Senckenberg Gesellschaft baut um und erweitert (seit 2014)

  • Naja, irgendwie hat es dann ja auch sein Gutes ... wenn denn die Aufstockung des Physikalischen Vereins die Zeitschicht der zeitgenössischen, respektive modernen Architektur darstellen soll, und so habe ich die fachkundigen Herrschaften in dem oben geposteten Video verstanden, wissen wir jetzt wenigstens, weiß die Öffentlichkeit und alle diejenigen, die sich dafür interessieren und gerne darüber im positiven Sinne streiten bzw. diskutieren, was man von dieser Art Formensprache, ihrem Gestaltungswillen und ihrer Gestaltungsfähigkeit zu halten hat ... nichts, oder nicht besonders viel ... :Nieder:

  • @Pumpernickel, Du versuchst zu erklaeren wie es zu der "Fehlentscheidung" Kulka als Architekten anzuheuern kommen konnte und spekulierst welche Ueberlegungen die Auftragsgeber geleitet haben koennten.
    Du stelltst es so dar das die Auftraggeber nicht wussten was sie tun, oder sich von Kulkas Werk in Potsdam haben blenden lassen.


    Ich kann auch nur spekulieren, ich denke es war eine bewusste Entscheidung der Auftraggeber. Vermutlich ist es die selbe Klientel die auch das Philosophicum kaufen wollten.


    Ich vermute es handelt sich um Alt-Spontis aus den 1970er die ihren Marsch durch die Institutionen hinter sich haben und nun in einflussreichen Positionen sitzen. Den Baustiel ihrer Jugend bewahren, bzw durch die Architektursprache ihre Ideologie Ausdruck verleihen wollen.


    Vielleicht sehe ich ja auch nur Gespenster und alles ist ganz anders.


    Alle Spekulation zum Trotz, es aendert nichts an den Tatsachen.
    Die meissten Menschen werden das Gebaeude ertragen muessen und nur eine kleine Minderheit wird sich an der Architektur erfreuen.


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    Mod: Bitte beim Thema und bei der Sache bleiben. Danke.

  • eine kleine Minderheit wird sich an der Architektur erfreuen.


    Nicht einmal das. Denn im Gegensatz zum Philosophicum stört hier im Sockelbereich doch noch "Historismus-Kitsch", wie es Freunde der Industrieästhetik ausdrücken könnten. Wer den oberen Teil mag, der wird sich enorm am unteren Teil stören - und umgekehrt. Ich habe ehrlich gesagt noch nie einen solch "beißenden" und unharmonischen Umbau gesehen. Es gibt ja viele Beispiele für den Faible der deutschen Architekten der Nachkriegsjahrzehnte für "Brüche zwischen Alt und Neu", sie sind selten wirklich hübsch, aber man kann meist damit leben. Aber hier? Da passt nichts zusammen!


    Das erhöht wenigstens die Chance, dass das nie per Denkmalschutz dauerhaft dem Blick der Öffentlichkeit aufgezwungen werden wird, a lá Philosophicum, bevor es in einigen Jahren wieder umgebaut werden kann.

  • Hier noch ein verkürztes Zitat von Prof. Dr. Dr. h.c. Volker Mosbrugger (Generaldirektor der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung) aus dem Video (ab 4‘11“ geht’s los): “Also letztendlich einen Gebäudekomplex zu erzeugen […] der deutlich macht das Seriosität und Qualität der Forschung ganz oben steht als Kriterium“.


    Ich vermute aber das die Senckenberg Gesellschaft den kryptogamen (Erklärung geht bei 1‘12“ los) Baustil veranschaulichen bzw. auf die Spitzen treiben wollte.


    Das Video ist sehr erhellend da sich der unbedarfte Laie halt keine Gedanken macht.


    Aber zurück zum Thema: Ist bekannt ob der Steuerzahler diese Reste:
    https://model2.de/light/4723/senckenberg_umbau_deci1olo.png
    komplett zerstören oder nur unter Gipskarton verschwinden lässt?

    2 Mal editiert, zuletzt von main1a () aus folgendem Grund: Bild geurlt

  • Die müssen das doch erkannt haben!!!!????


    Wer sich die Fassade des Museums ansieht, kann daran sehr gut erkennen, wie es bei Senckenberg um den Umgang mit dem historischen Erbe (Gebäude) bestellt ist.
    Interessanterweise sind im Video auch diese schrecklichen Fenster, die ich meine, zu sehen.


