Nbger Westen: St. Leonhard, Schweinau, Sündersbühl

  • Ich finde hier solche Projekte als deutliche Aufwertung des Viertels. Ich würde ganze Häuser hier abreißen und solche aufgewertete Neubauten bauen. Somit wäre es ganz anderer begehrter Stadtviertel. Als nächstes würde ich mich freuen wenn das alte Fruchthaus noch wegkommt. Dort gab es schon ein geplantes Wohnhaus von Schultheiß. Das Projekt konnte ich aber nicht mehr finden bei denen. 😔

  • Umstritten war dieses Projekt des Evangelischen Siedlungswerkes an der Müllverbrennungsanlage aka Wärmekraftwerk

    Zwei wichtige Details fehlen mir: Gesims als Dachüberstand und Faschen um die Fenster.

    Ohne dem wirkt das Gebäude nahezu 1:1 wie ein 70er Jahre Riegel. Wer's mag...

    Es ist vielen Bauherren offenbar unbekannt, dass Putz in kürzester Zeit vom Dach her zu versiffen neigt, wenn die Dachkante nahezu bündig mit der Wand ausgeführt wird. Ein kleiner Dachüberstand kostet nicht die Welt, würde die Fassade länger "schön" halten und dem Auge wäre noch dazu ein optischer Abschluss geboten. Immerhin hat man hier an eine Überdachung der obersten Balkone gedacht, womit diese tatsächlich auch sinnvoll nutzbar sind.


    Ich finde hier solche Projekte als deutliche Aufwertung des Viertels. Ich würde ganze Häuser hier abreißen und solche aufgewertete Neubauten bauen

    Das sehe ich anders. Der Bestand weist m.E. deutlich mehr Gestaltungswillen auf, als nach der geplanten Sanierung. Warum das Gesims entfernt wird, erschließt sich mir nicht (ggf. wird das auf der Visualisierung aber auch falsch dargestellt). Auch der Entfall der Balkone ist aus optischer Sicht schade, aber für die Nutzbarkeit sind die neuen Balkone im Innenhof (Südost statt Nordwest) sicher besser geeignet. Insgesamt stimme ich Nothor zu, hier ist die Fassade deutlich zu einfallslos, um wirklich als Aufwertung bezeichnet werden zu können.

  • Ne, also sorry - Aufwertung für die Straße ist das für mich auch nicht. Die Gestaltungsmerkmale aus der Billo-Investoren-Schublade: Querstreifen, willkürlich gesetzte bodentiefe Fenster... naja... ne.

    Und dass die Riegel an der Müllverbrennungsanlage mit den Plaste verkleideten Endlosbalkonen schauen wirklich aus wie sanierte Plattenbauten.

    Da sollte man auch in solchen Gegenden schon mehr erwarten finde ich!

  • In St. Leonhard muss eigentlich garnichts abgerissen werden, der Stadtteil hat ausgedehnten Ensembleschutz gerade wegen der qualitätvollen und gut erhaltenen Bausubstanz. Was im Innern an Qualitäten vorhanden ist sei mal außen vor, das obliegt den Bewohnern/Eigentümern, da etwas aufzuwerten. Das Problem in St. Leonhard ist m.E. die schreckliche Lage eingezwängt zwischen dem FSW und dem Bahndamm einerseits und Industriegebieten/Autoschieberbetrieben bis zum Stadtring andererseits. Egal in welche Richtung man St. Leonhard verlässt, man muss immer durch unmögliche Gegenden gehen/fahren. Das wiederum hat entsprechendes Klientel angezogen, nämlich solche die keine Wahl bei ihrer Wohnsituation haben, wodurch das Viertel heute auch noch eine eher schwierige Prägung erfahren hat. Ich wage wirklich die These, dass sollte der FSW eines Tages unter einem Park verschwinden, würde das Viertel zu einem der beliebtesten Nürnbergs werden, denn es ist wirklich sehr sehr schön dort. Einige werden jetzt schon "Gentrifizierung" schreien.


    Der Bau an der Müllverbrennungsanlage stört mich nicht wirklich, Bauherr war eine Wohnungsbaugenossenschaft, die geförderten Wohnraum geschaffen hat, was war da mehr zu erwarten? Da entstehen an stadtbildprägenden Stellen viel schlimmere Dinge. Z.B. die Schwabacher Straße 51 ist wirklich enttäuschend, wenn man ein Haus gestalterisch aufwerten will fügt man seinem Antlitz Farbe und Form hinzu anstatt es wegzusparen.

