BV „Glance“ - Franklinstraße 8
Eigentlich nicht unbedingt ein Update wert, aber das ordentliche Gewühle bei einsetzender Dunkelheit und der teils grünen Baustellenbeleuchtung animierte mich einfach zum Zuschauen und Fotografieren:
Eigentlich nicht unbedingt ein Update wert, aber das ordentliche Gewühle bei einsetzender Dunkelheit und der teils grünen Baustellenbeleuchtung animierte mich einfach zum Zuschauen und Fotografieren:
Mittlerweile sind alle Teilbauten (und somit der gesamte Block) dieses BV abgerüstet worden, auch an der Schlesinger- und Pascalstraße.
Hier zunächst die Nordwestseite an der Schlesingerstraße:
Drei Detailaufnahmen der Einzelfassaden an der Schlesingerstraße:
Pascal- Ecke Schlesingerstraße auf den etwas einfacher gehaltenen degewo-Bau:
Pascal- Ecke Heisenbergstraße. Links degewo, rechts AMAG:
Mal ein Blick von der anderen Spreeseite (Wikingerufer) auf die Baufeld:
Ein Bauschild ist immer noch nicht vor Ort, aber im Bürogebäude Franklinstraße 9 direkt neben der Baustelle ist mir gestern ein Infobüro zum BV aufgefallen. Dort wird auf die (hier noch nicht bekannte) Projektseite https://glance.berlin verwiesen, die weitere bzw. neue teils recht beeindruckende Visus beinhaltet.
Die früher gezeigten Visus waren von Gewers & Pudewill, die werden auf der aktuellen Projektseite aber nirgends erwähnt und auf deren Webseite ist das BV nicht mehr zu finden, der Link aus diesem Beitrag ist tot - keine Ahnung, ob die raus sind.
Wie auch immer. Hier die schicken neuen Visus, die Realität wird aber vermutlich nicht ganz so idyllisch werden:
Quelle: glance.berlin @SIGNA Real Estate Management Germany GmbH | Moriet & Brro
Man beachte die Neubauten links, ob die wirklich mal gebaut werden:
Quelle: glance.berlin @SIGNA Real Estate Management Germany GmbH | Moriet & Brro
Quelle: glance.berlin @SIGNA Real Estate Management Germany GmbH | Moriet & Brro
Quelle: glance.berlin @SIGNA Real Estate Management Germany GmbH | Moriet & Brro
Quelle: glance.berlin @SIGNA Real Estate Management Germany GmbH | Moriet & Brro
Future Word. Rechts neben dem Glance ist auch schon das F10 visualisiert, dessen Bau auch noch nicht begonnen hat:
Quelle: glance.berlin @SIGNA Real Estate Management Germany GmbH | Moriet & Brro
Quelle: glance.berlin @SIGNA Real Estate Management Germany GmbH | Moriet & Brro
Nachdem die Sanierung der Uferwand am Wikingerufer weitgehend abgeschlossen ist (bis auf die noch ausstehende Wiederherstellung des Gehwegs), ist nun wohl die gegenüberliegende Seite dran, das Franklinufer. Die kleine Grünfläche an der Ecke Franklinstraße / Gotzkowskybrücke, direkt nördlich des neuen Bürohauses The Benjamin, ist mit einem Bauzaun abgesperrt, auf der ein entsprechendes Bauschild steht. (Lage OSM)
Auf dieser kleine Grünfläche soll ein Kunstwerk platziert werden, das sich u. a. mit der Geschichte der Gebauer Höfe auseinandersetzt. Aus sechs eingereichten Entwürfen wurde der Entwurf „Gründer Geist“ von der Berliner Künstlergruppe Inges Idee ausgewählt: ein Skulpturenpaar, das ein Gespenst darstellt, das seinen Hund ausführt.
Ich finde den Entwurf durchaus witzig und originell:
Quelle: berlin.de ©Berliner Künstlergruppe Inges Idee
Auszüge aus der Pressemitteilung des Bezirksamtes Charlottenburg-Wilmersdorf auf berlin.de:
Alles anzeigen...
