Oder Ulmer Münster.

Quartier "Sugar Valley" bis 80 m [Obersendling | in Planung]
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Die morgige Süddeutsche spricht von 99m hohen Häusern.
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in dem verlinkten Beitrag gibt es auch eine Vorab-Visualisierung.
Fertigstellung soll 2025/2026 sein.
Im Vergleich zum Ist-Zustand natürlich eine grandiose Verbesserung. (auch wenn wieder die üblichen Bedenken vorgetragen werden)
Es wird eine "anspruchsvolle" Architektur versprochen, zu jedem Gebäude soll es Design-Wettbewerbe geben.
Bleibt die Hoffnung, dass es tatsächlich umgesetzt wird.
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Ok, ich bin überrascht. Der Investor und die Stadt scheinen es Ernst zu meinen. 200 Mietwohnungen auf diesem großen Areal scheinen mir aber zu wenig. Da könnte von den Unmengen an geplanten Büro- und Hotelflächen sicher noch etwas abgezwackt werden, um ein ausgeglicheneres Verhältnis herzustellen.
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Das Projekt erinnert mich an die verworfene Isar Süd Planung. Ebenfalls im Süden, ebenso ehem. Siemensareal, ebenso zumindest nach dem Bild im der SZ 3 Hochhäuser. Ich bin auf ein
konkreteres Planungsergebnis gespannt. -
Oh München, Du Hort der Provinzialität.
Mehr kann man dazu nicht mehr sagen. -
Noch ein Projekt das an der 100m-Grenze kratzen möchte und (wie sollte es anders sein) ohne jeden Zusammenhang mit vorhandenen hohen Gebäuden. Irgendwie scheint man in München aus den Fehlern der Vergangenheit nicht zu lernen. Eine Hochhausstudie ist in Arbeit, damit verbunden ist die Willensbekundung Cluster zu realisieren, in der Realität passiert das Gegenteil. Man könnte den Eindruck gewinnen, die ganze Diskussion hätte gar nicht stattgefunden. Das ist sehr armselig.
Deswegen finde ich persönlich Gebäude bis 70m im Süden vertretbar. Alles was höher ist, gehört mMn in die vorhandenen Cluster.
Das sehe ich grundsätzlich auch so und würde mir ebenfalls eine stärkere Differenzierung bei der Höhenentwicklung je nach Standort wünschen. -
Zur Gesamtplanung: Die Hochhausstudie hat ergeben, dass auf dem Areal bis zu 80 Meter hoch gebaut werden könnte.
2020 sollte entlang der Geisenhausenerstraße 6 ein Boardinghaus mit 150 Einheiten fertiggestellt werden, Infos zum Projekt gibt es aber ausschließlich auf der Website des Entwicklers Kolb & Partner, daher gehe ich davon aus, dass das Projekt zugunsten der Gesamtplanung des Investors Horus-Sentilo nicht mehr aktuell ist? Weiß jemand mehr?
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Jetzt wirds langsam interessant:
"Schon plant ein Investor auf dem brachliegenden Gelände des ehemaligen Siemens- und Betonwerk-Areals im Geviert Boschetsrieder, Machtlfinger, Geisenhausener und Helfenriederstraße einen "profilüberragenden" 98-Meter-Hochpunkt."
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Der Autor des Beitrags wurde wohl von der Zeitung mit den vier Buchstaben abgeworben. Weder ist der Entscheid aus dem Jahre 2004 noch gültig, noch könne bzw. müsse er folglich "gekippt" werden.
Dass der Verfasser den Bau des Siemens Hochhauses 1963 als den Beginn einer viel weitreichenderen Hochhausentwicklung erachtet - nämlich der, des aktuellen Projekts - und damit quasi 60 Jahre mit dem Wort "schon" umschreibt, ist absurd. Ähnlich könnte ich sagen, "die Erfindung des Rades war nur der Beginn einer weitreichenderen Entwicklung. Schon machte sich Carl Benz daran, ein Auto auf die Straße zu bringen".
Ich muss an dieser Stelle jetzt auch keine knappen 100 Meter haben, da hielte ich den Norden und Osten der Stadt für besser geeignet, doch die Aussagen des SZ-Autors sind haarsträubend.
