Hochhaus Gloria im Kaiser-Karree - 195 Meter bis 2030

  • Architekturwettbewerb entschieden - Architekturbüro Henning Larsen gestaltet das 195-Meter-Hochhaus

    Der Architekturwettbewerb am Kaiser-Karree ist entschieden. Das 195-Meter-Hochhaus wird nach einem Entwurf des dänischen Büros Henning Larsen Architects gebaut. Die weiteren Platzierungen sind bisher nicht bekannt. Zwei Ansichten und anschließend die Pressemitteilung von Commerz Real.


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    Ansicht von Westen:


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    Bilder: Henning Larsen Architects


    Die soeben erschienene Pressemitteilung (weitere Wettbewerbsplatzierungen werden vorerst nicht genannt):


    Henning Larsen Architects gestaltet Hochhausneubau am Kaiser-Karree in Frankfurt am Main

    Henning Larsen Architects ist als Sieger aus dem Wettbewerb zur Gestaltung des Hochhausneubaus am historischen Kaiser-Karree in Frankfurt am Main hervorgegangen. Wie die Investoren Commerz Real und Tishman Speyer mitteilten, konnte sich das international tätige Architekturbüro mit Hauptsitz in Kopenhagen gegen neun Wettbewerber aus Deutschland, Frankreich, den Niederlanden und Norwegen durchsetzen. „Die Entwürfe von Henning Larsen Architects haben die Jury nicht nur mit ihrer ikonischen Wirkung begeistern können“, erläutert Florian Reiff, Geschäftsführer von Tishman Speyer. „Sie stellen auch sicher, dass der Neubau gut mit dem Stadtbild aus Historie und Skyline harmoniert.“

    Hintergrund für dieses Vorhaben ist der Hochhausentwicklungsplan 2024 der Stadt Frankfurt am Main und die Idee der Stadt, zwischen Alter Oper und Willy Brandt Platz eine Hochhauspromenade zu entwickeln. Stadtrat Marcus Gwechenberger, Dezernent für Planen und Wohnen, sieht mit dem vorliegenden Entwurf die städtebaulichen Ziele des Hochhausentwicklungsplans bestätigt: „Mit dem Entwurf von Henning Larsen Architects entsteht in Frankfurt das erste Hochhaus, das nach den Vorgaben des neuen Hochhausentwicklungsplans entwickelt wurde. Das Gebäude öffnet sich mit seinen unterschiedlichen Angeboten zum Quartier. Es wird einen wichtigen Beitrag leisten, um die neue Hochhauspromenade an der Wallanlage zu beleben.“ Der geplante Hochhausneubau soll das historische Gebäudeensemble zwischen der Kaiserstraße 28 und der Neuen Mainzer Straße 31 behutsam integrieren und mit einer modernen, zukunftsorientierten Architektur verbinden. Er wird mit einer Höhe von 195 Metern die Frankfurter Skyline um einen prägnanten Hochpunkt ergänzen, das Stadtbild prägen und Raum für vielfältige Nutzungen bieten, darunter Büros, Hotel- und Gewerbeflächen, einschließlich öffentlicher kultureller Angebote. Ein wichtiger Bestandteil ist daher die Öffnung des denkmalgeschützten Gebäudes Kaiserstraße 30 zur Wallanlage hin und die Etablierung einer Kulturmeile durch die Fortführung der Hochhauspromenade entlang der Wallanlage.

    Der Wettbewerb war im Oktober 2024 nach dem erfolgreichen Abschluss der Bürgerbeteiligung gestartet worden. Gesucht wurde eine Lösung, die in Bezug auf Architektur und Städtebau sowie Funktionalität, Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit überzeugt. Gemäß der Vorgabe des Hochhausrahmenplans auf Basis einer Planung des Architekturbüros Albert Speer und Partner ging es bei allen Entwürfen jeweils um ein Hochhaus, das nur mit einer schmalen Verbindung auf einen modernisierten Sockel mit historischer Fassade aufsetzt. Die 15-köpfige Jury setzte sich aus renommierten Architekten und Stadtplanern sowie Vertretern der Stadt Frankfurt am Main und von Commerz Real und Tishman Speyer zusammen. Beraten wurde sie von 13 Sachverständigen aus den Bereichen Denkmalpflege, Stadt- und Landschaftsplanung, Gebäudetechnik und Umwelt. Dotiert waren die ersten drei Plätze mit Preisgeldern in Höhe von 70.000, 45.000 und 25.000 Euro.

