Alle Jahre wieder, Tradition muss bewahrt werden :)

  • Alle Jahre wieder, Tradition muss bewahrt werden :)

    Erstmal ein Gutes neues Jahr an alle!
    1.1.2017.


    Ausblicke, Mutmaßungen, Spekulationen, Wünsche und Überraschungen?


    Traditionell mutmaßen wir ja am Anfang eines jeden neuen Jahres über neue Bauprojekte. Wo gibt es einen Baubeginn, welches angekündigte Projekt verschwindet wieder?
    Wird es ein Überraschungsprojekt(e) geben mit welchem niemand von uns rechnet?


    2017, ein Jahr mit vielen Eventualitäten...


    Ich bin gespannt auf Eure Meinungen.

    2 Mal editiert, zuletzt von Adama ()

  • 2017 --> Man darf gespannt sein

    Frohes Neues 2017!


    Das kommende Jahr dürfte weiterhin von vielen spannenden Neu-Entwicklungen und einigen Überraschungen geprägt sein. Sicherlich ist die Gestaltung des Deutschen Bank Dreiecks eines der wegweisenden Projekte in diesem Jahr. Wie immer dürfte das Europaviertel ein Hotspot bleiben (Porsche Design Tower, etc.) aber auch das Ostend rund um die EZB (Hafenpark-Quartier, Danzigplatz). Beeindruckend dürfte die Fertigstellung des Henninger-Turms werden. Auf die Fertigstellung des Historischen Museums freue ich mich ebenso. Verhalten optimistisch bin ich beim Frankfurter Rundschau Areal.


    Besonders prominent dürfte allerdings das Dom-Römer Areal bleiben, das nun scheinbar jede Wochen neue Einblicke gewährt und große Hoffnungen weckt. Die Wiederkehr der Kleinteiligkeit und Enge sind in Zeiten von eintönigen Monolith-Quadern eine mehr als willkommene Alternative. Wenn diese 35 Häuser Schule machen sollten, darf man gespannt sein, was aus dem Areal rund um das Personal- und Organisationsamt (POA) wird (siehe FNP-Artikel aus August 2015).


    Langläufer-Projekte mit "Durchbruch"-Potential:

    • Entwicklung der Rhein-Main Arena im Kaiserlei
    • Umbau des Hochhauses am Park in Hotel und Wohnhaus, Grüneburgweg 102
    • Entwicklung des Polizeipräsidiums mit "großer Lösung"
    • Molenkopf-Hotel am Osthafen
    • Baubeginn der Wohnhochhäuser an der Stiftstrasse



    Größte potentielle Überraschung:

    • Sparkassen-Gelände bzw. Fraspa-Hochhaus an Ecke Junghofstrasse / Neue Mainzer (same procedure as every year..)


    Kleinere Hoffnungs-Projekte:

    • Entwicklung Saturn-Bauruine an der Berger Str.
    • Erneuerung der Fassade Intercontinental-Hotel am Main
    • Abriss / Modernisierung Schwestern-Hochhaus (hinter Literaturhaus)


    Stadtplanerische Hoffnungen:

    • Nachjustierung Platzgestaltung Rossmarkt / Goetheplatz / Rathenauplatz
    • Umrüstung der Berliner Straße für alle Verkehrsteilnehmer und Verminderung der Trennwirkung
    • Schnellerer Umbau des Bahnhofsvorplatzes und B-Ebene um ekelhaften Zuständen entgegen zu wirken


    Wirtschaftspolitischer Wunsch:

    • Verbleib des Stammsitzes der Deutschen Börse im Rhein-Main Gebiet anstatt des Vorstand-Wegzugs nach London (wäre ein sehr wichtiges Signal für Finanz-Standort Frankfurt)
  • Bei so vielen laufenden Projekten und weiterer, die bereits in konkreter Planung sind, fällt das spekulieren schwer Adama. Mit meinem Tipp - Areal des alten Polizeipräsidiums - lag ich immer falsch. Daher tippe ich es diesmal nicht sondern hoffe, dass der hier zu sehende FraSpa/Hypo-Tower aus der Versenkung auftaucht :)

  • Golden Age,


    Schöner Beitrag und ich stimme vielem zu!
    Hier meine Spekulationen, Wünsche usw:


    Hochhäuser:


    -Hochhausrahmenplan:
    Hoffentlich wird in 2017 damit begonnen diesen zu überarbeiten, in zB. Hochhauszonen. Es ist überfällig.


