^.... Fazit: Also genau das was in Berlin noch gefehlt hat.
Ich finde den Innenausbau garnicht so misslungen wie hier einige Foristen bemerken. Schliesslich sind dies nicht die Zeiten der Gegenreformation, wo man versuchen musste, die Evangelischen durch grandios üppigen Figurenschmuck und überbordende Dekoration unter Verwendung von viel Gold, zur Rückkehr in den Schoß der katholischen Kirche zu bewegen.
Die Zeiten sind hart die Zeiten sind karg. So bleibt sehr viel Raum für Kontemplation und das besinnen auf's Eigentliche. Ist ja nicht das Schlechteste.
Auch wenn ich mir einen weiteren farblichen Akzent gewünscht hätte, sei es durch knallbunte Bestuhlung oder einen wunderbaren großen, alten Lüster, hervorgerufen, die die Strenge und Kälte ein wenig brechen würden. Es fehlt nur an wenigen aber guten Details. Und schon ist die Kuh vom Eis.
... und warum sollte dieser enorme Raum nicht auch für Glaubensübergreifende Veranstaltungen, natürlich dem Duktus der Kathedrale nicht zuwiderlaufende, genutzt werden können? Im Kölner Dom gab es auch Techno-Konzerte. In der Kathedrale von Reims ebenso.
In Einem möchte ich Architektur-Fan Recht geben. Wenn irgendwann mal mehr Geld vorhanden sein sollte. stünde es diesem Gebäude gut zu Gesicht, und damit auch dem ganzen historischen Umfeld, wenn die Kuppelform äusserlich angepasst würde samt Rückkehr der Laterne.
Gerne hier nochmal aus meiner Sammlung der Kupferstich von Ringle/Engelbrecht mit der Darstellung der Kuppel von Knobelsdorff, Foto von mir.