Freiheit sich im hinteren Zugteil wie die Sardinen quetschen, während im ersten Waggon sogar noch Sitzplätze frei sind.

  • Obwohl die Zahlen noch nicht feststehen, rechnet die MVG mit einem Fahrgastrekord im Jahr 2008. Ob das Wachstum 2009 weitergeht, ist allerdings mehr als fraglich, Gründe sind der sinkende Ölpreis, ein erwarteter Anstieg der Arbeitslosenquote und rückläufige Touristenzahlen. Dennoch investiert die MVG ca.140 Millionen Euro unter anderem in die Modernisierung von U-Bahnhöfen, Fahrzeugen, Tramgleisen und die neue Strecke der Tram 23: http://www.tz-online.de/de/akt…enchen/artikel_55588.html