Stadtquartier Attilastraße / Röblingstraße (Marienhöfe) [in Planung]

  • Neues Stadtquartier Attilastraße / Röblingstraße (Marienhöfe)

    Wenn das Bauvorhaben startet, könnte evtl. auch über einen eigenen Thread nachgedacht werden, auch wenn aufgrund der nicht gerade innerstädischen Lage eher mit wenigen (Foto)Beiträgen und Updates zu rechnen ist. Daher reicht es m. E. (zunächst), die Info hier einzustellen.


    Im Süden Tempelhofs ist ein neues ca. 10 ha großes Stadtquartier geplant, das sich auf einem Gewerbegebiet zwischen Attilastraße, Röblingstraße und den S-Bahn-Gleisen erstreckt. Das müsste ungefähr dieses Gebiet sein:


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    Gebaut werden sollen 700 Wohnungen und eine Flüchtlingsunterkunft. Ebenfalls sind Flächen für für soziale Einrichtungen, gewerbliche Nutzung und u. a. ein Handwerkerhaus vorgesehen.


    Sehr viele Infos und einen Termin für den Bau gibt es noch nicht. Im August beginnt erstmal die Bürgerbeteiligung für das Projekt.


    Aufgrund der schieren Ausmaße des Projektes habe ich mir erlaubt doch mal ein Thread aufzumachen.

  • Ergänzung. Der Tagesspiegel hat einen Artikel (bzw. Newsletter) mit weiteren, etwas ausführlicheren Infos veröffentlicht.


    Das Planung übernimmt demnach das Berliner Büro Collignon-Architekten (auf deren Webseite ist das Projekt allerdings noch nicht vermerkt).

    Es werden ca. 20 Gebäude gebaut, je zur Hälfte Wohnungen und Gewerbe. Die Wohngebäude sollen im nördlichen Teil des Geländes entstehen. Auch größere Grün- und Erholungsflächen sind geplant.

    Neben der Flüchtlingsunterkunft wird ein Seniorenpflegeheim und eine Kita mit bis zu 60 Plätzen errichtet, aber wohl keine Schule. Zudem sollen öffentliche Fuß- und Radwege durch das neue Viertel angelegt werden.


    Generell sind die Planungen aber erst am Anfang.

  • Diese Art von Visualisierung, man findet sie immer wieder, treibt mir jedes mal erneut den Puls in ungesunde Höhen.

    Ich erwarte wirklich keine Auf-die-Fresse-Hyperrealitäts-Visus mit Graffiti an den Wänden und versifft-ungepflegten Grünanlagen im depressiven Novembergrau. Aber diese lieblichen, unscharfen Ringelreigenbildchen mit gemütlichem Licht und gelassener Sommerabendstimmung, gerahmt von Grün und blauem Himmel, sind wirklich unanständig.

  • Mal ein Eindruck vor Ort. Hier passiert noch nicht wirklich was. Ich bezweifle auch, dass das Baufeld bis an die Attilastraße im Süden reicht. Dort befinden sich ein großer Hellweg Baumarkt, ein Netto und weiteren Gewerbebauten, die nicht gerade den Eindruck machen, demnächst abgerissen zu werden. Oder die Planungen sind seeeehr langfristig.


    Weiter nördlich des Hellwegs, wo zwei langgestreckte Verladehallen stehen, könnte es schon eher losgehen. Dort sind zumindest erste bauvorbereitende Arbeiten erkennbar. Aber ein Bauschild oder sonstige konkrete Hinweise auf das Bauprojekt konnte ich nicht finden.


    Hellweg an der Attilastraße:


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    Hinten die beiden langen Verladehallen:


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    Ob der was mit dem BV zu tun hat?


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    Erdarbeiten:


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    Östlich der ehem. Verladehallen:


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    Blick vom Aldi-Parkplatz an der Röglingstraße Richtung Westen auf das Gelände:


    marienhoefe07.jpg

  • Da sich hier immer noch nichts tut und der Thread Gefahr läuft einzurosten, ;) hier eine kleine Meldung aus der Berliner Woche:


    Der Senat hat inzwischen die Änderung des Berliner Flächennutzungsplans in Tempelhof-Schöneberg beschlossen, was eine wichtige Entscheidung für die Umsetzung des gepanten Stadtquartiers Marienhöfe bedeutet.


    Um die Entwicklung des Quartiers zu ermöglichen, werden nach Abschluss der Änderung die gewerblichen Flächen als gemischte Baufläche im FNP dargestellt. Dadurch werden Flächen mit einem Potenzial von rund 800 Wohnungen vorbereitet. Später wird der aktualisierte FNP dann unter www.stadtentwicklung.berlinde/planen/fnp zur Verfügung gestellt.

