Parks und Plätze

  • Park "Römische Straße" am Riedberg

    Der Park "Römische Straße" ist nach dem Bonifatiuspark und dem Kätcheslachpark der dritte Park am Riedberg und steht kurz vor der Fertigstellung und Übergabe. Mittlerweile wurde ein Großteil der Bepflanzung eingesetzt und Rasen angesät. Auch die Asphalt- und Pflasterarbeiten sind so gut wie fertig.


    Anbei erstmal ein Lagebild zur Einordnung:

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    Bei den Fotos beginnen wir ganz im Süden neben dem Studentenwohnheim und der Kita "Kairos", wo u.a. eine Calisthenics-Anlage gebaut wird. Wir bewegen uns dann immer weiter nach Norden inkl. ein paar Blicken zurück.


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  • Neubau Grünzug Feldscheidenstrasse (Eckenheim). Die Stadt plant schon länger das Kirchwäldchen in Eckenheim mit einem Brachgelände der ehemaligen Gibbs Kaserne zu einem Grünzug zu verbinden, hier gibt es die dazugehörige Planung.


    Link zur Entwurfsplanung

    und den Vortrag vor der STVV

    Vortrag Magistrat


    Die Umsetzung soll wohl ab Herbst diesen Jahres starten.

    Einmal editiert, zuletzt von thom66 () aus folgendem Grund: ich kaufe ein "d" uns spendiere es der Fel(d)scheidenstrasse..

  • Die FAZ berichtet heute über die von der Stadt beabsichtigte Umgestaltung der Asphaltwüste Riedbergplatz (hier ein paar trostlose Bilder). Der Platz soll - ähnlich wie der Paul-Arnsberg-Platz im Ostend - begrünt werden. Ausgangspunkt der Umgestaltung ist eine Unterschriftenaktion der Riedberg-Bürger sowie eine Untersuchung von Studenten der Uni-Frankfurt, die die Temperatur auf der Asphaltwüste Riedbergplatz im Hochsommer mit dem deutlich stärker begrünten Ewald-Heinrich-von-Kleist-Platz (Link - habe leider kein aktuelles Foto) ein paar hundert Meter entfernt verglichen haben.


    Konkrete Pläne gibt es allerdings noch nicht. Man rechnet aber mit Kosten von ca. 1,5 Mio. €.

  • Im Grunde ist es ja keine neue Erkenntnis, dass sich solche stark asphaltierten Plätze stärker aufheizen als Plätze mit einer stärkeren Begrünung. Umso erstaunlicher, dass trotzdem immer noch und immer wieder solche Entwürfe ausgewählt und umgesetzt werden. Um dann später zu der erstaunlichen Erkenntnis zu kommen, dass es auch bei diesem Platz nicht anders ist. Und dann für nicht erhebliche Mittel (wie hier jetzt nochmal schlappe 1,5 Mio Euro), "nachzubessern" und umzugestalten.


    Wäre es da nicht bei allen künftig noch entstehenden und geplanten Plätzen sinnvoll GLEICH eine entsprechende Gestaltung anzugehen? Ich denke da jetzt insbesondere an solche größeren Quartiere wie z.B. südlich der Rödelheimer Landstraße. Ich hoffe doch sehr, dass man irgendwann mal gelernt hat und die gleichen Fehler nicht immer wieder aufs neue wiederholt.

  • Psst. Das Ist eine Steinwüste, keine Asphaltwüste. Und wenn ich das richtig sehe, hat man mit Gravensteiner Platz und Kantapfel/Klarapfelstraße nochmal eine ähnliche "Steinwüste" hingelegt.


    Kann das sein, dass das daraus resultiert, dass man für die kleinen Wochenmärkte die dort stattfinden, Flächen braucht, die mit den Verkaufswagen sicher befahren werden können und auf denen die Marktbesucher sicher laufen können? Schon historische Marktplätze waren üblicherweise gepflastert, um genau diese Ziele zu erreichen.


    Vielleicht sind das gar keine Fehler sondern Zielkonflikte? Wobei ich natürlich verstehen kann, dass der Bio-Händler und die Lebensmittelhändler im Riedberg-Zentrum(chen), über einen grünen Platz und den Platzbedingten Wegfall des Wochenmarkts nicht unglücklich wären.

  • Wir können auch gerne Steinwüste dazu sagen und ja, das Problem hat ganz sicher nicht nur der Riedbergplatz. Das ist ein übergreifendes Problem, dessen Ursachen nicht nur in der schlechten Ausbildung liegen, sondern viel tiefer (siehe z.B. @tunnelklick's Ausführungen in #108).