    Nächster Schritt ist nach Angaben der Investoren nunmehr der Aufstellungsbeschluss im Rahmen des Bebauungsplanverfahrens. Nach erfolgreichem Abschluss des Planverfahrens und Erhalt der Baugenehmigung würden die Abriss- und Baumaßnahmen beginnen.
  • Die Wettbewerbsbeiträge sind ab morgen, Mittwoch, 19. Februar 2025 im Atrium des Stadtplanungsamtes ausgestellt. Anschrift ist Kurt-Schumacher-Straße 10, 60311 Frankfurt am Main. Die Ausstellung ist montags bis freitags von 8:30 bis 18:00 Uhr geöffnet und läuft bis zum 28. Februar 2025.


    Das schreiben Cyrus Architekten hier. Das Frankfurter Büro war ebenfalls Wettbewerbsteilnehmer, der Entwurf erhielt eine Anerkennung.


    Bild: https://www.deutsches-architektur-forum.de/pics/schmittchen/gloria_kaiser-karree_cyrus-architekten.jpg
    Bild: Cyrus Architekten / Luminousfields

  • ^^ bezieht sich auf Beitrag #61


    Spitze!!! Dieses Hochhausdesign gehört sicherlich zu den gelungensten in Frankfurt. Die in der gesamten Höhe durchgängigen und geschwungenen Lisenen verstärken noch die Höhenwirkung und sorgen für Individualität. Und die optisch nicht zusammengefassten Etagen (wie bei anderen Hochhäusern neuerdings so oft zu beobachten) verstärken die Größe und die Eleganz. Dass es entgegen einiger Ankündigungen nur ein „halber Bleistift“ geworden ist, stört kein bisschen. Ein optisches Glanzstück für Frankfurt!

  • Überzeugt mich erst mal nicht, die Fassade ist gestalterisch viel zu nah am Taunusturn nebenan (gleiche Fensterfarbe und weiße Trennung) , der Sockel mit dem umgekehrten Bleistift ist sicher einmalig in D.. aber eine eigenständige Gestaltung der Fassade als ArtDeco o.ä wäre mir lieber gewesen.

  • Beggi Genau, die vertikale Ausrichtung passt deutlich besser zu Hochhäusern als eine horizontale Betonung. Ein Hochhaus lebt von seiner Höhe und sollte diese auch architektonisch unterstreichen, anstatt dagegen zu arbeiten. Besonders gelungen finde ich das elegante Finish mit den tulpenartigen Formen an der Spitze – fast ein Hauch von Art Deco. Die vertikale Betonung der Fassade und die Tulpenformen greifen klassische Architekturprinzipien auf, was eine erfreuliche Entwicklung ist.


    Zwar bin ich kein großer Fan der Bleistift-Form, aber in diesem Fall stört sie mich nicht allzu sehr. Schön wäre es, wenn die neuen Gebäude an der Neuen Mainzer Straße im Erdgeschoss mehr Leben und Kommerz bekämen. Mehr Shoppingmöglichkeiten würden in diesem neuen urbanen Milieu hervorragend dazu passen. Dadurch könnte sich langsam ein Gegenpol zur tristen Umgebung der Zeil entwickeln. Ein Highlight wäre beispielsweise, wenn eines dieser Gebäude einen Galeries Lafayette, ein KaDeWe oder ein ähnliches hochwertiges Kaufhaus beherbergen würde.

  • Deine Wünsche werden voraussichtlich erfüllt. Geplant ist eine Markthalle, freilich öffentlich zugänglich (hr). Dafür anbieten dürfte sich die ehemalige Bank-Schalterhalle in der Kaiserstraße 30 (Foto | Foto). An Plänen für ein Hotel wird festgehalten, was für weitere Belebung sorgen wird. Darüber hinaus dürfte einiges an Gastronomie und etwas weiterer Einzelhandel gesetzt sein.


