Projekte Straßenbau / -umbau

  • Bislang eher willkürlich mal in der Lounge, mal in den Stadtteil-Threads beheimatet, sollte ein eigener Thread für konkrete Vorhaben des Straßenbaus zu mehr Übersicht beitragen :)

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    Bauausschuss mit Projektgenehmigung zur "Umgestaltung Augustenstraße" (Länge: 1,3 km zw. Dachauer und Görrestraße: maps)

    • Rückbau der Radwege zugunsten breiterer Gehwege: 4m i.d.R. und bis 8m im verkehrsberuhigten Geschäftsbereich zwischen Gabelsberger- und Theresienstraße. In letzterem Abschnitt gilt eine Höchstgeschwindigkeit von 20 km/h
    • Zusätzliche Baumpflanzungen, Freischankflächen und Sitzmöblierung sollen den Stadtraum aufwerten
    • Der Radverkehr wird damit zukünftig auf der Fahrbahn geführt. Im Zulauf auf die Kreuzungen Brienner und Gabelsbergerstraße entstehen Radaufstellstreifen
    • Gehwegnasen in den Kreuzungsbereichen Gabelsberger-, Steinheil-, Rottmann-, Heß- und Zieblandstraße zur Verbesserung der Querungsmöglichkeiten für Fußgänger
    • Bodenindikatoren für mobilitäts- und sehbehinderte Personen an Kreuzungen mit Ampeln (Brienner, Gabelsberger- und Theresienstraße)
    • Zwischen Brienner und Schellingstraße sowie zwischen Gabelsberger- und Theresienstraße verjüngt Großsteinpflaster die Fahrbahn (das soll der Verkehrssicherheit dienlich sein)
    • 192 zusätzliche Fahrradabstellplätze und zehn für Lastenräder
    • 197 Kfz-Parkplätze bleiben erhalten, inklusive Behindertenparkplatz, geteilten Abstellflächen für Mikromobilität und zwei Carsharing-Parkständen. 26 Parkplätze sind an Lieferzonen gebunden. Sie stehen außerhalb der Lieferzeiten zum Mischparken zur Verfügung
    • Dort, wo es wegen unterirdischer Leitungen und Brandschutzvorgaben nicht möglich ist, weitere Bäume zu pflanzen, entsiegelt das Baureferat Flächen und bepflanzt sie "ästhetisch ansprechend" (O-Ton). Den bestehenden Straßenbäumen soll mehr Wurzelraum gegeben werden
    • Bauarbeiten in mehrere Abschnitte unterteilt, Gesamtlaufzeit 3 Jahre. Baubeginn: 2. HJ 2025
    • Projektkosten: 7 Millionen Euro


    https://ru.muenchen.de/2025/29…fenthaltsqualitaet-116948

    https://risi.muenchen.de/risi/sitzungsvorlage/detail/8687940

    https://www.sueddeutsche.de/mu…-umbau-30-zone-li.3197451

  • Bauausschuss mit Projektgenehmigung "Umbau Karl-Theodor-Straße" (Länge 1,0 km zw. Schleißheimer Straße und Bonner Platz: maps)

