Schildergasse und Hohe Straße

  • Der Niedergang von Hohe Straße und Schildergasse wurde ja schon viel beschrieben - und in in der Tat gibt vor allem die Hohe Str, derzeit kein gutes Bild ab.


    Es gibt aber mehrere Projekte, die Hoffnung auf Besserung und Aufwertung machen - die man gerne hier sammeln kann. Ich mache hier mal den Anfang mit einem geplanten Projekt von Peek&Cloppenburg.

    JC Real Estate (JC = James Cloppenburg) ist bereits seit 15 Jahren im Besitz des leerstehenden und zur Cäcilienstr. hin gelegenen Lederwarenhaus Voegels, welches an das P&C-Gebäude grenzt.
    Das alte Lederwarenhaus Voegels soll nach Plänen von JC Real Estate abgerissen und durch einen bis zu 100 Mio. Euro teuren Neubau ersetzt werden, der in Holzbauweise errichtet werden soll. Hier befinde man sich in enger Abstimmung mit Architekt Renzo Piano, der auch das P&C Weltstadthaus entworfen hat.

    Das neue Haus soll einen Mix aus Büros und Gastronomie mit Dachgarten beherbergen - aber auch eine Multifunktionshalle von ca. 300 m² und evtl. eine Kita aufnehmen. Das Obergeschoss des bestehenden Hauses soll der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Dies ist bisher aus Brandschutzgründen nicht möglich.


    https://www.ksta.de/koeln/koel…rosse-veraenderung-754182


    Das liest sich doch gut - und lässt - zusammen mit den anderen geplanten (und schon in der Umsetzung befindlichen) Projekten in Schildergasse und Hohe Straße Hoffnung auf eine qualitative Aufwertung aufkommen.

  • Bereits am 24.02 hat der Kölner Stadt-Anzeiger (Bezahlschranke) über einige Sanierungs- uns Neubauprojekte in der Hohen Straße berichtet, die bereits im thread "Sonstige Projekte" verlinkt wurden. (#1004 ff.)


    Noch nicht geteilt wurde die Artikel-Meldung zur Ecke Hohe Straße/ In der Höhle:


    hohe.jpg


    Hier soll in einem Rutsch der gesamte Riegel "saniert und architektonisch angepasst" werden. Eine Visualisierung oder konkrete Planung steht noch aus, aber mit dem bereits sanierten UNIQLO-Gebäude (rechts) und der Interims-Zentralbilbiothek (links) würde die Ecke enorm aufgewertet werden.

  • Ich finde es gut. Nun gibt es endlich die Möglichkeit diese unansehnliche Ecke zu verändern. 🙏🏻

  • Ab 2027 steht die nächste große Veränderung in der Innenstadt an.

    Dann verlässt der Media Markt eines der größten Gebäude an der Hohe Straße.

    Das Haus Nr. 121-131, bis 1999 eine Kaufhalle, wird dann komplett umgebaut und umgenutzt.

    Statt eines Warenhauses soll es künftig eine Mischnutzung aus Gewerbe, Büros und Wohnungen geben.


    Informationen aus dem Kölner Stadt-Anzeiger:


    Umbau in Kölner City: Mietvertrag mit dem Mediamarkt auf Hohe Straße läuft aus (msn.com)


    Bild: koln-media-markt-hohe-strasse-1024x768.jpg.webp (1024×768) (codata.eu)

  • Ich bin am Samstag seit längerer Zeit und weil es leider unvermeidbar war - durch die Hohe Straße gelaufen. Es ist einfach nun schlimm wie runtergekommen die Straße ist - vom baulichen Zustand der Straße selbst, der Gebäude, vom Besatz und - sorry - leider auch vom Publikum!

    Es ist zwar schön zu hören, dass von den Eigentümern (im Wesentlichen das Erzbistum) zunehmend in die dringende Sanierung und Erneuerung der Gebäude investiert wird (Stadtbibliotheksinterim), aber m.E. sollte ein Generalplan Hohe Straße aufgestellt werden. Die Straße sollte mind. drei Jahre gesperrt werden, in denen alle Gebäudesanierungen, inkl. Sanierung des öffentlichen Raums erfolgen sollte. Sonst ist das Trading-down nicht weiter aufzuhalten.


    Wer hätte dazu den Mut?

  • Benevolo Nun - eine mehrjährige Komplettsperrung wird mit Sicherheit nicht erfogen.

    Auch ich bin kürzlich durch die Hohe Str. gelaufen und war erschrocken. Ja... heruntergekommene Bausubstanz, Billigläden, Leerstände...