    -DeuBA Dreieck: Baldige Veröffentlichung der Wettbewerbsergebnisse und evtl. Beginn des Abbruchs der Bestandsgebäude dieses Jahr und Mitte/Ende des Jahres Baubeginn. Bitte keinen weiteren Mäckler. Bin wirklich sehr gespannt was da alles kommt.


    -Veröffentlichung der Hochhauspläne der Bundesbank, ich denke hier werden wir alle überrascht.


    -Wettbewerbsergebnisse vom Molenhochhaus und vom Gegenstück an der Hanauer werden veröffentlicht. Beim Molenhochhaus wünsche ich mir etwas mehr als 60m.


    -Porsche Design Tower: Hier sehe ich persönlich leider sehr schwarz. Es wurd zu still um das Projekt, es ist sogar von der Homepage der Architekten verschwunden.


    -Baufeld 43 im Europaviertel und Messe Hochhaus: Hier hoffe ich auf Verkauf an einen Investoren beim ersteren und einen evtl. Baustart beim zweiten. Zumindest aber ein paar neue Informationen zum Messe Hochhaus.


    -Polizeipräsidium: Ich bin fast 100% sicher das es hier einen Lösung geben wird, wir werden wohl alle überrascht :)


    -FraSpa Gelände und anliegender Gebäuderiegel: Prädestiniert für eine herausragende Bebauung. Hier werden fast zu 100% Sicherheit neue Informationen ans Licht kommen. Ich prophezeie das neue höchste Wohnhochhaus Deutschlands und evtl. ein, zwei weitere kleinere Türme an den Wallanlagen.


    -Ein oder Zwei weitere Überraschungsprojekte im Bankenviertel werden verkündet


    -Baustart Hochhaus am Park, Stiftstrassen Ensemble, Tower One


    -Ein oder Zwei Überraschungsprojekte in Niederrad und/oder im Rebstock


    -Gateway Gardens: Ein Baustart eines Hochhauses


    Andere Projekte:


    Schauspielhaus und Oper Frankfurt:
    -Ich hoffe persönlich das man den Mut findet neu zu bauen, bzw. den gesamten bestehenden Komplex im Rahmen einer Sanierung mit einer aufwendigen neue Gebäudehülle zu überziehen. Man schaue nur mal auf Hamburg mit Ihren tollen Elbphilharmonie. Frankfurt braucht ein neues kulturelles Ausrufezeichen!


    -ÖPNV: Zügiger Vorantrieb der Planungen zum Ausbau, Ginnheimer Spange usw.
    Weitere Sanierungen der U-Bahn Stationen und S-Bahn Stationen


    -Goetheplatz: Endlich eine zufriedenstellende Lösung um die Ödnis in blühende Landschaften, in denen man sich gerne aufhält, zu verwandeln, schliesslich einer der schönsten Plätze Frankfurts.


    -Hauptwache und Konstabler: Weitere Bemühungen die Plätze zu verbessern.


    -Mainufer: Weiterer Ausbau mit Gastronomie, Toiletten und Badeschiff vor der Skyline


    -Europaviertel: Baustart "The Brick"


    Stadtplanerisch und Politisch:
    -Entschiedene Bekämpfung der untragbaren Zustände um Konstabler, Bahnhofsviertel bzgl. Drogenkriminalität usw., ich möchte mich mal endlich nicht mehr schämen müssen wenn ich Besuch am HbF abhole.


    -Verbleib der Börse in Frankfurt!



    Weiteres fällt mir bestimmt noch ein...

    2 Mal editiert, zuletzt von Adama ()

  • Nachdem aktuell bereits so viele Projekte in Bau (Henninger Turm, Winx, Grand Tower, Omniturm, Marieninsel, Messehalle 12, Kornmarkt-Arkaden, Flare, Campus Frankfurt School, Upper Zeil, u.v.m.) oder konkret in der Pipeline sind (ONE, Drei Schwestern, Senckenberg-Tower, Oberpostdirektion, Blue Horizon Umbau, Gueterplatz-Tuerme) beziehungsweise angekuendigt wurden (u.a. DeuBa Dreieck, Grand Central, Global Tower und Hochhaus am Park Revitaliserungen) faellt es schwer zu prognostizieren was 2017 neu dazukommen oder wieder aus der Versenkung auftauchen koennte.