    • Rückbau der bislang nur gut 1m breiten Radwege zugunsten breiterer Fußwege (min. 2,50m bis > 3m)
    • Neubau von baulich abgetrennten Radwegen auf beiden Straßenseiten mit je 2,30 Meter zzgl. Sicherheitstrennstreifen
    • Dadurch Reduktion der Fahrspuren von zwei auf jeweils eine je Richtung (Breite je 3,25m aufgrund Busnutzung)
    • Der Kreuzungszulauf auf Belgrad- und Schleißheimer Straße bleibt vierspurig
    • Bisherigen Senkrecht-Parkplätze werden Längsparkplätze (künftig 135 statt 191 Parkplätze)
    • Zusätzliche Querungsmöglichkeiten für Fußgänger auf Höhe Degenfeldstraße und Ansprengerstraße
    • Am Zugang zum Luitpoldpark sind größere Aufstellflächen für Fußgänger sowie mehr Fahrradstellplätze geplant
    • Wo noch nicht vorhanden, erhalten die Kreuzungsbereiche Gehwegnasen
    • Pflanzung von 27 neuen Bäumen (z.T. durch Entsiegelung von Asphalt- oder Kleinsteinflächen, teilweise durch Ergänzung von Baumreihen innerhalb bestehender Grünflächen)
    • Verlegung der Bushaltestelle Ackermannstraße auf die westliche Seite der Kreuzung Ackermann-/Schleißheimer/Karl-Theodor-Straße
    • Barrierefreier Ausbau der Bushaltestelle Ecke Karl-Theodor-/ Angererstraße
    • Bauarbeiten in mehrere Abschnitte unterteilt, Gesamtlaufzeit 1,5 Jahre. Baubeginn Ende 2025 / Anfang 2026
    • Projektkosten: 9,5 Millionen Euro


    https://ru.muenchen.de/2025/29…rl-Theodor-Strasse-116949

    https://risi.muenchen.de/risi/sitzungsvorlage/detail/8585167

  • Bauausschuss mit Projektgenehmigung "Verkehrsberuhigung Partnachplatz" (maps)

    • Rückbau der bislang nur gut 1m breiten Radwege zugunsten breiterer Fußwege und zusätzlicher Baumpflanzungen
    • Einführung von Tempo 20
    • Der Radverkehr wird damit zukünftig auf der Fahrbahn geführt (Zweirichtungsverkehr für Radler in der einbahngeregelten Zillertalstraße)
    • Bessere Beleuchtung und Beschilderung der Zebrastreifen, zwei zusätzliche Querungsmöglichkeiten für Fußgänger sowie Abstellplätze für Fahrräder und Carsharing
    • Baubeginn im Laufe des Jahres 2025 oder Anfang 2026, Fertigstellung im Jahr 2026 oder Anfang 2027
    • Projektkosten: 1,9 Millionen Euro


    https://ru.muenchen.de/2025/30…Verkehrsberuhigung-116976

    https://risi.muenchen.de/risi/…8584964?dokument=v8888063

    • Der Radverkehr wird damit zukünftig auf der Fahrbahn geführt. Im Zulauf auf die Kreuzungen Brienner und Gabelsbergerstraße entstehen Radaufstellstreifen
    • Zwischen Brienner und Schellingstraße sowie zwischen Gabelsberger- und Theresienstraße verjüngt Großsteinpflaster die Fahrbahn (das soll der Verkehrssicherheit dienlich sein)


    Wieder ein Schritt Richtung Radlhauptstadt?

    Also da, wo die Radler zukünftig fahren sollen (weil die Radwege ja abgeschafft werden) bzw. müssen (Radeln weiter in der Straßenmitte wird von den Autofahrern verhindert, die die Radler an den Rand drängen) wird gepflastert statt geteert.

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    Es dürfte sich dabei um die üblichen 1 - maximal 2 Kopfsteinreihen zum Bordstein bzw. zur Parkbucht handeln.

    1m breite Radwege rechterhand von Parkplätzen ohne bauliche oder abmarkierte Trennung (Dooring-Streifen) sind extrem gefährlich. Solche Wege nutze ich nie, sondern fahre sowieso auf der Straße.

    Daher ist der Umbau hin zu weniger Geschwindigkeit des MIV sowie einer generell besseren Sichtbarkeit der Radler m.E. nur zu begrüßen. Den Planungen hat u.a. das "Bündnis Radentscheid" zugestimmt (die werden inzw. bei jeder Umgestaltung eingebunden).

  • Tempo 20 in solchen Straßen halte ich für sinnvoll.


    Generell könnte man überlegen ob die Abstufung 20 | 40 die bisher übliche 30 | 50 ersetzen könnte. Mit Tempo 40 km/h kommt man immer noch recht zügig durch die Stadt. Generell Tempo 30 zB auch auf dem Mittleren Ring halte ich für übertrieben (bzw untertrieben).

