Hochhausprojekte und Hochhäuser in Berlin - Probleme, Meinungen, Sonstiges

  • Ich gebe Alexsb im Grunde recht.


    1. Die beiden im Bau befindlichen Türme sind etwas langweilig aber nicht schlecht.

    2. Durch die Baufelder, die noch im Dornröschenschlaf liegen, besteht durchaus eine realistische Chance, dass dort die Türme höher werden. DDR Nostalgiker, die das Parkinn zum Maß aller Dinge am Platz erklären, werden bestimmt an Einfluss verlieren und haben es jetzt schon.

    3. Ich vermute, dass der Monarchturm mit 150m auf dem Keller irgendwann noch kommt und damit eine Höhendifferenzierung beginnt.

  • Leider bestätigt sie für mich die von mir hier vor Jahren geäußerte Befürchtung, dass sich alle neuen Hochhäuser bei ungefähr gleicher Höhe und alle aus irgendwelchen Sockelbauten herausragend, irgendwie sehr eintönig und gewollt ausmachen. ich hatte seinerzeit auf das Pariser Beispiel >Front de Seine< hingewiesen: https://www.parisfrontdeseine.…ge/pfds_immeubles_big.jpg


    Insbesondere wenn man da auch noch an die Fernwirkung denkt, wird das eher wie eine immens hohe Wand aussehen mit der Fernsehturmkugel drüber schwebend.

    Lieber Camondo,

    ich teile die Einschätzung, dass die Ausrichtung und Gleichförmigkeit der Baukörper ein unzufriedenstellendes Ensemble erzeugt, das Esprit vermissen lässt, weil die Hochhäuser angeordnet und gruppiert sind, als würden sie gelangweilt auf den Bus warten. Der mangelnden Dynamik lässt sich aber meiner Ansicht nach nicht nur mit größeren Höhen begegnen (mehr als 150m ohnehin unwahrscheinlich), sondern es ist vor allem das Fehlen der wohl wichtigsten Komponente des einstigen Kolhoff-Masterplans, nämlich das geplante HH auf dem Gelände des "Memi". Das stünde nämlich an der angeschrägten Memhardstraße und somit etwas eingedreht als willkommene optische Erweiterung des Clusters nach links.


    Weil ich neugierig war, habe ich mit meinen bescheidenen Mitteln ein etwa 145m hohes Gebäude am Standort des Memi gezeichnet. Kriterien waren, dass es sich an der Memhardstraße ausrichtet, vom Umfang bzw. der Bruttogeschossfläche nicht stark von den anderen HH abweicht und gläsern und modern ausschaut. Stahl und Glas sollten dominieren, um dem ParkInn einen modernes Geschwisterchen zu spendieren, damit der Cluster nicht zu "schwer" wird.


    Alex-edit.gif

    Link zum non-animierten Originalbild / Copyright SIGNA Holding GmbH / Bearbeitung von mir, keine kommerzielle Nutzung

  • ^ … völlig d‘accord werter Berlinier 2.0 .

    Anstelle des Memi wären sogar zwei Hochhäuser vorstellbar oder eines sehr massiv dafür abgetreppt und sich nach oben hin verjüngend.. Und… ich gebe die Hoffnung noch nicht auf, dass anstelle des TLG-Riegels noch was gescheites entstehen kann, zumal wenn der Straßendurchbruch erfolgt. Der damalige Masterplan von Kolhoff war allerdings nur eine Massenverteilungsstudie, er wurde allerdings aufgrund seiner Detailhaftigkeit und ausgearbeiteten Fassaden, immer auch als bare Münze in der Umsetzung der Fassaden verstanden. Das war ein Irrtum und hat im Nachhinein zu vielen Mißverständnissen geführt. Wichtig ist, dass man jetzt wo das Kind noch nicht ganz in den Brunnen gefallen ist, die Fehler in der Entwicklung erkennt und gestalterisch gegensteuert.

