Neues Hertha Stadion [Vision]

  • ^Das schrieb ich auch schon. Dort würde sich vor allem die Anbindung an S- und Autobahn relativ leicht realisieren lassen.

  • ^
    Auch ich hab dazu schon was geschrieben, ohne Resonanz. Warum der Vorschlag nun wieder rausgekramt wird weiß ich nicht.


    Und noch eine Frage: wer würde eine S- und Autobahnanbindung für ein Stadionneubau der Hertha finanzieren?

  • @Bato:
    Würde es denn eine Extra S-Bahn Anbindung brauchen? Man versucht doch Wege zum Stadion etwas länger zu machen um Massen zu entzerren.
    Da wäre aus meiner Sicht der S-Bahnhof Tempelhof der wesentlich geeignetere Bahnhof als Haltestelle.
    Da denkt man ja sogar schon drüber nach einen zusätzlichen Ausgang Richtung Tempelhofer Feld zu machen: http://www.tagesspiegel.de/ber…lhofer-feld/13557508.html


    Mir würde es gefallen, wenn man den Großmarkt am Westhafen abreißen würde und dort ein Stadion bauen würde. (gut wohin mit dem Großmarkt?) Ich weiß - jetzt geht es Richtung Visionen (vielleicht unrealistisch), aber genau das fehlt mir so ein bisschen bei der Diskussion. Ich mein so ein Stadion baut man da für die nächsten 30 bis 50 Jahre (oder zumindest wählt man den Stanort für eine solange Zeit). da muss man doch zu Beginn mal anders denken. Mithilfe eines Stadions kann man ja Gebiete ganz neu erschließen.

  • ^
    Den hochfrequentierten Blumengroßmarkt abreißen zugunsten von Hertha? Komm schon, das ist doch unrealisitisch.


    Fußweg vom S-Bahnhof Tempelhof zum WSS sind fast 3 km was locker eine halbe Stunde Fußweg bedeutet. Praktisch ist anders...


    Mithilfe eines Stadions kann man ja Gebiete ganz neu erschließen.


    Was in der Innenstadt schon recht schwer ist um man deshalb den Brandenburg Park als zweite Option gewählt hat.

  • Ich gebe Dir rech Bato. Ich wollte eigentlich nur mal anregen etwas mehr "out of the box" zu denken.


    Wenn es darum geht Sportstätten zu bündeln.. Was spricht dagegen das Ganze in die Näche des Velodroms zu bauen an die Landsberger Allee? An der Fritz Riedel Straße git es sogar ein Sportgelände.


    Es waren sowieso nur wenige Orte in Ostberlin dabei, die AS+P untersucht hat. Hatte das einen Grund? Liegt es daran, dass Hertha vermeintlich ein West Club ist?

  • Es wird in Berlin grundsätzlich schwer sein, einen Standort für so ein Stadion zu finden, das nicht auf irgendwelche Widerstände stößt. Für mich persönlich ist eine möglichst optimale ÖPNV Anbindung mit das Wichtigste. Es kann nicht sein, dass im 21. Jahrhundert ein Stadion besser mit dem Auto erreichbar ist als mit den Öffis. Die meisten der hier vorgeschlagenen Standorte kranken genau daran: Allenfalls ein Umsteigebahnhof liegt in der Nähe, der große Zuschauermengen kaum bewältigen kann. Speziell das Poststadion halte ich von der Lage her für völlig ungeeignet (trotz der relativen Nähe zum Hauptbahnhof), der Vorschlag Großmarkt ist unrealistisch.


    Ansonsten bleibt es mir ein Rätsel, wieso Hertha mit einem Stadion für gerade mal 55.000 Zuschauer plant. Ich hatte es schon mal geschrieben, glauben die nicht an sich selbst? Möchten die dauerhaft im bestenfalls gehobenen Mittelfeld der Bundesliga mit einem Zuschauerdurchschnitt von allenfalls 50.000 spielen? Hat man keine höheren Visionen? Es muss doch möglich sein, in dieser riesigen Stadt ein deutlich größeres Potenzial zu erwecken! Wenn man schon so ein vergleichsweise bescheidenes Stadion baut, dann bitte wenigstens mit der Option, dieses kurzfristig und halbwegs kostengünstig für eine deutlich höhere Zuschauerkapazität erweitern zu können, ohne dass dabei architektonischer Wildwuchs rauskommt.


    Mit dieser zaghaften Haltung könnte Hertha ja gleich ein 30.000-Mann-Stadion errichten, dann heißt es in Zukunft auch regelmäßig gegen Ingolstadt oder Wolfsburg: Ausverkauft!