  • Auf dem Mittleren Ring wäre Tempo 70 angemessen, in den Tunnel Tempo 80.

    Ein Grossteil des Mittleren Rings ist kreuzungsfrei, die langen Tunnel ebenso.

    Abgesehen davon diktiert die Verkegrsdichte die Geschwindigkeit.

    Tempo 20 in solchen Straßen halte ich für sinnvoll.

    Für Radfahrer, absolut.

  • Auf engen Straßen mit viel Fußgängerverkehr und vielen Ladeneinheiten wie in der Augustenstraße - warum sollte man da im Auto mehr als 20 fahren. Auch wird man kaum behaupten können, daß man dadurch allzusehr ausgebremst würde - es geh ja nur um ein paar 100 Meter.


    Tempo 80 hielte ich angemessen für zB die nördliche Landshuter Allee. Die meisten anderen Abschnitte des Ringes sind so dicht befahren, daß man ohnehin über 40 km/h kaum hinauskommt (man kann eher froh sein, wenn man konstant 40 fahren kann auf dem Ring zwischen Dachauerstraße und Heckenstallerstraße). Auch auf vielen anderen Hauptverkehrstraßen halte ich Tempo 40 für akzeptabel.

    Einmal editiert, zuletzt von derzberb ()

  • Auf dem Mittleren Ring wäre Tempo 70 angemessen, in den Tunnel Tempo 80.

    Aus Gründen der Luftreinhaltung und des Lärmschutzes ist Tempo 70 auf dem Ring nicht angemessen; man beachte die deshalb abschnittsweise geltende Geschwindigkeit von 50 km/h ab 2014 sowie 30 km/h ab 2024 und ihre jeweils eingetretenen positiven Effekte.


    Darüber hinaus weisen die Tunnel eine erhöhte Unfallgefahr auf, ganz allgemein wie alle Tunnel allein aufgrund veränderter Sichtbedingungen und im Speziellen, da die Ringtunnel zahlreiche Aus- und Einfahrten entlang ihres Streckenverlaufs aufweisen. Hier also nochmal im Vergleich zur normalen Straße eine Geschwindigkeitszunahme zu etablieren, wäre kontraproduktiv. Jeder, der regelmäßig mit dem Auto auf dem Ring unterwegs ist, weiß wie oft man dort im Stau steht, weil es in einem Tunnel wieder gekracht hat (und das nicht nur zu Stoßzeiten).


    Tempo 60 bzw. 50 in Teilabschnitten ist auf dem Ring bei freier Fahrt m.E. völlig ausreichend. Der zeitliche Gewinn von ein paar Sekunden bei einer 10 km/h höheren Geschwindigkeit rechtfertigt nicht die oben genannten Nachteile.

    Tempo 30 ist als Notmaßnahme gegen drohende Dieselfahrverbote auf der Landshuter Allee zu verstehen, eine Ausweitung auf andere Abschnitte ist derzeit nicht realistisch.


    Generell könnte man überlegen ob die Abstufung 20 | 40 die bisher übliche 30 | 50 ersetzen könnte.

    Im künftig baulich weiter verengten, stark frequentierten Geschäftsbereich der Augustenstraße macht Tempo 20 durchaus Sinn, aber allgemein überall dort wo heute 30 gilt? Da wäre ich dagegen - und nicht zuletzt dürfte man dann als Radler auch nur noch maximal 20 fahren ;)

    Für eine allgemeine Änderung bräuchten wir sowieso eine Gesetzesanpassung auf Bundesebene.

  • Ne Tempo 20 macht keinen Sinn, bei Tempo 20 kann ich auch gleich laufen. 20 ist eine Zumutung, selbst 30 ist schon nervig. Es kann nicht sein, dass das einzige was der Stadtregierung einfällt ist Autofahrer auszubremsen. Man kann nur zum Wohle der Stadt hoffen dass die Wahlen 2026 dem Bundes Trend folgen, die Grünen raus fliegen und wieder eine Wende in der Verkehrspolitik kommt.