    Zuerst hoffe ich, dass bei einigen der Pipeline-Kandidaten die Bagger anrollen, z.B. ONE, Drei Schwestern, Gueterplatz-Tuerme und Oberpostdirektion. Desweiteren gehe ich eher von kleineren Neuankuendigungen aus, wobei die Hoffnung besteht, dass sich endlich mal etwas konkretes bei einem dicken Brocken, dem Gelaende des ehemaligen Polizeipraesidiums tut (eine unwuerdige Ecke) und hoffentlich der Messeeingang Sued, Porsche Tower und Cascada nicht im Nirwana verschwinden. Und ja, wie jedes Jahr denke ich natuerlich auch an das Sparkassenareal, bisher leider vergebens. Und vielleicht passiert es ja wieder: ein Ueberraschungsprojekt wie Grand Central waere doch was.

  • Ich hoffe auf folgendes:


    -dass sich etwas beim zweiten Kulturcampus Turm ankündigt,ebenso beim Hotelturm am Güterplatz(gibt ja bei diesem Projekt leider keine Fortschritte,wenigstens ein Architekturwettbewerb oder ein aktueller Stand würden ausreichen)


    -Baubeginn bei Drei Schwestern,Porsche Design Tower,Tower 90


    -auch natürlich bei ONE,aber da sehe ich noch Schwierigkeiten,zumindestens bei der aktuellen Planung,nur nach Büroflächenvermietung mit dem Bau zu beginnen


    -dass das DB Dreieck und Grand Central vorankommen


    Einen Baubeginn beim DB Dreieck halte ich für komplett unrealistisch,da Bauantrag+Baugenehmigung bei einem Projekt dieser Größe mindestens 1,1,5 Jahre dauern,also hoffe ich dort eher schon einmal für 2018 oder 2019.


    Auf jeden Fall wird das Jahr sehr interessant werden,da sich viel positives ergeben kann oder auch kann vieles scheitern.

  • Ich habe ein paar Wünsche für Frankfurt, vielleicht gewagt und unmöglich aber dennoch:
    - Ich wünsche mir die komplette Dachlandschaft am Römer zurück inklusive der Türme.
    - Die Dächer gegenüber vom Hauptportal am Bahnhof würden für ein wahres Wunder sorgen.
    - Das geplante Haus an der alten Brücke wäre toll.
    - Das scheußliche luftschutzbunkerartige Gebäude der Evangelischen Kirche in der
    Saalgasse sollte weg und egal ob ein rekonstruiertes oder total modernes Gebäude
    stattdessen hin.
    - Das Gebiet um die Leonhardskirche verdient eine neue Chance
    - Am Mainufer sollte mindestens einer der langweiligen 50er Riegel etwas
    Ausergwöhnlichem weichen
    - Die Konstablerwache sollte schöner werden
    - Genauso wie Rathenau/Goetheplatz ,mit Rossmarkt
    - Im Ostend mehr Hochhäuser (auch und vor allem zum wohnen)
    - Mein allergrößter Wunsch wäre aber mehr Sauberkeit in der Stadt und weniger
    Geschmiere auf den Häusern

  • Fast sicher:


    Deutsche Bank Dreieck. Ich denke nicht, dass es schon so schnell los gehen wird (die Vorstellung der Wettbewerbsergebnisse sollte ja schon stattgefunden haben...), aber das Projekt ist einfach zu groß und zu wichtig, um zu scheitern.


    *********************************
    Meine Hoffnungen:


    Ein einigermaßen spektakulärer Neubau für die Oper. Einen neuen Standort kann ich mir hierbei nicht vorstellen...


    Polizeipräsidium mit mehreren Hochhäusern.


    *********************************
    Meine Träume:


    Neues Hochhaus zwischen altem und neuem DZ-Bank-Turm.


    Millenium-Tower.


    Garden-Tower: Abriss und Neubau eines Campanile...


    *********************************
    Aufgegeben habe ich:


    Sparkassen-Tower: Die Frankfurter Sparkasse kann so ein Projekt wohl nicht mehr stemmen. Einen Verkauf an einen Investor möchte ich nicht, weil mir die Gefahr zu groß ist, dass wieder nur so eine Art "let's play it safe" - 150 Meter-Investorentürmchen (Marieninsel) dabei herauskommen würde.