    Ich würde Dir aber widersprechen, dass der dort stattfindende Wochenmarkt die Ursache oder der Auslöser ist. Auf dem Riedbergplatz ist mehr als genug Platz für einen Wochenmarkt, selbst wenn Du da 20 Bäume mehr hinstellst. Schau Dir doch das Luftbild von 2020 mal an. Da sieht man gut, dass man vor dem östlich gelegenen Gebäude wunderbar eine Baumreihe hätte hinstellen können, ebenso wie vor dem nördlichen Gebäudekomplex. Dazu dann noch 1-2 Bäume mehr rund um die beiden Spielplätze und bei der südöstlichen Mauer mit Sitzgelegenheit und voila, die Mitte und die Zufahrt sind immer noch frei für Marktfahrzeuge und die Besucher, aber das Erleben des Platzes wäre ein ganz anderes.


    Und was die Handelsstruktur am Riedberg angeht, bist Du etwas out-of-date. Einen Bio-Händler gibt es am Riedberg schon seit fast vier Jahren nicht mehr. Und die Lebensmittelhändler sehen den Markt am Samstag m.E. eher als Frequenzbringer, denn als Konkurrent.


    Das ganze ist einfach eine komplette Fehlplanung, die da gemacht wurde. Der Eigentümer des Riedbergzentrums hat selber schon geäußert, dass er auch einen stärker begrünten Platz errichtet hätte, wenn die Stadt denn das von Ihm gefordert hätte.


    Ich bin mir angesichts der Ubiquität dieser Steinwüsten aber nicht mal so sicher, dass die Stadt wirklich mehr Begrünung will. Denn das heißt ja auch Pflegeaufwand für die Bäume in den ersten 5-10 Jahren, bis die richtig angewachsen sind.

  • Aktionismus braucht aber auch nicht auszubrechen (womit einmal mehr Frau Heilig unangenehm auffällt). Grün gibt es am Riedberg reichlich. An den meist an einer Hand aufzuzählenden wirklich heißen Abenden im Jahr setzt man sich eben in einen der Parks - sofern man nicht ohnehin in den Süden gereist ist, auch um dort die warmen Abende auf der Piazza zu genießen. Bevor leichtfertig erneut viel Geld ausgegeben wird, sollte m. E. ein Konzept für Platzgestaltungen erarbeitet werden, sei es für Umbauten, sei es für Neuanlagen. Und ja, ich sehe auch Plätze mit deutlich höherer Priorität. Dabei denke ich etwa an den Goetheplatz, wo in den 2,5 Jahren (!) seit dieser Aktion wieder rein gar nichts passiert ist.


    Weil polemischer Freitag ist, noch eine "Steinwüste" in einer Stadt mit weniger gemäßigtem Klima. Den passenden Kommentar darf sich jeder selbst ausdenken.


    Bild: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/d/d6/St_Peter%27s_Square%2C_Vatican_City_-_April_2007.jpg/2560px-St_Peter%27s_Square%2C_Vatican_City_-_April_2007.jpg

    Bild: Diliff (mit Lizenz CC BY-SA 3.0 @Wikimedia)

  • Der Petersplatz in Rom soll vor allem den Petersdom in Szene setzen und hier würden Bäume natürlich nur ablenken. Die typischen mediterranen Piazzas aus Italien, Südfrankreich, Griechenland, Spanien, etc., an denen sich bspw. Gastronomie ansiedeln kann, sehen hingegen schon ganz anders aus, meist mit einigen Schattenspendern und nicht selten Bepflanzung. Auch in Deutschland haben bspw. Biergärten bereits seit knapp 200 Jahren gezeigt, dass sich Leute gerne im Sommer in schattigen Plätzen im Außenbereich aufhalten und nicht in der prallen Sonne sitzen möchten. Warum sollte es an Plätzen großartig anders sein, besonders zu Zeiten, in denen 40-Grad Hitzewellen immer mehr zur Regel als zur Ausnahme werden könnten?


    Eines der führenden Landschaftsarchitektur-Büros (bspw. Hargreaves Jones) geht ganz klar in die Richtung Aufenthaltsqualität, Entsiegelung, Begrünung und immer weniger in die Richtung Monofunktion. Hier sind ebenfalls sehr gelungene Gestaltungsbeispiele von Plätzen aus dem vergangenen Jahrzehnt.


    Es ist klar, dass die Geschmäcker sich bei Platzgestaltung scheinbar sehr unterscheiden. Dennoch: Die maßgebende Zielsetzung eines modernen Platzes sollte nicht sein als monofunktionale "Event-Abstellfläche" zu dienen und somit zu wenig für Verschattung, Entsiegelung und Aufenthaltsqualität zu tun. Ich stimme sipaq daher zu, dass am Riedbergplatz locker für 20 Bäume Platz gewesen wäre ohne die Nutzfläche für den Wochenmarkt entscheidend einzuschränken.


