Karstadt am Nordbad: Abriss & Neuentwicklung [im Bau]

  • Ganz so schnell wie sich das die Ariston Grundbesitz GmbH vorgestellt hat, geht es nun (zum Glück) doch nicht. Diese wollte bekanntlich ein Bürogebäude nach Plänen von Oliv Architekten für rd. 1.000 Mitarbeiter und 2.500 qm. Einzelhandel errichten. Zusammen mit BA und Planungsreferat wurde nun ein etwas umfangreicherer Anforderungskatalog erarbeitet.


    Vorgesehen sind nun neben Büroflächen auch Gastronomie, Kita, Einzelhandel, Vorplatz (wie bisher) und Markthalle, möglichst mehrgeschossig, divers nutzbare Grünflächen im Innenhof und auf dem Dach (2 qm. "Hof- oder Dachfläche mit Erholungsfunktion" pro geschaffenem Arbeitsplatz). Der Baumbestand soll erhalten bleiben. Über die Architektur soll ein Realisierungswettbewerb entscheiden, vorgegeben ist jedoch Blockrand.


    Die TG wird etwa 100 Anwohnerparkplätze umfassen, Kurzzeitparkplätze soll es auf Wunsch der Stadt - mal was neues - möglichst wenige geben.


    Abriss und Baufeldfreimachung laufen noch bis zum Herbst.


    https://www.sueddeutsche.de/mu…-nordbad-plaene-1.5282609


    Lage: https://www.google.de/maps/pla…3d48.1594862!4d11.5620872


    Ich hätte mir an dieser Stelle künftig entsprechend der Umgebung ein Walmdach gewünscht, aber das dürfte wohl mit der vorgesehenen, intensiven Dachnutzung zu stark konkurrieren.

  • Ausgeweidet trifft es aber ganz gut... Vor den Abrissarbeiten wurde alles, und zwar wirklich alles verwertbare an der Einrichtung abverkauft/ zum Verkauf angeboten, inklusive Kühllagerregalen, Aufzügen und Co.

  • Hinter dem Bauherrn, offiziell firmierend unter der "Ariston Grundbesitz GmbH & Co. 8. Beteiligungs KG", steht eine "BONO Schwabing GmbH & Co. KG", dessen Gesellschafterin u.a. die "BONO Verwaltungs GmbH" ist. Geschäftsführer dieser GmbH wiederum ist Stefan Pfender.


    Die Süddeutsche Zeitung lässt diesen nun zu Wort kommen. Darin beklagt er neben politischen Gängeleien der Ampel, dass die kreditgebende Bank eine gewisse Vorvermietungsquote sehen möchte (~ 50 %), die er seit Mitte 2023 nicht bieten kann. Zuletzt sei man dreimal in guten Gesprächen mit Mietern gewesen, doch dann hätten sich die Interessenten für ein anderes Objekt entschieden (ggf. u.a. Novartis, die letztlich im 'The Stack' gelandet sind). Nun hofft er, noch in diesem Jahr mit dem Bau fortfahren und das Gebäude 2027 fertigstellen zu können.


    Pfender steht auch hinter dem Projektentwickler "Metropolian" - bekannt für ein paar luxuriösere Bauvorhaben wie das Seitz-16 im Lehel oder das Ludwig in der Türkenstraße https://www.metropolian.de/.

    Und nicht zuletzt plant er das Hochhaus "Vertical Garden" am Arabellapark. Auch dort geht seit vielen Jahren nichts voran (B-Plan längst gesatzt), obwohl dort überwiegend Wohnraum vorgesehen ist (ironischerweise beginnt die Hammer AG derzeit mit dem Bau eines Bürogebäudes am FR mit dem Namen "Vertical Garden"... https://www.vertical-garden-munich.de/de/)


    Wenn ich mir anschaue, dass in der Stadt gerade einige solcher Büroobjekte ohne Vorvermietung entstehen, weckt das daher bei mir in Summe schon Zweifel, ob ein guter Teil des Problems hier nicht eher auf Seiten des Bauherrn liegt. Das Narrativ erinnert mich zumindest dezent an Christoph Gröner; aber hoffen wir das beste :)