    Mit "Gloria" steht der Name des Hochhausprojekts nun fest, schreibt heute die Immobilien-Zeitung. Bekanntlich nimmt der Name Bezug auf das Kino "Gloria-Palast", das sich von 1927 bis 1981 in der Kaiserstraße 28 befand, dem Gebäude an der Ecke zur Neuen Mainzer Straße ohne Denkmalschutz.


    Die IZ nennt die Jahre 2026 für den Baubeginn und 2030 für die Fertigstellung.

  • Ich bin zwiegespalten und ehrlich gesagt auch ein wenig enttäuscht.


    Das untere Viertel ist beeindruckend, klar es war so vorgegeben, aber es tatsächlich in einer ausgearbeiteten Visualisierung zu sehen ist schon nochmal etwas anderes. Das wird auch live ein Hingucker sein. Allein aus statischer Sicht, das spielt in meinen Augen in einer Liga mit dem neuen Headquarter von JPMorgan Chase in New York.


    Auch dass sich die im wahrsten Sinne Vorhangfassade an der Kreuzung bis aufs Straßenniveau zieht gefällt mir. Das wird polarisieren, weil der Kontrast zu den beiden alten Nachbarn brutal wirken wird, aber das hat was.


    Und dann war es das für mich aber auch schon.


    Den Mittelteil finde ich sehr uninspiriert, auch wenn sich innen Grünwände andeuten, aber die wird man tagsüber vmtl. kaum erkennen. ich finde die Fassade würde da mehr Struktur vertragen. Es wirkt auf mich nicht übermäßig hochwertig wenn ich ehrlich bin.


    Und zum Schluss die "Krone" auch die finde ich eher halbherzig und nicht sonderlich elegant. Mit den unterschiedlichen Höhen sogar ein bisschen plump.


    Alles in Allem finde ich, hat man aus den sehr anspruchsvollen Vorgaben und der daraus folgenden Wahnsinnsmöglichkeit zu wenig rausgeholt.


    Ordentlich, aber kein neuer Messeturm.



    Cyrus finde ich auf den ersten Blick minimal besser, da dürfte die Spitze und der Fuß aber ein bisschen dramatischer gestaltet werden.

  • Abgesehen von den Sektflöten beim obigen Abschluss finde ich den Entwurf auf dem Papier ästhetisch überragend. Gerade der Olivetti-Sockel ist deutlich ansprechender als ich es mir erträumt hatte. Die Ähnlichkeit zur Taunusturm-Fassade stört mich wenig, da ich die sehr gelungen finde, wirkt sehr glatt.

  • Ich bin wirklich angetan von dem Entwurf. Sowohl die Streben an der Fassade im Sockelbereich, als auch an der Spitze (Tulpen) erinnern mich etwas an das alte World Trade Center. Und wenn der Sockel mit Markthalle und ggf. noch mehr Gastro oder Einzelhandel belebt wird, kann das echt eine nette und belebte Ecke sein. Ich freue mich drauf.

  • Puh, die Katze ist aus dem Sack. Da haben wir ja so früh im Jahr schon ein Highlight. Ich finde die Gesamtwirkung des Turms ästhetisch sehr gelungen. Auch der Dachabschluss hat für mich seinen Reitz. Die - ich nenne es mal - Ornamentik im oberen Bereich, erinnert mich wiederum ganz entfernt an das vergangene World Trade Center. Was mir auf den ersten Blick nicht so gut gefällt (kann sich aber noch ändern, wenn man das auf anderen Bildern mal genauer sieht), ist der Übergang in den Sockel. Ich hätte, glaube ich, eine optische Abgrenzung besser gefunden, aber vielleicht überzeugt das auf den Zweiten Blick. Geht es nur mir so? > Ich finde auf den Perspektiven der Bilder wirkt es, als sei die gestattete Höhe nicht ganz ausgenutzt worden. Täuscht vielleicht aber auch.


    Edit: Witzig, die Assoziation WTC haben wir unabhängig voneinander wohl gleichzeitig hier eingetippt... Schiffsjunge

  • …. Ich bin ehrlich gesagt etwas überrascht. Auf eine solche Gestaltung war ich nicht gefasst. Die Lisenen erinnern mich sehr an das alte WTC in New York:

    http://www.axxio.net/highrise/NewYork/wtc/beispiel-wtc.htm

    … nur weniger elegant. Dadurch, dass die Lisenen sich pro Segment nur dreimal auffächern wirkt es sehr orientalisch. Vielleicht wäre es besser gewesen hier einen kleineren Maßstab zu wählen, sodaß sich die Auffächerung doppelt so oft ergibt und dadurch auch etwas dezenter daherkommt.