    Ich finde die Idee am Goetheplatz vor 2,5 Jahren geht genau in die richtige Richtung: Platzfläche durchlässiger machen, helleren Belag verwenden, mehr Sitzflächen mit Schatten anbieten. Das ist mehr oder weniger was die Stadtregierung fast einstimmig gestern beschlossen hat um die Hauptwache aufzuwerten.

  • Die freie Fläche am Riedbergplatz sind derzeit gerade mal 30x40m, davon geht in der Ecke zum Center noch ein "Flachbrunnen" ab.

    Wenn da die "Markt-Wagenburg" steht ist zwische den Wagen gerade noch 15x 15m Platz.


    Man könnte vielleicht noch zwei Bäumchen vor den Japaner stellen, an der Nordseite ist der Fahrweg für den Markt und auch Feuerwehrzufahrt - vielleicht ist das auch der Grund für "keine Bäume" an der Gebäudefront, weil die ja wieder Probleme der Zugänglichkeit der Gebäudefronten für die Feuerwehr bilden können.


    Die "Durchlässigkeit" der Bodenfläche am Goetheplatz ist dagegen völliger Fake, weil sich darunter der Betonblock der Tiefgarage befindet. Grundwasserspeicherung in den vielleicht zwei Metern Boden wird da nicht wirklich stattfinden.

  • Historische Stadtplanung halt: Grünzeug ist außerhalb der Stadt.

    In Deutschland gab es vielleicht noch mal einen prägnanten Einzelbaum auf dem Marktplatz, aber Parks und Alleen kamen erst ab dem 17. Jh auf, als große Reiche existierten und Fürsten, die das repräsentativ fanden.

    Händlerstädte, wie Frankfurt oder Köln, verzichteten no deutlich länger auf derartige teure "Spielereien" - in Köln kam der Grüngurtel erst mit dem Schleifen der Stadtbefestigung und Adenauer als Oberbürgermeister auf den Weg.

  • Das Plätze im Süden ohne Bäume sind ist richtig, meist sind diese aber von Kolonaden umsäumt welche es bei Hitze und Schlechtwetter gestatten geschützt zu gehen. Dazu kommt das in diesen Gegenden zumindest traditionell die Mittagszeit mit der grössten Hitze für eine ausgiebige Pause genutzt wurde. Märkte sind dort i.d.R um 14:00 Uhr abgebaut.. ich glaube nicht das man die funktionierenden Plätze unsere Lieblingsurlaubsorte 1:1 nach Deutschland übertragen kann, andere Kulturen verlangen nach anderen Lösungen (nicht das ich die aktuell gefundenen Lösungen gut finde)

  • Neugestaltung des Paul-Arnsberg-Platzes (Ostend)

    Zurück nach Frankfurt: Der Magistrat stellte in der vergangenen Woche eine Bau- und Finanzierungsvorlage zur Neugestaltung des Paul-Arnsberg-Platzes fertig. Die Gesamtkosten der Maßnahme werden mit knapp 1,4 Millionen Euro beziffert.


    Laut Magistrat ist es Ziel der Planung, den für die Ausrichtung eines (später wegen Erfolgslosigkeit eingestellten) Wochenmarkts konzipierten Platz um etwa 50% zu entsiegeln. Es sind 16 Bäume zu fällen, die mit den gegebenen klimatischen Bedingungen nicht zurechtkommen und deren Verpflanzung nicht sinnvoll erscheint. Ausgeglichen wird dies durch die Neupflanzung von 30 angeblich standortgerechten Bäumen. Einzelheiten in der Vorlage (PDF).


    Der Entwurfsplan:


    paul-arnsberg-platz_umbauplanung.jpg
    Plan: Ipach Mayerhofer Landschaftsarchitekten / Stadt Frankfurt am Main

  • Pläne für Neugestaltung des Riedbergplatzes

    Auch hier kommt jetzt offensichtlich Tempo rein. Die folgende Zeichnung wurde dem Ortsbeirat Kalbach-Riedberg vorgelegt. Die Highlights:

    • Es wird 24 zusätzliche Bäume, Hecken, begrünte Schattendächer und neue Spielgeräte in den Schattenbereichen geben
    • Ca. 400 qm Fläche sollen entsiegelt werden
    • Ausreichend Platz für die Marktstände bleibt erhalten.
    • Die Kosten belaufen sich auf mindestens 500.000 €
    • Sofern die og. Summe in städtischen Haushalt 2022 eingestellt wird, kann es bereits 2023 losgehen

    Definitiv ein großer Fortschritt, wenn es denn so kommt.


    riedbergtpjtu.jpg

    Einmal editiert, zuletzt von sipaq ()

  • Nur zur Info:

    Die oben dunkelgrün eingezeichneten Bäume (10 an der Zahl) sind die bereits bestehenden Bäume.

