Parks und Plätze

  • ^^Die Rollmülltonnen stehen da normalerweise nicht aber am Sonntag war das vom Nachbarschaftszentrum organisierte Frühlingsfest. Deshalb war für ein paar Tage davor und danach durch die FES für zusätzliche Entsorgungsmöglichkeiten gesorgt worden.


    Bei diesem Fest wurde man in der Vergangenheit auf der offenen Steinfläche regelrecht gegrillt, der Unterschied war sehr gut spürbar auch wenn die Bäume natürlich noch nicht so viel Schatten spenden können.

  • Ernst-Achilles-Platz


    Dieser wunderhübsche Platz war in den letzten Jahren Ablagestelle für Baumaterialien. Aber das ist jetzt vorbei, daher hat man erstmal den Gehsteig vorn und rechts verdoppelt (warum auch immer) und die Fläche um ca. 1/3 verkleinert. Das Beste aber ist, der komplette Platz ist begrünt, mit mindestens 3 unterschiedlichen Grassorten! Die Schönheit dieser Anlage strahlt weit ins Ostend hinein, ein Traum in Grün und Braun, wie man es gewohnt ist von Frankfurter Plätzen. Daher auch statt nur einem Bild gleich ein zweites mit einer natürlich wirkenden Schotterdurchwegung.



  • Man könnte es aber auch so beschreiben: die Leitungsbauer der Mainova haben den Platz rechtzeitig geräumt für die Leitungsverleger usw. für die Nordmainische S-Bahn.

  • Karlsplatz und der Karlstraße sollen umgestaltet werden

    Ein entsprechende Ankündigung gab es 2015 schon einmal. Sie blieb ohne Folgen, soweit ersichtlich. Heute, neun Jahre später, hat der Magistrat erneut etwas beschlossen. Die geschätzten Kosten sind nun mehr als vier Mal so hoch. Die PM der Stadt:


    Magistrat beschließt Umgestaltung des Karlsplatzes und der Karlstraße im Bahnhofsviertel

    In ihrer Magistratssitzung am Freitag, 11. Oktober, hat die Stadtregierung eine Bau- und Finanzierungsvorlage zur Umgestaltung des Karlsplatzes und der Karlstraße beschlossen. Die Maßnahme umfasst die straßenbauliche Umgestaltung der Karlstraße sowie die Umgestaltung des Karlsplatzes mit Anpassungen im Kreuzungsbereich der Nidda- und der Moselstraße. Ziele der Neugestaltung sind insbesondere eine stadträumliche Aufwertung sowie die Beseitigung funktionaler Mängel – insbesondere Anpassung der Verkehrsflächen an veränderte Anforderungen des Fußgänger-, Fahrrad- und des motorisierten Verkehrs.

    „Die Umgestaltung des Karlsplatzes und der Karlstraße reiht sich in eine Vielzahl von Maßnahmen ein, die zu einer Verbesserung im Bahnhofsviertel beitragen sollen. Der Platz wird barrierefrei gestaltet, die Beleuchtung wird verbessert und es werden 18 neue Bäume gepflanzt. Durch die verbesserte Beleuchtung soll das subjektive Sicherheitsgefühl verbessert werden“, sagt Marcus Gwechenberger, Dezernent für Planen und Wohnen.

    Die Gesamtkosten der Maßnahme belaufen sich auf rund sieben Millionen Euro, wobei die Mittel größtenteils aus dem Programm „Schöneres Frankfurt“ gedeckt werden. Vorbehaltlich der Zustimmung der Stadtverordnetenversammlung sollen die Bauleistungen noch in diesem Jahr ausgeschrieben werden.
  • Wow. Also der Karlsplatz ist sicherlich einer der schlimmsten Orte Deutschlands, Europas und vielleicht der ganzen westlichen Welt und dort etwas zu machen ist wichtig und richtig, alleine schon weil die Umbauphase einen Strömungsabriss samt Szeneverlagerung bewirken könnte.

    Aber sieben Millionen Euro für einen Platz, der 100-200 qm groß ist (plus bisschen Karlstrasse, die aber auch winzig ist).