    Auch sonst sehe ich eine zu Große gestalterische Nähe zum Nachbarn links was besonders bei der Fernwirkung auffallen wird.



    ... Alle drei zugleich die selbe Anmutung, das lässt keinen Zweifel mehr zu ... ;)

    Einmal editiert, zuletzt von Camondo ()

  • Teilnehmer waren:


    • Henning Larsen Architects (1.Platz)
    • Dietz Joppien Hammerschmidt (AGN), (2.Platz)
    • 3XN (3.Platz)
    • Cyrus Architekten (Anerkennung)
    • Snøhetta
    • Studio Gang
    • Holger Meyer Architektur
    • Kleihues + Kleihues
    • MVRDV
    • Gensler


    Modellbilder im sehr interessanten Stadtmodell kommen gleich, später folgend alle Tafeln. Die drei Preisträger erhalten einen eigenen Beitrag.


    Insgesamt ein spannender Wettbewerb mit überraschenden Ergebnissen, denn nicht jeder Entwurf beginnt unten schmal oder weitet sich auf die volle Fläche in 60 m Höhe. Höhen gab es bis 211 m. Die Liste der internationalen Teilnehmer ist tatsächlich eine von Who's who, die zumeist aber nicht so interessant geliefert haben, bzw. nicht so aufregend wie erwartet, was mich vor allem bei Gensler doch arg gewundert hat.


    Danke an die Auslober Tishman Speyer, Commerz Real, die Stadt Frankfurt (Planungsdezernat) und alle Architekten, Visualisierer usw. für die Ausstellung, Tafeln und vielen Informationen, das vorab.


    Der Preisträger als Modell im Stadtmodell (HHRP 24):


    model01.jpg


    Bild: https://i.ibb.co/s98f8sHw/model02.jpg Bild: https://i.ibb.co/C3vMsSb5/model03.jpg Bild: https://i.ibb.co/ZzFMQJFG/model04.jpg


    Bild: https://i.ibb.co/5WLTNBjk/model05.jpg Bild: https://i.ibb.co/5h0GvLmx/model06.jpg Bild: https://i.ibb.co/zK1GRyH/model07.jpg


    Bild: https://i.ibb.co/ccyFYkPZ/model08.jpg Bild: https://i.ibb.co/ZRd8Y5S6/model09.jpg Bild: https://i.ibb.co/v4s6mPJj/model10.jpg


    Bild: https://i.ibb.co/P0PRsGC/model11.jpg Bild: https://i.ibb.co/pjjc1T86/model12.jpg

    2 Mal editiert, zuletzt von Adama ()

  • Schautafeln und Co von den 3 Preisträgern.

    Bilder, Schautafeln von den jeweils genannten Architekturbüros, Visualisierer werden soweit bekannt nachgetragen.


    Henning Larsen Architects, 1 Platz:


    806953-Gloria-project-Frankfurt-View-01.webp



    806953-Gloria-project-Frankfurt-View-02.webp





    Bild: https://i.ibb.co/JWh2MwYw/henning01.jpg Bild: https://i.ibb.co/vncg3hf/henning02.jpg Bild: https://i.ibb.co/9mft6Try/henning03.jpg


    Bild: https://i.ibb.co/wtNvLF1/henning04.jpg Bild: https://i.ibb.co/qFj9MzJv/henning05.jpg Bild: https://i.ibb.co/ccnMtC8c/henning06.jpg


    Bild: https://i.ibb.co/v6sv5dhv/henning07.jpg Bild: https://i.ibb.co/8tM1y8k/henning08.jpg




    Dietz Joppien Hammerschmidt (AGN), 2. Platz (auch ein sehr guter Entwurf!),

    Visualisierungen innen: bloomimages Visualisierungen außen: D J H architekten:


    csm-02-Aerial-Gloria-Tower-005b-Kopie-3-c-bloomimages-Individuell-b372dc4b15.jpg



    Bild: https://i.ibb.co/3mnc9py7/01-Kaiserstrasse-Gloria-Tower-009-c-bloomimages-Individuell.jpg Bild: https://i.ibb.co/dJBgB82V/Innenraum-Gloria-c-DJH-Individuell.jpg Bild: https://i.ibb.co/5h9Vc1Nr/01-Kaiserstrasse-Gloria-Tower-Lobby-c-bloomimages-Individuell.jpg


