MYND-Hochhaus Galeria-Kaufhof am Alex (138 m | in Bau)

  • ^ Sehr ich genauso. Ich kann es nicht nachvollziehen, warum gerade am Alex die HH von der Kubatur so ähnlich aussehen. Überall in Berlin, wo mehrere HH an einem Fleck gebaut werden, sind es unterschiedliche Fassaden und Kubaturen. Aber am Alex, der bekannter nicht sein könnte und damit eine große Strahlkraft besitzt, eben nicht... Ich hoffe das zukünftige Entwürfe und Visualisierungen uns eines Besseren belehren werden 🙏🏻


    Ansonsten empfinde ich die Höhenentwicklung in Berlin als sehr passend und freue mich, wenn die HH endlich stehen :D

  • Ich finde diese sozialistische Gleichmacherei durch kapitalistische Konzerne auch schlimm. Der Höhenunterschied zwischen ca 60 -150 Meter nicht ausreichend.


    Ich als Bewohner dieser Stadt bin tatsächlich an der Archotektur aus Fußgängerperspektive interessiert. So nehme ich Gebäudes wahr. Eben nicht aus der Entfernung. Die ist völlig überbewertet.

  • Na ja, eine vielfältige Skyline ist schon nett und die Fernwirkung immer ein Gewinn.


    Ich teile aber deine Meinung, dass es an diesem Standort schon ganz interessante Höhenunterschiede gibt und noch geben wird, und das Erlebnis auf Straßenlevel am meisten zählt.


    Anders als vielleicht noch vor fünf Jahren finde ich einen weithin sichtbaren Skyscraper-Cluster für Berlin auch gar nicht mehr so wichtig. Am meisten Potenzial hat die Stadt zur Zeit bei Verdichtung mit im vielgescholtenen 50-90-m-Bereich mit offener Erdgeschoßzone. Da gibt es noch soviele deprimierende Ecken zu bespielen und inkongruente Schichten genial miteinander zu verbinden... Sowas wie die kürzlichen Bilder von der Berlin Hyp in der blauen Stunde weisen da in die richtige Richtung.


    Viel wichtiger als Skyline ist speziell für den Alex sowieso die hoffentlich bald kommende Öffnung der Keibelstraße und der teilweise Rückbau des Stücks der Karl-Marx-Allee. Sonst wird die Nachbarschaft auch mit den tollsten Türmen nicht über ein Warschau- / Rotterdam-Feeling hinauskommen.


    Viel vom Anspruch, der an den Alex formuliert wird, kommt glaube ich auch von der stillen Annahme, die Gegend sei so etwas wie das brachliegende, wahre Zentrum Berlins. Tatsächlich gibt es um den Tiergarten herum davon eher vier bis fünf, die alle auf ihre Art und Weise interessant sind und sicher auch noch mehr aufblühen werden.


    Das klassische Gemisch aus attraktivem Altbestand und einem modernen Hochhauscluster sehe ich am ehesten in der City West kommen. Auch das Gebiet um den Hauptbahnhof wird sicher noch zulegen.

  • Die Fußgängerperspektive lässt einen aber auch ab 2-3 Hundert Metern Entfernung das komplette Gebäude erblicken (vor allem in der weitläufigen Lage) und wenn man dann vor einer gleichförmigen Hochhauswand im grau/beige/anthrazit-ton steht, ist das Mist.


    Und dass an der Gestaltung die "kapitalistischen Konzerne" maximal eine Teilschuld haben, solltest du auch nicht verschweigen.

  • Ich dachte, dass man die Ironie erkennen würde. Natürlich haben die Bauherren eine Mitschuld, wenn nicht so gar die ganze Schuld am äußeren Erscheinungsbild. Wie es auch anders geht, zeigen die deutlich niedrigeren Kollhofftower, JahnTurm und die 120 Meter Türme am Breitscheidplatz.


    Wenn also das Haus des Lehrers, das Haus des Reisens, das Motel One und nicht zuletzt der FT mit zum Alex gedacht werden, dann haben wir eine Varianz zwischen 40 und 150 Metern (ohne FT). Das ist keine einheitliche Wand!

  • Für den Alexanderplatz gilt: jedes Hochhaus, dass tatsächlich gebaut wird (aktuell gerademal zwei), ist eine gute Nachricht. Es ist schön Fortschritte zu sehen, die schon im Bau den Eindruck in diesem zentralen Areal stark verändern werden.