    Wird da alles mit Gold verkleidet? Ich kann mir überhaupt nicht vorstellen wie man da sieben Millionen verbauen will und bin auf die Details gespannt.

  • ^^ Nun ist auch die entsprechende Magistratsvorlage M_136_2024vom 11.10.2024 online. Und dazu der Lageplan.


    Die Anzahl der Fahrstreifen für den Kraftverkehr wird, bis auf den Bereich der Einmündung zur Mainzer Ldstr. auf zwei reduziert. Damit setzt sich die verringerte Anzahl der Fahrstreifen und der 2,5 m breite Radweges von der Straße Am Hauptbahnhof in die Karlstraße fort. Zu Beeinträchtigung im Verkehrsfluss dürfe es m.E. nicht kommen und beendet die städtebauliche Unlogik (massive Aufweitung der Karlstraße).

    Ein paar zusätzliche Bäume im Einmündungsbereich zur MZ Ldstr. wären schön gewesen, da die aktuelle Planung hier noch vier Fahrstreifen vorsieht.


    Eine Fortsetzung der Baumreihe B6 - B8, also vor dem Haus Niddastraße 52, mit drei weiteren Bäumen verhindert möglicherweise die geplante Feuerwehraufstellfläche und/oder Versorgungsleitungen.

    Die Rasenfläche auf dem Karlsplatz wird anscheinend zu Gunsten der Pflasterung noch etwas kleiner, ich mag mich aber auch Täuschen.


    Das zurzeit prägnant wahrnehmbare Trafogebäude auf dem Karlplatz soll anscheinend mit einer skulpturalen Kunstwerk kaschiert bzw. überbaut werden, gut so! Die dafür veranschlagten Kosten von 630k EUR gemäß der Magistratsvorlage M_185_2015 werden mit der neuen Vorlage aufgehoben und es bedarf eines neuen Beschlusses.


    Kurzer Exkurs, die Vorlage M 185 griff die Idee der Umgestaltung des Karlsplatzes auf, welche wiederum in der Vorlage M_159_2006 (Anlage 1 Städtebauliches Entwicklungskonzept "Bahnhofsviertel", dort Platz-Dreieck Niddastraße genannt) artikuliert wurde. Neben dem Platz empfahl diese auch den "Niddasack", also den Sackgassen-Bereich der Niddastraße (OSM) neu zu gestalten. Dem aktuellen Duktus folgend ist das 'Niddator' noch unverändert.

  • Das "Niddator" ist nur für Autos eine Sackgasse, für Fußgänger gibt es eine kleine Durchwegung zur Düsseldorfer Strasse. Diese ist aktuell gruselig, da es sehr eng ist und sich auf beiden Seiten gerne Konsumenten und Dealer aufhalten. Das subjektive Sicherheitsgefühl dürfte dort aktuell katastrophal sein. Kürzlich wurde ich an dieser Stelle Zeuge einer Messerattacke, die gerade noch unblutig verlief (allerdings ging es dabei nicht um Passanten, die Parteien kannten sich).


    Aktuell fehlt mir die Fantasie wie man die Situation dort verbessern kann, evtl. mit Videoanlage und mehr Licht. Vielleicht fällt der Stadt mehr ein.

  • Platz "An der Staufenmauer"

    Die Staufenmauer ist eine alte Stadtmauer, gebaut um 1180, die in Teilen erhalten ist. Am Nordende der Fahrgasse sind heute auf etwa 75 Metern Länge noch 15 Blendbögen vorhanden. Die Mauer wurde in den letzten Jahren in mehreren Bauabschnitten saniert und befindet sich in gutem Zustand. Kläglich dagegen die Platzsituation vor der Mauer. Auch nicht gerade hilfreich sind die sie umgebenden Bausünden aus den Fünfzigerjahren.