Für die vor den Gebauer Höfen liegende Freifläche, direkt an der Spree südlich der Gotzkowskybrücke, wurde ein Kunstwerk gesucht, das sich mit den räumlichen, architektonischen und sozialen Dimensionen des Ortes befasst und mit der Geschichte der Höfe auseinandersetzt. Aus den sechs eingereichten Entwürfen von Erika Klagge, Inges Idee, Dr. Molrok, Sabek, Thomas Otto und Simone Zaugg wählte die Jury den Entwurf “Gründer Geist” von der Berliner Künstlergruppe Inges Idee zur Realisierung aus.
Auf der Geschichte Friedrich Gebauers basierend, der an der Spree ein großes Unternehmen zum Bleichen und Mangeln von Textilien schuf, wird ein ungewöhnliches Skulpturenpaar platziert, das dem Bild eines Gespenstes nachempfunden ist, welches seinen Hund ausführt.
... Der Entwurf überzeugte die Jury durch seinen humorvollen und situativen Raumbezug. Das wandelnde Gespenst mit Hund wird jeder und jedem mit seinem Assoziationsreichtum ein Lächeln entlocken. Es könnte für die Gebauer Höfe ein Maskottchen werden, das auch losgelöst vom Ort seiner Wirkungsstätte weiter durch die sozialen Medien geistert.
Ergänzend hier noch das Bauschild, das auf die anstehende Sofortsanierung des Franklinufers hinweist:
Na das ist doch mal Kunst, die gefällt und nicht weg kann
Auf den Visualisierungen der Projekte entlang des flussabwärtigen Ufers Richtung Wullenwebersteg in Beitrag #145 sieht es so aus, als sein ein durchgängiger Ufer-Weg geplant, hoffentlich mit Anschluss an den Teil ab Bellevue bis zum Wullenweberstig, der gerade ausgebaut wird, Stichwort Spree-Radweg. Bisher fehlt die Lücke ab "The Terrace" bis zur Gotzkowskybrücke.
Man könnte meinen, die Künstlergruppe kommt aus Fernost und kennt die hiesigen Gepflogenheiten nicht.
Werden denn schon Wetten entgegengenommen, wie lange die beiden weißen Kunstfiguren frei von Tags und Graffiti bleiben werden?
^ Nun, da drüber muss sich die Künstlergruppe keine Gedanken machen, sondern der Auftraggeber, die Gebauer Höfe. Und in deren Wettbewerbsanforderungen stand nichts von einer Graffiti-resistenten Gestaltung.
Wenn man immer nur mit einer negativen Grundhaltung "wird doch eh beschmiert/vandaliert" rangeht, braucht man gar nichts mehr im öffentlichen Raum zu bauen/errichten und kann gleich kapitulieren.
Der Standort ist auch nicht besonders vandalismusgefährdet. Hier gibt es keine Clubs, keine Szene und keinen Kiez mit entsprechendem Klientel. Der Bereich vor dem Benjamin und den gesamten Gebauer Höfen ist eigentlich ziemlich sauber und gepflegt. Der Nachteil ist evtl. eine gewisse Abgeschiedenheit, zumindest nachts. Natürlich werden sich Tags kaum dauerhaft vermeiden lassen, aber es anzunehmen, dass sich die Gebauer Höfe dabei was gedacht haben und sich um Pflege/Reinigung kümmern werden. Die früher mal etwas düstere und ungepflegte Ecke hat sich seit Fertigstellung des Benjamin bereits sehr zum Positiven verändert. Durch die Sklptur wird sie eher weiter aufgewertet werden.
Wir werden es sehen.
Ich kann Dickes B schon verstehen, denn es ist ja leider auch nicht verwunderlich, dass man so eine Einstellung bekommt in unserer Stadt. Alles wird sinnlos beschmiert oder zerstört, da darf man sich also überhaupt nicht wundern, wenn die Leute so eine Einstellung entwickelt, leider.