    Das, was man an der alten Physik sehen kann, ist billigste Baumarkt-Ästhetik (wie auch die eben erwähnten Fenster an der Schauseite des Museums). Sowohl die Fassade, als auch die Farbgebung, das Dach und diese merkwürdigen Panoramafenster sehen aus, als habe man sich bei der Schließung von Praktiker noch einen restlichen Lagerbestand gesichert. Einfach hergeholt und aufgesetzt, egal ob es paßt oder nicht.


    Das ganze möchte ich Nicht-Architektur nennen. Denn so etwas kann ein Schüler in fünf Minuten neben dem Unterreicht in sein Heft malen. Es hat null Sinn, null Ästetik und null architektonische Qualität. Also alles, was gemeinhin Architekten den Bauwerken vorwerfen, deren Bauherren es gewagt haben, sich das Honorar für den Architekten zu sparen.


    Zur Frage, ob man diesen Baumüll auch wieder rückgängig machen könnte.
    Wenn, ganz hypothetisch, der Komplex verkauft würde, wäre eine der ersten Fragen des Käufers jene nach der Nutzfläche. Er kauft also mit dem Gebäude eine bestimmte Quadratmeteranzahl und müßte bei einer Änderung nicht nur bereit dazu sein, viel Geld für die Veränderung in die Hand zu nehmen, sondern auch auf den einen oder anderen Quadratmeter zu verzichten. - Viel wäre das nicht unbedingt, aber immerhin.


    Zum Punkt, daß man hier möglichst viel Fläche in die Gebäude pressen wollte.
    Ich habe inzwischen erkannt, daß es bei den Dächern wohl darum ging, einen Dachstuhl aufzusetzen - aus Stahl, nicht? - der das Dach ohne Stützen überspannt. Das gibt aber noch keinen Grund dafür her, Dachüberstände "einzusparen" oder eine Blecheindeckung zu verwenden. Auch der Frankfurter Dom hat nach dem Krieg ein mit Schiefer gedecktes neues Dach bekommen, welches auf einem Dachstuhl aus Stahl ruht.


    Aber zu viel Testosteron, Kuhgeschmack, Präpotenz, Architekturhörigkeit und diverse andere Macken, Fehler und Verbiegungen der Verantwortlichen machen eben so manches möglich. Hier wie anderswo.


    Gruß, Christian

  • Ist bekannt ob der Steuerzahler diese Reste [...] komplett zerstören oder nur unter Gipskarton verschwinden lässt?


    Das ist in der Presse mitgeteilt worden. (Ich glaube, diese Artikel waren von der Frankfurter Neuen Presse). Man will die Öffnung, die man hier erkennen kann, die in der Kramerschen Zeit zugemacht worden ist, wieder herstellen und den Stuck irgendwie pseudo-ergänzen.
    Also nicht die verloren gegangenen Teile ergänzen, sondern, so habe ich es verstanden, nur andeuten. Wohl dort, wo die Ornamante unterbrochen sind, einen kleinen Wulst andeuten, um - in Kulka-Sprech - Zeitschi...


    Also auch das meiner Meinung nach ein Sch... . Denn es ist schließlich nicht schwierig, Stuck abzuformen und nachzumachen.
    Man will einfach, daß es hinterher möglichst bescheiden aussieht. Gipskarton wäre die ehrlichere Lösung, wenn man damit nichts anzufangen weiß.


    Gute Nacht, Christian

  • Nachdem ich mir noch mal den gesamten Thread reingezogen habe (wenn man schon nicht mehr schlafen kann, dann tut so eine Gruselshow auch nichts mehr), bleiben eigentlich drei Bilder bzw. Aussagen hängen, die sich kongenial ergänzen:


    1) Der Wolpertinger
    2) Der gefesselte T-Rex (der sieht richtig aus als wenn er leidet, klasse Sinnbild)
    3) Saxonia: "Im Tierreich würde man sagen: Tötet es, bevor es Eier legt!"


    Ich hatte u.a. aufgrund der Arbeit am Römer ja lange angenommen, dass man in Frankfurt achtsamer mit dem Bauerbe umgehen würde als anderswo teils der Fall. Weit gefehlt, wie man sieht! Das größte Glück ist da noch, dass der schönste Bestandsbau offenbar äußerlich erhalten bleibt. Vielleicht stellt er ja eine stille Mahnung für kommende Generationen dar, den Komplex dereinst zu erlösen, sozusagen den befreiten T-Rex auf den Wolpertinger zu hetzen...