    Bild: Stadtplanungsamt Stadt Frankfurt am Main


    Das Stadtplanungsamt kündigt für Dienstag, 21. Januar 2025 den Beginn von Umgestaltungsmaßnahmen an. Aus der etwa 380 m² großen Brachfläche soll eine begehbare Blühwiese werden. Um die Platzmitte sind halbkreisförmig Sitzgelegenheiten aus Kalksteinquadern geplant. Eine Verbindung der beiden Tore an der Fahrgasse und an der Straße "An der Staufenmauer" wird der bestehende Basaltpflasterweg herstellen. Schatten sollen zwei neue japanische Schnurbäume schaffen. Der Platz bleibt umzäunt. Ein Espressomobil soll für Sicherheit und Sauberkeit sorgen.


    Es ist gut, dass etwas passiert. Doch wie an der Hauptwache wird lediglich eine Interimsgestaltung angestrebt. Das ist mutlos - und schlicht zu einfach.

  • Blümchenwiese, Blümchenwiese... ok das ist wirklich fantasielos, wobei man zugeben muss, dass diese Ecke auch unfassbar verkorkst ist. Ich denke besonders der Bereich auf der anderen Seite der Mauer (also Nord-östlich) ist eigentlich nur durch eine Komplette Neuentwicklung zu retten. Der Platz an sich... ein Gedanke der mir kam wäre eher eine teilweise Bebauung (eher Richtung Straßenkreuzung) so dass sich zwischen diesem neuen Gebäude und der Mauer, ein Raum auftut, der durch eine städtische Enge ein wenig Athmosphäre entwickeln könnte und beispielsweise für eine Gastronomie mit Biergarten nutzbar ist. Diese Brache aktuell mit den provinzerprobten Metallzäunen ist schon unwürdig.

  • Die Staufermauer war der zweite Befestigungsring, den sich Frankfurt zulegte. Als dann die barocke Festungsanlage diese Aufgabe übernahm, wurde sie überflüssig und wie seinerzeit üblich weitgehend wiederverwertet oder überbaut. Dieser Abschnitt blieb wohl nur so gut erhalten, weil er bis ins 19. Jahrhundert Stadt und Judengasse trennte und so seine traurige Funktion der Aus/Einsperrung der Juden behielt. Die seltsam runde Ecke ist historisch, denn die Häuserreihe vor der Mauer bildete schon auf dem Merianplan den Nordrand der platzartigen Erweiterung am Zusammenlaufen von Prediger- und Fahrgasse vor dem Stadttor, das heute auf die Konsti führen würde. Ratlos, was aus diesem Grundstück werden könnte, ist man in Frankfurt schon seit die Ruinenreste vor der Mauer beseitigt wurden. Um die jahrzehntelange Nutzung als wilder Parkplatz zu unterbinden, hat man den Zaun installiert, es gab in den 80er oder 90er Jahren schon mal einen fehlgeschlagenen Versuch mit einem Biergarten, aber wer will sich auch in der Umgebung an eine vielbefahrene Straßenkreuzung setzen? Wie so oft beim Umgang mit den historischen Restbeständen, herrscht auch hier peinliche Rat- und Ideenlosigkeit. Vielleicht wäre ein Flachbau ähnlich wie der von Mäckler bei Lorey vorgeschlagene Pavillon eine Lösung, der die Ecke faßt, jedoch die Mauer nicht verdeckt. Stellt sich nur die Frage der Nutzung.

  • Am Freitag gab auch das Presse- und Informationsamt eine Mitteilung dazu heraus. Auszug zur Gestaltung:


    Der aktuell brachliegende, stark verdichtete und rund 380 Quadratmeter große Platz wird in eine begehbare Blühwiesenfläche umgewandelt. Den Kern bildet künftig eine zentrale Platzmitte mit halbkreisförmig angeordneten, quaderförmigen Sitzgelegenheiten aus Kalkstein. Zum bereits dort stehenden Japanischen Schnurbaum werden zwei weitere Schnurbäume gepflanzt. Die Blühwiesenfläche wird durch weitere Beete mit insektenfreundlichen Gehölzen und Stauden ergänzt, so zum Beispiel mit Schmetterlingsflieder oder Kupfer- und Felsenbirnen. Außerdem wird ein Weg über die neue Platzmitte künftig die Eingangstore miteinander verbinden. Für den Weg werden die alten Basaltpflastersteine erhalten, aber aufgenommen und neu verlegt.