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"der Stadtteil könnte demnächst zum Bauplatz für Hochhäuser werden, die alle bekannten Dimensionen sprengen" – 98 m sprengen also alle bekannten Dimensionen bei Hochhäuser? Entweder hat sich der werte Autor in der Zeit um 100 Jahre vertan, oder bei der Höhe um Faktor 10. Einfach lächerlich solche reißerischen Aussagen.
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Generell finde ich es aber fragwürdig, ob es der Standort sein muss. Warum nicht ein Verdichtungsstandort wie in der Hochhausstudie vorgesehen. Damit wiederholt man alte Fehler.
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Regent: Gut, der Autor bezieht sich damit natürlich auf Obersendling, wo 75 m tatsächlich seit 60 Jahren das Maximum sind. Reißerisch ist es trotzdem, da gebe ich dir Recht.
LugPaj: Sehe ich ähnlich. Insbesondere das Konfliktpotential ist im Süden der Stadt riesig, sowas entwickelt dann gerne eine gewisse Eigendynamik und schon haben die niemals müden Hochhauskritiker mit Paketposthalle und Betonwerk zwei wunderbare Aushängeschilder für ihren Widerstand wie Kronawitter seinerzeit mit dem UpTown. Die Stadt sollte den Investor besser zur Zurückhaltung der Pläne motivieren, solange die breite Diskussion zur Hochhausstudie zwischen Öffentlichkeit, Politik und Verwaltung nicht gestartet ist.
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1. Die Vorvisualisierung erinnert mich persönlich stark an den Arnulfpark, was ganz sicher keine gute Assoziation ist. Hoffentlich wird hier nachgearbeitet. Diese Art "Europacities" (siehe Frankfurt u. Stuttgart) sind eigentlich ein Auslaufmodell.
2. Auch ich würde lieber einen großen Clusterstandort sehen wollen, als Einzelhochhäuser über eine Stadt zu verteilen, wo die Bewohner anteilig dagegen sind. So entstehen an verschiedenen Orten immer neues Konfliktpotential. Daneben fällt es in einem größeren Cluster (mehr als drei) nicht so auf, wenn ein Hochhaus veraltet, architektonisch misslungen ist oder leer steht. Als frei stehendes Hochhaus ist das deutlich und weithin erkennbar. Es ist schade, dass die enormen wirtschaftlichen Potentiale Münchens in keinem spektakulären Stadtteil zukunftsweisend gebündelt werden.
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es gab einen Workshop zur Planung:
https://www.muenchen-transparent.de/dokumente/6002394
Entwürfe mit Visualisierungen:
https://www.muenchen-transparent.de/dokumente/6002386
https://www.muenchen-transparent.de/dokumente/6002388
aus diesen wurde dieses Ergebnis erarbeitet:
https://www.muenchen-transparent.de/dokumente/6002390
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Vielen Dank für die Links
Hier ein paar Infos direkt eingebunden:
Die Planungsbegünstigte hatte sieben Planungsbüros [...] beauftragt, Testentwürfe für das Planungsgebiet zu erstellen. Nach Vorliegen dieser Entwürfe sollte eine Jury, bestehend aus Mitgliedern der Stadtratsfraktionen, dem Vorsitzenden des Bezirksausschusses 19 sowie einem ständig anwesenden, nicht stimmberechtigten Stellvertreter bzw. einer Stellvertreterin aus dem Bezirksausschuss 19, einer Fachjury, dem Referat für Stadtplanung und Bauordnung (vertreten durch Frau Stadtbaurätin Prof. Dr.(I) Merk) und der Planungsbegünstigten ca. drei Planungsbüros für die Teilnahme am Workshop auswählen und die Planungsziele weiter konkretisieren.
Folgende Büros wurden beauftragt:
1. COBE Architects, Nordhavn (DNK)
2. Hollwich Kushner architecture dpc, New York City (USA) mit !melk, New York City (USA)
3. KCAP GmbH, Zürich (CHE) mit SLA, Copenhagen (DNK)
4. OSA Ochs Schmidhuber Architekten GmbH, München (DEU), mahl·gebhard·konzepte Landschaftsarchitekten BDLA Stadtplaner
Partnerschaftsgesellschaft mbB, München (DEU)
5. Skidmore, Owings & Merrill LLP, New York City (USA), Rainer Schmidt Landschaftsarchitekten GmbH, München (DEU)
6. Tengbom, Stockholm (SWE)
7. Van Berkel en Bos U.N. Studio B.V, Amsterdam (NLD
Nach Sichtung aller eingereichten Arbeiten wurden von der Jury die Entwürfe der Büros von KCAP mit SLA sowie COBE Architects am 05.06.2019 als favorisierte Entwürfe ausgewählt.
Vom 06.06.2019 – 18.07.2019 arbeiteten die zwei Büros an der Zusammenführung ihrer beiden städtebaulichen und landschaftsplanerischen Entwürfe zu einem gemeinsamen Entwurf, entsprechend der Vorgaben und Hinweise der Jury zur Weiterbearbeitung.
Für die Weiterentwicklung des Entwurfs wurde die städtebauliche Typologie der Arbeit von KCAP/SLA herangezogen. Für die Flächen südlich des Gleisbandes rund um das Betonwerk wurde der Entwurf von COBE Architects weiter entwickelt. Der Entwurf kann wie folgt beschrieben werden und stellt sich aus Sicht der Jury folgendermaßen dar:
Herzstück des Entwurfes ist der zentrale Platz, umrahmt von drei Hochpunkten im Osten des Quartiers. Positionierung und Höhenverlauf markieren das Areal als neuen Stadtraum im Süden Münchens und stärken den urbanen Charakter des Quartiers. Die in der Entwurfsstudie von KCAP/SLA herausgearbeiteten Charakteristika einer differenzierten und heterogenen Quartiersstruktur wurden im Norden großteils übernommen. Die Diversität entsteht über unterschiedliche Nutzungen und Typologien, während das Volumenspiel sowohl in der Fläche als auch in der Höhe erreicht wird und in jedem Baukörper seine eigene Ausformulierung bekommen soll.
Auf eine architektonische Ausformulierung des Entwurfs wurde zugunsten des Städtebaus aufgrund des knappen Zeitkontingents des Workshop-Verfahrens verzichtet, da der Städtebau auch ohne diese funktionieren muss. Die Ausarbeitung erfolgt in der den Bebauungsplan begleitenden Masterplanung. Die in der Präsentation gezeigten gestalterisch sehr hochwertigen und innovativen Ideen für eine mögliche Fassadengestaltung werden von der Jury als sehr positiv hervorgehoben.
Das ehemalige Gleisband ist als breite Achse mit fließender Einbindung der unterschiedlichen Freiraumsequenzen der Gebäudezwischenräume ausgebildet und bietet eine gute Durchlässigkeit und Vernetzung mit der Umgebung. Entlang der Achse bis zum zentralen Platz befinden sich Elemente für Spiel und sportliche Aktivitäten für Kinder und Erwachsene, sowie auch kleinere gemütliche Bereiche, die als Treffpunkte dienen sollen. Die Jury verweist auf die Notwendigkeit der Multifunktionalität der großen Platzflächen im Osten und Süden. Das ehemalige Betonwerk repräsentiert das Erbe der ehemaligen Industrieflächen in Obersendling und hat identitätsstiftenden Charakter. Die Halle wird im Entwurf von einem Anbau im Norden und einem Aufbau ergänzt. Die Kranbahnstrukturen wurden teilweise erhalten und in den Entwurf integriert. Die Jury merkt
den sorgsamen Umgang mit der Charakteristik des Bestandes an.
Für die Untersuchung der sinnvollen Unterbringung der geplanten Nutzungen insbesondere in der neu entstandenen Baukörperkonfiguration auf dem südlichen Grundstücksteil fehlte im Rahmen des Workshops die Zeit. Hier sind durch aus noch Anpassungen erforderlich um einen funktionierenden Nutzungsmix mit der richtigen Verteilung im Quartier zu ermöglichen.