    Ich bleibe dabei: ein besseres Marketing, eine bessere Außendarstellung und dauerhaft stabiler sportlicher Erfolg würden den Zuschauerschnitt deutlich erhöhen. Nur müsste Hertha dafür z. B. auch mal europäisch spielen, was man in dieser Saison vermutlich schon wieder versieben wird.

  • Backstein: Ich bin mir wirklich nicht sicher, ob Hertha so viel mehr Potential hat. Die aktuelle Imagekampagne finde ich ganz nett aber echte Dauerfans bekommt man mE nicht so einfach. Berlin identifiziert sich in meiner Wahrnehmung nicht sonderlich stark mit Hertha. Ein guter Teil der zugewanderten Fußballanhänger bleibt offenbar auch in Berlin der alten Liebe treu. Woran das alles liegt, kann ich nicht beurteilen. Aber ich bin auch mehr ein starker Sympathisant (so wie ich grundsätzlich mit vielem in Berlin sympathisiere) als dass ich da extreme Leidenschaft verspüre. Und das wo mich Fußball durchaus begeistern kann. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich einige völlig durchgeknallte und hochgradig peinliche Herthafans kennen gelernt habe (wobei ich auch normale kenne). Da will man lieber nicht zu viel mit zu tun haben und schämt sich eher. Positiv finde ich hingegen, dass man zunehmend junge Spieler aufbaut, auch aus dem eigenen Nachwuchs. Zusammen mit einigen internationalen Spielern passt das gut zu Berlin und erhöht hoffentlich die Identifikation.


    Was das Stadion angeht, bin ich sehr zwiegespalten. Die Idee kann ich nachvollziehen und sehe auch die von Bato, Dunning Kruger und anderen genannten Argumente. Andererseits ist das Olympiastadion schon etwas besonderes, gerade weil kaum ein anderer Verein noch in einer ähnlichen Arena spielt. Daher verstehe ich den Wunsch von Herrn Geisel, vielleicht doch über den Kompromiss eines erneuten Umbaus nachzudenken. Die zugige Flanke könnte man vielleicht mit großen Glasscheiben ähnlich wie am Hauptbahnhof schließen. Dann könnte man sogar weiter durch das Marathon-Tor bzw. umgekehrt ins Stadion schauen (die entsprechenden Aufnahmen sind schon recht beeindruckend). Die Laufbahn könnte man wie einst geplant durch Sitzreihen ersetzen und das Spielfeld dafür absenken.


    Natürlich würde das nicht gerade die Auslastung verbessern und der Denkmalschutz müsste erst einmal mitspielen. Auch würde Hertha weiterhin keine Namensrechte vermarkten und könnte den Komfort etwa im Bereich der Toiletten nicht erheblich verbessern. Die Stadt müsste ihrerseits tief in die Taschen greifen, gerade wenn nicht zugleich die Miete massiv erhöht wird.


    Auf der anderen Seite entfällt so auch die hohe finanzielle Belastung für den nach wie vor eher klammen Verein. Neue Infrastruktur erübrigt sich so und das vorhandene Umfeld kann weiter genutzt werden. Die Tradition und die Einzigartigkeit bleibt erhalten und die Funktionalität bzw Emotionalität verbessert sich. Durch ein stärkeres Tourismuskonzept sowie ggf. Aktionen für Kinder- und Jugendvereine sowie Schulen, Brandenburger, generelle Rabatte für weit entfernte Plätze etc. könnte man die Auslastung vielleicht etwas steigern und bei wirklich beliebten Partien hätte man einen echten Hexenkessel. Der Stadt bliebe ein weitgehend leeres Olympiastadion erspart und sie könnte weiterhin Mieteinnahmen erzielen.


    Alles in allem bliebe es ein Kompromiss, so wie es auch ein Neubau neben dem Olympiastadion wäre. Diese beiden Optionen halte ich dennoch für die insgesamt wünschenswertesten.

  • Mit den 55.000 gebe ich dir recht Backstein.
    Wenn man mal guckt, wer alles gerade die Stadien ausbauen will:
    - Frankfurt
    - Köln
    - Leipzig
    und auch andere Stadien wie München, Schalke oder Dortmund hätten gerne mehr Plätze. Die Anzahl von 55.000 ist genauso kurzsichtig, wie die Suche der Standorte von AS+P uninspiriert und visionsarm ist.
    Wer behauptet auch, dass so eine Suche einfach wird. In einer Stadt, die boomt und die, genau wie andere Städte, erstmal versuchen muss den Wohnungsbau zu gestalten, wird es schwierig bis unmöglich einen Stadionplatz zu finden, der gleich auf Anhieb alles erfüllt. Ohne den Abriss bestehender Gebäude und den Neubau von ÖPNV wird es nicht gehen. Ansonsten kommt man zu solchen Ergebnissen wie Olympiapark oder Brandenburgpark. Beides einfach unbefriedigend.