    ONE: Mit der Büro-Vorvermietungsvoraussetzung hat sich der Inverstor wohl ins Knie geschossen. Es entsteht überall in Frankfurt so viel neue Fläche, dass ich einfach nicht denke, dass die Mieter virtuelle Büroflächen tatsächlich gebauten und angebotenen Flächen vorziehen werden.


    **********************************
    Bitte nicht:


    Bundesbank-Hochhaus: Frankfurt ist einfach zu klein für so eine stark verzerrte Skyline. Das ist ja schon fast am Stadtrand. Sie sollte lieber einen Campus mit representativer Architektur errichten.


    **********************************
    Stadtplanerisch und politisch:


    Im Herbst will der Dezernent ein Konzept zur Schaffung von Wohnraum vorstellen. Ich hoffe auf mindestens ein neues Riedberg. Hoffentlich hält man sich wegen der zu erwartenden extremen Veränderung des Stadtbildes mit einer allzu massiven Nachverdichtung zurück.


    Keinen vollgepissten Drogen-Terminmarkt auf der B-Ebene mehr.


    Bebauung von innerstädtischen und gut erschlossenen Kleingärten. Ersatzflächen können im ebenfalls recht gut erreichbaren und zumeist aus brachliegendem Ackerland bestehenden Grüngürtel zur Verfügung gestellt werden.


    Die Börse soll in Frankfurt bleiben. Warum müssen sich immer ausgerechnet deutsche und dort oft frankfurter Unternehmen mit aller Macht ins Ausland verkaufen??? Allein der Versuch sollte mit der sofortigen Abberufung des Vorstands bestraft werden.


    Bebauung des restlichen Gleisvorfelds des ehemaligen Güterbahnhofs und des Rebstocks (*hüstel* Kleingärten *hüstel*).

  • ^Weitgehend schöne Gedanken, die sich die Vorredner hier gemacht haben. Mit dem meisten gehe ich völlig dàccord. Es ist schon ein Wahnsinn über wieviele -zumindest annähernd realistische- künftige Bauvorhaben man sich in unserer "kleinsten Metropole der Welt" freuen und nach Herzenslust orakeln kann:


    Was bei den Ausführungen bislang noch fehlte ist die Bebauung des

    • "Sommerhoff-Parks" incl. des 66m-Wohnturms.


    Meines Erachtens wird der Bau noch im ersten Halbjahr 2017 beginnen. Die "Seveso-Problematik" ist "nur" finanzieller Natur und wird sich sicher lösen lassen! Würde mich freuen, da ich das Projekt gar nicht schlecht finde.:daumen:

  • Ich hoffe, dass sich die Projekte DB Dreieck und Multifunktionsarena konkretisieren, bei allen anderen Projekten mach ich mir keine Sorgen, wenn nicht 2017, dann kommen die eben 2018.


    Ich freue mich sonst auf WinX/MainTor (Ende 2017) und Henninger Turm (Mitte 2017) und die neue Altstadt (2017/2018) und die wachsenden Türme im Bankenviertel und an der Messe, es gibt jetzt schon so viele Projekte, ab Mitte 2017 wird man hier mit Foto-Updates kaum noch hinterherkommen.

  • Tradition muss bewahrt werden

    [FONT=&quot]
    [/FONT]
    [FONT=&quot]Schöner Strang hier (und gutes neues Jahr an alle)[/FONT]

    [FONT=&quot]Da ich davon ausgehe, dass “Die Stadt“ sich um die Wohngebiete und Wohnareale in Zukunft [/FONT]
    [FONT=&quot]angemessener kümmern wird, dürften für die Frankfurter Bürger (Die Einheimischen) die “Projekte“ in [/FONT]
    [FONT=&quot]der Innenstadt, speziell aber im sogenannten Altstadt-Bereich am meiste bringen. [/FONT]
    [FONT=&quot]Die Investoren werden sich mit Unterstützung der Architekten, den Rahmenbedingungen der Stadt [/FONT]
    [FONT=&quot]und den hoffentlich weiterhin kreativen Kritikern erfolgreich um die Hochhäuser kümmern. [/FONT]

    [FONT=&quot]Meine Wünsche und Empfehlungen:[/FONT]

    [FONT=&quot]● Platzgestaltung Rossmarkt / Goetheplatz / Rathenauplatz. [/FONT]
    [FONT=&quot]Neuer Wettbewerb unter Einbindung der Bürger (der Öffentlichkeit).[/FONT]