  • Ich finde die Abstufungen 20 | 40 | 60 auch autotechnisch sinnvoll. Das sind Geschwindigkeiten, die man im 2. , im 3. oder 4. Gang mit wenig Gas bequem fahren kann. Bei 30 oder 50 fühle ich mich ständig im Graubereich: der höhere Gang scheint zu hoch, der niedrigere zu niedrig. Kann aber auch rein subjektives empfinden sein.


    Im übrigen finde ich es auch für Radfahrer (ich fahre selber gerne Rad) zumutbar, eine angemessene Geschwindigkeit einzuhalten. Warum sollte man als Radfahrer auch mit 30 oder mehr km/h durch die Augustenstraße heizen müssen?

    Generell 20 auf allen bisherigen 30er Zonen einzuführen ist auch etwas hart. Vielleicht könnten manche 30er auch zu 40er werden.

    Einmal editiert, zuletzt von derzberb ()

  • Also das mit den Gängen hab ich ja wirklich noch nie gehört haha und ist ja von Auto zu Auto und von Person zu Person anders.

    Naja weil man auch an sein Ziel kommen möchte egal ob mit dem Rad oder dem Auto und 30 statt 20 kmh ist immerhin ein Drittel schneller (oder langsamer wie man es sieht) und umgelehrt gefragt warum sollte man nicht 30 fahren dürfen wenn man es kann? Man muss ja nicht alles immer verbieten nur weil man es kann. Völlig willkürlich einfach mal pauschal (überall nur) Geschwindigkeitsbegrenzungen zu reduzieren zum Selbstzweck. Als wäre jetzt 30 oder auch 50 km/H besonders gefährlich gewesen oder nicht zumutbar. Das bringt doch niemanden weiter. Warum dann nicht gleich auf 10 reduzieren oder gleich auf 5? Was spricht für 20 km/h mehr als für 5 oder 10 oder 30 km/h (außer das subjektive Gangschaltungsempfinden). Sorry ich fahre in der Stadt selbst viel Rad aber diese anti Autopolitik nervt einfach nur noch. Die 20 km/h haben überhaupt keine Fundierung und sind einfach willkürlich aus der Luft gegriffen damit die Grünen ideologische Klientelpolitk betreiben können. Schade. Hoffentlich löst sich das Problem nach der nächsten Wahl von alleine.

  • Ich denke, die 20 km/h sind wegen der vielen Fußgänger und der räumlichen Enge. Es ist also eine Art "befahrbare Fußgängerzone".

    Einmal editiert, zuletzt von derzberb ()

  • Ja es gibt immer für alles irgendwelche Argumente. Nur sind die meisten leider sehr ideologisch oder schwach. Ob ein Unfall ensteht hängt von vielen Faktoren ab und nicht nur vom Bremsweg, durch geringere Geschwindigkeiten entstehen nicht automatisch weniger Unfälle. Ausserdem muss man nicht immer alles verbieten was man verbieten kann Deutschland hat sowieso eine extrem niedrige Zahl an Verkehrstoten. Soll man dann Autofahren nicht gleich verbieten? Damit es gar keine gibt? Aber ja das ist wohl noch das beste Argument. Im Vergleich zu Lärmreduktion und weniger C2. Jeder Ingenieur weiß, dass Autos bei hohem Gang und nieriger Drehzahl am wenigsten Verbauchen bzw am leisesten sind und das ist meistens nicht bei niedirgen Geschwindigkeiten der Fall. Bis zu 80 kmH sind Autos am effizientesten.

