Das Gitter-Horror auf der Rückseite (insb. das letze Foto zeigt das sehr deutlich) ist schon eine Meisterleistung in Ungemütlichkeit (nur meine subjektive Meinung natürlich Ich kann nicht verstehen wie jemand so etwas ästhetisch ansprechend finden kann. Ich könnte so viele neue Projekte auflisten, die unter dieser Art der Balkongestaltung leiden. Es ist frustrierend zu sehen, wie sich dieser Trend immer mehr verbreitet, da er oft zu unattraktiven Außenbereichen führt.
Sonstige Bauprojekte südlich des Mains
-
-
-
^ Wenn jede Wohnung einen Balkon haben soll, hat man natürlich viel Balkonverkleidung herzustellen. Auf eine so große Fläche gesehen ist ein durchsichtiges Stabgeländer aber 1000x ansehnlicher, als wenn man die Verkleidung mit gelochten Blechen o.ä. vollflächig undurchsichtig hergestellt hätte. Die Stabgeländer verleihen der Konstruktion m. E. eine gewisse Leichtigkeit.
-
Ästhetik ist bei solchen Rendite-getriebenen Objekten nachrangig auf der Liste der Planer zu finden (wenn überhaupt). Da geht es um: GÜNSTIG! Und so ein "Meterwarengeländer" ist eben deutlich günstiger zu bekommen als optisch anspruchsvollere Ausführungen. Und die kann man am Ende nicht wirklich auf die Miete umlegen, sondern sind halt nur was fürs Auge und Wohlfühlen.
Im Ergebnis bin ich da vollkommen bei Dir (Fettucine). Es sieht grausig aus. Einzig positiver Aspekt: es ist auf der Rückseite des Gebäudes und somit nicht ganz so präsent wie an vielen anderen Stelle. Glücklicherweise gibt es auch ein paar (leider wenige) andere Projekte, wo man ganz bewusst auf die Ästhetik gesetzt hat.
-
Die Konnotation 'Rendite' unterstellt dem Bauherr, dem Eigentümer und/oder der Bauunternehmung bzw. den Handwerkern das sie sich " ’ne goldene Nase verdienen". Ob das in diesem Fall so ist, ist mir nicht bekannt. Nicht erst seit dem Ukraine-Krieg steigen die Baukosten exzessiv insbesondere bei den Material-, Energie- und Baugrundkosten (Prominentestes Beispiel die Neubauten von Oper und Schauspiel in F). Das die oben genannten Gewinne erwirtschaften müssen, dafür sorgt schon das FA.
Wenn die Caritas die Wohnungen und Apartments vermietet dann wohl mit dem Anspruch eine möglichst günstige Miete zu fordern. Und sie hat leider ebenfalls Nichts zu verschenken.
Meine Stilkritik: Die Beplankung des Seitensichtschutzes hätte für meinen Geschmack eine hellere Farbe vertragen können, z.B. ein helles grau was dem Grauton der verzinkten Gitterkonstruktion entspricht. Oder statt die (Kunststoff-)Fenster in dunkelgrau in einem Braunton - besser noch in Holzoptik - gestalten. Sollte nicht mehr kosten als die montierte Sorte. Und die Geländer einschließlich des Seitensichtschutzes in einem farblich korrespondieren braun oder in einem komplementären beige oder weiß. Und bei etwas mehr Mut zur Farbe ein komplementäres Farbset erarbeiten. Da wäre viel möglich und treibt die Kosten keinesfalls. Das mittlerweile inflationär verwendete dunkelgrau / weiß ist in der Tat ermüdend.
Das Balkone sind im Vergleich zu Loggien günstiger und im Bestand gut nachträglich installieren. Für Balkone, Loggien und Terrassen kann der Vermieter noch anteilig von der jeweiligen Fläche Miete verlangen.
Fazit: Stimme Euch zu das mit ehr kleinem Aufwand beim Einsatz von Farbe Gebäude sehr viel ästhetischer gestaltet sein könnten.
