• Zuschlag für Bilfinger Berger

    Es geht jetzt weiter und Bilfinger Berger wird es machen. Dieses Jahr wird es richtig losgehen mit den Bauarbeiten an der U5 zwischen Alexanderplatz und Brandenburger Tor. Hier der Artikel im Tagesspiegel:


    http://www.tagesspiegel.de/ber…-bahnlinie-5/6194610.html


    Der größte Teil der Bauarbeiten wird bergmännisch erfolgen. Die Umsteigestation zur U6 Unter den Linden wird in offener Grube gebaut.


    Würde mich freuen, wenn sie es doch vor 2019 schaffen und zwar sowohl für die U-Bahn-Nutzer als auch für die Mitte unserer Stadt.

  • Deutet irgendwas darauf hin, dass vor 2019 fertiggestellt wird? Ich glaube, wir können froh sein, wenn bis 2020 alles fertig ist. Es sei denn, irgendeine Geldquelle sprudelt plötzlich, sodass deutlich schneller gearbeitet werden kann.

  • IMHO muss bis 2019 alles fertig sein denn es gibt für Berlin meines Wissens nach keine Extrawürste sondern der Bund finanziert hier auf der ganz normalen Gesetzesgrundlage wie auch überall sonst in Deutschland, diese Gesetzesgrundlage (das Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz) läuft aber durch die Föderalismusreform im Jahre 2019 aus (danach sind nur noch die Länder zuständig, also Berlin müsste als Stadtstaat alles selbst zahlen). Nur Projekte oder Baulose die bis dahin abgerechnet sind erhalten die alte Bundesförderung, danach geht man leer aus. Also ist der Anreiz für einen möglichst raschen Bau dementsprechend hoch.

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    Einmal editiert, zuletzt von dieselbär ()

  • Darf echt nicht wahr sein. Ob ich Unter den Linden einmal in meinem Leben in voller Pracht und nicht als Dauerbaustelle erleben darf? Gar keine Scherzfrage, ich frag mich das tatsächlich.
    Und das auch noch alle Geschäfte schließen inklusive Operncafé und Guggenheim...Vielleicht hätte man den U-Bahnbau ein Dekädchen verschieben können?

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    Wirklich traurig. Berlin verspielt sich die Chance eines Besuches von Treverer aus dem schönen Trier nur weil man unbedingt die U5 weiterbauen will (und es auch sonst überall in Mitte Baustellen gibt). Kann ja wohl nicht wahr sein. :runaway:

  • Nein, hätte man nicht, weil sonst Berlin für den U-Bahnbau aufkommen müsste. Der Hauptstadtvertrag legt meines Wissens fest, dass die Kanzler-U-Bahn in dieser Dekade fertig sein oder im Bau sein muss, sonst sind die Fördergelder futsch. Und es macht sicher auch keinen Sinn eine Dekade lang die Linden wachsen zu lassen um dann letztendlich doch wieder die Erde aufzureißen. Viel besser wäre es gewesen damals gleich weitergebaut zu haben, aber nun ja, ist halt anders gekommen.

  • Naja, nu ma nicht übertreiben. Ist ja nicht so dass man kaum treten kann vor Baustellen. Ich finds überhaupt nicht störend.


    Außerdem muss es ja irgendwann geschehen und da lieber massiv und kürzer als endloses Geplänkel.


    Wobei es leider trotzdem eher letzteres ist, denn
    was mich am meisten stört ist dass es alles so unfassbar lange dauert. Ja ich weiß, der Untergrund ist nicht so einfach zu beackern, aber trotzdem ist es unglaublich wie lange es dauert diese 3,5 km U-Bahn zu bauen.


    Fast 20 Jahre nämlich. Man stelle sich vor der Bau der etablierten Linien hätte wäre in der Geschwindigkeit vollzogen worden. Dann wäre das Netz heute noch nicht fertig in 100 Jahren bauzeit :)

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    Wirklich traurig. Berlin verspielt sich die Chance eines Besuches von Treverer aus dem schönen Trier nur weil man unbedingt die U5 weiterbauen will (und es auch sonst überall in Mitte Baustellen gibt). Kann ja wohl nicht wahr sein. :runaway:


    Find ich arm von dir, dass du jetzt so dumm sarkastisch daherkommen musst. Auf unter den Linden gehen Traditionsunternehmen (Operncafé) und somit jede Menge Jobs flöten.
    Die schließen unter anderem, stell dir vor, weil die Touristen tatsächlich nicht mehr dort verweilen möchten. Scheint nicht nur mich abzuschrecken, selbst wenn nie die Rede davon war, dass ich Berlin wegen irgendwelcher Baustellen nicht besuchen käme.
    Und vielen Dank, Trier ist wirklich schön. Hier wird nicht der ganze Hauptmarkt (historisches/touristisches Herz der Stadt) für 20 Jahre + am Stück umgebuddelt. Käme dem Tourismus hier auch nicht so gut. Aber Berlin kann sich das wohl eher leisten, deswegen könnt ihr auch so dumme Witzchen reißen.

  • Treverer
    Es wird eine Menge Geld in die Gebäude an der Straße und die neue U-Bahn unter der Straße investiert. Da gibt es keinen Grund zum Jammern. Ohne die dazu notwendigen Baustellen wäre das ja nicht möglich und es würden dann auch keine neuen Arbeitsplätze entstehen. Mal ganz abgesehen von den beteiligten Bauarbeitern.

  • Treverer, das ist ein Diskussionsforum und kein digitales Tagebuch zum Äußern seiner Befindlichkeiten. Wenn du etwas kritisieren willst dann mach das, aber bitte nicht in so einem jämmerlichen Ton. Das ist mir bei dir schon einige Male aufgefallen und nervt langsam, daher mein sarkastischer Beitrag.
    Durch solche Infrastrukturbaumaßnahmen kommt es nunmal leider zu Beeinträchtigungen für Anrainer. Das gilt für's große Berlin als auch für Kleinkleckerdorf gleichermaßen. Bei so komplizierten Bauarbeiten wie dem Bau einer U-Bahn in der Stadtmitte und schwierigem geologischen Terrain spielt vor allem Sicherheit die wichtigste Rolle (man denke nur an das Drama in Köln). Daher meine Meinung: besser sicher aber langsamer bauen als alles schnell schnell zu machen und die Gefahr kritischer Erd- und Grundwasserbewegungen zu riskieren.

  • Aber Berlin kann sich das wohl eher leisten, deswegen könnt ihr auch so dumme Witzchen reißen.


    Richtig. Das ist ein Grund warum viele Leute immer wieder nach Berlin kommen. Hier gibts ständig was neues zu sehen.
    Triers Zentrum bleibt wie es ist - auch ein Vorteil


    Berlins Stärke aber ist der Wandel.


    Ich denke zum Thema Nörgelei über die Dauerbaustelle dürfte dies genügen. Jetzt bitte wieder zurück zum eigentlichen Thema. Danke.
    Bato

  • Ich habe mir mal die Beiträge zur U5 hier und im Internet angesehen. Über Sinn und Nutzen lohnt wohl nicht zu streiten - da ist wenig zu machen.


    Was mich - als Außenstehenden - aber doch schockiert, ist die Einfältigkeit der Bahnhöfe Hauptbahnhof - Bundestag - Brandeburger Tor und der zukünftigen Unter den Linden - Museumsinsel und Berliner Rathaus. Da erkenne ich Berlin überhaupt nicht wieder! Offenbar sind Sichtbeton, Grau, Schwarz das einzige an Farbe, was erlaubt ist. Auch die Formensprache ist mehr als traurig. "Pilzförmige Säulen" und Sternenhimmel werden dann als große Ideen verkauft!?!?


    Ich hätte mir hier VIEL mehr Mut zu Form, Farbe und Detail gewünscht! Am Brandenburger Tor hat man es mit Geschichte probiert - zumindest eine Idee, wenn auch eine schwache.


    Da schaffen es andere Städte i.m.A. mit mehr Farbe und Ideen tolle U-Bahnstationen zu entwerfen, die Thematiken verfolgen, teils auch mit komplizierten Technik-Einbauten. So z.B. hier oder hier in Hamburg. Oder hier in München


    (Ich möchte nicht sagen, dass die drei verlinkten nun architektonische Highlights sind, aber zumindest sind sie thematisch durchgearbeitet und individuelle Ereignisse auf den Linien)


    Berlin verspielt hier eine Chance, sich als offene, bunte Weltstadt zu repräsentieren. Stattdessen wird die Sichtbeton-Republik fortgebaut :nono:

  • Die Kritik halte ich für überzogen. Berlin ist de facto "pleite" als Stadtstaat und man kann froh sein dass überhaupt eine Verlängerung der U5 zustande gekommen ist, dass dabei auch noch für berliner Verhältnisse großzügige neue Bahnhöfe entstehen ist schon mehr als ich persönlich zu hoffen gewagt hätte (und finanziell geboten gewesen wäre). Also mit der Ruhe, Berlins Zukunft wird nicht anhand der U5 Verlängerung entschieden.

  • Mal abgesehen davon hat Berlin durchaus schöne U-Bahnhöfe z.B. den Eisenträgercharme der Stationen Alexanderplatz oder Wittenbergplatz. Berlins U-Bahnstationen haben viele verschiedene Stile und meistens erfüllen sie nur einen Zweck: Den Transport von Menschen. Ein Großteil des Netzes entstand in den frühen Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts, da ging es um zweckmäßiges und vor allem schnelles Bauen, um die Massen der Menschen durch die aufstrebende Metropole des Deutschen (Kaiser)Reiches zu transportieren. Verständlicherweise hat man damals nicht an ein Erlebniskonzept für die Stationen gedacht, das muss man in einer Stadt wie Berlin, wo sonst an jeder Ecke was los ist, auch nicht. Die neuen Stationen an der U5-Verlängerung werden sich in Bezug auf Größe und Konzeption schon deutlich von den anderen Stationen abheben und mich haben die Konzepte überzeugt.


    Londons Tubestationen sind auch größtenteils schmucklos, die meisten Stationen profitieren lediglich durch die ulkige Röhrenform der Bahnsteighallen, sind aber ansonsten auch rein zweckmäßig. Ganz rustikal geht es in der New Yorker Subway zu, es gibt also Metropolen, die auch ohne Schnickschnack in den Stationen auskommen, wobei HH und München bei weitem nicht in derselben Städtekategorie wie Berlin spielen. ;)

  • Ich beschäftige mich studientechnisch derzeit intensiv mit den U-Bahnen New Yorks und Berlins. Und ich hab auch öfter mal in die anderen Metropolen mit historischen U-Bahnsystemen geblickt.


    Das besondere am berliner Netz ist in der tat die Vielfalt der Stationen. Das Netz ist wie ein Architektur- und Techniklexikon des 20. Jahrhunderts. Sicher, der Zweck stand und steht bei Bahnhöfen stets im Vordergrund. Aber die Großzügigkeit einer Station wie Alexanderplatz, bei der ja städtebaulich auch an der Oberfläche aufgeräumt wurde, war in den westlichen Metropolen seinerzeit herausragend. Der Aufwand den man zur Erlangung alltagstauglicher, fahrgastfreundlicher Lösungen betrieb war vorallem im Vergleich zu den zeitgleichen Beispielen in anderen Metropolen (zum Beispiel die Station Piccadilly Circus in London) enorm.


    Das New Yorker Netz ist dagegen, wie vom Vorredner schon erwähnt, vom architektonischen wie auch technischen Anspruch weitaus weniger entwickelt. Hier wurde so gut wie nie aus der Sicht des Fahrgastes sondern so gut wie immer zu gunsten der Bilanzen damlas privater Betreiber gebaut. Allerdings wuchs das dortige Netz auch in geradezu atemberaubender Geschwindigkeit. In etwa 40 Jahren war fast alles fertig, verfiel dann aber auch zunehmend. Der Sanierungsstau ist daher heute ungehauer groß.
    Wenn ich da an die fast schon liebvoll restaurierten Bahnhöfe Berlins denke (Alex, Rosenthaler Platz, Wittenbergplatz, Potsdamer Platz u.v.a), ganz andere Liga...


    Zu Hamburg:
    Ja, die Stadt gehört U-Bahntechnisch zur ersten Garde (zeitlich). Aber der heutige Anblick der meisten Stationen ist wahrlich kein Vergnügen. Es wurde einfach so unglaublich viel verhunzt über die Jahrzehnte (ähnlich wie in Berlin auf dem westlichen Stück der heutigen U2).


    Zur "neuen" U5:
    Ich bin sehr zufrieden mit dem Design der Stationen. Es passt in das Gepräge der meist schlichten, aber sehr feinen Berliner Stationen.


    d.

  • Unter den Linden ohne Linden

    ... und weg sind sie.



    http://img851.imageshack.us/img851/1876/cimg0534q.jpg
    Shot at 2012-02-19
    Ich war erstaunt, wie stark der Charakter der Straße sich durch das Fehlen der Bäume verändert; selbst im Winter.
    Der Mäckler-Bau, den ich sehr schätze, wirkt jetzt fast etwas erdrückend.




    Shot at 2012-02-19


    Nun ist der vielgerümte Boulevard von Anafng bis Ende eine einzige Baustelle. Ein zumindest für die Zukunft vielversprechender und für alle Baustellefreunde interessanter, wenn auch nicht sehr würdevoller Zustand.


    Von dieser Baustelle wird man ja leider nur ein riesiges Loch sehen. Umso spannender wird es, wenn man plötzlich in die neue U5 steigen kann, leider erst 2019.

  • eine ewige baustelle und die kommt nie zur ruhe, leider. Ohne die bäume ergibt es die straße nicht nur ein anderes straßenbild, sondern hat auch eine ganz andere wirkung auf mich selber, 7 jahre wird es jetzt so ergehen :( .....


    eine erweiterung des u-bahn-netzes ist immer gut. nach dem erleben der pariser u-bahn-höfe habe ich jetzt ein ganz andere meinung und sichtweise zu den berliner-bahnhöfen, die so sauber und groß wirken und technisch so viel weiter, dass man seine meinung ganz schnell ändert. Was mich bißchen stört an den berliner bahnhöfen ist die kühle, da könnte man mehr daraus machen, auch wenn das immer eine geldfrage ist. Weißer beton oder billige fliesen sind immer am günstigsten.


    Die u5 und dessen erweiterung wird bestimmt ein voller erfolg und geht in die richtige entwicklung. Leider muss die tolle allee darunter leiden. Bin gespannt welche bäume dann eingepflanzt werden, evtl tannenbäume ,-)

  • Spreehafen am Nikolaiviertel

    Ein Bild von dem kleinen Hafen, der von der BVG eingerichtet wird um den Aushub vom U-Bahnbau wegzuschaffen:

  • Morgenpost: Weiterbau der U5

    Erstaunlich, dass bisher niemand den gestrigen Artikel der Morgenpost über den Weiterbau der U5 zitierte. Der fehlende Teilstück von 2,2 Km Länge soll bis 2019 fertig sein, was als ambitionierte Planung bezeichnet wird.
    Im letzten Juli habe ich nach der Ankunft am Hauptbahnhof die U55 erlebt, was ein etwas merkwürdiges Erlebnis war - vom Nirgendwo (die HBf-Umgebung wird erst bebaut) fuhren wir kurz unter der Erde und danach mussten recht viel laufen, bis wir eine andere U-Bahn zum Hotel erreicht haben. Zum Rückweg erreichten wir den HBf lieber mit der S-Bahn vom Bahnhof Zoo, so ging es am schnellsten. So ist diese Lückenschliessung wohl überfällig - ich kenne keine andere Stadt über 500 Tsd. EW in Deutschland, derer Hauptbahnhof nicht an das U/Stadtbahnnetz angeschlossen ist.