  • Heute dazu noch eine kleine Meldung aus dem Tagesspiegel, leider hinter der Paywall.


    Am 6. Dezember wurde die Änderung des Flächennutzungsplans für das neue Stadtquartier beschlossen. Infos dazu auf berlin.de.


    Hier stellt das Land Berlin das Projekt vor.


    So soll die Aufteilung der Flächen aussehen:


    marienhoefe_gemischtezyczn.jpg


    Copyright: Stattbau GmbH


    Es gibt auch schon eine Bürgerinitiative dagegen, die u.a. Angst um ihre Parkplätze hat. Artikel dazu in der B.Z.


    Und das sind ein paar Visus der Architekten:


    Freiflächenkonzept:



    Wohngebäude am Anger:


    wohngebaudeamangerostdmcby.jpg


    Innovationszentrum:


    innovationszentrumtfc5m.jpg


    Verwaltungsgebäude:


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    Handwerkerhaus:


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    Büro und Schulungsgebäude:


    buroschulungsgebaudewvc40.jpg


    Copyright: Collignon Architektur

  • Auf dem Kern-Baugelände scheint bald Baufreiheit zu bestehen (leider nicht so richtig gute Sicht, aber ich wollte die Bilder trotzdem nicht vorenthalten)

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    Blick auf das südliche Ende an der Atillastraße, hier stand einst der Hellweg-Baumarkt, der mittlerweile abgerissen wurde.

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    Abgerissen werden derzeit die Bestandsbauten an der Attillastraße/Ecke Röblingstraße (hier war zuletzt die DEKRA drin). Ich bin mir allerdings nicht so recht sicher ob das nur Zufall ist, denn laut Übersichtsplan ist dieses Areal ja gar nicht Teil des Projekts Marienhöfe.

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    Quelle: meine Bilder

    Ein kleiner Nachtrag zum mittlerweile abgerissenen Hellweg-Baumarkt. Der hatte ja kurioserweise ein sehr kurzes Leben, noch 2008 war an gleicher Stelle nur eine wilde Brache, wie auf GoogleMaps gut zu sehen ist. So schnell schließt sich ein Kreis manchmal ;o)


    https://model2.de/img/10462/hellweg_2008gre7v.jpg

    Quelle: GoogleMaps


    [mod]Eingebundenes Google Maps Bild geurlt. Bitte die Richtlinien zum Einbinden von Bildern beachten. Danke. [/mod] [Isegrim]: Kein Problem grundsätzlich. Hatte ich aber bislang nirgends so gesehen, nicht mal in dem Thread hier zu Beginn.

    Einmal editiert, zuletzt von Isegrim ()

  • Die Senatskanzlei hat heute eine recht ausführliche Pressemitteilung zum Gelände veröffentlicht:

    Im Rahmen der Senatskommission Wohnungsbau konnte ein großes Wohnungsbauprojekt in Tempelhof-Schöneberg maßgeblich vorangebracht werden. An der Attila-/Röblingstraße im Ortsteil Tempelhof plant ein privater Eigentümer den Bau von rund 900 Wohnungen, davon 260 gefördert, eine Unterkunft für Geflüchtete (MUF) mit ca. 300 Plätzen, eine Kita mit ca. 75 Plätzen, eine Unterkunft für Seniorinnen und Senioren sowie ca. 90.000 m² gewerblich genutzte Flächen – u.a. ein Handwerkerhaus für kleine und mittelständische Unternehmen. Das Projekt soll voraussichtlich bis zum März 2026 fertiggestellt werden.

    Der zügige Beginn der Arbeiten war gefährdet, weil nach der erfolgreichen Umsiedlung vor Ort ansässiger Zauneidechsen in ein Ersatzhabitat im Land Brandenburg im Herbst letzten Jahres weitere Tiere der Population auf dem Grundstück gefunden wurden. Dadurch befürchtete Verzögerungen der Baufertigstellung und Verluste der bereits bewilligten Fördermittel konnten durch eine intensive Abstimmung zwischen den beteiligten Verwaltungen abgewendet werden – die Tiere wurden auf eine Fläche im Umfeld des bereits bestehenden Ersatzhabitats umgesiedelt. Erste Bauvorbereitungen für das Quartier sind im zweiten Quartal dieses Jahres geplant.


    Vollständig hier:

    https://www.berlin.de/rbmskzl/…ssemitteilung.1308991.php