  • Das Problem in / für St. Leonhard ist die hohe Dichte und weitere Verdichtung bei gleichzeitig fehlendem öffentlichen Grün. Der Westpark und der kleine Park um die (ehemalige) Kreuzkirche sind die einzigen etwas größeren Flächen, die auch halbwegs ohne Autolärm sind.


    Der geplante Tunnel am FSW wird daran leider genau "null" ändern! Die Flächen, die auf dem Tunnel liegen und begrünt werden sollen, liegen nämlich genau zwischen N-Ergie-Kraftwerk und alten Industriehallen an der Maybachstraße auf der Westseite und der Volckamerstraße (tlw. Garagen) auf der Ostseite. Da wohnt heute kaum jemand und die versprochene Aufhebung der Trennwirkung reicht nur bis zu den Firmenzäunen.

    einige Visualisierungen dazu finden sich hier: https://zurueck-auf-los.de/presse-downloads/

  • Der geplante Tunnel am FSW wird daran leider genau "null" ändern! Die Flächen, die auf dem Tunnel liegen und begrünt werden sollen, liegen nämlich genau zwischen N-Ergie-Kraftwerk und alten Industriehallen an der Maybachstraße auf der Westseite und der Volckamerstraße (tlw. Garagen) auf der Ostseite. Da wohnt heute kaum jemand und die versprochene Aufhebung der Trennwirkung reicht nur bis zu den Firmenzäunen.

    einige Visualisierungen dazu finden sich hier: https://zurueck-auf-los.de/presse-downloads/

    Diese Mär vom angeblichen Grünen Deckel, der die Stadtteile neu verbinden soll, wird leider immer noch von sehr vielen mantrahaft geglaubt - hatte auch neulich ein Gespräch mit der SPD OB-Kandidatur-Kandidatin Elisabeth Ries. Es war wirklich erschreckend wie sachfremd da argumentiert wurde. Allein der Glaube, dass irgendwas dadurch besser würde, genügt offensichtlich um den städtischen Haushalt auf Jahrzehnte mit einem Projekt zu belasten, dass zu keinerlei Verbesserung für den Stadtraum führt. Dort wo die jetzt und auch zukünftig einzigen Übergänge von Leonhard/Schweinau nach Gostenhof bzw. in die Südstadt sind (Rothenburger Straße, Schwabacher Straße, An den Rampen und Sandreuthstraße) wird sich nichts durch die bisherigen Pläne verbessern. Im Gegenteil wird die Trennwirkung durch noch mehr oberirdische Fahrstreifen an den beiden erstgenannten Übergängen sogar noch verstärkt. Es scheint aber wohl vielen egal zu sein, was auf Plänen abgebildet ist. Bleibt zu hoffen, dass die Initiative "Zurück auf Los" es hier wirklich schafft, dass dieses Großprojekt nochmal mit einem städtebaulichen Konzept im Fokus und auf Erkenntnisgrundlage der 2020er Jahre neu gedacht wird. Die bisherigen Planungen sind ja fast 30 Jahre alt und zudem, meines Wissens nach, auch nur von SÖR erarbeitet und das ohne städtebauliche Analye geschweige denn Konzept. Aktuell ist das ein Projekt, das rein auf den Autoverkehr fokussiert ist. Und nicht mal für den bringt das Verbesserungen, sofern man den einschlägigen Experten denn Glauben schenkt. Oder mit den Worten eines befreundeten und in der Szene gut vernetzten Verkehrsplaners: "Den Verkehrsplaner, der sich von diesem Projekt irgendwelche Verbesserungen verspricht, möchte er gerne sehen."

    Ich kann mich in der Hinsicht immer nur wiederholen: Schaut bitte nach Utrecht, Paris oder Seoul, um nur ein paar Beispiele zu nennen, wie man Stadtviertel wirklich wieder attraktiviert.

  • Die aktuelle Situation am FSW zwischen St. Leonhard und Gostenhof widert mich so an, dass ich mir Veränderung und Erneuerung wünsche, und das muss schon etwas heißen, da ich eher ein Typ bin der in Erneuerung oft auch Verschlechterung sieht.


    Eure Argumente verstehe ich aber sehr gut, und vermutlich habt ihr Recht. Immer wenn Nürnberg soetwas großes gebaut hat war da am Ende mehr Beton und weniger Lebensqualität.


    Meine Ideallösung sähe wie folgt aus: Tunnelung des FSW zwischen Dianaplatz und Jansenbrücke. Dort sind dann auch die letzten Möglichkeiten für Auf- und Abfahrten. Alle anderen Auffahrten, die momentan als Kreuzungen ausgeführt sind, fallen weg. So bleiben alle bestehenden Verbindungen zwischen Gostenhof und St. Leonhard erhalten, wer aber auf den FSW fahren will muss diese Viertel umfahren. Das würde diese Viertel deutlich aufwerten.