    Eine Schautafel informiert künftig über die historische Bedeutung des Areals an der Staufenmauer. Die Geschichte der benachbarten, ehemaligen Judengasse wird ebenfalls erklärt.


    Wird eine eingezäunte Brachfläche dadurch zum Platz? Auszug zur Sicherheit und zum Nutzungskonzept:


    Der Platz bleibt auch nach dem Umbau durch einen Zaun gesichert, eine Öffnung ist nur tagsüber geplant. Damit sollen Konflikte vermieden werden, die in der Vergangenheit durch Drogenkonsum und Lärmbelästigung entstanden sind. Ergänzende Angebote sind im Gespräch, die für eine neue Nutzung und mehr Sicherheit sorgen sollen.


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    Copyright: Grünflächenamt Stadt Frankfurt am Main, Foto: Christian Chur

  • Einen knappen Monat später, gibt's hier ein kleines Update:
    Aktuell werden auf dem Platz vor der Staufenmauer die quaderförmigen Sitzgelegenheiten aus Kalkstein platziert.

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    Bilder von mir.

  • Platz vor der Staufenmauer


    2 Bildchen von heute, 2 Kleinbagger sind im Einsatz und ein Pflasterweg ist zu erkennen, die Spannung steigt ...



  • Hier geht die Arbeit weiter voran, mitlerweilen lässt sich die Struktur des Platzes schon erahnen:


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    (Fotos von mir)

  • Neugestaltung Riedbergplatz

    Der Magistrat gab Ende März 2025 eine Bau- und Finanzierungsvorlage für die "klimaangepasste Neugestaltung des Riedbergplatzes" heraus (M63). Es geht um den in früheren Beiträgen (unter anderem hier) schon erwähnten Umbau des bisher stark versiegelten Stadtplatzes. Dabei sollen Flächen entsiegelt, Bäume neu gepflanzt, Beschattungselemente installiert sowie ein Trinkwasserbrunnen und eine Regenzisterne gebaut werden. Vorgesehen sind 29 neue Bäume und drei begrünte Schattendächer. Die zehn Bestandsbäume sollen in neu geplante, rund 860 m² große Staudenflächen integriert werden. Für den Wochenmarkt soll ausreichend befestigte Fläche bleiben. Erhalten wird der Bücherschrank und, an anderer Stelle, ein Aufstellort für einen Weihnachtsbaum. Der Magistrat rechnet mit Gesamtkosten von etwas mehr als drei Millionen Euro.


    Einzelheiten in der oben verlinkten Vorlage und der folgenden Darstellung der Entwurfsplanung (als PDF besser lesbar und mit Legende):


    riedbergplatz_entwurfplanung_(c)_stadt_frankfurt.jpg
    Plan: Grünflächenamt Stadt Frankfurt am Main

  • Wer in letzter Zeit in den Wallanlagen unterwegs war, dem ist es wohl schon aufgefallen, dass an mehreren Stellen die Wege gesperrt sind und sich daneben Berge aus Kopfsteinpflaster türmen. Hintergrund ist ein umfassender Sanierungsprogramm für Wege in Parks und Grünflächen, welches für dieses Jahr geplant ist. Insgesamt sollen es 16,3 km Wege in 27 Grünanlagen werden. Hier die entsprechende Meldung dazu bei radfahren-ffm.

  • Im Artikel steht das die stark beanspruchten Wege dauerhaft befestigt werden (heller Asphalt) , ich hoffe das wird auch so umgesetzt. Die Sanierung zw. Oper & Eschersheimer Turm bei der nur die Kieswege erneuert wurden ist schon heute (2 Jahre später) voll mit Schadstellen in denen sich das Wasser sammelt. In diesen Bereich sind regelmäßig KfZ Unterwegs (Polizei, Gartenamt) das kann mit Kiesdecke und Pflaster nicht funktionieren.