  • Auch was den elend langen TLG-Riegel gegenüber vom Parkinn angeht... Da habe ich habe vor 3 Monaten mal ein paar e-mails mit Anfragen an die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und auch direkt an das Büro von Frau Kahlfeldt geschrieben. Weil in zwischen eineFirma https://aroundtown-service.de/de/

    dort großflächig Werbeplakate für Neuvermietungen in die Schaufenster der bereits ausgezogenen Mieter platziert.

    Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung teilte mir über ihre Pressestelle mit das

    "uns liegen keine Informationen zu dem grauen Gebäude in der Alexanderstraße vor. Die Bezirke sind für Abriss- und Baugenehmigungen zuständig"

    find ich schon merkwürdig als ob es die Senatsverwaltung nicht interessiert oder wieder einmal ein Zuständigkeits-pingponggespielt wird,

    und aus dem Büro von Frau Kahlfeldt gab es garkeine Antwort 0,0 Reaktion.

    Die obige Vermietungsfirma meinte nur das der Eigentümer des Riegels sie beauftragt habe nach Neumietern zu suchen, die wusste garnichts von einer Neubebauung des Gebietes dort. Scheint so als ob der Eigentümer kein echtes Interesse an einem schnellen Abriss und Neubebaung hat.

    Ich hoffe nur das durch die Verwaltungsreform endlich mal die Zuständigkeiten straffer und eindeutiger aufgeteilt werden.

  • Das stünde nämlich an der angeschrägten Memhardstraße und somit etwas eingedreht als willkommene optische Erweiterung des Clusters nach links.

    ...

    Weil ich neugierig war, habe ich mit meinen bescheidenen Mitteln ein etwa 145m hohes Gebäude am Standort des Memi gezeichnet.

    Bei deiner Hochhaus-Zeichnung hast du vermutlich Anleihe genommen an den beiden Doppeltürmen der Deutschen Bank in Frankfurt. .-)


    Meiner Meinung nach sollte ein Hochhaus an dieser Stelle unbedingt parallel zur Karl-Liebknecht-Straße gestellt sein. Dann würde man nämlich auf der Karl-Marx-Allee (ab Querstraße "Otto-Braun-Straße") direkt auf ein gerade stehendes Hochhaus zulaufen bzw. zufahren. Das wäre grandiose Stadtplanung. Würde das Hochhaus zur angeschrägten Memhardstraße ausgerichtet werden, würde dieser "Hochhaus-Effekt" als Endpunkt der Karl-Marx-Allee völlig verpuffen.

  • #DerBe


    Ich bitte dich, wir wissen wie du es gemeint hast. Die Investoren haben mit der Stadtgestaltungskommission, oder wie auch immer Mme. Lüscher bei euch heißt, gleich viel Verantwortung. Wenn also eine eintönige Wand entsteht, ist das die Schuld der Stadt und der Bauherren.


    Wir alle haben die Visualisierung von Berlinier2.0 gesehen, das ist furchtbar und ganz ehrlich, bevor so der zweitwichtigste Platz der Hauptstadt aussieht, baut man lieber gar keine weiteren Hochhäuser.

  • ^ Keine Hochhäuser zu bauen, kann keine Lösung sein. Am Postdamer Platz hat man es doch auch hinbekommen, ein Ensemble aus drei gelungenen Hochhäusern zu bauen, die alle weniger als 120 Meter Höhe haben. Warum sollte das am Alexanderplatz nicht auch gelingen?

  • ... , bevor so der zweitwichtigste Platz der Hauptstadt aussieht, baut man lieber gar keine weiteren Hochhäuser.

    Wenn du den Alexanderplatz als zweitwichtigsten Platz der Hauptstadt betrachtest, würde mich interessieren, welcher Platz für dich der wichtigtste Platz Berlins ist? Ist es der Pariser Platz oder der Potsdamer Platz? (Auch wenn das bisschen off topic ist)