  • Nbger Zentrum: Tafelhof (zwischen Hbf und Plärrer)

    https://geoportal.nuernberg.de…tal/flaechennutzungsplan/

    Die Lösung für den Verkehr wird nicht am Frankenschnellweg gelöst., egal ob groß, klein, dick oder dünn!

    Ich bin nah am Verkehr, Transportgewerbe.

    Wenn der FSW durch eine Baustelle oder Unfall beeinträchtigt ist, ist die Südstadt zu.

    Es wird auch sehr sehr Massiv in die Autobahnen um Nürnberg Investiert.

    Ich würde die Strecke durch die Stadt mit einer Maut versehen so das der Durchgangsverkehr "ausgeschlossen" bzw. sehr teuer wird.

    Jeder der Ziel & Start in den Gewerbegebieten hat, wird im Verhältnis nicht/wenig zu Kasse gebeten. Einfach Video Kasten Start/Ende mit der Zeit prüfen, schon erkennt man ob ein Stop dazwischen war.

    Gleichzeitig sollte man aber prüfen ob zb. die Fürtherstr. nicht kleiner werden kann und man diesen Verkehr "lenkt".

  • Es gibt hier vom SÖR eine Stellungnahme zu den Ausführungen der Initiative "BauLust" und Bund Naturschutz:

    September 2024: Flugblatt im Umlauf - unsere Erwiderung (etwas nach unten scrollen und aufklappen)


    Ob die Argumente zutreffen kann ich aufgrund einer nur oberflächlichen Kenntnis der Planung nicht beurteilen.


    Fairerweise: Die gewerblichen Nutzungen sind sicher nicht in Stein gemeißelt. Wenn die Areale in (ferner) Zukunft zu neuen Wohngebieten entwickelt werden würden, wäre man um einen Tunnel froh.

  • Der Tunnel geht bis höhe Bertha-von-Suttner-Straße, das ist der Bereich der in den Planungen der Stadt Nürnberg wo zu Wohnen umgenutzt werden soll, bis zum Bereich Rothenburger Straße.

    Auf die schnelle hab ich nur "Sündersbühl-Ost" gefunden.. aber ich glaube das war auch hier im forum.

    Die Stadt Nürnberg kann Ihr Gewerbe nicht einfach an die Gemeinden drumherum abgeben, das wäre Finanziell nicht möglich.

  • Das s

    Da sieh mal einer, bin heute dort entlang gefahren, und zack war das Haus schon fertig, das ging aber schnell ;-D


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    Im Ernst, ich bin eine Weile da nicht lang gekommen, entweder ist das wirklich innerhalb des letzten halben Jahre oder so umgesetzt worden, oder das schon länger so. Das ist halt Architektur zum wegschauen, nicht wirklich superhässlich-abstoßend, denn dann würde man ja auch den Fotoapparat rausholen, sondern etwas das man nicht zur Kenntnis nimmt.


    Etwas weiter an der Rothenburger Straße kennt man als Passant wohl dieses imposante Eckhaus, die Nr. 128 (Vorzustand). Da denke ich mir oft was das eigentlich für ein Prachtbau an städtebaulich wirkungsvoller Stelle ist, wenn man den richtig herausputzen würde. Nunja, man hat ihn nicht herausgeputzt, sondern angemalt:


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    Mich erinnert das ein wenig an das kunterbunte Ambiente linker Szeneviertel in den ostdeutschen Großstädten, oder der Kofferfabrik in Fürth oder die Desi in Johannis. Aber scheinbar ist es das Farbkonzept eines fränkischen Restaurants, denn im Haus gegenüber in der Fuggerstraße Ecke Wohlgemutstraße, ebenfalls ein imposantes Gründerzeiteckhaus, hat es sich auch festgebissen:


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    Es sind also zwei Restaurants "Papa Walters" in der Ecke beheimatet, und wirken von außen durchaus einladend. Die riesigen Balkone sind auch neu, die Bewohner haben sich da etwas gegönnt:


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    Seit 7 Jahren ist der Lückenfüller Fuggerstraße 5 nun fertig, dabei hatte sein Bau das Nachbarhaus, den Gründerzeitler Fuggerstraße 3 beschädigt. Immernoch sind diese Schäden nicht beseitigt worden, die Fensteröffnungen wurden mit Balken abgestützt, offenbar gibt es immernoch Senkungen - oder man streitet sich mit Verursachern und Versicherungen herum, um zu klären wer die Beseitigung der Schäden bezahlen muss:


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    Schade eigentlich, das Haus hat, mal abgesehen von seinem etwas lieblosen Pflegezustand, durchaus einen vornehmen Stil:


