Sanierung und Erweiterung Komische Oper (in Bau)

  • Ein Blick auf jeder Seite heute.


    Laut Bericht ( ^ ) , ist die Finanzierung für die ersten 2 Jahre " gesichert" .



    Höhe : Glinkastraße / Behrenstraße


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    Behrenstraße ⬇️


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    Höhe: Unter den Linden ⬇️

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  • Nachdem @Johannes_9065 den Strang wieder hochgeholt hat, möchte ich bei der geplanten Erneuerung des Areals nochmals darauf hinweisen, dass die Wiederherstellung einer gerade verlaufenden Straßenflucht in der Behrenstraße leider nicht richtig berücksichtigt wird. Im durchgeführten Wettbewerb hat die historische Bauflucht in der Behrenstraße keine Rolle gespielt. Zudem scheint es beim Siegerentwurf und auch bei den meisten anderen Entwürfen keine Rolle zu spielen, einen sauberen Anschluss an das benachbarte Hotel Westin Grand herzustellen. Dabei birgt diese Sanierung / Umbau / Neubau die große Chance, die städtebaulichen Fluchten wieder korrekt herzustellen und damit einen Beitrag zur Stadtreparatur in der Friedrichstadt zu leisten.


    https://www.google.de/maps/@52…yNi4xIKXMDSoASAFQAw%3D%3D


    Die Komische Oper steht etwa 2 Meter weiter im Straßenraum als das benachbarte Hotel Westin Grand. Ich vermute, dass das ursprüngliche Nachkriegsgebäude die städtebauliche Kante in der Behrenstraße korrekt übernommen hat. Doch dann hatte man die Idee, dieses Gebäude mit einem zusätzlichen "Schneewittchen-Sarg" zu umbauen. Die Folge war, dass die bauliche Kante etwa zwei Meter nach vorne in den Straßenraum gewandert ist.


    Es ist schon beachtlich, dass die Wettbewerbsorganisatoren kein Interesse zeigen, diese Umbauung wieder auf die ursprüngliche Flucht zurückzubauen. Der "Schneewittchen-Sarg" scheint ein Heilgtum zu sein, an dem nicht gerüttelt werden darf. Selbst wenn ein Umbau irgendwann kommen sollte, wird die Bauflucht in der Behrenstraße krumm und schief bleiben.

  • Dann hat man dieses Gebäude mit dem "Schweeewittchen-Sarg" umbaut, was dazu geführt hat, dass die bauliche Kante ein bis zwei Meter nach vorne gewandert ist.

    Das ist ein Irrtum, den wir, glaube ich, schon mal hatten: Nicht die Komische Oper ist zu weit nach vorne gerückt, sondern das (viel jüngere) Westin Grand zu weit nach hinten - und zwar um ca. fünf Meter. Ich vermute, man wollte Platz für die Vorfahrt schaffen.

  • ^ Ja, wir haben schon mal darüber gesprochen. Und ich störe mich immer noch daran!


    Wir können auch gerne das jüngere Westin Grand wieder nach vorne verschieben, wenn dieses in der Vergangenheit zu weit nach hinten gerückt worden ist. Aber leider steht eine Neuordnung des Westin Grand momentan nicht auf der Tagesordnung.


    Mir ist es am Ende egal, welche Bauflucht zuerst da gewesen ist. Es ist ein Bruch! Man soll die Neuordnung des Areals doch bitteschön dazu nutzen, diesen Bruch zu beheben.

  • ^


    Wie auf Google Maps gut zu erkennen ist, steht die Komische Oper korrekt in der historischen Straßenflucht (der Behrenstraße) . Würdest du hier nun anpassen, ständen halt zwei Gebäude der Straße nicht mehr "korrekt". Ist es das was dir vorschwebt?


    d.

  • ^ Du argumentierst, dass dann Komische Oper und Westin Grand - also beide Gebäude - nicht mehr korrekt ständen. Ich interpretiere es allerdings so, dass dann zwischen Glinkastraße und Friedrichstraße eine zurückgesetzte, aber einheitliche Kante entstehen würde. Dann gäbe es keinen Versatz mehr zwischen Oper und Hotel, sondern jeweils einen Versatz an den beiden Querstraßen (Glinkastraße und Friedrichstraße). Und das wäre die bessere Lösung, weil dies weniger auffallen würde. Im Gegensatz dazu wirkt die aktuelle Situation sehr unharmonisch.

  • ^ Ach, der Versatz stört mich an dieser Stelle nicht so sehr. An sauber gezogenen Blockrändern mangelt es der Ecke ja nicht. Mich stört eher, dass die Freifläche zwischen Hotel-Auffahrt und Oper den Charme einer Hinterhof-Zufahrt versprüht. Das Hotel könnte da einiges machen, wenn es eine Terrasse mit Café oder Restaurant bauen und ein wenig Grün pflanzen würde.


    Städtebaulich finde ich diesen Abschnitt der Behrenstraße übrigens reizvoll: Man hat auf kleiner Fläche ein direktes Nebeneinander von Kaiserzeit-Historismus, Ost-Moderne, DDR-Historismus und Nachwende-Moderne. Architektonische Abwechslung bei städtebaulich (nahezu) geschlossener Struktur. Hier geht Herrn Stimmanns Konzept gut auf.


    Wo ich Dir recht gebe: Der schmale Bürgersteig vor dem Haupteingang der Oper wirkt etwas gedrängt. Das liegt allerdings nicht an Nachkriegs-Umbauten, sondern war schon immer so. Das Haus, in das später die Komische Oper einzog, war ursprünglich ein Privattheater, das sich in den gegebenen Blockrand fügte – kein Repräsentationsgebäude mit großem Vorplatz wie das Schauspielhaus oder die Oper unter den Linden. Eine großzügige Freifläche vor dem Entrée hat es dort nie gegeben.

  • Städtebaulich finde ich diesen Abschnitt der Behrenstraße übrigens reizvoll: Man hat auf kleiner Fläche ein direktes Nebeneinander von Kaiserzeit-Historismus, Ost-Moderne, DDR-Historismus und Nachwende-Moderne. Architektonische Abwechslung bei städtebaulich (nahezu) geschlossener Struktur. Hier geht Herrn Stimmanns Konzept gut auf.

    Nur auf der südlichen Seite der Behrenstraße ist es ein ansprechender und geschlossener Straßenraum. Auf nördlicher Seite bezahlt man für die architektonische Abwechslung den Preis, dass der Straßenraum eben nicht geschlossen ist und über keinerlei Aufenthaltsqualität verfügt. Und das liegt nicht nur daran, dass die nördliche Seite gerade eine Baustelle darstellt, sondern das hier grundsätzliche Mägel vorliegen. Ein Mangel ist die bereits von dir erwähnte Versorgungszufahrt am Hotel.

  • Der grösste Bruch ist doch die Straße westlich neben der Oper, die es vor dem Krieg nicht gab. Hier sollte erwogen werden, die Vetbindung zu schließen und wenigstens teilweise zu überbauen. Aber Straßenrückbau ist ja so eine Sache ...