Es wäre wünschenswert, wenn endlich mal eine Trendwende erkennbar wäre, denn diese Kunst ist wirklich genial gemacht und ich freue mich, irgendwann einmal Fotos zu machen. ❤️ Im übrigen Gelungene Idee das Großprojekt. 👍
Man hat zwar kein „klassisches“ Bauschild aufgestellt, aber dafür ganz groß aufgetragen: Eine Riesenvisu schmückt die gesamte benachbarte Brandwand und auch der Bauzaun wurde fast komplett mit Info- und Werbeplanen für das BV dekoriert:
Das Baufeld selbst wird zurzeit mit Injektionslanzen gespickt:
Die Gebäude sind größtenteils bereits bezogen. Zurzeit müssen sich die Bewohner über noch unfertige, teils provisorische und verschlammte Zugangswege zu ihren Eingängen bewegen. Man ist dabei, die Außenanlagen fertigzustellen.
Zugang von der Heisenbergstraße:
Ansicht Schlesingerstraße:
Weitere Bilder als Thumbnails:
Ansicht Pascalstraße (degewo-Haus):
Bei den vielen Bauvorhaben am Franklinufer kann man schon mal den Überblick verlieren, dieses Projekt habe ich aber beim Durchscrollen nicht gefunden:
Hillig Architekten, die auch für das schräge F10 verantwortlich sind, bauen direkt an der Spree eine Erweiterung der GSG Gebauer Höfe.
Aus der Projektbeschreibung:
„Der Neubau ist in einen halböffentlichen Hallenteil, der an das Bestandsgebäude 50 anschließt und in einen ab dem ersten Obergeschoss Richtung Spree auskragenden Baukörper gegliedert. Das Erdgeschoss ist mit Abstand zur Uferlinie und als Aufenthaltsbereich mit Außenterrasse geplant. An ihr vorbei führt eine neu angelegte Uferpromenade.“
Das dunkelrot eingefärbte Gebäude ist der Neubau:
Und so soll es aussehen:
Copyright: GSG/Hillig Architekten
Eintrag DAF-Karte
Wirklich auffällig, wie viele qualitätsvolle Projekte in diesem kleinen - mMn auch relativ abseits gelegenen - Areal umgesetzt werden! Manchmal erscheint es mir sehr willkürlich, warum es an manchen Orten sehr gut klappt und woanders, auch in deutlich zentraleren Gegenden, wiederum viel banales Zeug gebaut wird. Liegt es an der inspirierenden Umgebung mit den alten Backsteinarchitekturen, die bspw. kaum in der Europacity zu finden sind oder daran, dass ein erstes, hochwertiges Projekt die Ambitionen nachfolgender Bauvorhaben nach oben schraubt? Oder vielleicht daran, dass das Baukollegium bzw. irgendwelche politische Agenden nicht dazwischenfunken?
Jedenfalls freue ich mich darüber, dass diese zuvor unscheinbare Gewerbegegend liebevoll weiterentwickelt wird und somit in naher Zukunft zu einem attraktiven Stück Stadt werden kann
Ein wirklich tolles Projekt - fantasievoll und einfühlsam - es duckt sich selbstbewusst und experimentierfreudig vor dem historischen Bestand nicht weg und wirkt trotzdem komplettierend und respektvoll gegenüber dem Bestand - schade dass es so eine Begabung viel zu selten gibt. Ich denke neben dem Charakter des Investoren und seinem Händchen für den Architekten, dem räumlichen Potenzial und dem Millieu liegt es das auch ein Stk weit an der jeweiligen polit. und personellen Situation In den Bezirken und deren Bauämtern dass die Ansprüche so unterschiedlich ausfallen -hier scheint sich vieles aufs glücklichste zu fügen - mal wieder ein Projekt auf das man sich freuen kann.
Das dürfte vor allem am Bauherrn liegen, der landeseigenen GSG. Vielleicht auch denkmalschutzrechtliche Belange oder Vorgaben des Bebauungsplans. Die Baubehörde dürfte bei einem derartigen Vorhaben wenig Einfluss auf die äußerliche Gestaltung haben, die hier alleine laut der Visu beurteilt werden kann.