  • Wir reden immer über das Gebäude, als sei es ein Individuum. Natürlich ist es letztlich aber das Werk von Herrn Kulka. Dieser scheint sich aber wenig von Kritik beeindrucken zu lassen (so auch "Kulka weiß, dass seine Pläne im Barock-verliebten Dresden nicht jedem gefallen werden: „Ich rechne mit Kritik.“ - http://www.bild.de/regional/dr…-areal-45300104.bild.html - "...aber ich mach es trotzdem so" könnte man noch anfügen).


    Was natürlich ein schweres Erbe sein könnte, das wären Veränderungssperren die Kulka selbst verfügt bzw. in seinem Testament oder von seinen Erben verfügt werden, mit Verweis auf das Urheberrecht als Architekt. Aktuell zeigt sich das schon am "Landtagsschloss" in Potsdam, wo Herr Kulka eine Rückkehr von Attikafiguren untersagt hat ("Einstmals befanden sich 76 Skulpturen auf dem Dach des Potsdamer Stadtschlosses, 34 davon – jene an der Außenfassade – sollen wieder aufgestellt werden. Im Innenhof soll das Dachgesims leer bleiben, das hatte Landtagsarchitekt Peter Kulka so verfügt." - http://www.pnn.de/potsdam/1115326/).


    Das heißt, das Werk des "Stararchitekt" könnte uns ggf. sogar dauerhaft erhalten bleiben. Wenn, dann könnte Bürgerprotest zB von uns interessierten Laien ggf. noch verhindern, dass weitere derartige Prägungen in diesem Ensemble vorgenommen werden, ggf. auch der Planer gewechselt wird. Oder wollen wir erst wieder hinterher klagen, wenn auch am Museumsbau vollendete Tatsachen geschaffen wurden? Ich überlege mir die Tage einen Brief an die Senckenberg-Gesellschaft, in dem ich sachliche Kritik aus meiner Warte als architekturinteressierter Laie und Bürger darstelle. Vielleicht möchten andere von euch das selbe tun. Kritik muss auch bei den Verantwortlichen ankommen, damit diese einbezogen werden kann. Und das wird sie umso eher, je vielstimmiger sie geäußert wird, diese also nicht als "Einzelmeinung" abgetan werden kann.

  • Meiner unmaßgeblichen Meinung nach sind solche Veränderungssperren nicht existent oder zumindest können sie nicht wirksam sein. Urheberrecht hin oder her.
    Denn wenn ich ein Gebäude von einem Architekten entwerfen lasse, ist es immer noch mein Gebäude. Ob ich es grün-orange gestreift anstreiche (soweit baurechtlich zulässig), es abreiße, Fenster zumauere, Wände hinzufüge, eine Garage anbaue - was kann/darf das den Architekten angehen? Wenn er tatsächlich dabei mitzubestimmen hätte - niemand würde mehr einen Architekten engagieren. Denn schon die Tatsache, daß ein Gebäude "unter Denkmalschutz steht" schreckt viele ja schon davon ab, ein Gebäude zu erwerben.


    Kurz: rechtlich gesehen, würde ich ein solches Veränderungsverbot für schlicht sittenwidrig halten.
    Daß man bei bedeutenden Bauten aber vor der Veränderung ein Einvernehmen mit dem Architekten resp. seinen Erben anstrebt und seine Expertise in die Entscheidung einfließen läßt, ist etwas völlig anderes.
    Etwas anderes ist es auch, wenn im Vertrag mit dem Architekten eine Veränderungssperre enthalten ist. Denn dann haben beide Seiten es so gewollt. Ich würde allerdings so eine Klausel nie in einem entsprechenden Vertrag haben wollen und würde jedem davon abraten.


    Etwas drittes ist es allerdings - es wurde hier schon erwähnt -, was die Denkmalschützer daraus machen. Wenn die meinen, so einen $\%&# wie er hier gebaut wird, für denkmalwürdig und erhaltenswert erklären zu müssen, wenn sich endlich Eigentümer finden, die das eigentliche Baudenkmal von seiner Verschandelung frei machen möchten, dann wird es - sehr - schwierig.


    Gruß, Christian



    Edit: So, ich habe mal kurz betreffs des Urheberrechts recherchiert. Demnach gilt solch eine Mitspracherecht des Architekten also nur bei Bauwerken, die eine gewisse Originalität besitzen, und ob dieses der Fall ist, wird letztlich gerichtlich entschieden.
    Wie heißt es so schön: Auf hoher See und vor Gericht bist Du in Gottes Hand.
    Man kann jedem Bauherrn also nur raten, eine Klausel wie oben nicht zu akzeptieren, und im Vertrag festzuschreiben, daß mit dem Honorar alle Ansprüche jedweder Art abgegolten sind, oder ähnlich.