    Ernsthaft?

    Jetzt sind wir also an diesen Punkt der Argumentationskette angekommen. Das klingt eher nachSelbstbeschwörungsformeln die man vor sich hinmurmelt, quasi Autosuggestion um sich die Welt schönzureden und die Realität auszublenden. Allemal bequemer als einzugestehen was für ein Desaster sehenden Auges am Alexanderplatz entsteht.

  • Was bei den Kommentaren sehr häufig auffällt, wie wenig einige bereit und in der Lage zu sein scheinen, mittelfristig zu denken. Wenn ich jeden Tag auf den Alexanderplatz schaue mit dem Anspruch "Hier müsste eine Skyline stehen" dann schreibt man immer und wieder das Gleiche. Wenn man den Mid-Term sieht oder Long-Termin hat sich der Alexanderplatz sicher weniger verändert als andere Plätze (so wird nur nie argumentiert) aber schaue ich mir an das auch die mittelhohen Hochhäuser den Zweck haben, irgendwann von den Sykscrapern zwischen 150 und 200m überragt zu werden, wenn man das überlegt, haben diese Häuser zwischen 70 und 120m total Ihre Berechtigung.
    Schaut einfach mal Berlin vor 20 Jahren an.
    (Am schlimmsten sind die New York Vergleiche - die Stadt ist gewachsen in einer der goldensten Wachstumszeiten dieser Erde schaut man sich die USA zu der Zeit an, wenn New York jetzt entstünde, würde nie und niemals so aussehen - NEVER! -- > Dubai, sitzt auf Gold, China - die Welt produziert in China und hat knapp 20 mal mehr Einwohner und ist Flächenmäßig wieviel mal größer?

    Sorry das ich so aushole - aber ich mag es einfach dann auch immer mal darauf zu schauen wo wir uns befinden und was die Maßstäbe sind und vorallem Berlin hat nie angestrebt (im Vergleich zu FFM beispielsweise) eine Sksyscraper-City zu werden.

  • Ich weiß nicht, ob hier jeder eine Skyline fordert. Was man aber fordern kann, ist, dass an den vorhandenen Bauplätzen nicht einfach Copy-Paste gemacht wird und gebaute uniforme Langeweile entsteht. Die Einheitshöhe hätte funktionieren können, wenn nicht immer der gleiche Vierkantbolzen in einem Sockelbau entstünde. Und dass am Alex irgendwann mal irgendwas in Richtung 200 Metern entsteht, das halte ich für eine sehr steile These. Der Alex wächst ja nicht durch Zauberei um 50 Meter und das Argument der Konkurrenz durch Hochhäuser wird ja nicht einfach sterben.

  • Ich gebe Alexsb im Grunde recht.


    1. Die beiden im Bau befindlichen Türme sind etwas langweilig aber nicht schlecht.

    2. Durch die Baufelder, die noch im Dornröschenschlaf liegen, besteht durchaus eine realistische Chance, dass dort die Türme höher werden. DDR Nostalgiker, die das Parkinn zum Maß aller Dinge am Platz erklären, werden bestimmt an Einfluss verlieren und haben es jetzt schon.

    3. Ich vermute, dass der Monarchturm mit 150m auf dem Keller irgendwann noch kommt und damit eine Höhendifferenzierung beginnt.

  • Leider bestätigt sie für mich die von mir hier vor Jahren geäußerte Befürchtung, dass sich alle neuen Hochhäuser bei ungefähr gleicher Höhe und alle aus irgendwelchen Sockelbauten herausragend, irgendwie sehr eintönig und gewollt ausmachen. ich hatte seinerzeit auf das Pariser Beispiel >Front de Seine< hingewiesen: https://www.parisfrontdeseine.…ge/pfds_immeubles_big.jpg


    Insbesondere wenn man da auch noch an die Fernwirkung denkt, wird das eher wie eine immens hohe Wand aussehen mit der Fernsehturmkugel drüber schwebend.

    Lieber Camondo,

    ich teile die Einschätzung, dass die Ausrichtung und Gleichförmigkeit der Baukörper ein unzufriedenstellendes Ensemble erzeugt, das Esprit vermissen lässt, weil die Hochhäuser angeordnet und gruppiert sind, als würden sie gelangweilt auf den Bus warten. Der mangelnden Dynamik lässt sich aber meiner Ansicht nach nicht nur mit größeren Höhen begegnen (mehr als 150m ohnehin unwahrscheinlich), sondern es ist vor allem das Fehlen der wohl wichtigsten Komponente des einstigen Kolhoff-Masterplans, nämlich das geplante HH auf dem Gelände des "Memi". Das stünde nämlich an der angeschrägten Memhardstraße und somit etwas eingedreht als willkommene optische Erweiterung des Clusters nach links.