    [FONT=&quot]● Umrüstung der Berliner Straße für alle Verkehrsteilnehmer und Verminderung der Trennwirkung. [/FONT]
    [FONT=&quot]Aber nicht mit einem Mittelstreifen, sondern durch Verengung. Auf den Seiten dann breitere Gehwege[/FONT]
    [FONT=&quot]und/oder Bebauung. 30 km/h und Zebrastreifen.[/FONT]

    [FONT=&quot]● Mainufer: Weiterer Ausbau mit Gastronomie, Toiletten und Badeschiff vor der Skyline und [/FONT]
    [FONT=&quot]Schließung der Straße für den Durchgangsverkehr. Damit Erweiterung der Fußgängerzone und [/FONT]
    [FONT=&quot]Erweiterung für z. B. den Weihnachtsmarkt. [/FONT]
    [FONT=&quot]Großformatiges, helles, sandsteinfarbiges Natursteinpflaster.[/FONT]

    [FONT=&quot]● Dann kann auch der Paulsplatz wieder historisch bebaut werden. [/FONT]

    [FONT=&quot]Das sind meine Hoffnungen, die überhaupt nicht unrealistisch sind, teilweise mehrfach schon Thema[/FONT]
    [FONT=&quot]im Römer waren und nun endlich tatkräftig angegangen werden müssen. Das bringt mehr Frankfurter[/FONT]
    [FONT=&quot]in die Innenstadt als neue Museen.[/FONT]

    [FONT=&quot]“Die Stadt“ selbst hat doch mit dem Dom-Römer-Areal bewiesen dass es geht und dass sie es kann. [/FONT]
    [FONT=&quot]Sie wird wieder Lob ernten. Also los denn! [/FONT]

    [FONT=&quot]
    [/FONT]

  • Frohes neues Jahr und alles Gute für 2017!

    Wirklich schöne Beiträge bis jetzt. Ich kann mich vielen Äußerungen und Wünschen anschließen und fast alles nur noch wiederholen. Für die "kleinste Metropole der Welt" gibt es in der Tat eine breite Auswahl an Projekten. Bei so vielen städtebaulichen Entwicklungen ist es sicherlich nicht leicht, einen Überblick über alles zu behalten. Vielen Dank jedenfalls für die bereits präsentierten, aktuellen Übersichten in diesem Strang!



    Wirtschaftlich hoffe ich, wie meine Vorredner, dass es weiterhin gut voran geht (ein Verbleib der Börse wäre wie gesagt wichtig) und Frankfurt den "Konkurrenzkampf" standhält.


    Städtebaulich und architektonisch denke ich aber nicht, dass Frankfurt das Bedürfnis hat auf andere internationale Städte zu schauen und primär zu versuchen, sich mit denen zu messen. Beispielsweise wäre eine Bestrebung eines neuen höchsten Turms der Stadt (Millenium Tower) völlog unnötig mMn. Dadurch würden CoBa und Messeturm fast nur noch "halb so stark" wirken. Es wäre sehr schade nachdem man sich doch so gut an diese Stadtbild prägenden Wahrzeichen gewöhnt und damit angefreundet hat. Warum sollte dieses Verhältnis in der Skyline gestört werden?


    Vielmehr soll die Stadt auf sich selbst und ihre Stärken blicken und weiterhin nicht nur Unternehmen/ Investoren begrüßen, sondern auch den Bürgern einen lebenswerten Ort bieten können (der Hochhausrahmenplan sei an dieser Stelle bspw. zu erwähnen).
    Insbesondere die Vielfältigkeit (eine der Stärken Frankfurts) muss berücksichtigt und bekräftigt werden. Dies ist ein entscheidender Faktor für eine zukünftig attraktive und lebenswerte Stadt! Und ich denke, dass Frankfurt mit den vielen verschiedenen Projekten, wie z.B. rund um das Europaviertel (auch "kleinere" Projekte wie das kontrastschaffende Backsteingebäude am Tel-Aviv-Platz tragen viel zur Verbesserung der Aufenthalts-/ Lebensqualität bei), am Dom-Römer-Areal, oder die Vorhaben der städtischen Bühnen, auf einem guten Weg ist.
    Dazu gehören nicht nur reine Glastürme (z.B. Omniturm), sondern ebenfalls Steinfassaden (z.B. MainTor), auch wenn Geschmäcker bekanntlich verschieden sind.