Update zum nicht vorhandenen Baufortschritt. Hier tut sich seit Monaten nichts mehr. Man hat die Dichtsohle erstellt, die Injektionslanzen stecken noch und das wars dann erstmal. Kein einziges Baugerät ist vor Ort...
Das letzte Update im Februar zeigte u. a. den Bau der Außenanlagen und die beginnende Hofgestaltung, was damals noch sehr baustellig und matschig aussah.
Inzwischen hat sich das Bild m. E. sehr positiv verändert. Man kann von den Gebäuden halten, was man will, aber die relativ üppige Bepflanzung des innenhofs und tw. auch der straßenseitigen Außenanlagen macht auf mich einen guten Eindruck. Aufgrund der vielen neuen Bäume könnte es in ein paar Jahren richtig lauschig werden.
Hier zunächst das degewo-Haus an der Pascalstraße:
Ansicht Schlesingerstraße:
Fenster an der Schlesingerstraße:
Eingangstür an der Schlesingerstraße:
Innhof, Blick nach Südosten:
Blich Richtung Spree:
Zentraler Platz mit Holzbänken:
Blick nach Nordwesten:
Außenbereiche zur Heisenbergstraße:
Terassen Richtung Kleingärten/Spreeufer:
Ganz in der Nähe wacht er über das Ganze:
Weiterhin tut sich hier (vorerst) nichts mehr. Auch bei diesem Projekt hat Signa die Finger drin und daher ist hier erstmal Baustopp.
Der Tagesspiegel listet (hinter Bezahlschranke) die Signa-Projekte in Berlin auf, die allesamt betroffen sind. Beim Glance heißt es immerhin, dass nach Unternehmensangaben Gespräche mit verschiedenen Mietinteressenten geführt wurden. Sobald/sofern ein ausreichender Vorvermietungsstand erreicht wird, soll mit dem Rohbau begonnen werden.
Was vermutlich dauern kann.
Die verschiedenen realiserten und geplanten BV auf dem Areal der Gebauer Höfe werden nun als Gebauer Wateryards vermarktet. Auch die Projektbezeichnungen einiger der geplanten BV wurden geändert. Die BV „The Benjamin“ (zuletzt hier), „The Briq“ (zuletzt hier), „GH 60“ wurden bereits realisiert, „GH 20“ und „GH 50“ (siehe auch hier) stehen noch aus.
Infos mit Lageplan und Bildern/Visus der einzelnen BV finden sich auf der aktualiserten Projektseite der GSG Berlin.
In Bau ist bereits das bisher nicht erwähnte Bürogebäude The GEM, das mit einer Fläche von 810 m² inmitten der Bestandsbauten entsteht und daher nicht von der Straße aus sichtbar ist. Der Entwurf stammt vom Architekturbüro Creutzfeldt, der Neubau wird mit 4 OG die Nachbargebäude geringfügig überrragen und erhält eine moderne Glasfassade als Kontrast zu den Ziegelfassaden der meisten anderen Gebäude auf dem Areal.
Interessant ist auch, dass auf der GSG Seite auf die Uferwandsanierung am Franklinufer eingegangen wird (hatte ich zuvor hier mal erwähnt). Diese soll demnach aus Standsicherheitsgründen und auch in Hinblick des entstehenden Uferwanderwegs erneuert werden. Ein Uferweg ist also tatsächlich geplant, ebenso sollen Stufen zum Wasser und ein Schiffsanleger in das künftige Uferbauwerk integriert werden.
Baustelle The GEM - Lage siehe auch DAF-Karte:
Visus:
©Architekturbüro Creutzfeldt
©Architekturbüro Creutzfeldt
Bauschilder vor Ort:
Lageplan aller BV der Gebauer Wateryards:
©GSG Berlin GmbH
Hier noch zwei eigene Bilder des Bereichs am Ufer. Hier scheint erstmal eine Baustraße errichtet worden zu sein. Links neben den Betonquadern und der Absperrung verläuft die Spree: