Sanierung Hofbräueck

  • Laut STINAG Homepage steht die Komplettsanierung kurz bevor. Eine Computervisualisierung in schwarz-weiß vom geplanten Hofbräueck gibt es ebenfalls. Sieht quasi aus wie vorher. Schade, dass hier die Chance verpasst wurde, ähnlich des Phoenixbaus, nahe St. Eberhard, eine optische Bereicherung in der Innenstadt zu bauen. Einzige Verbesserung wird wohl sein, dass die grünen Fenster rauskommen.


    Visualisierung: https://www.stinag-ag.de/stina…n-stuttgart/#lg=1&slide=2


  • Kurzes Foto von gestern Abend. Haus ist leer, alle Läden sind draußen. Und das Hofbräu-Schild fehlt auch.

  • Ich auch nicht, hier hätte man etwas schickes und hochwertiges hinstellten können. Ich denk der Investor wollte verhindern, dass sich die Stadt einmischt und das ganze verzögert. So saniert man nur den Bau und sonst nichts. Es gab ja schon Leute die sich gegen einen Abriss formiert hatten, da es sich hier um ein stadtprägendes Gebäude handelt. Laut deren Aussagen. Für mich es es nur ein hässlicher Klotz.

  • Nicht eine halbe Träne müsste ich mir verkneifen bei einem Abriss. Es prägt also das Stadtbild =O. Vielleicht prägt es auch nur das Bild, das die Verhinderer von einer/dieser Stadt haben. Vielleicht ist die Substanz aber auch einfach nur zu gut und die Rasterung noch passend und brauchbar.

  • Ich glaube so ähnlich wurde bei manchem Gebäude argumentiert, dass wir jetzt vermissen.

    Lasst uns doch einfach mal abwarten wie es wird. Jedes Gebäude sieht doch nach 50 Jahren ohne Renovierung irgendwann heruntergekommen aus.


    Wie oft wurde auch vom billig Silber geschrieben, dass sich doch jetzt richtig schön an dieser Stelle macht.

  • Generell bin ich bei solchen Situationen ja für Abriss und Neubau. In diesem Fall verstehe ich aber den Erhalt. Das Gebäude mag Hässlich sein, aber irgendwie ist es schon stadtprägend

  • Ich sehe in dem Gebäude - leider - nach wie vor mehr Potential als bei einem Neubau. Die meisten modernen Geschäftshäuser kommen plump und fehlproportioniert daher, ob vom Architekten verursacht oder von der Politik verschuldet (in Stuttgart denke ich etwa an das CityGate oder Dorotheen Quartier, die geplante Calwer Passage oder die Hausmann Homes, auch das Milaneo ist mMn aus vielen Perspektiven unförmig). Der Bestand besitzt durch den abgesetzten Kubus immerhin eine gewisse Finesse und Prägnanz, die, zugegeben, durch den aktuellen Zustand stark an Ausdruck verloren hat.

  • Wie oft wurde auch vom billig Silber geschrieben, dass sich doch jetzt richtig schön an dieser Stelle macht.

    Es werden sich garantiert nicht viele finden die der Meinung sind das dieses unsägliche Billig-Silber sich "gut macht". Ich kenne eigentlich nur Leute die es für einen ausgemachten Schandfleck halten. Das wurde ja nun oft genug hier thematisiert und Wagahai hat in zahllosen Beiträgen nachgewiesen das dieser Nachkriegsschrott weg gehört und nur aus idiologischen Gründen (Stichwort deutscher Schuldkult) überhaupt erhalten wurde. Als Folge schrumpften Fritzle & PP den anfangs genialen Benisch-Entwurf des Doro-Quartiers auf Schlumpfhausen-Format - Disaster!

  • Was auch immer man von der Ästhetik des Gebäudes halten mag, scheint es mir eine ganz schön steile These die Kausalität für die Entscheidung im "Schuldkult" zu sehen. Könntest du bitte nochmal den "Nachweis" dafür raussuchen?

  • Steffen79

    Der Bau wurde vor ein paar Jahren erst renoviert, wobei der Sockel m.E. ausgeklammert wurde. Nein, mir fehlt der Glaube, dass man hier etwas retten kann, nach dem der erste Versuch auch schon so kläglich gescheitert ist.

  • Ich bin weiterhin gespannt, ob nach der Sanierung wieder die Netze gespannt werden, die die Tauben davon abhalten sollen, den Sockel mit ihren Hinterlassenschaften zu besudeln. So wie die letzten Jahrzehnte....


    Stadtbild prägend wurde auch schon mal der Tahiti-Bau genannt, der rechts neben dem C&A ist.

    Dieser Bau ist etwas erträglicher, aber gerade der Sockel macht ihn so schwer erträglich für mich. So schauen wir mal wie die Betonplatten durch Blech ersetzt werden und dies alle vom Hocker reißt.

    So wie ich nicht glauben kann das es heute keine Architekten mehr geben soll, die hier an dieser Stelle etwas wirklich Stadt prägendes, wie den Schocken hinstellen, könn(t)en.

  • ^

    Der Sockel ist das daran allerschlimmste Element überhaupt!


    Regent

    Stadt(bild)prägend?! Der Kölner Dom prägt das Stadtbild, oder der Eiffelturm. Die prägende Wirkung hier beträgt in 3 Richtungen maximal 120m. Wenn der Dom aus Köln verschwindet und Paris sein Wahrzeichen verliert, würden das die Bewohner bedauern. Wenn das Hofbräueck verschwinden würde, täte dies kaum jemand merken und noch weniger bedauern.


    Steffen79

    Ich glaube das passt hier nicht. Wir vermissen Kaliber wie das Stuttgarter Rathaus. Davon ist dieser Bau maximal entfernt. Abwarten tue ich in diesem Fall trotzdem gerne.


    MiaSanMia

    Ausdruck habe ich bei diesem Bau zu keiner Zeit vernommen. In einem Punkt aber hast du vollkommen Recht, würde dieser Bau fallen, wäre der Nachfolger mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit, sagen wir "nicht besser".


    Damit man mich nicht falsch versteht, beim Hofbräueck hat ein Abriss für mich keine Priorität. Nur, eine Prägung für das Stadtbild kann ich hier nicht erkennen, wie ich es auch betrachte.