    An einigen zukünftigen Baustellen hoffe ich jedoch auch, dass auf den städtebaulichen Kontext "respektvoller" geachtet und Bezug genommen wird. FFM schätze ich persönlich auf der einen Seite als eine aufregende Stadt mit Mut zu Veränderungen ein, andererseits als einen Ort mit einer besonderen Geschichte, welche geschätzt wird bzw. werden muss. Vor allem die Planungen für den Opernplatz 2 halte ich für ein äußerst umstrittenes Thema. An einem so repräsentativem Platz sollte entsprechend gehandelt werden, indem man sich beim Entwurf an die umgebenden Neorenaissance-Gebäude anpasst.
    Eine gewisse Torwirkung und eine schlichte Anpassung an die auf der anderen Seite der Neue Mainzer Straße stehenden Neubauten sei zwar nachvollziehbar, aber hier muss eher "die Tradition bewahrt werden". Meines Erachtens nach steht die historische Bedeutung des Opernplatzes offensichtlich im Vordergrund.
    Anhand des Sofitel-Neubaus mit seinem Kupferdach und der fein gegliederten Fassade sieht man hervorragend, wie man angemessen einen neuen und relativ zeitlosen Baukörper in eine sehr wertvolle und historisch geprägte Lage einfügt ohne dabei en détail historischen Baustilen nachzuahmen. Warum nicht auch am Opernplatz 2? Zeitgenössische Bauweise/ Moderne und klassische Eleganz "verschmelzen" lassen als eine Art harmonischer Übergang vom Bankenviertel zur Oper. Das würde die (für mich sehr angenehme) Atmosphäre an diesem beliebten Platz nur stärken!
    Man kann ja nie wissen, vielleicht passiert hier noch etwas überraschendes.



    Wie dem auch sei, wünsche ich mir insbesondere neue HH mit begrünten Fassaden. Den Entwurf von Jahn/ M. Kaminiarz & Cie für den Tower 90 mit den "hängenden Gärten" halte ich für ein sehr solides Beispiel und hoffe, dass mehrere Bauwerke dieser Art in absehbarer Zukunft realisiert werden. Damit würde man der Umwelt und der Nachhaltigkeit durchaus einen Gefallen tun, genauso wie den Menschen und dessen Wohlbefinden und außerdem ein weiteres sichtbares Zeichen setzen, wie gut die Weiterentwicklung der Stadt voranschreitet. Auch architektonisch kann man somit neue Highlights schaffen, neue und besondere Eye-catcher, ohne dabei andere HH schlecht aussehen zu lassen. Ich denke es wird langsam Zeit eine "neue grüne Generation" einzuleiten und zu integrieren.



    Wie wahrscheinlich alle anderen Mitglieder des Forums bin ich auf jeden Fall gespannt, welche Neuigkeiten es in diesem Jahr geben wird und wie (schnell) sich die bereits laufenden Projekte entwickeln werden. Klasse, dass es in FFM interessant und spannend bleibt!


    Schöne Grüße aus Melbourne! :)

