Straßenbahnen können womöglich im konkreten Einzelfall durchaus gefährlicher als Autos sein, weil sie oft schlecht gehört und teilweise offenbar auch schlecht gesehen bzw. zumindest falsch eingeschätzt werden und anders als Autofahrer kann die Tram bei unaufmerksamen Verkehrsteilnehmern dann meist auch nicht mal eben schnell bremsen. Die Statistik von Autounfällen ist mE gar nicht vergleichbar und auch nicht zielführend. Es geht hier ja gar nicht darum, dass es entweder keine Autos oder keine Trams mehr geben soll. Auch geht es hier mE niemandem um eine generelle Ablehnung von Trams (ich persönlich fahre total gerne damit, gerade wenn der Takt dicht genug ist). Aber es gab alleine in den letzten Monaten mehrere tödliche Unfälle (hier in Treptow wurde eine Schülerin überfahren beim Überqueren der Strecke). Was sicher richtig ist: Auf offener Strecke steigt die Wahrscheinlichkeit von tödlichen Unfällen enorm (Geschwindigkeit/die Aufprallenergie der beschleunigten Masse und Bremswege erreichen einfach deutlich andere Dimensionen).
Natürlich kommt es auch in belebten Stadtzentren durchaus zu Unfällen und in ganz blöden Fällen können die sicher auch mal böse ausgehen. Auch bei relativ langsamer Geschwindigkeit kommt es dann u.a. auf den Aufprallwinkel und die Fallrichtung der Verkehrsteilnehmer an. Ein Bekannter von mir wurde in Manchester Piccadilly mal von einer Tram unsanft "umgeschubst", die er ebenfalls nicht gehört oder bemerkt hatte. Er hatte Glück im Unglück, seitlich weggeschubst zu werden, und somit nur leichte Verletzungen. Am Alex selbst habe ich trotz der vielen (oft genug unachtsamen) Passanten aber bislang nichts groß von schweren Unfällen in Erinnerung. Dort sind ja auch dermaßen viele Trams unterwegs, dass jeder normal tickende Passant mit Selbsterhaltungstrieb die auf dem Schirm haben dürfte.