    Dennoch sehe ich es nicht so pessimistisch. Viele Leerstände sind dem nahen Umbau/Abriss geschuldet - ebenso wie die vielen Billigläden, die meist nur kurzfristige Mietverträge haben, da vermutlich auch diese Objekte vor einem Umbruch stehen.
    Es sind wirklich viele Um-/Neubauten geplant, durchaus in ansprechender architektonischer Qualität. Das Dom-Hotel wird Ende des Jahres hoffentlich fetiggestellt und die Bauarbeiten zum Laurenzquartier gehen hoffentlich bald weiter. Da auch eine Neubebauung zwischen Laurenzcarrée/Hohe Str. bevorsteht, wird auch hier eine qualitätvolle Verbindung entsteht, wo heute noch Hinterhofcharakter herrscht.


    Die neuen Objekten haben eigentlich durchgängig eine Mischnutzung geplant (Geschäfte/Gastro im EG, evtl. noch 1. OG - Büronutzung - Wohnen). Ich denke nicht, dass in diese dann sicherlich teureren Objekte dann wieder Billigläden einziehen werden/ -bzw. sollen.

    Ich bin also durchaus eher optimistisch. Auch wenn mir bewusst ist, dass es einige Jahre dauern wird, bis alles umgesetzt wird.

  • Citysurfer


    Die Gebäudesanierung ist das eine, da ist eine Tendenz zu Investitionen zu erkennen. Auch wenn es immer weniger Handelsnutzungen geben wird und die 25 Dachterrasse wird auch nicht mehr tragfähig sein. Was mir noch mehr Sorge macht, und das erwähne ich seit Jahren ist der zustand der Straße selbst. Gut, es quälen sich anhaltend solche Menschenmassen durch die Straße (obwohl auch die in den letzten Jahren spürbar weniger geworden sind), dass man den katastrophalen Zustand des Belags überhaupt nicht mehr sieht. Der ist sowas von "abgefuckt" (sorry für den brachialen Ausdruck) - es ist schlimm und wie will man das in einer so engen, überrannten Straße in den Griff kriegen? Wegsehen? einfach Seinlassen?

  • Citysurfer


    Die Gebäudesanierung ist das eine, da ist eine Tendenz zu Investitionen zu erkennen. Auch wenn es immer weniger Handelsnutzungen geben wird und die 25 Dachterrasse wird auch nicht mehr tragfähig sein. Was mir noch mehr Sorge macht, und das erwähne ich seit Jahren ist der zustand der Straße selbst. Gut, es quälen sich anhaltend solche Menschenmassen durch die Straße (obwohl auch die in den letzten Jahren spürbar weniger geworden sind), dass man den katastrophalen Zustand des Belags überhaupt nicht mehr sieht. Der ist sowas von "abgefuckt" (sorry für den brachialen Ausdruck) - es ist schlimm und wie will man das in einer so engen, überrannten Straße in den Griff kriegen? Wegsehen? einfach Seinlassen?

    Du findest den Belag "abgef....t" naja so schlimm finde ich es jetzt nicht. Da finde ich, hätten andere Straßen es in Köln dringender. Aber langfristig wäre eine Sanierung der gesamten Fußgängerzone trotzdem angebracht.

  • Benevolo Da in der Hohe Str. ja wirklich mehrere große Bauvorhaben anstehen, denke ich, dass eine Umgestaltung der Straße/Fußgängerzone erst dann ansteht, wenn zumindest ein größerer Teil dieser Bauvorhaben umgesetzt ist. Die einzelnen Projekte benötigen ja auch Baustelleneinrichtungen, die zumindest je einen Teil der Fußgängerzone in Beschlag nehmen werden.

  • Was ich sagen will - natürlich müssen die Gebäude erneuert werden - aber wie um alles in der Welt soll es jemals gelingen die eigentliche Straße zu sanieren? Das kann bei so einem Querschnitt nur über Sperrungen erfolgen.

  • Midstadt Köln


    Der Architekt Renzo Piano plant direkt neben seinem Weltstadthaus in der Kölner Innenstadt einen 50 Meter hohen Holz-Beton-Hybridturm.

    Dafür muss das seit Jahren leerstehende Gebäude von Lederwaren Voegels weichen.


    Der Turm soll neben Büros, einer Kindertagesstätte und einem Restaurant auch eine 300 Quadratmeter große Veranstaltungs- und Sporthalle beherbergen.

    Im Weltstadthaus wird in der obersten, bisher ungenutzten Etage ein großes Café einziehen.


    Spätestens 2028 soll mit dem Bau begonnen werden.

    Die unbestätigten Baukosten sollen bei rund 100 Millionen Euro liegen.