    2 Mal editiert, zuletzt von cjbffm ()

  • Auf Adamas anschaulichem Panorama der Front zur Robert-Mayer-Straße gehen aufgrund des nahen Fotografen-Standorts die Dachaufbauten unter. Nicht, dass ich dem Umbau etwas abgewinnen könnte. Die aufgesetzten Dachgeschosse wirken so deplaziert wie die vom Rathaus-Nordbau. Die Dachschrägen möchte ich Euch dennoch nicht vorenthalten:



    Zur Senckenberg-Anlage steht der Umbau inzwischen fast frei. Das Jügelhaus ist noch in Arbeit. Der Blick vom anderen Ende - durch die Robert-Mayer-Straße in Richtung Opernplatz:



    Bilder: epizentrum

  • Beispiel Kulturerbe - Umgang mit alter Bausubstanz

    [FONT=&quot]Senckenberg [/FONT][FONT=&quot]^[/FONT]

    [FONT=&quot]Ja sehr schade, wie lieblos hier wieder mit der alten Bausubstanz umgegangen wird. [/FONT]
    [FONT=&quot]Neuzeitliche Ergänzungen und Aufbauten bei historischen Gebäuden sehen halt immer so aus, als [/FONT]
    [FONT=&quot]würde man sich eigentlich noch für den Altbau schämen, hätte aber dann kein Geld für einen Abriss [/FONT]
    [FONT=&quot]und Neubau.



    [/FONT]

  • ^


    Lieblos trifft es bei weitem nicht. Manche Menschen bringen dem architektonischen Erbe volle Verachtung entgegen und lassen sie daran aus- wenn man sie läßt.


    So liegt es meiner Meinung nach hier.

  • Im Fernsehen habe ich gerade gesehen, wie die Teilnehmer des Radrennens durch die Senckenberganlage gefahren sind und am Jügelhaus vorbei. Es war nicht gut zu erkennen, weil das Bild der Motorradkamera nicht ganz still stand und ziemlich viele Regentropfen auf dem Objektiv waren. Aber es scheint so, als habe man sich inzwischen entblödet, auch die Fassade des Jügelhauses mit demselben scheußlichen und überdies unpassenden Baumarkt-Weiß anzuschmieren, wie schon jene der alten Physik.
    - Kann man dafür jemanden zur Verantwortung ziehen?

  • Ich halte dieses "Projekt" für eine der schlimmsten Sünden an einem Bestandsbau in den letzten 60 Jahren. Man sieht ja viele verstümmelte Altbauten landauf und landab.


    Aber dass man mutwillig, mit so viel Geld und wissend um das desolate Ergebnis, dieses Projekt so konsequent durchgezogen hat, alle Achtung für dieses unglaubliche Maß an Kulturverachtung.


    Man steht wirklich fassungslos vor diesem "Umbau". Ich hätte es nach dem Vandalismus der 60-er und 70-er Jahre, bei dem ganze Quartiere ihren Stuck verloren haben, nicht für möglich gehalten, dass man 40 Jahre später nochmals zu diesen Mitteln greifen würde und ein Gebäude derart entstellen kann. Es ist echt zum Heulen!

  • Ich hätte es nach dem Vandalismus der 60-er und 70-er Jahre, ...


    Aus den Siebzigern, so weit ich mich erinnere, stammen auch die scheußlichen Fenster im Senckenberg-Museum,
    in der Front zur Senckenberganlage. Daran kann man, so finde ich, gut erkennen, wie man bei Senckenberg zu
    seinem Erbe steht.
    Wenn man aber, wie es die Senckenbergianer offenbar tun, seine alten Gebäude als Klotz am Bein betrachtet, und
    wenn man, wie Volker Mosbrugger (übrigens Jahrgang 1953) in einem Statement zu diesen Baumaßnahmen sagte,
    mit den "Umgestaltungen" Modernität durch seine Bauten nach außen demonstrieren wollte, warum ist man dann
    nicht konsequent gewesen und hat gleich einen Abrißantrag gestellt?


    Wegen angeblicher (herbeigerechneter) "Unwirtschaftlichkeit" wird so etwas ja gerne auch von den
    Denkmalschutzbehörden durchgewunken.