-
-
Das Problem mit dem Gitter auf der Darmstädter Landstr. 62 hat letzendlich wahrscheinlich weniger mit Baukosten zu tun. Man hätte mit weniger Gitter mehr erreichen können. Hier geht es vor allem um die Kunst des Gestaltens was heutzutage bei unseren Architektenfreunden leider sehr oft zu kurz kommt. Es ist halt einfacher das gleiche monotone Gitter über 50 m zu ziehen als sich kurz zu überlegen wie man das schön portioniert und gestaltet damit es zu dem Gesamtbild besser passt oder freundlicher wirkt. Das hätte als Entwurf wahrscheinlich kaum mehr gekostet und den Bauherren an Material sogar Geld gespart. Wäre sogar nachhaltiger gewesen
Der Bauherr ist mit anderen Sachen beschäftigt und die Gitter interessieren ihm am wenigsten. Es fehlt einfach in den meisten Fällen der Willen/Geduld was schönes zu gestalten. Alles andere ist wichtiger. Die Ästhetik kommt in den meisten Fällen an letzter Stelle. Wir, die Bürger, die diese Kreationen von der Straße aus konsumieren müssen bezalen den Preis - es entstehen in den meisten Fällen unschöne/unpraktische/komische Bauten/Stadtteile und in diesen Gegenden müssen wir uns dann tümmeln. Ich sage es oft, aber das kann man nicht oft genug sagen. Seit dem 2. Weltkrieg sind keine schöne Städte oder mal Stadtteile mehr entstanden. Zu welchen "modernen" Stadt oder Stadtteil fahren Leute gerne in Massen weil die dort gerne ihre Zeit verbringen? Es gibt einfach keine. Ich meine natürlich nur modernistischen Bauten/Projekte. Das ist ja das meiste was heutzutage gebaut wird. Natürlich ist die neue Altstadt von FFM, die im klassischen Sinne gebaut wurde, sofort schön geworden. ...und das hat mit Nostaligie nichts zu tun. Der Hühnermarkt ist einfach schön weil dort die Ästhetik an erster Stelle steht und es dort keine unansehnliche Gitter gibt. Und bitte, kommt nicht mit dem Kostenargument wieder. Das habe ich ja gerade oben wiedergelegt. Schön geht auch günstig!
-
Viel wichtiger als die Gitter finde ich die Frage, was mit der Dreckecke / hässliches Gestrüpp zwischen Gebäude und Bahngleisen passiert. Schön wäre, wenn dies noch etwas umgestaltet würde. Hoffnung habe ich aber wenig.
-
-
Mörfelder Landstraße 114 b-e (fertiggestellt)
Die vor knapp zwei Jahren hier vorgestelle Baustelle ML 114a hat dies hervorgebracht: vier nicht unterkellerte Häuschen mit 60 m² bzw. 45 m² (Endhaus) Grundfläche, je zwei Vollgeschossen und Staffelgeschoss. Mir kommt es so vor, als müssten die Wohnungen, jedenfalls die EGs recht dunkel sein, andererseits haben sie bodentiefe Fenster über die gesamte Hausbreite. Von der Kubatur her erinnern sie mich ein bißchen an die Ernst-May-Häuser in Praunheim. Die Situation sieht freundlich aus, was an der Farbgebung liegen mag.
Licht bekommen die Wohnungen, abgesehen vom Reihenendhaus, nur von Osten/Hofseite. Die Westseite ist eine geschlossene Brandwand.
eigene Bilder
-
-
"Ensemble Schreyerstraße" an der Stresemannallee
Schmittchen hatte im Januar 2022 in #783 das Projekt "Ensemble Schreyerstraße" an der Stresemannallee vorgestellt, in dem der ehemalige Sitz der VDE umgewandelt wird.
Lange Zeit war die Fassade dort durch grüne Schutznetze gesichert (siehe Bild in #783 ) und es tat sich von außen ersichtlich wenig. Doch diese Woche ist mir aufgefallen, dass die Fassade endlich weg ist.
-
Gartenstraße 133-135: Projekt "CU - Central Units"
Der fertige Rohbau und seine Umgebung:
Die Hof- und Esso-Seite:
Bilder: Schmittchen -
Trifelsstraße 10-22 (Aufstockung)
Der Wohnblock Trifelsstraße 10-22, direkt am Haardtwaldplatz wird nach Abbruch des Dachstuhls und des Trempels aufgestockt. In Holzmodulbauweise werden 14 Wohnungen geschaffen. Hinzu kommen Balkone und Feuertreppen.
© Stadtvermessungsamt Frankfurt am Main, Stand 06.2023, © Hessische Verwaltung für Bodenmanagement und Geoinformation
eigene Bilder
Eigentümer ist das Gemeinnützige Siedlungswerk GmbH (GSW), eine 1949 gegründete Wohnungsbaugesellschaft der Bistümer Fulda, Limburg und Mainz und des Caritasverbandes.
-
Mörfelder Landstraße 10-18 (Neubau)
Aus einer Mitteilung des Magistrats zu genehmigten Einzelhandelsflächen ist entnehmen, dass für dieses Vorhaben (siehe hier und hier) die Baugenehmigung am 1.9.2022 erteilt wurde.