  • Gibt es eigentlich berechnungen um wieviele Sitze die Kapazität des Olympiastadions steigen würde, wenn man die Laufbahn mit zusätzlichen Sitzreihen bestücken würde?


    Ich befürchte, dass dann bei den meisten Spielen sich die Stadionatmosphäre wegen noch mehr nicht besetzter Sitzeplätze noch weiter verschlechtern würde.

  • merlinammain: Ich kenne keine Zahlen dazu. Natürlich würde es die prozentuale Auslastung eher weiter senken. Andererseits würden zumindest Teile der Zuschauer näher ans Spielfeld rutschen und die sonst ganz oben saßen auch aufrutschen. Leer bleiben würden vorrangig die generell weniger attraktiven Plätze, wohingegen die Zone um das Spielfeld atmosphärisch stark profitieren sollte. Insgesamt kann man so mehr attraktive Plätze anbieten. Für die weniger attraktiven Plätze sollte man dann eben sehr preiswerte Konditionen bspw um 10-15 € anbieten, was in Berlin durchaus etwas ziehen könnte. Oder man könnte vielleicht die kaum nachgefragten Plätze teilweise zurück bauen und dort dann zusätzliche leichte Toiletten schaffen (die müssten sich nur möglichst dezent einfügen).

  • Wir sind doch hier alle keine Fußball-Bundesliga-Manager oder Geschäftsführer, insofern ist es müssig, über 30.000, 55.000 oder 70.000 Besucher zu spekulieren. Diese Gedanken muss sich Hertha schon selbst machen (und wird es wahrscheinlich auch gemacht haben)


    In einem Architekturforum sollten wir eher über städtebauliche oder architektonische Alternativen sprechen.


    Dabei kommen wir aber auch nicht weiter, wenn wir jeden beliebigen Platz in Berlin "in den Ring werfen", der politisch weder gewollt noch durchsetzbar ist. Bato hat das am Beispiel Werner-Seelenbinder-Sportpark schön gezeigt, wo die wirklichen Probleme dieser "geträumten" Standorte ist.


    Solange vom Berliner Senat nichts anderes zu hören ist, stehen die beiden von Herta vorgeschlagenen Standorte zur Debatte. Und wenn sich der Senat mit dem Olympiagelände kompromisslos zeigt, wird Hertha wahrscheinlich auch nicht zögern, nach Ludwigsfelde zu gehen.

  • Leer bleiben würden vorrangig die generell weniger attraktiven Plätze, wohingegen die Zone um das Spielfeld atmosphärisch stark profitieren sollte.


    Naja, geht so. Problem ist, dass die oberen Ränge + Dach noch weiter vom Spielfeld weg wären und das Stadion weiterhin relativ offen bleibt. Der Schall durch die Zuschauer verflüchtigt sich aber nach wie vor im großen Rund. Dem Traum eines reinen Fußballstadion wäre man dann trotz hohen Baukosten kaum näher gekommen. Und von Seiten der Hertha gibt es an so einer Lösung kein Interesse.

  • Die Bundesliga hat für europäische Verhältnisse ungewöhnlich viele Stadion-Geher. Wie lange das so bleibt ist ungewiss. Die Altersstruktur ist problematisch. Und vor allem: Deutscher Fussball wird entweder eine globale Marke (wie die Champions League, die Permier League und einige britische / spanische Vereine) - oder es passiert was mit der Niederländischen Liga schon vor Jahren passiert ist: Irrelevanz. Wer erinnert sich noch an Ajax Amsterdam? Die neue Fussballwelt ist eine "Winner-Takes-All-Welt" auf globaler Ebene. Nur so zum Vergleich: Hertha hat weniger als 1 Mio FB Fans. Bayern 45 Mio. Barcelona 90 Mio. Insofern: Hertha muss ambitionierter sein - und ist es! Aber mit Augenmass - und mit klarer Prioritätensetzung. Dazu gehört: 1.) Ein Stadion mit WLAN und modernem elektronischem Access-Management/Ticketing. Im Olympiastadion mit Denkmalschutz nicht zu machen. 2.) Emotionalisierung des Stadionerlebnisses. Das geht eher mit Verknappung und Ausverkauf als mit leeren Rängen 3.) Globalisierung der Marke (nicht umsonst die Spekulation um 250 Mio Geld aus China für die Bundesliga) 4.) Augenmass was Berlin angeht (hier lese ich meines Erachtens viel Wunschdenken!). Von 3,5 Mio Berlinern sind fast 2 Mio zugezogen. Die bringen den Verein ihrer Kindheit mit. Obendrein teilt sich das Interesse womöglich dauerhaft auf 2 Vereine - und eventuell sogar zwei Bundesliga-Vereine, wenn Union am Ball bleibt. Und auf ein in Europa ausser London einzigartiges sonstiges Freizeitangebot.