    Dazu kommen dann die hellgrün eingezeichneten neuen Bäume dazu (24 an der Zahl - plus 240%).


    Jetzt berichtet auch die FR über die geplante Begrünung des Riedbergplatzes.


    Zusätzliche Infos zu denen aus #177:

    • Die bereits bestehenden Mauern im Westen sollen durchbrochen werden und Fenster sollen dort Licht hereinlassen, damit der Kinderspielbereich nicht durch die Neubepflanzung zu dunkel wird.
    • Die oben genannten 500.000€ sind wohl eher die Untergrenze.
    • Das Grünflächenamt denkt auch bereits über eine Begrünung in mehreren Schritten nach, sofern das Programm zur klimagerechten Umgestaltung von Plätzen nicht über 2022 hinaus weiterläuft.
  • zu #177:


    Ich seh's ja jetzt erst: Man plant also, dass die Marktstände sich im Aufstellbereich der Feuerwehr platzieren und im Brandfall wohl blitzartig abbauen und wegfahren, bevor die Feuerwehr eintrifft? Hat mal jemand beobachtet, wie lange diese Marktstände üblicherweise zum Abbauen brauchen?

  • Warst Du da schon mal vor Ort, Xalinai? Nur zwei Stände haben am Samstag richtige Aufbauten (die beiden Gemüsehändler). Alle anderen haben entweder gar keine Aufsteller (Beide Bäcker, der Hähnchenbräter, der Käseverkäufer) oder können die in Minutenschnelle (mediterrane Köstlichkeiten, Metzger, Wein) wegräumen.


    Die FAZ hat hier übrigens auch nochmal eine schöne Graphik des Zielzustands.

  • Das ist die gleiche Aufteilung wie auf dem Plan, nur zeitungsmäßig ungenauer - man lässt die für die Feuerwerhr vorgesehenen Aufstellflächen in der Darstellung weg und bekommt ein schönes, konfliktfreies Bild.


    Hier müssen 7 Stände (alle außer den dreien parallel zur Feuerwehrzufahrt) in einer bestimmten Reihenfolge, weil die hinteren erst raus können, wenn die zur Ausfahrt stehenden weg sind, innerhalb der zehn Minuten, in denen die Feuerwehr anrückt, geräumt sein.


    Nach dem Umbau stellt dann die Feuerwehr fest, dass ihre Aufstellflächen nicht freigehalten werden oder im nötigen Tempo geräumt werden können, und der Markt wird unter großem Geschrei der Bevölkerung und des OBR eingestellt.


    Schau Dir doch mal die Vorgaben in der neuen Altstadt und die wiederkehrenden Diskussionen dazu an.

  • Rennbahnpark

    Im September ist die Eröffnung des neun Hektar großen „Rennbahnparks“ auf dem nördlichen Teil der ehemaligen Galopprennbahn in Sachsenhausen geplant. Gestern fand ein Presserundgang über die Baustelle statt, wovon etwa die FR berichtet. Hier war das Projekt zuletzt Thema in Beitrag #162. Es gibt auch eine Website für den neuen Park.


    Zum Stand der Bauarbeiten heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt: „Die Erdarbeiten im Park sind inzwischen weitgehend abgeschlossen. Der Hügel für den Skyline View ist angelegt, ebenso die Sanddünen und auch die Wege durch den Park sind vorbereitet, Bäume wie verschiedene Eichen-Arten, Linden und Ahorne sowie Sträucher wie Weißdorn, Liguster, Wildrosen und andere wurden gepflanzt. Auch die ersten Spielgeräte auf dem Spielplatz und die Calisthenics-Anlage stehen. Der Teich in der Parkmitte wurde neu angelegt, er füllt sich gerade ganz natürlich mit Regenwasser. ‚Mit dem Rennbahnpark schließen wir die Lücke zwischen GrünGürtel und Mainufer, bauen hier im Landschaftsschutzgebiet einen neuen Park, der einerseits zum Erholen, Spielen und Sport einlädt, andererseits aber auch Wildnis bleibt, mit seltenen Sandgrasnelken, Höhlenbäumen und dem wertvollen Sandmagerrasen. Auch Rauchschwalben und Fledermäuse werden weiter eine Heimat im alten Pferdestall haben‘.“ Die Gesamtkosten des Baus betragen etwa 5,4 Millionen Euro.


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    Bild: Grünflächenamt Stadt Frankfurt am Main