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    Ich hoffe ja immernoch, dass der vor 2 Jahren von arc_bn hier gezeigte Planung irgendwann irgendwie Realität wird, und die Entwicklung als Wohngebiet vorangetrieben wird. Denn die Fuggerstraße und die Holzschuherstraße haben an diesen Enden jeweils echt schöne Bebauung in denkmalwürdiger Erhaltung, wie z.B. hier die Holzschuherstraße 20:


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  • Auf dem ehemaligen Kartonax-Gelände an der Leyher Straße (Maps Link) sollen laut NN in einer drei- bis viergeschoßigen offenen Blockrandbebauung Studentenapartments, Wohnungen, ein Vollsortimenter, diverse Läden, eine Kita sowie Büro-/Dienstleistungsflächen um einen neuen Quartierspark entstehen. Diese Grafik zeigt wohl einen zwischenzeitlichen Stand der Planungen. Anscheinend unternahm der Eigentümer seit 2010 bereits mehrere Versuche das Areal zu bebauen. Zunächst plante er ein 6000 Quadratmeter großes Einkaufszentrum, das die Stadt jedoch ebenso wie ein Hotel mit 200 Betten mitsamt Läden und Büros sowie Wohnbebauung ablehnte. Nun scheint ein Kompromiss zwischen Eigentümer und städtischen Behörden gefunden worden zu sein. Für die Nahversorgung in dieser Gegend sicher eine sehr erfreuliche Nachricht.

  • Neubau Studentenwohnheim Geisseestraße Ecke Schweinauer Hauptstraße

    wurde hier im Forum von ionas88 hier bereits erwähnt, die Tiefbauarbeiten für das Studentenwohnheim vor Ort haben begonnen:


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    So solls aussehen, die Fertigstellung ist für Herbst 2025 geplant:


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    Visualisierung: SÜDREAL, Stuttgart


    In der rückwärtig gelegenen Kunigundenstraße ist ein Wohnblock fertig geworden:


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    Irgendwie sieht es auch so aus, als würden entlang der Straße noch weitere solche Wohnblöcke entstehen, auch wenn ich mir die Reihe an Visualisierungen ansehe, die arc_bn vor anderthalb Jahren hier gezeigt hat:


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    Direkt gegenüber wird ein stattliches Wohnhaus hochgezogen. Dort befanden sich zuvor nur Garagen (Google maps) :


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    Der Neubau steht nicht frei, sondern berührt das bestehende Wohnhochhaus daneben direkt:


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    Von hinten gesehen:


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    Die Kunigundenstraße wird ihr Gesicht stark verändern, ich würde auch sagen dass St. Leonhard in den nächsten Jahrzehnten den deutlichsten Bevölkerungszuwachs erleben wird, die Verdichtung Richtung Westen wird deutlich zunehmen.

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    und hier noch eine Stelle in St. Leonard: das ehemalige Fruchthaus steht immer noch.

    Ich habe vor paar Jahren das Projekt von Schultheiß gesehen. Damals war hier ein Mehrfamilienhaus geplant, es waren damals die Pläne und Preise vorbereitet und für den Kauf verfügbar. Dann ist das Projekt beim Schultheiß irgendwie verschwunden. Weiß jemand ob das Projekt von Schultheiß hier noch realisiert wird?

    Es wird hier doch gebaut.">">


    Schultheiß fängt wieder mit dem Verkauf der Wohnungen an laut ihren Homepage.

  • Wenn das wirklich so mit Strukturputz, Erkern und Natursteinverkleidung kommt, ist das für Schultheiss ein erstaunlich hochwertiges Projekt, wenn man sich mal so die Referenzen anschaut. Weiß wer zufällig wie die Pläne für die Schnell-Bebauung davor aussahen? Meine mich zu erinnern, dass das damals nicht so vielversprechend war. Auf der Objektseite sind auch noch weitere Visualisierungen zu finden. Bei Immowelt hab ich noch diese weitere Visualisierung des Innenhofs und diese der Dachecke gefunden. Die letztere scheint einen (mir scheint es vorherigen) anderen Stand der Planung zu zeigen. Zumindest vermute ich das angesichts der bei allen anderen Darstellungen jetzt vorhandenen abgesetzten Fensterlaibungen (begrüße ich), dem Einsparen der Gesimse an den Erkern (hätte dem Bau glaub ich gut gestanden) sowie dem erkennbaren Fehlen der Regenrinne am Dachübergang (war vermutlich ein Planungsstand). Naja, ich hoffe zumindest, dass es wirklich so kommt wie oben dargestellt und am Ende in der Umsetzung nicht wieder einiges eingespart wird.