  • Oh, Bato, dein Post vom letzen Jahr ist mir tatsächlich entgangen. Dabei wirft er interessante Fragen auf.



    1. Das Areal ist das Gegenteil von "Grüner Wiese". Für einen Stadionneubau + zugehöriger Infrastruktur müssten bauliche Anlagen und vor allem ein nicht unbeträchtlicher Bestand an Bäumen abgerissen werden.


    Dass es eben _nicht_ grüne Wiese, sondern in einem städtischeren Umfeld liegt (siehe Stadien im Rest Europas) finde ich eher gut.



    2. Der WSS genießt eine hohe Beliebtheit seitens der Bevölkerung. Der Aufschrei wäre groß würde er wegfallen. Außerdem werden die Sportanlagen rege genutzt (u.a. von Tasmania).


    Wenn es politischen Willen gibt, wird dafür Ausgleich geschaffen werden.
    Klar, das ist eine Herausforderung, aber wenn die Politik (Sprich: Senat oder politische Entscheidungsträger) aktiv die Stadt gestalten will und ein attraktives Stadion in einem gemischten Umfeld schaffen will, dann wird es dafür Wege geben. Mit Kompromissen, aber das ist eben Politik.
    Traut sich das die Politik nicht zu und will lieber Zersiedelung und ein Stadion mit Autobahnanschluss auf der grünen Wiese, dann wird das die Lösung sein. Zeugt für mich aber eher von fehlendem politischen Gestaltungswillen.



    3. Das Gelände gehört dem Land Berlin. Dieses hat jedoch ein Interesse an einer hohen Auslastung des Oly. Der Kaufpreis müsste dann schon verlockend hoch ausfallen um einen Verkauf schmackhaft zu machen.


    Das hat sich mittlerweile ein bisschen erübrigt, da sich Hertha jetzt auf den Auszug festgelegt hat.



    4. Die ÖPNV-Anbindung ist suboptimal. Die Fanschaften müssten alle über den S+U-Bahnhof Hermannstraße anreisen und würden dann durch die Emser oder die Siegfriedstraße zum Stadion ziehen. Da sind Anwohnerproteste vorprogrammiert. Und der Sicherheitsaspekt ist hierbei auch nicht zu unterschätzen; Stichwort Fanausschreitungen in enger Wohnbebauung.


    Das ist aus meiner Sicht die größte Herausforderung. Mögliche Lösungen wären ein breiter (neu zu bauender) Weg im (oder am) Sbahngraben. Oder eine neue S-bahnhaltestelle zwischen Tempelhof und Herrmannstraße.
    Beides ist eine Herausforderung weil sich die Stadt (oder eben Dritte) an den Kosten beteiligen müssten bzw es zu Extrakosten kommt, die Hertha vermutlich nicht tragen kann.


    Einen extra Bahnhof könnte man eventuell aber so bauen, dass er genau zwischen den beiden bestehenden Bahnhöfen liegt und somit verkehrstechnisch einigermaßen Sinn macht und im normalen Leben auch als Parkzugangsbahnhof verwendet werden kann. Wie realistisch das ist und ob es funktionieren würde, müsste man natürlich eruieren. Ist nur eine Idee.



    5. Größe - für ein Fußballstadion mit einer Kapazität von mind. 50.000 Zuschauern + Infrastruktur erscheint mir das Areal fast schon zu klein. Ausbaupotentiale wären kaum vorhanden.


    Findest du? Ich stelle mal das Arsenal Stadium (61.000 Zuschauer) und den WSS in direktem Vergleich:
    AS: https://www.google.de/maps/pla…!3d51.5548885!4d-0.108438
    WSS: https://www.google.de/maps/@52…182679,358m/data=!3m1!1e3


    Man könnte sogar noch die Eisporthalle weiter betreiben.

  • ICC abreissen und Stadion hinsetzen

    ... ich bin zwar ein Freund der spacigen ICC Architektur, aber zur Not würde ich das ICC opfern. Vorteil, Parkhaus kann stehen bleiben und weiter genutzt werden, ÖPNV + Straßenanbindung sind sehr gut.