    Bild: https://i.ibb.co/WNLYZp33/01-Kaiserstrasse-Gloria-Tower-011-c-bloomimages-Individuell.jpg  Bild: https://i.ibb.co/qLy0J6XK/joppien07.jpg Bild: https://i.ibb.co/hJkfJQDN/10-Nutzungen-Individuell.jpg


    Bild: https://i.ibb.co/kV96qtWv/joppien01.jpg Bild: https://i.ibb.co/j9hYVFSJ/joppien02.jpg Bild: https://i.ibb.co/8n8rBYnS/joppien03.jpg




    3XN, 3. Platz:


    3xn01.jpg


    Bild: https://i.ibb.co/KpnKHY4S/3xn02.jpg Bild: https://i.ibb.co/YTwwP6bj/3xn03.jpg


    Bild: https://i.ibb.co/Rkk29WZF/3xn04.jpg Bild: https://i.ibb.co/rG10kG5b/3xn05.jpg



    12 Mal editiert, zuletzt von Adama ()

  • Zumindest erstmal ein Bild der anderen Teilnehmer hier im Thema, restliche Schautafeln und Modelle morgen.

    Danke für die Geduld.


    Cyrus Architekten (Anerkennung), Visualisierung: Luminousfields:


    455-Gloria-luminousfields-cyrus-architekten-03.jpg


    Bild: https://i.ibb.co/HWvQ1Dj/1739877749852.jpg Bild: https://i.ibb.co/xqxwM2Zw/1739877750147.jpg Bild: https://i.ibb.co/03vG9vF/1739877751573.jpg


    Bild: https://i.ibb.co/zW91xgH3/cyrus01.jpg Bild: https://i.ibb.co/MD3NNDMk/cyrus02.jpg Bild: https://i.ibb.co/Fb2pc2yG/cyrus03.jpg



    Snøhetta:


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    Bild: https://i.ibb.co/bMs1kJ2C/sonetta02.jpg Bild: https://i.ibb.co/Pz9bxMgt/sonetta03.jpg



    Studio Gang:


    gang01.jpg


    Bild: https://i.ibb.co/G4xLCNDS/gang02.jpg Bild: https://i.ibb.co/LhSp9br4/gang03.jpg



    Holger Meyer Architektur:


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    Bild: https://i.ibb.co/LD1w1fWb/hmeyer02.jpg Bild: https://i.ibb.co/DDRKX7Q1/hmeyer03.jpg


    Kleihues + Kleihues:


    kleihues01.jpg


    Bild: https://i.ibb.co/m5Mv07w0/kleihues02.jpg Bild: https://i.ibb.co/Df8w0HR3/kleihues03.jpg



    MVRDV:


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    Bild: https://i.ibb.co/Qvdnjt3b/mvrdv02.jpg Bild: https://i.ibb.co/d01nssJt/mvrdv03.jpg




    Gensler:


    gensler01.jpg


    Bild: https://i.ibb.co/SwRcD9qD/gensler02.jpg



    ________________________________________


    Mein Urteil zum Platz 1:


    PK: Für mich einer der besten Entwürfe (Platz 2 finde ich aber auch gut, ebenso wie den Cyrus Entwurf). Wo ich Verbesserungspotential sehe, ist die Krone, das ist mir etwas zu unausgegoren, etwas zu unruhig (nicht von der Fassade, es geht mir hier um das Auslaufen der 4 Kubaturen des Hochhauskörpers). Eine Spitze/Schräge wie bei Platz 2 oder evtl. ein leichtes Verjüngen nach oben hingegen wäre aufregender, etwas dramatischer und ikonischer. Hingegen ist der 1. platzierte Entwurf sehr durchdacht, was die unteren Geschosse und die Implementierung der Altbauten angeht. Der Kern geht raffiniert in 4 Bauteile über, die sich aber nach unterschiedlichen Höhen und Versätzen nach oben verbreitern. Und dann noch der Fluss der Fassade (WTC Style) nach ganz unten auf der Süd,- und Ostseite ... wunderbar. (Aber auch Platz 2 hat das SEHR gut gelöst.). Was mir auch gut gefällt, ist die starke Betonung der Vertikale. Ein wenig Naturstein hier und da wäre noch fein gewesen, aber gut.