    Weil ich neugierig war, habe ich mit meinen bescheidenen Mitteln ein etwa 145m hohes Gebäude am Standort des Memi gezeichnet. Kriterien waren, dass es sich an der Memhardstraße ausrichtet, vom Umfang bzw. der Bruttogeschossfläche nicht stark von den anderen HH abweicht und gläsern und modern ausschaut. Stahl und Glas sollten dominieren, um dem ParkInn einen modernes Geschwisterchen zu spendieren, damit der Cluster nicht zu "schwer" wird.


    Alex-edit.gif

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  • ^ … völlig d‘accord werter Berlinier 2.0 .

    Anstelle des Memi wären sogar zwei Hochhäuser vorstellbar oder eines sehr massiv dafür abgetreppt und sich nach oben hin verjüngend.. Und… ich gebe die Hoffnung noch nicht auf, dass anstelle des TLG-Riegels noch was gescheites entstehen kann, zumal wenn der Straßendurchbruch erfolgt. Der damalige Masterplan von Kolhoff war allerdings nur eine Massenverteilungsstudie, er wurde allerdings aufgrund seiner Detailhaftigkeit und ausgearbeiteten Fassaden, immer auch als bare Münze in der Umsetzung der Fassaden verstanden. Das war ein Irrtum und hat im Nachhinein zu vielen Mißverständnissen geführt. Wichtig ist, dass man jetzt wo das Kind noch nicht ganz in den Brunnen gefallen ist, die Fehler in der Entwicklung erkennt und gestalterisch gegensteuert.

  • Auch was den elend langen TLG-Riegel gegenüber vom Parkinn angeht... Da habe ich habe vor 3 Monaten mal ein paar e-mails mit Anfragen an die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und auch direkt an das Büro von Frau Kahlfeldt geschrieben. Weil in zwischen eineFirma https://aroundtown-service.de/de/

    dort großflächig Werbeplakate für Neuvermietungen in die Schaufenster der bereits ausgezogenen Mieter platziert.

    Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung teilte mir über ihre Pressestelle mit das

    "uns liegen keine Informationen zu dem grauen Gebäude in der Alexanderstraße vor. Die Bezirke sind für Abriss- und Baugenehmigungen zuständig"

    find ich schon merkwürdig als ob es die Senatsverwaltung nicht interessiert oder wieder einmal ein Zuständigkeits-pingponggespielt wird,

    und aus dem Büro von Frau Kahlfeldt gab es garkeine Antwort 0,0 Reaktion.

    Die obige Vermietungsfirma meinte nur das der Eigentümer des Riegels sie beauftragt habe nach Neumietern zu suchen, die wusste garnichts von einer Neubebauung des Gebietes dort. Scheint so als ob der Eigentümer kein echtes Interesse an einem schnellen Abriss und Neubebaung hat.

    Ich hoffe nur das durch die Verwaltungsreform endlich mal die Zuständigkeiten straffer und eindeutiger aufgeteilt werden.

  • Das stünde nämlich an der angeschrägten Memhardstraße und somit etwas eingedreht als willkommene optische Erweiterung des Clusters nach links.

    ...

    Weil ich neugierig war, habe ich mit meinen bescheidenen Mitteln ein etwa 145m hohes Gebäude am Standort des Memi gezeichnet.

    Bei deiner Hochhaus-Zeichnung hast du vermutlich Anleihe genommen an den beiden Doppeltürmen der Deutschen Bank in Frankfurt. .-)


    Meiner Meinung nach sollte ein Hochhaus an dieser Stelle unbedingt parallel zur Karl-Liebknecht-Straße gestellt sein. Dann würde man nämlich auf der Karl-Marx-Allee (ab Querstraße "Otto-Braun-Straße") direkt auf ein gerade stehendes Hochhaus zulaufen bzw. zufahren. Das wäre grandiose Stadtplanung. Würde das Hochhaus zur angeschrägten Memhardstraße ausgerichtet werden, würde dieser "Hochhaus-Effekt" als Endpunkt der Karl-Marx-Allee völlig verpuffen.