    Auch das Südgelände in Schöneberg käme in Frage. Müssten nur Bäume gefällt werden in größerer Zahl. Aber auch das sollte möglich sein, siehe Stadtpark Lankwitz.


    Und zuletzt. Haus der Statistik abreissen und Hertha Arena hinsetzen. Würden aber wohl Siicherheitsaspekte dagegen sprechen.

  • Dass es eben _nicht_ grüne Wiese, sondern in einem städtischeren Umfeld liegt (siehe Stadien im Rest Europas) finde ich eher gut.


    Da bin ich bei dir. Hertha an seinem alten Standort am Gesundbrunnen wäre schon eine feine Sache. Aber die Geschichte ist leider anders verlaufen.


    Zum WSS: Mit politischem Willen kannst du natürlich fast überall ein Stadion bauen ;)
    Aber genau das ist das Problem. Die Stadt Berlin hat dermaßen viele "Baustellen", dass die Stadionwünsche der Hertha eher untere Prio sind. Ohne politischen Willen ist ein Stadion-Neubau für die Hertha in der Stadt nicht machbar, außerhalb der Stadt in Ludwigsfelde könnten Fans und Investoren (schlechtere Vermarkbarkeit) auf die Barrikaden gehen. Ich sehe hier eher die Hertha in der schlechteren Verhandlungsposition.


    Arsenal-Bsp.: Platztechnisch ist das rund ums Emirates schon sehr eng. Bei Pflichtspielen platzt der öffentliche Raum ums Stadion aus allen Nähten. Kann man so machen, aber ob das im überregulierten Deutschland und im RRG-regierten Berlin geht wage ich zu bezweifeln.

    Das hat sich mittlerweile ein bisschen erübrigt, da sich Hertha jetzt auf den Auszug festgelegt hat.


    Hat sie das? Finanzierungszusagen gibt es auch schon? Abwarten...


    Kleist
    Ok, ist angekommen, dass du die Diskussion unsinnig findest.

  • Auch das Südgelände in Schöneberg käme in Frage. Müssten nur Bäume gefällt werden in größerer Zahl. Aber auch das sollte möglich sein, siehe Stadtpark Lankwitz.


    Das Südgelände in Schöneberg steht unter Naturschutz. Und irgendwann ist auch mal gut mit hemmungslosem Bäumefällen. In den letzten fünf Jahren sind bereits zahlreiche Brachen und Bäume in der Stadt verschwunden, die ihren Beitrag zum lange als "grün" empfundenen Berlin geleistet haben. Da muss nicht auch noch ein Naturschutzgebiet für einen ohnehin umstrittenen Stadionneubau geopfert werden.


    Nachtrag: ok Kleist, das war vermutlich (hoffentlich) ironisch von dir gemeint. Bin da inzwischen wohl etwas empfindlich geworden, was größere Eingriffe in Natur- und Freiflächen angeht...

    Einmal editiert, zuletzt von Hobrecht () aus folgendem Grund: Ironie übersehen (hoffentlich)

  • Ohne politischen Willen ist ein Stadion-Neubau für die Hertha in der Stadt nicht machbar, außerhalb der Stadt in Ludwigsfelde könnten Fans und Investoren (schlechtere Vermarkbarkeit) auf die Barrikaden gehen. Ich sehe hier eher die Hertha in der schlechteren Verhandlungsposition.


    Du meinst nicht, dass der Senat den Wegzug eines 100-Milionen-Umsatz Unternehmes verhindern möchte?
    Sollte sich der Denkmalschutz am Oly nicht bewegen (was gut möglich ist, da politisch unabhängig), kann ich mir schlecht vorstellen, dass der Senat nicht über Alternativen nachdenken will.
    Aber vielleicht bin ich auch zu optimistisch.


    Arsenal-Bsp.: Platztechnisch ist das rund ums Emirates schon sehr eng. Bei Pflichtspielen platzt der öffentliche Raum ums Stadion aus allen Nähten.


    Das betrifft aber so gut wie alle Stadien in England und auch in Spanien. Wenn man es kennt, ist es nicht so schlimm wie man es vorher befürchtet ;)
    Was beim Heraufbeschworen von Angstbildern auch oft vergessen wird: es geht hier um 17 Veranstaltungen pro Jahr.


    Hat sie das? Finanzierungszusagen gibt es auch schon? Abwarten...


    Werner Gegenbauer sagte wörtlich: Wie auch immer die Lösung aussieht, ab 2025 wird Hertha nicht mehr im Olympiastadion spielen.