  • Man muß nicht jede Einschränkung als ideologiegetrieben ansehen. Ja, die Grünen sind oftmals ideologisch verbohrt und agitieren teils sinnbefreit gegen das Auto im Allgemeinen (so wie auch die CSU ideologisch verbohrt gegen Tramausbau agitiert). In diesem Falle allerdings - einer engen Straße mit viel Fußgängerverkehr - finde ich die angedachten Maßnahmen sinnvoll und gut begründet.

    Für den Autoverkehr sind andere Verbesserungen und Ausbaumaßnahmen überfällig - vor allem in der Peripherie:


    • Verbreiterung der A99 Nord
    • Autobahnähnlicher Ausbau der B471
    • Ausbau des Föhringer Ringes/Frankfurter Ringes - ich hielte eine kreuzungsfreie Parallele zum DB Nordring zwischen Oberföhring und Karlsfeld für sinnvoll - dann könnte am Frankfurter Ring im Ausgleich dazu mehr Raum für ÖPNV und Rad- sowie Fußgänger geschaffen werden
    • Anschluß der Schleißheimerstraße an die A99 - evtl Autobahnparallele zwischen Feldmoching und Ingolstädter Straße
    • Andere Maßnahmen wie zB eine Verlängerung der Silberdiestelstraße von der Blumenau nach Pasing (Am Knie) …
  • Sorry aber die Augusten Straße ist keinen cm enger als sämtliche andere häufig befahrene umliegende Straßen und ehrlichweise ist die Augustenstraße auch keine besondere Fußgängerstraße oder gar eine "Prachtmeile". Die Augustenstraße ist meiner Meinung nach eher eine Durchfahrtsstraße nach Schwabing/ Maxvorstadt. Das was du sagst mag vielleicht auf die Schellingstr (unten), Türken oder Amalienstraße zutreffen.

  • Luisenstraße und Arcisstraße sind Durchgangsstraßen. Augustenstraße hat viel Einzelhandel. Das Ganze ist eine Aufwertung.


    Amalien-, Türken- und Schillerstraße sind auch gute Kandidaten hierfür. Die Schellingstra§e zwischen Ludwig- und Badestrand ebenso. Es gibt noch andere Kandidaten, zB die Heiglhofstraße in Hadern.

  • Halte 20 in der Augustenstraße auch für völlig unkritisch - wer in die Maxvorstadt freiwillig mim Auto fährt muss eh viel Zeit einplanen.


    Bei all den Tempodiskussionen fehlt mir noch ein Argument: Die Steuerungsfunktion einer Tempodifferenz zwischen Haupt- und Nebenstraßen. Bspw. Tempo 30 auf allen Nord-Süd-Achsen in Trudering (St.Veit-Strasse, Bajuwarenstrasse, Feldbergstraße, Friedenspromenade) führt zu erheblich mehr Schleichverkehr durch die Nebenstraßen (bspw. Damaschkestrasse). Eine reine Verkehrsverlangsamung ist daher m.E. im Allgemeinen wenig zielführend für die gesamte Verkehrssicherheit, denn Nebenstraßen sind oft unübersichtlicher. Die Politik sollte m.E. mutig genug sein um beides zu tun: 1. Neben- und Einkaufsstraßen konsequent verkehrsberuhigen mit Tempo 20/30 und Einbahnstraßen wo möglich. 2. Bekenntnis zu übergeordneten Straßenzügen und diese auch auf 50 belassen und durch geeignete Ampel- und Vorfahrtsregeln Priorisieren (Zusatzbemerkung: und dort dann auch Parksuchverkehr minimieren, Übersichtliche Kreuzungen schaffen, ggf. zeitlich begrenzte Parkverbote wie in der Prinzregentenstraße)

  • Völlig willkürlich einfach mal pauschal (überall nur) Geschwindigkeitsbegrenzungen zu reduzieren zum Selbstzweck. [...]

    Sorry ich fahre in der Stadt selbst viel Rad aber diese anti Autopolitik nervt einfach nur noch. Die 20 km/h haben überhaupt keine Fundierung und sind einfach willkürlich aus der Luft gegriffen damit die Grünen ideologische Klientelpolitk betreiben können.