    Holger Meyers Entwurf hat etwas, wirkt sehr dominierend, an anderer Stelle gerne. Kleihues+Kleihues ist eigentlich auch nicht schlecht, aber nicht für diese Stelle. Kleihues tut mir fast ein wenig leid, weil dieses Büro durchweg passable, wenn nicht sogar sehr gute Entwürfe für Frankfurt liefert, aber irgendwie nie zum Zug kommt. Polizeipräsidium z.B. mit einem wirklich sehr gutem Entwurf (2.Platz).

    7 Mal editiert, zuletzt von Adama () aus folgendem Grund: Neue Tafeln usw. eingefügt.

  • Die bisher nachgelisteten Entwürfe haben das Schrägdach des Taunusturms gespiegelt, was zumindest in den Visualisierungen einen schönen Bezug herstellt. Die Spitze des ansonsten überzeugenden Siegerentwurfs würde damit noch weiter gewinnen...

  • Rein optisch ein verdienter erster Platz. Dietz Joppien Hammerschmidt hat auch was, kommt aber im Vergleich zu brachial rüber. Alle anderen Entwürfe fallen im Vergleich zu den Plätzen 1 und 2 massiv ab.

  • Für mein Empfinden hat der richtige Wettbewerbsbeitrag das Rennen gemacht. Die Betonung der Vertikalen insgesamt, aber auch das Auslaufen eben jener Linien in den „Trichter“ - der gerade aus Richtung Kaiserstraße spektakulär wirken könnte.

    Andererseits die Gestaltung des Neubaus im Sockelbereich, wo die Linien wie ein zurückgeraffter Vorhang wirken. Chic. Die Rücksprünge und Auskragungen des Hochhauskörpers könnten diesen in der Realität noch etwas weniger „einheitlich“ wirken lassen, als er auf den Renderings erscheint, ohne jedoch zu viel Unruhe in das Gesamtbild zu bringen - was ich einigen anderen Entwürfen unterstellen möchte.


    Mich wundert, dass die Besonderheit „Hochhaus erwächst aus Blockrand“, die ja zuvor schon gerne als „Bleistift“ kommuniziert wurde, von einigen Büro recht lieblos wirkend umgesetzt wurde bzw. nicht als Eyecatcher genutzt wurde, wie es eben bei Henning Larsen der Fall ist. Zugegeben, den Dachabschluss von Dietz Joppien finde ich sehr gut, je nach Blickrichtung verlängert oder spiegelt er den Abschluss des TaunusTurm. Zum Entwurf von Henning Larsen wiederum würde er für mich nicht passen. Positives kann ich auch dem Beitrag von Cyrus abgewinnen - im oberen Bereich. Die wabenartige Gestaltung der Hochhausfassade, das Anschneiden der Ecken, der schräge Dachabschluss. Dagegen wirkt auch hier der Übergang in den Sockel auf der hier gezeigten Visualisierung weniger inspiriert.


    Die meisten der anderen Wettbewerbsbeiträge wirken auf mich - zumindest im Vergleich - deutlich weniger ausgegoren, teils als wären es frühe Entwürfe, denen im Vergleich zum Sieger noch der Feinschliff fehlt.


    Ich freue mich auf diesen Neuzugang, kann die Jury-Entscheidung nachvollziehen und drücke die Daumen, dass wir hier eine reibungslose, zeitnahe Umsetzung ohne „Abspecken“ erleben.


    Wichtige Ergänzung: Vielen Dank an dich, Adama für die schnelle Berichterstattung, die uns hier die Einordnung überhaupt ermöglicht.

    Einmal editiert, zuletzt von Micha81 () aus folgendem Grund: Dank an Adama ergänzt.