    5 Mal editiert, zuletzt von archipat ()

  • Den Blick in die Glaskugel kann ich natürlich nicht werfen, aber meine Wünsche für 2017:
    - Börsen-Fusion nur wenn der Hauptsitz Frankfurt bleibt
    - Beschleunigung Umbau Bahnhofsvorplatz, dabei sollten aber auf jeden Fall die alten Kandelaber wieder aufgestellt werden, eine Verlegung der Straßenbahn in die ursprüngliche Lage vorm Hauptgebäude und eine Begrünung ähnlich der Vorkriegssituation ohne allzu großen Aufwand möglich bleiben
    - Fortschritte bzgl Umbau Hauptwache (Beseitigung der Krater) und Konstablerwache (Beseitigung Podest, aber Erhalt Wochenmarkt)
    - komplette Neuplanung Rossmarkt - Goetheplatz - Rathenauplatz
    - Durchbruch für die Rhein-Main-Arena am Kaiserlei
    - abwechslungsreiche Entwürfe und weitere Fortschritte bzgl Baustart auf dem DeuBa-Dreieck
    - beim Polizeipräsidium hoffe ich auf völlig neue Pläne, die sämtliche Altbausubstanz erhalten (auch den Innenhof in dem ursprünglich der Turm gebaut werden sollte) und wenn möglich den furchtbaren Bereich Richtung Ludwigstraße mit einbeziehen
    - Konkretisierung weiterer Hochhäuser im Bereich rund um den Güterplatz
    - ONE kann von mir aus stocken bleiben, und zu späterem Zeitpunkt mit einem architektonisch besseren Entwurf (der von Schneider+Schumacher war ganz annehmbar) wieder angegangen werden
    - auf ein Hochhaus auf dem Bundesbankareal am Ginnheimer Spargel kann ich komplett verzichten, dann die Baumasse lieber in einer Blockrandbebauung an der Eppstein-Straße unterbringen
    - komplette Umplanungen auf dem Senckenbergareal - vor allem der furchtbare Hochhaussockel sollte umgeplant und die Verstümmelung der Altbauten durch Kulka rückgängig gemacht werden, die weiteren Bereiche deutlich kleinteiliger und weniger kontrastierend zum gründerzeitlichen Umfeld bebaut werden
    - beim Schauspielhaus natürlich Wiederherstellung der Jugenstil-Fassade und generell harmonischere Gestaltung des Gesamtkomplexes
    - Konkreteres zur Rekonstruktion der Rathausdächer, insbesondere der Türme Langer Franz und Kleiner Cohn
    - positive Entscheidung zu einer Neuentwicklung des Bereichs südlich des Römers mit historischem Grundriss, Rekos und Gestaltungssatzung wie beim Dom-Römer-Areal
    - viele kleine Projekte im Gründerzeitring um die Innenstadt die das oftmals zerrüttete Stadtbild (besonders im Westend) wieder reparieren
    - viele Nachverdichtungsvorhaben in den Zeilenbausiedlungen der Nachkriegszeit, dabei möglichst oft Umstrukturierung (vor allem auch durch Abriss und Neubau) hin zu einer kleinteiligen urbanen Blockrandbebauung
    - Ermittlung ausreichend vieler Flächen im Außenbereich für zukünftige Wohnbebauung, hierbei sollten auch Teile des Grüngürtels mit einbezogen werden dessen Schutz auf die tatsächlich wertvollen Flächen reduziert werden sollte; wobei bei Städtebau und Architektur auf keinen Fall die Fehler von Riedberg, Rebstockpark oder Europaviertel wiederholt werden sollten, allerhöchstens Frankfurter Bogen und Deutschherrnufer können ansatzweise als Vorbild taugen
    - bezüglich neuer Siedlungsflächen aber auch bei anderen Themen stärkere Kooperation mit den Nachbargemeinden
    - Abkehr vom immer mehr grassierenden Dämm- und Flachdachwahn
    - Frankfurt sollte zu DER Vorreiterstadt für Neoklassische Architektur in Deutschland werden (bezüglich Quantität und Qualität)
    - Fortschritt beim Lückenschluss der D-Strecke (Routenführung und ob durchgehend unterirdisch oder teilweise überirdisch ist mir derzeit noch relativ egal, auf jeden Fall sollte die Strecke komplett unabhängig vom Straßenverkehr geführt werden), der RTW, und der Verlängerung der U5 zum Frankfurter Berg
    - Baubeginn für den viergleisigen Ausbau der Main-Weser-Bahn
    - deutlicher Fortschritt beim viergleisigen Ausbau zwischen Hauptbahnhof und Südbahnhof inklusive Umbau des Gleisvorfelds, möglichst Beschleunigung des sechsgleisigen Ausbaus zwischen Stadion und Hauptbahnhof
    - deutliche Fortschritte bei der NBS nach Mannheim
    - realistische Überprüfung des NKV für die nordmainische S-Bahn, dass zwei zusätzliche Gleise zwischen Ffm und Hanau nötig sind, ist klar, aber ich tendiere eher dazu diese für den Fernverkehr mit vmax 200-230km/h zu errichten, wirklichen Mehrwert kann ich in einer defacto Umwandlung der Regional- in eine S-Bahn nicht erkennen
    - deutliche Verbesserungen bei der Gestaltung der unterirdischen U- und S-Bahn-Stationen
    - Fortschritte beim Erlangen der Baureife für den achtstreifigen Ausbau der A3 Mönchhofdreieck - Frankfurter Kreuz, Offenbach - Hanau und der A5 Nordwestkreuz - Friedberg, sowie für den Umbau von Nordwest-, Offenbacher und Wiesbadener Kreuz
    - bessere Ampelschaltungen, mit wirklicher Beschleunigung der Straßenbahnen und möglichst grüner Welle stadtauswärts

    2 Mal editiert, zuletzt von Rohne ()