    Kölner Schildergasse: Neues 50-Meter-Hochhaus geplant | Kölner Stadt-Anzeiger

  • Der Midstad-Hochbau (50 Meter) könnte als "Twin Tower" zum benachbarten Telekom-Hochaus (55 Meter) zu sehen sein. Wenn er ein ansprechende Fassade erhält, dann wäre ich zufrieden und "stören" würde er an diesem Ort wohl niemanden.


    Der ganz große Gewinn liegt aus meiner Sicht in der damit endlich ermöglichten Nutzbarkeit der Kuppel des "Weltstadthauses" und der Schaffung eines Kölner "Belvedere", wie ich das einmal spontan nennen möchte, einer neuen Location in der Höhe für Veranstaltungen mit einem "One-Million-Dollar-View" über Köln.

  • Auch die Rückseite an der Richartzstraße wird sich stark verändern.


    hohe_strasse_render_7-1024x1024.jpg (1024×1024)


    Das ist das Gebäude mit der braunen Steinfassade.


    ssf_2208_RICHARTZ_01-1-2048x1463.jpg (2048×1463)


    Das 50er-Jahre-Gebäude im Vordergrund wurde vom Projektentwickler Art-Invest erworben.

    Es steht zwar unter Denkmalschutz, soll aber mittelfristig aufgewertet werden.

    Eine Aufstockung ist möglich.


    Hier gibt es weitere Infos + Visualisierungen des Innenhofes

    Hohe Straße 121-131 - Aachener Grund

  • Hier noch eine Ansicht aus der Fußgängerperspektive


    hohe_strasse_render_1-1024x1024.jpg (1024×1024)


    Etwas weiter in Richtung Dom ist derzeit die Stollwerk-Passage von innen eingerüstet.

    Die Maßnahme dient der Verschönerung des Gebäudes.

    Die Ladenlokale werden renoviert und eine neue Beleuchtung installiert.

    Die Trennung von den Altmietern (Roeckl, Eisdiele, JD-Sports) erfolgte einvernehmlich.

    Zwei Ladenlokale konnten bereits wieder vermietet werden, für das dritte seien die Gespräche weit fortgeschritten.

    Der Juwelier Wempe hat bereits 2022 ein großes Ladenlokal eröffnet.


    Quelle: Kölner-Stadt-Anzeiger


    Köln: Darum ist die Stollwerck-Passage eingerüstet ist | Kölner Stadt-Anzeiger


    Vom baldigen Interim der Stadtbibliothek in der Hohe Straße gibt es zwei neue Visualisierungen.

    Das Fassadenmaterial scheint jetzt aus matt glänzendem Aluminium in einem Grauton zu bestehen.

    Auch der Sockelbereich und die Ecke wurden verändert.


    470218908_1001543965345027_3548844576384043384_n.jpg (600×600)


    470202883_1001544142011676_7109463333609634195_n.jpg (600×600)


    Früher befand sich hier das Kaufhaus Merkur.


    9cbef05c00586d1191530b3782dd8d30 (400×415)

  • Aus der ursprünglichen Naturstein- bzw. Sichtbetonfassade wird dann wohl nichts. Sehr enttäuschend. Aluminumfassaden sind kalt und hässlich. Mal wieder eine vertane Chance zur nachhaltigen Aufwertung 🫤

  • ^

    Optisch hat das Gebäude durch die Änderungen nicht gewonnen.


    Erster Entwurf: ansicht-markante-ecke-zukunft@2x.jpg (1362×906)


    Die Kanten der Staffelgeschosse wurden geglättet und weisen nicht mehr die charakteristischen Knicke auf.

    Die großzügigen, leichten Eckfenster sind einer massiven Ecklisene gewichen, die im Erdgeschoss in einen schmalen Pfeiler mündet.

    Man hat versucht, diesen unglücklichen Übergang durch ein Gesims zu mildern. Wirkt trotzdem etwas merkwürdig.


    Und das Aluminium?


    Ich dachte auch, dass man bei der Neugestaltung der Hohe Straße von diesen ganzen Blechverkleidungen wegkommen wollte.

    Leider ist man hier wieder darauf zurückgekommen.

    Einmal editiert, zuletzt von tieko ()

  • Die Kritik dürfte nun obsolet sein, da der Entwurf zurückgenommen wurde.




    Mod: Bitte eine Quelle angeben.


    Die Quelle ist die Tatsache, dass die entsprechenden Beiträge sowohl auf der Facebook-Seite der Stadtbibliothek als auch beim Architekturbüro entfernt wurden, siehe Links in diesem Thread.

    Einmal editiert, zuletzt von Bergischer ()