Das Ergebnis hielt die Vorgaben der Fachstelle zur Beschränkung auf max. 220 Wohneinheiten sowie eine entsprechende Krippen- und Kindergartenversorgung innerhalb des Quartiers ein. Die Höhenorientierung richtet sich mit max. acht Geschossen nach der Umgebungsbebauung.Das in der Aufgabenstellung des Workshops gewünschte Bürohochhaus wurde um zwei weitere Hochpunkte ergänzt. Die angestrebte Geschossfläche von etwa 135.000 m² wurde auf ca. 154.000 m² erhöht, dennoch konnte eine Freihaltung von Bebauung von ca. 50%
eingehalten werden.Die Abwicklung motorisierter Verkehre wurde im Entwurf überwiegend auf die Quartiersränder beschränkt. Aussagen bezüglich der Nutzungsverteilung wurden zugunsten einer stärkeren Ausformulierung der Freiräume und der städtebaulichen Struktur im Workshop nicht getroffen.
Gemäß dem Beschluss vom 15.05.2019 soll das Ergebnis des Workshops Grundlage der weiteren Gebietsentwicklung sein. Die Planung wird im weiteren Verfahren auch hinsichtlich der Vorgaben aus dem Aufstellungsbeschluss und der Aufgabenstellung zum Workshop bezüglich der Mindestanforderungen an Flächenbedarfe und Dimensionierung der künftigen Baukörper sowie des Nutzungsmixes in Abstimmung
mit den Fachstellen eingehend betrachtet. Im weiteren Bebauungsplanverfahren wird insbesondere auch die vorgeschlagene
Hochhausentwicklung im Hinblick auf die anstehende Hochhausstudie, die Dichte und die Auswirkungen auf den Bestand geprüft.
Südlich der Fußgängerzone: COBE, nördlich davon: KCAP; Ausformulierung der Gebäude fehlt:
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Je nach dem wann der Workshop / Wettbewerb begonnen wurde:
In der letzten Hochhausstudie Schreiber/ Strake ist dieses Gebiet als Standort Potenzial für Hochhäuser ausgewiesen, ausserdem wird die 100m Grenze nicht überschritten.
Wie die zeitlichen Zusammenhänge zur neuen Studie im Zeitplan ausgesehen haben (interne Informationen) weiß ich natürlich nicht.
Nach meiner Meinung sind recht grosse Organisationsprobleme bzw Führungsprobleme in der Stadtspitze zu verorten, was meint ihr?
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Der Eigentümer möchte sein Grundstück neu entwickeln, musste daher an die Stadt heran treten. Aufgrund der beabsichtigten Wohn- und Büronutzung ist eine Änderung des FNPs erforderlich, etwas was grundsätzlich nur über das Planungsreferat mit anschließender Abstimmung im Stadtrat erfolgen kann. Zusätzlich ist dann natürlich ein neuer Bebauungsplan notwendig, dessen Aufstellung ebenfalls im Stadtrat beschlossen werden musste.
Da der Eigentümer hier Hochhäuser wünscht, ein recht hohes Bauvolumen zur Diskussion steht und sich auch die Stadt im Zuge der Masterplanung Gewerbeband Obersendling eine urbane Entwicklung vorstellt, ist es schon sinnvoll, zunächst einen unverbindlichen Workshop durchzuführen.
Etwas unbeholfen finde ich, dass der Eigentümer mit seinen Plänen nicht erst die Studie abgewartet hat. Denn mit knapp 100 Metern ergibt sich ein direkter Widerspruch zur 03-Studie. Natürlich ist die Studie nicht final, gerade im Süden werden jedoch sicherlich keine weiteren Kategorie IV Gebiete (> 80 Meter) hinzukommen.
Dieses ungeschickte Verhalten würde ich auch dem Planungsreferat attestieren, hat es, wie es nach außen hin wirkt, eine weitgehend freie Höhenentwicklung der Hochhäuser zugelassen. Sicher ist ja gerade eine solche Zwanglosigkeit in einem Workshop gefragt, doch wenn man genau weiß, dass parallel eine Hochhausstudie läuft, die den Workshop-Ergebnissen widersprechen könnte, wäre ein wenig Einbremsen sicher nicht voreilig gewesen.
Die Stadtspitze (und auch der Stadtrat) hat sich hier mMn aber nichts vorzuwerfen. Mit den Details des Workshops hat diese gar nichts am Hut.