    Es wird ein knapp 230 Meter langer Abschnitt auf der Augustenstraße zur Tempo 20 Zone erklärt (wie du in #1 lesen kannst), nicht mehr und nicht weniger. Mit einer "willkürlichen pauschalen überall Anti-Autopolitik" hat das nichts zu tun.

    Tempo 20 hat in Deutschland natürlich eine gesetzliche Fundierung, sonst wäre es gar nicht zulässig, nennt sich seit 1990 "Verkehrsberuhigter Geschäftsbereich" und genau ein solcher wird nun baulich zwischen Gabelsberger- und Theresienstraße angelegt (siehe ebenfalls #1).

    Aber ja das ist wohl noch das beste Argument. Im Vergleich zu Lärmreduktion und weniger C2. Jeder Ingenieur weiß, dass Autos bei hohem Gang und nieriger Drehzahl am wenigsten Verbauchen bzw am leisesten sind und das ist meistens nicht bei niedirgen Geschwindigkeiten der Fall. Bis zu 80 kmH sind Autos am effizientesten.

    Der Geräuschpegel wird nur im unteren Geschwindigkeitsbereich bis maximal 30 - 40 km/h durch den Antrieb bestimmt, darüber hinaus dominiert jedoch das Abrollen der Reifen. Ein E-Auto das bei 50 km/h vorbei fährt, hat daher bekanntlich keinen signifikant geringeren Geräuschpegel als ein Verbrenner. Beide Fahrzeuge sind bei Tempo 30 um ~ 2 dB(A) leiser als bei Tempo 50 (in etwa analog von 70 auf 50).

    Auf dem Ring Tempo 70 einzuführen wäre hinsichtlich Lärmemission daher kontraproduktiv. DAS weiß jeder Ingenieur ;)


    Was die Schadstoffemissionen angeht: Ja, das gilt für Konstantfahrt (bzw. auf dem Prüfstand). Eine solche ist im innerstädtischen Kontext nur (leider) kaum gegeben, zahlreiche Beschleunigungsvorgänge, Stillstandszeiten, dazu städt. Eigenheiten wie Bebauung / Verwirbelungen verkomplizieren die Sache drastisch. Aus diesem Grund werden aufwendige Praxismessungen benötigt, um herauszufinden, ob und in welchem Umfang eine Veränderung der Höchstgeschwindigkeit zu einer Verstetigung des lokalen Verkehrsflusses und damit einer Reduzierung der Emissionen führt. Ich habe zwei Quellen verlinkt, die für den untersuchten Abschnitt des MR jeweils positive Ergebnisse liefern. Das kannst du nun meinetwegen als schwaches Argument abtun - immerhin ist es eine Referenz. Eine allgemeingültige Aussage über den Schadstoffausstoß kann nicht getroffen werden, je nach Straße können die Ergebnisse völlig gegenläufig ausfallen.


    Konstantfahrt ist noch am ehesten auf der Autobahn zu erreichen. Dort würde eine Reduktion der Höchstgeschwindigkeit also dazu beitragen, dass Autos überwiegend im Bereich höherer Effizienz unterwegs sind (bspw. Vmax 130). Seltsamerweise wird das Argument dort aber regelmäßig unter den Teppich gekehrt, während es dann innerstädtisch plötzlich sehr relevant sein soll... :S


    Ausbau des Föhringer Ringes/Frankfurter Ringes - ich hielte eine kreuzungsfreie Parallele zum DB Nordring zwischen Oberföhring und Karlsfeld für sinnvoll - dann könnte am Frankfurter Ring im Ausgleich dazu mehr Raum für ÖPNV und Rad- sowie Fußgänger geschaffen werden

    Wo ist deiner Ansicht nach Platz für eine kreuzungsfreie Parallele zum DB Nordring? Ich sehe da keinen freien Raum.

    Der Föhringer Ring wird aktuell vierspurig ausgebaut.