  • Danke für die tolle Zusammenstellung Adama


    Platz 1 gefällt mir von der Optik auch am besten. Vor allem die Betonung der Vertikalen. Diese ist bei Platz 2 ebenfalls schön herausgearbeitet, allerdings nicht die Bleistiftform. Das ist bei Larsen wirklich sehr schön gelöst, ebenso die fließenden Formen der Fassade und Lisenen vom Sockel über den Schaft bis zur Krone. Von der Kaiserstrasse mit den Bäumen im Vordergrund, die das Sockelgebäude aus dieser Richtung (zumindest im Sommer) verdecken, sieht es aus als würde der Bleistift am Boden zu einem Punkt zusammenlaufen. Sehr schön! Bei Platz 3 ist die Vertikalität vorhanden, wenn auch weniger ausgearbeitet, die Bleistiftform erkennbar, aber das Sockelgebäude arg uninspiriert.


    Ganz interessant: Die Gründung des Gebäudes wird bis zu 100 Meter in die Tiefe reichen was die Grenzen der Machbarkeit darstellt. So steht es heute in der FAZ, die natürlich auch über das Wettbewerbsergebnis berichtet.

  • Fassade und Dachabschluss des Siegers ist ganz nice geworden mit den Bögen. Wobei mir diese versetzten platten Boxen aber nicht so richtig zusagen wollen. Die Schrägen bzw Verjüngungen bei einigen anderen Entwürfen find ich dann doch eleganter.

    Was aber überhaupt nicht geht ist der Umgang mit dem Sockel. Kubatur hat beim Sieger zwar durchaus Potenzial, aber dort einfach die Hochhausfassade weiterzuführen war definitiv die schlechteste Entscheidung. Maximaler Kontrast so dass auch eine der letzten noch halbwegs von Altbauten dominierten Ecken der Innenstadt ihr Gesicht verliert. Die beiden zu erhaltenen Gebäude können überhaupt kein Ensemble mehr bilden sondern sind aus jeglicher Perspektive zu Solitären degradiert. Ich wusste schon warum ich an dieser Stelle niemals ein Hochhaus befürworten konnte. Da ist es auch kein Trost dass die anderen Entwürfe das sogar noch schlechter gemacht haben.

  • Je mehr man sich mit dem erstplatzierten Entwurf befasst, desto mehr beeindrucken sowohl die gestalterischen Details als auch die Ausarbeitungstiefe. Kein anderer Beitrag geht mit dem gründerzeitlichen Bestand respektvoller und schonender um. Ansprechend aus meiner Sicht ist die Andeutung eines Mansarddachs ab Traufhöhe des Bestands. Ich erwarte, dass das aus Fußgängerperspektive sehr gut aussehen wird; ebenso die Hochhaus-Fassade auf Gehweghöhe, die ein ausgewogenes Verhältnis von Offen- und Geschlossenheit verspricht. Nicht zuletzt ist die Markthalle eine grandiose Idee. Eine vorteilhaftere Nutzung der alten Schalterhalle und der an die Gallusanlage grenzenden Fläche kann man sich kaum vorstellen.


    Die Ausbildung von vier geschmeidig aufgehenden Strängen im Hochhauskörper überzeugt. Zumal sich diese funktional in den Hochhaus-Grundrissen widerspiegeln und im oberen Abschluss buchstäblich ihr Ende finden. Die Krone wirkt damit schlüssig. Die Ausbildung von Schrägen (wo keine Dachterrasse vorgesehen ist) als Referenz des benachbarten Taunusturms könnte aber tatsächlich zur Kirsche auf der Torte werden. Doch ist die Planung noch in einer frühen Phase. Es wird eine Überarbeitung geben, wie sich aus dem von Ahligator erwähnten, mittlerweile online verfügbaren FAZ-Artikel ergibt.


    Ist euch das Logo etwa auf diesem Poster aufgefallen? Es dürfte Bezug nehmen auf das damals an der Ecke Kaiser/NMS angebrachte Signet des Kinos und wahrscheinlich war dieses zugleich Inspiration für die Gestaltung der Hochhausfassade.


    Der zweitplatzierte Entwurf spricht mich dagegen überhaupt nicht an. Die Auskragungen des Hochhauskörpers über dem gründerzeitlichen Bestand wirken so, als ob dieser jederzeit zerquetscht werden könnte. Und das aus nahezu jeder Perspektive. Plump und rücksichtlos.


    Für die großartige Aufbereitung der Wettbewerbsergebnisse auch von meiner Seite tausend Dank an Adama.