    Und wenn das nicht geklappt hätte, hätte man immer noch die Gebäude verscherbeln und an einem neuen Standort
    etwas bauen können, was dann wirtschaftlich und sichtlich zu hundert Prozent modern gewesen wäre. Immerhin wird
    in direkter Nachbarschaft ja noch einiges an Fläche frei.


    Stattdessen "modernisiert" man die hinzuerworbenen Bauten so, daß es der Sau graust, presst viel Nutzfläche hinein,
    baut einen deplazierten Anbau, der dem Treppenhaus ein Drittel seines Tageslichts nimmt, vernichtet auch an anderer
    Stelle alte Substanz und ist mit dem Ergebnis möglicherweise immer noch nicht wirklich zufrieden, weil es eben immer
    noch kein Neubau ist, der die gewünschte Modernität nach außen hin zeigt.


    Um das ganze zu rechtfertigen, wird etwas davon erzählt, daß man mit den Gebäuden ein tolles Erbe habe, was aber,
    betrachtet man das Ergebnis, ein schiefes Bild ergibt. Entweder sind die Gebäude so toll, wie man behauptet, dann kann
    und sollte man sie im wesentlichen so lassen wie sie sind.
    Oder man möchte Gebäude, die äußerlich modern sind und innerlich große Ausstellungsräume, sichere Magazine und
    helle Arbeitsplätze bieten. Gegen solche Wünsche ist ja überhaupt nichts zu sagen, bloß muß man sich eben fragen
    (und fragen lassen), ob man dafür nicht ganz andere Bauten benötigt, und die alten besser aufgibt.


    Über das Jügelhaus hätte sich stattdessen womöglich die Musikhochschule gefreut, die dann mit der Aula auch gleich
    einen wunderbar musikalischen Saal erhalten hätte. - Bei Senckenberg geht ja die Mär um, die Aula sei für Musikveranstaltungen
    völlig ungeeignet; eine Ansicht, die in ihrem Erkenntnisniveau kaum noch unterboten werden kann. Die Aula ist etwas
    überakustisch, wenn sie nicht voll besetzt ist, das ist ihr Problem. Ist sie aber voll, hat sie eine ausgesprochen gute
    akustische Qualität!


    Gruß, C

    2 Mal editiert, zuletzt von cjbffm ()

  • Es wird nunmal leider nicht besser, die Aufbauten am Jügelhaus wurden nun noch schlichter und weißer, einfach schrecklich. Die gesamte Nordfassade ist bereits eingerüstet (kein Bild davon) und Maler sind bereits am Schaffen:


    Bild: https://fvgffm.de/img2/05bns6m.jpg Bild: https://fvgffm.de/img2/06krsf4.jpg


    Respektlos:


    Bild: https://fvgffm.de/img2/07nrs8e.jpg Bild: https://fvgffm.de/img2/08jtsdh.jpg


    Bilder: Adama

  • Anbei ein paar Fotos vom Haupthaus und ein Bild aus meinem Bürofenster leider nur Handy-Qualität.


    Passende Überschrift wäre: "Das Grauen von Bockenheim"


    Bild: https://model2.de/light/2206/senk196bba.jpg Bild: https://model2.de/light/2206/senk3tjzlk.jpg


    Bild: https://model2.de/light/2206/sewnk261lv6.jpg Bild: https://model2.de/light/2206/unnamedoixeq.jpg
    Quelle: eigene Fotos

  • Das Dach vom Jügelhaus ist eine Beleidigung für das Auge. Dagegen sind die Notdächer am Bahnhofsplatz ja ein Traum. Kann wohl such niemand erwarten, dass die rekonstruiert werden - so lange "Stararchitekten" so etwas zusammenschustern.

  • Ach.
    Du.
    Sch*iße!
    Ohne Witz, das war grade eben meine Reaktion als ich die Bilder vom Jügelhaus gesehen hab. Das übertrifft alle meine schlimmsten Befürchtungen. Warum? Warum tut jemand sowas? Das ist doch eine böswillige Entstellung! Mir kann keiner erzählten dass diese Scheußlichkeit irgendjemand tatsächlich in irgendeiner Weise ästhetisch ansprechend findet!
    Wär das Gebäude ein Pferd sollte jemand die Flinte holen.

  • Der Spruch "Schlimmer geht immer" gilt nach der Betrachtung dieser Untat nicht mehr.


    Es geht wirklich nicht mehr schlimmer!