B-2022-227-5, Mörfelder Landstraße 10
Neubau eines Wohn- und Geschäftshauses mit 181 Wohnungen, Einzelhandel im Erdgeschoss und einer Tiefgarage mit mehr als 1000 m² Nutzfläche einschließlich der Verkehrsflächen
Verkaufsfläche 1.054,00 m²
Bauantrag eingereicht am 24.02.2022; Baugenehmigung erteilt am 01.09.2022; kein Baubeginn gemeldet.
-
Projekt "The Muse" - Neuentwicklung Schaumainkai 69 - Rembrandtstraße 13 - Steinlestraße 4-6
Der große, inzwischen leer stehende Bürokomplex am Schaumainkai, um 1968 gebaut als Zentrale der Nord-West-Schuhwaren-Einkaufsgenossenschaft, war unter anderem an dieser Stelle Thema. Dort finden sich auch Bestandsfotos. Zuletzt wurde noch bekannt, dass entgegen der ursprünglichen Absicht keine Wohnungen mehr geplant sind, sondern ein Bürogebäude mit 16.000 m² Fläche neu errichtet werden soll.
Das Projekt hat jetzt einen Namen: "The Muse". Eine kürzlich aktivierte Website zum Projekt, bisher ohne Inhalte, belegt, dass LBBW Immobilien Management das Vorhaben aktuell vorantreibt. Andernorts nennt LBBW eine Fläche von noch 12.900 m². Die Büroflächen sollen flexibel konzipiert werden, auch Multi-Tenant-fähig sein. Dachterrassen sind ebenfalls vorgesehen. Eine erste Visualisierung, zu sehen ist die Ecke Schaumainkai und Rembrandtstraße:
Bild: LBBW Immobilien Management
-
Projekt "The Muse" - Neuentwicklung Schaumainkai 69 - Rembrandtstraße 13 - Steinlestraße 4-6
Das sieht auf den ersten Blick gar nicht so schlecht aus. Der Baukörper passt sich dem Blockrand an, damit wirkt das ganz schon mal viel weniger unruhig als der Bestand. Wenn ich es richtig sehe, ist ebenfalls ein angedeutetes Mansardendach mit einer Art Gaubenfenstern geplant. Auch das wirkt stimmiger als der Vorgängerbau, der durchaus seine Qualitäten hatte, aber in dem Umfeld dennoch immer wie ein Fremdkörper wirkte.
Sind wir mal auf detailliertere Pläne und Ansichten gespannt, insbesondere wie der Rest des großen Grundstücks ausgenutzt werden soll. Aber zunächst mal macht sich Hoffnung breit
-
Ich finde eine Blockrandbebauung nicht gut, weil sie historisch dort ohne Vorbild ist. Der Straßenzug ist geprägt von größen Einzelvillen mit großen Freiflächen (etwas, was man sich in Frankfurt nicht mehr gönnt). Die jetzige Bebauung hat wenigstens versucht, das noch irgendwie aufzunehmen. I am not amused.
-
Architektonisch im Vergleich mit dem was in Ffm sonst so in letzter Zeit entsteht sicherlich schonmal ein deutlich höheres Niveau (aber immer noch mit viel Luft nach oben), aber Blockrand passt an der Stelle tatsächlich nicht. Im Umfeld gibts nirgends Blockrand, woran also soll das anschließen? Immerhin mit Vorgartenzone, aber auch die gehört natürlich eingefriedet. So wie auf der Visualisierung ist sie einfach nur nutzloses Abstandsgrün.
-
Ihr habt beide Recht mit dem Blockrand und dass der dort nicht hingehört. Das habe ich in der Tat nicht bedacht. Ich habe mich auch etwas von der "aufgeräumtem" Visualisierung blenden lassen. Wahrscheinlich sieht es auch nur aus der gewählten Perspektive so aus. Wir müssen abwarten, bis wir detailliertere Pläne sehen, die auch die Grundstücksausnutzung besser erkennen lassen.
-
Der Entwurf ist sicher nicht soo schlecht, aber für die Stelle m.E. dennoch zu wenig, da muss ich euch zustimmen. Er erinnert mich auch zu stark an das nur wenige Meter entfernte Gebäude der Deutschen Rentenversicherung auf der anderen Seite des Städel (möglicherweise hat sich der Architekt auch gerade daran orientiert). Auch dieses ist - wenngleich seinerseits ebenfalls nicht wirklich schlecht - m.E. am Mainufer immer ein Fremdkörper geblieben. Helfen würde hier in jedem Fall eine etwas kleinteiligere oder aufgelockerte Struktur und als Fassadenmaterial gelber Sandstein anstatt dem hier offenbar vorgesehenen hellen Klinker oder Muschelkalk (genau lässt es sich nicht ausmachen). Auch finde ich, dass die großen Fensterflächen nicht so recht zum Mansarddach mit seinen Gauben passen wollen.